Cover-Bild Das Antiquariat am alten Friedhof
Band 4 der Reihe "Die Geheimnisse des Graphischen Viertels"
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 03.11.2025
  • ISBN: 9783426293997
Kai Meyer

Das Antiquariat am alten Friedhof

Roman
Freundschaft und Verrat im Bann der Bücher
– die Geheimnisse des Graphischen Viertels

Die Bücherstadt Leipzig, 1930: Inmitten unruhiger Zeiten versammeln sich vier junge Männer in einem Antiquariat im Graphischen Viertel. Alle sind Söhne aus gutem Haus, alle sind vom Leben gelangweilt. Statt ihrem Studium nachzugehen, gründen Felix, Vadim, Julius und Eddie den "Club Casaubon". Getrieben von ihrer Leidenschaft für Literatur und der Lust am Abenteuer werden sie zu Bücherdieben, spezialisiert auf kostbare, okkulte Bände. Doch als Eddies rätselhafte Schwester Eva zum Club stößt, werden sie immer tiefer in die Pläne erbarmungsloser Mächte hineingezogen.

Fünfzehn Jahre später, 1945: Nach dem Krieg arbeitet Felix als Bibliothekar für die Amerikaner, um Millionen von geraubten Büchern zu katalogisieren. Seine Mission führt ihn zurück in das zerstörte Leipzig. Die Freunde von damals sind verschollen – oder nicht wiederzuerkennen. Und ist Eva wirklich tot? Während die Stadt unter dem Druck der nahenden sowjetischen Besatzung steht, gerät Felix in ein Netz aus Verrat und tödlichen Geheimnissen, das seinen Ursprung in den finstersten Winkeln seiner Vergangenheit hat.
SPIEGEL-Bestsellerautor Kai Meyer erzählt einmal mehr von Freundschaft, Liebe und dunklen Verbrechen in den nebelverhangenen Gassen des Graphischen Viertels.
Lesen Sie auch die anderen Teile der historischen Roman-Reihe»Die Geheimnisse des Graphischen Viertels«. Alle Teile sind unabhängig voneinander lesbar.

- Die Bücher, der Junge und die Nacht
- Die Bibliothek im Nebel
- Das Haus der Bücher und Schatten

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

Erneut ein spannender, schön erzählter Roman um das Graphische Viertel

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Inhalt: Leipzig 1945. Felix, vor 15 Jahren von Leipzig in die USA ausgewandert, arbeitet als Bibliothekar für die amerikanischen Behörden und katalogisiert die von den Nationalsozialisten geraubten Bücher. ...

Inhalt: Leipzig 1945. Felix, vor 15 Jahren von Leipzig in die USA ausgewandert, arbeitet als Bibliothekar für die amerikanischen Behörden und katalogisiert die von den Nationalsozialisten geraubten Bücher. Doch aufgrund seiner Herkunft erhält er unverhofft eine neue Aufgabe: In Leipzig gibt ein Mann an, er könne die Amerikaner zu der Privatbibliothek eines hochrangigen NS-Funktionärs führen - doch den genauen Standort will er nur Felix verraten, da er ein Freund aus Jugendtagen sei. Dies ist allerdings nicht der einzige Schatten aus Felix’ Vergangenheit: Die Leiche einer jungen Frau wird aufgefunden - mit der Botschaft, sie sei durch Hoffmanns Hand gestorben. Eine Formulierung, die Felix an einen schicksalhaften Tag vor 15 Jahren erinnert, der unmittelbar mit seinem Wegzug aus Leipzig zusammenhängt…

