Cover-Bild Die andere Schwester

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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 16.02.2018
  • ISBN: 9783746634289
Kristin Hannah

Die andere Schwester

Roman
Hedda Pänke (Übersetzer)

Seit Jahren haben die Schwestern Claire und Meghann kaum Kontakt. Dann möchte Claire einen Mann heiraten, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt hat. Davor will sie die ältere Meg unbedingt bewahren – ist sie doch selbst zu oft enttäuscht worden, als dass sie noch an Liebe glauben könnte. Ausgerechnet jetzt lernt Meg jemanden kennen, der es wert wäre, ihre Angst vor Nähe zu überwinden. Doch dann droht den Schwestern ein erneuter Verlust, und sie werden gezwungen, sich ihrer schwierigen Vergangenheit zu stellen.
Ein so kluger wie gefühlvoller Roman über zwei ungleiche Schwestern.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2018

Bewegender Roman mit großen Emotionen

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein älteres Werk der Autorin aus dem Jahr 2003, das im Original unter dem Titel "Between Sisters" und in Deutschland mit dem Titel "Wer zu lieben wagt" erschien.

Claire ...

Bei diesem Buch handelt es sich um ein älteres Werk der Autorin aus dem Jahr 2003, das im Original unter dem Titel "Between Sisters" und in Deutschland mit dem Titel "Wer zu lieben wagt" erschien.

Claire und Meghann sind ungleiche Schwestern, genau genommen Halbschwestern. Nach einer ziemlich trostlosen Kindheit trennten sich ihre Wege. Meghann wurde erfolgreiche Scheidungsanwältin, lebt im Wohlstand in Seattle und ist aus Überzeugung Single.
Claire dagegen hat keine erfolgreiche Ausbildung und Karriere gemacht. Sie führt mit ihrem Vater das River's Edge Resort und ist alleinerziehende Mutter der fünfjährigen Alison. Sie liebt ihre kleine Familie, ihre Arbeit und die Natur. Obwohl die beiden Schwestern in ihrer Kindheit gemeinsam schwierige Zeiten erlebt haben, ist ihr Kontakt jetzt nur noch flüchtig, wenig persönlich und ohne emotionale Nähe. Beide leiden eigentlich darunter, schaffen es aber nicht, sich wieder näher zu kommen.
Als Claire die Liebe ihres Lebens kennenlernt und Meghann zur geplanten Hochzeit einlädt, will Meg diese Hochzeit unbedingt verhindern. Sie glaubt, dass ihre Schwester einen großen Fehler macht und ins Unglück läuft. Eine Konfrontation scheint unvermeidbar, aber dann schlägt auch noch das Schicksal zu.

Mit Claire und Meg hat die Autorin ein sehr ungleiches Schwesternpaar geschaffen. Gleich in den ersten Kapiteln lernt man beide Frauen in ihren aktuellen Situationen gut kennen. Meg ist ein Workaholic, wirkt tough und hartherzig aber auch oft einsam, weshalb sie sich regelmäßig One-Night-Stands gönnt.
Claire ist warmherzig, liebevoll, naturverbunden und lebt mit Tochter, Vater und besten Freundinnen in einer "Wohlfühlblase".
Die Charakterisierung der beiden ist der Autorin sehr gut gelungen, genau wie die der wichtigen Nebenfiguren, Claires Vater Sam, ihre große Liebe Bobby, die Mutter der Schwestern und Joe Wyatt, der anfangs nicht recht in die Handlung zu passen scheint, später aber noch eine wichtige Rolle spielt.
Sie alle sind facettenreich, authentisch und mit Tiefe dargestellt.
Es war schön zu erleben, wie sich die beiden Schwestern langsam öffnen, ihre Vergangenheit aufarbeiten und einander wieder annähern. Aber dann schlägt das Schicksal zu und die gerade wieder geknüpften Bande zwischen den beiden werden auf eine Zerreißprobe gestellt.
Meg macht dabei die größte Veränderung durch und zeigt eine Seite von sich, die ich nicht erwartet hätte. Tief in ihr steckt mehr Liebe, als sie sich selbst eingestehen möchte und nicht nur zu ihrer Schwester sondern auch zu einem möglichen neuen Partner.

Kristin Hannah zeigt mit diesem Roman großartige Erzählkunst und es gelingt ihr hervorragend, die vielfältigen Emotionen zum Leser zu transportieren.
Die Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Trauer, Freundschaft, Verzeihen und Liebe haben in mir eine Achterbahn der Gefühle ausgelöst.
In einem warmherzigen und gefühlvollen Schreibstil erzählt die Autorin den langen Weg der beiden Schwestern zueinander ohne dabei in gewissen Situationen zu überzogen zu werden.
Mich hat Claires und Megs Geschichte sehr berührt und ich konnte mit beiden mitfühlen. Besonders in der zweiten Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, da sich da die Spannung merklich erhöhte.

