Rückkehr nach Leipzig
Auch der vierte Band rund um das Graphische Viertel in Leipzig hatte es wieder in sich. Wir kehren zurück in die Bücherstadt Sachsens, und Bücher stehen natürlich erneut im Mittelpunkt des Romans.
Diesmal ...
Auch der vierte Band rund um das Graphische Viertel in Leipzig hatte es wieder in sich. Wir kehren zurück in die Bücherstadt Sachsens, und Bücher stehen natürlich erneut im Mittelpunkt des Romans.
Diesmal geht es um den fiktiven Club Casaubon: Vier Freunde und eine junge Frau stehlen besondere okkulte Bände. Geheime Mächte ziehen sie dabei immer tiefer in ihren Bann. Die zweite Zeitebene spielt 15 Jahre später. Die Alliierten haben Deutschland besetzt, und Felix kehrt nach Deutschland zurück. Seit seiner Flucht hat er Leipzig nicht mehr betreten. Er war einst Mitglied des Club Casaubon und muss sich nun seiner Vergangenheit stellen.
Der Roman ist in zwei Teile sowie einen Prolog und einen Epilog gegliedert. Die Zeitsprünge werden jeweils im Vorfeld kenntlich gemacht. Größtenteils wird die Geschichte aus der Sicht von Felix erzählt. Zusätzlich kommt im späteren Verlauf noch eine dritte Zeitebene während des Zweiten Weltkriegs hinzu.
Ich mag die Bücher rund um das Graphische Viertel bekanntermaßen sehr gern, doch dieser Band hat es mir vor allem zu Beginn recht schwer gemacht. Die okkulten und esoterischen Elemente konnten mich zunächst überhaupt nicht abholen und haben mich eher gelangweilt. Erst als alte Bekannte in Form von Figuren aus den vorherigen Romanen auftreten, war ich gefesselt und wollte unbedingt wissen, was damals geschehen ist und was Felix letztlich zur Flucht bewogen hat.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut lesbar. Auch die Ausarbeitung der Charaktere ist gelungen. Man erfährt vieles über okkulte Strömungen, Sekten sowie über sogenannte Kreuzkorrespondenzen.
Für mich ist dieser Band leider der schwächste der Reihe. Dennoch würde ich mich sehr über einen weiteren Roman rund um das Graphische Viertel freuen.