Persönliche Meinung: “Das Antiquariat am alten Friedhof” ist ein historischer Roman mit Krimi-Elementen von Kai Meyer. Es ist der vierte Teil der Reihe “Die Geheimnisse des Graphischen Viertels”, dessen Bände unabhängig voneinander gelesen werden können, da die Handlungen in sich geschlossen sind. Innerhalb der Reihe gibt es aber immer wieder schöne Querverweise - durch kleinere Eastereggs oder auftretende Figuren - zu anderen Bänden. So auch hier: Wir treffen (als Nebenfiguren) Hauptfiguren aus vorherigen Bänden wieder, deren Geschichten stimmig und interessant weitererzählt werden, wodurch biografische weiße Flecken gefüllt werden. Die Handlung von “Das Antiquariat am alten Friedhof” wird in drei Handlungssträngen erzählt; im Folgenden gehe ich aber nur auf zwei davon ein, da eine Besprechung des dritten zu viele Überraschungen vorwegnehmen würde. Im chronologisch ersten Strang begegnen wir Felix und seinen Freunden, dem “Club Causabon”, die sich im Jahr 1930 einen Spaß daraus machen, wertvolle Bücher zu stehlen und diese zu verkaufen - bis zu einem folgenreichen Coup. Dieser Strang ist atmosphärisch leichter als der zweite Handlungsstrang: Wir stromern durch das Graphische Viertel Leipzigs, begleiten den “Club Causabon” auf ihren jugendlichen Abenteuern und tauchen in das Nachtleben Leipzigs ein (Stichwort: Krystallpalast). Auch eine zarte Liebesgeschichte findet sich hier. Der zweite Handlungsstrang spielt 1945: Leipzig wie das Graphische Viertel sind nun zerbombt; zudem steht ein Wechsel der Besatzer an, wodurch die Zukunft der Stadt unsicher ist. Felix agiert in diesem “Zwischenreich” als Ermittlerfigur, die mehrere gegenwärtige Rätselhaftigkeiten zu klären versucht, die mit seiner Jugend in Leipzig zusammenhängen - wobei er auch auf die ein oder andere Person aus seiner Vergangenheit trifft. Was beide Handlungsstränge eint: Sie sind wendungsreich, atmosphärisch dicht erzählt, spannungsgeladen und stimmig mit historischen Bezügen angereichert. Zudem ist Vieles nicht so, wie es zunächst den Anschein hat, wodurch eine fesselnde Lektüre entsteht: Beide Handlungsstränge laufen gewissermaßen aufeinander zu, immer wieder liefert der eine Strang schön dosiert verteilte Informationshäppchen, mit denen der andere besser verstanden werden kann - bis zum fulminanten Finale. Der Schreibstil von Kai Meyer ist gewohnt bildhaft und dicht, sodass man unmittelbar nach Lektürebeginn in die Welt des Graphischen Viertels abtaucht. Insgesamt ist “Das Antiquariat am alten Friedhof” erneut ein spannender, schön erzählter Roman rund um Leipzig und das (leider nicht mehr existente) Graphische Viertel, der besonders durch seine Verzahnung der Handlungsstränge zu fesseln und begeistern weiß.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Hoffmanns Hand

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Im Jahr 1930 trifft sich der Club Casaubon in Leipzig im Antiquariat von Vadim. Zur Finanzierung des Geschäftes stiehlt die Gruppe junger Männer, bestehend aus Julius, Eddie, Vadim und Felix, besondere ...

Im Jahr 1930 trifft sich der Club Casaubon in Leipzig im Antiquariat von Vadim. Zur Finanzierung des Geschäftes stiehlt die Gruppe junger Männer, bestehend aus Julius, Eddie, Vadim und Felix, besondere Bücher. Von Eva, Eddies Schwester, werden sie auf E.T.A. Hoffmanns Hand aufmerksam gemacht, die leicht zu stehlen ist und für die Vadim bereits einen Käufer hat.
Nach Kriegsende 1945 kommt Felix, inzwischen amerikanischer Staatsbürger, in das zerstörte graphische Viertel zurück. Der Vorleser Hitlers möchte ausschließlich mit Felix über den Verbleib von Hitlers Bücher sprechen. Kurz nach seiner Ankunft findet er eine Tote, die außer wirren Buchstaben den Satz in die Haut eingraviert bekam, ich starb durch Hoffmanns Hand. Dieser Satz führt Felix immer wieder in seine Jugendzeit ins Jahr 1930 zurück.
Das graphische Viertel mit seinen Verlagen, Buchhandlungen und Druckereien wird sehr anschaulich beschrieben. Die Liebe zu Büchern wird spürbar. Interessant ist die Verknüpfung des Geschehens von 1930 mit dem von 1945, der Zerstörung und dem Überlebenskampf der Leipziger und dem Sichern von Werten durch die Amerikaner bevor die Russen die Stadt übernehmen werden. Historisch gut aufgearbeitet und mit viel Spannung geschrieben.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Bücherstadt Leipzig

