Ein stilles Werk über ein genügsames Leben
John Williams erzählt in seinem Roman Stoner die stille, bewegende Lebensgeschichte eines Mannes, der in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, seine Liebe zur Literatur entdeckt und schließlich ein zurückhaltendes, ...
John Williams erzählt in seinem Roman Stoner die stille, bewegende Lebensgeschichte eines Mannes, der in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, seine Liebe zur Literatur entdeckt und schließlich ein zurückhaltendes, aber standhaftes Leben als Universitätsprofessor führt. Was auf den ersten Blick unspektakulär erscheint, entfaltet sich im Laufe des Romans als tiefgründige Reflexion über Pflicht, Leidenschaft, Einsamkeit und stille Würde.
Ein Roman über Freundschaft und die gesellschaftlichen Erwartungen, die sich wie ein unsichtbares Netz über das Individuum legen.
William Stoner führt kein glanzvolles Leben, hinterlässt keine großen Spuren – und gerade darin liegt die Größe dieses Romans. Mit nüchterner Sprache und feinem Gespür für Zwischentöne schreibt Williams einen Roman von leiser, aber anhaltender Intensität. Stoner ist ein stilles Werk über ein genügsames Leben, das durch seine unprätentiöse Wahrhaftigkeit lange im Gedächtnis bleibt.