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1930, 4 junge Männer treffen sich im Hinterzimmer eines Antiquariats. Alles Söhne reicher Eltern sind sie gelangweilt vom Leben und aus purer Lust stehlen sie Bücher. Bei einem Versuch aus dem Hotelzimmer ...

1930, 4 junge Männer treffen sich im Hinterzimmer eines Antiquariats. Alles Söhne reicher Eltern sind sie gelangweilt vom Leben und aus purer Lust stehlen sie Bücher. Bei einem Versuch aus dem Hotelzimmer eines Buchhändlers ein wertvolles Buch zu stehlen werden sie von der frühen Rückkehr überrascht und fliehen ohne Beute.

1945, Felix Jordan inzwischen in die USA geflüchtet und bei einer Büchererfassungsstelle wieder im Einsatz. Zunächst wird er nach Griechenland beordert wo sich auf einer entlegenen Insel ein Deutscher in der Bibliothek eines Klosters verschanzt hat. Felix kann vermitteln und ist begeistert selbst in der wertvollen Johannes Bibliothek zu stöbern. Doch er soll weiter nach Deutschland wo sich ein Mann als Hitler Vorleser ausgibt. In Leipzig trifft Felix wieder auf die völlig vom Krieg zerstörte Stadt und seine eigene Vergangenheit.

Wieder einmal gelingt es Kai Meyer eine Reise in die Vergangenheit des graphischen Viertels von Leipzig und die geheime Welt der Bücher. Kein Phantasie Buch und kein historischer Roman. Dieses Mal war mir die Beschreibung des Kriegsgeschehens etwas zu viel und einige Längen hatte der Roman.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Wieder ein absoluter Pageturner!

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Auch Band 4 der Reihe um das Graphische Viertel in Leipzig ist ein absolutes Highlight! Mit "Das Antiquariat am alten Friedhof" hat mich Kai Meyer wieder voll in seinen Bann gezogen. Unterbrechen zwecklos!

Der ...

Auch Band 4 der Reihe um das Graphische Viertel in Leipzig ist ein absolutes Highlight! Mit "Das Antiquariat am alten Friedhof" hat mich Kai Meyer wieder voll in seinen Bann gezogen. Unterbrechen zwecklos!

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, 1930 und 1945. Felix, Vadim, Julius und Eddie gründen 1930 den „Club Casaubon“. Sie alle lieben Bücher und kommen aus guten Verhältnissen. Gelangweilt von ihrem Studium werden sie zu Bücherdieben, Spezialgebiet kostbare und okkulte Literatur. Als Eddies Schwester Eva sich ihnen anschließt, geraten sie in ein Machtspiel und in Gefahr.

In Jahr 1945 kehrt Felix nach Leipzig zurück. Er arbeitet in der Zwischenzeit für die Amerikaner und soll Millionen von geraubten Büchern katalogisieren. Auf der Suche nach seinen alten Freunden erfährt er, dass Eva tot sein soll. die anderen Freunde sind nicht auffindbar. Durch seine Nachforschungen gerät Felix immer mehr in das Visier verschiedener Mächte und wieder in tödliche Gefahr. Die Zeit drängt, droht doch die Besatzung durch die Sowjets.

Das Cover des Romans passt gut zu den Vorgängern und bietet damit einen Wiedererkennungswert. Ich liebe die Sprache von Kai Meyer! Er versteht es, durch detaillierte Beschreibungen die Gefühle der Protagonist*innen fühlbar, die Atmosphäre im Graphischen Viertel spürbar und riechbar zu machen. Obwohl es sich in diesem Band - der sich gut alleine lesen lässt- um eine eigene Geschichte handelt, treffen wir auch in diesem Band wieder auf alte Bekannte. Alle Charaktere sind gut beschrieben, die einen mag man und fiebert mit ihnen mit, die anderen eben nicht. Die abwechselnde Beschreibung in den verschiedenen Zeitebenen von verschiedenen Personen treiben die Spannung immer mehr bis zum Ende des Romans hoch. Auch in diesem Band habe ich wieder viele Zitate markiert, eines besser als das andere! Ein Beispiel: "Unlesbares Zeug zwischen zwei Deckel zu pressen, macht einen nicht zum Schriftsteller" Wie wahr!

Kurz: ein Roman, der mich begeistert hat und den ich sehr gerne weiterempfehle. Nicht nur an Kai Meyer-Fans, sondern an alle Lesenden, die es historisch, spannend, geheimnisvoll und mystisch mögen. Bei mir wird der Roman ganz oben auf der Liste meiner Jahreshighlights stehen. Ich freue mich jetzt schon auf Band , der laut Kai Meyer bereits in Arbeit ist. Jetzt heißt es, sich in Geduld zu üben....

6 von 5 Sternen für diesen packenden Roman!

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Nicht nur aus historischer Sicht äußerst interessant und spannend!

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Das Cover gibt den Blick durch ein Fenster mit Bücherregal frei, in eine gepflasterte Gasse mit einer sich entfernenden Frauengestalt am ummauerten, alten Friedhof im verschleierten Sonnenschein – leicht ...

Das Cover gibt den Blick durch ein Fenster mit Bücherregal frei, in eine gepflasterte Gasse mit einer sich entfernenden Frauengestalt am ummauerten, alten Friedhof im verschleierten Sonnenschein – leicht vergilbt, überaus passend zum Buchtitel und spannenden Inhalt. Die Szenerien spielen auf zwei Zeitschienen größenteils in Leipzig, im Graphischen Viertel mit seinen Verlagen, Druckereien und Antiquariaten. Vier junge, gelangweilte Männer aus diesen wohlbetuchten Familien, Freunde seit Kindheitstagen, mit einem starken Interesse für Literatur, gründen ihren Club und bestehen gefährliche Abenteuer beim Diebstahl kostbarer, seltener Bücher wie die Kreuzkorrespondenzen aus dem Genre der Esoterik, Magie und Parapsychologie. Noch brisanter wird deren lebensgefährliche Situation 1930 auch durch den Raub eines Reliquiars unter Mithilfe des neuen weiblichen Clubmitglieds Eva Wieland, überaus clever, mutig, realistisch und warmherzig. Aus diesem Druck vor Verfolgung durch finstere Mächte und einem Mittelsmann entflieht das Clubmitglied Felix Jordan, um 1945 nach Kriegsende jedoch als Bibliothekar der Amerikaner letztlich wieder im massiv zerstörten Leipzig Buchbestände als Kriegsbeute zu katalogisieren. Lebendig wird nicht nur das traumatische Überleben der Deutschen zwischen Trümmern beschrieben mit Felix und Eva zwischen vielen kriegerischen Fronten. Auch das weitere tragische Schicksal der übrigen Clubmitglieder wird einbezogen. Sehr interessant sind historische Informationen zu deutschen Lazarettzügen im 2. Weltkrieg, zu Aleister Crowley und zu den Kreuzkorrespondenzen hier in Verbindung mit dem fanatischen Mittelsmann. Das Motiv der Rache wird vielschichtig und wortgewaltig in Szene gesetzt.

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