Dieser bewegende Roman punktet mit seiner Themenvielfalt, großen Emotionen, Lebensweisheit und hat mich sehr beeindruckt.
Deshalb empfehle ich dieses wunderschöne Leseerlebnis gerne weiter!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

Veröffentlicht am 16.02.2018

Die Töchter unserer Mutter sind hart im Nehmen… notgedrungen

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Die Töchter unserer Mutter sind hart im Nehmen… notgedrungen

„Sie hatte längst aufgegeben, sich eine andere Mutter zu wünschen. Wie auch den Traum von einer Schwester, die ihre beste Freundin war. Manche ...

Die Töchter unserer Mutter sind hart im Nehmen… notgedrungen

„Sie hatte längst aufgegeben, sich eine andere Mutter zu wünschen. Wie auch den Traum von einer Schwester, die ihre beste Freundin war. Manche Dinge entwickelten sich eben nicht so, wie man es sich ersehnte, selbst wenn man darüber lange Jahre bittere Tränen vergoss.“

Meghann Dontess und Claire Cavenaugh sind Schwester, haben allerdings ziemlich konträre Vorstellungen vom Leben. Ihr Kontakt beschränkt sich auf wenige, meist kurze und unpersönliche Telefonate. Die beiden haben jedoch eines gemein: eine trostlose Kindheit mit einer oberflächlichen und narzisstischen Mutter, die ihnen unmissverständlich klarmachte, dass Liebe nicht von Dauer ist. Während Meghann zu einer erfolgreichen und unnahbaren Karrierefrau wurde und ein Luxusleben in Seattle führt, unzählige Männer in ihr Bett, aber keinen einzigen in ihr Herz lässt, lebt Claire bei ihrem leiblichen Vater im River’s Edge Resort. Sie liebt ihre Arbeit im Familienunternehmen und ist alleinerziehende Mutter einer fünfjährigen Tochter. Sowohl Meghann, als auch Claire leiden unter ihrer Entfremdung, doch die zaghaften und teilweise ziemlich unbeholfenen Versuche, aufeinander zuzugehen, führen lediglich zu gegenseitigen Missverständnissen und emotionalen Verletzungen. Als Claire der großen Liebe ihres Lebens begegnet und Meghann zur Hochzeit einlädt, läuten bei der ehrgeizigen Scheidungsanwältin sämtliche Alarmglocken. Sie wähnt ihre kleine Schwester in Gefahr und macht sich sofort auf den Weg, um sie vor dem größten Fehler ihres Lebens zu bewahren. Etliche Turbulenzen und eine längst fällige Aussprache scheinen nun unausweichlich…

Kristin Hannah befasst sich in diesem Roman mit tiefen und schmerzhaften Verletzungen aus der Vergangenheit. Ihre großen Themen sind Verdrängung, Bitterkeit, Konfrontation und letztendlich Vergebung, die sie in einem wunderschönen und einfühlsamen Schreibstil meisterhaft umgesetzt hat. Bei der Charakterisierung von Meghann zeigt sie deren harte Fassade als unabhängige Single-Frau, erlaubt jedoch nach und nach immer tiefere Einblicke in deren Innerstes, wo ein kleines, verängstigtes Mädchen sich aller bitteren Erfahrungen und Zweifel zum Trotz immer noch nach Liebe sehnt. Die Autorin lässt ihre Protagonistin eine große Wandlung durchleben und im Verlauf der Handlung beginnt Meghanns schroffe und autoritäre Fassade schließlich zu bröckeln. Mit Claire hat Kristin Hannah eine sehr sympathische zweite Hauptfigur in ihren Roman eingebracht. Die liebevolle und sanfte Frau leidet zwar ebenfalls unter den traumatischen Kindheitserlebnissen, darf sich jedoch dank ihrer kleinen Tochter Alison, ihres fürsorglichen Vaters Sam und ihrer treuen Freundinnen aufgefangen und geliebt wissen. Mit dem einsamen und ziellos von Ort zu Ort ziehenden Joe Wyatt tritt eine interessante Nebenfigur in Erscheinung. Hinter seinem vernachlässigten und ungepflegten Äußeren verbirgt sich ein hoch intelligenter, jedoch von tiefen Schuldgefühlen gequälter Mann, den eine tragische Begebenheit vollkommen aus der Bahn geworfen hat. Auch die Figur des attraktiven Sängers und Songschreibers Bobby Austin, der von einer Karriere als Country- und Western Star träumt, spielt eine bedeutende Rolle in diesem Buch. Als Antagonistin tritt Meghanns und Claires Mutter Eliana Sullivan in Erscheinung. Neben ihren inszenierten Auftritten und ihrem kalten, abweisenden, zutiefst egoistischen Verhalten gelingt es Kristin Hannah, dem Leser auch einen Blick auf Elianas Verletzlichkeit und ihre eigenen seelischen Wunden zu vermitteln.

Kristin Hannah hat mir mit diesem außergewöhnlichen Roman ein tief berührendes und lange nachwirkendes Leseerlebnis beschert. Der einnehmende Schreibstil, eine riesengroße Palette von Gefühlen sowie ein erhöhter Spannungsbogen ab dem letzten Drittel dieses Buches sorgten dafür, dass ich es kaum noch aus der Hand zu legen vermochte. „Die andere Schwester“ hat mir ausgezeichnet gefallen und ich durfte die Autorin wieder einmal als großartige Erzählerin und eindrucksvolle Vermittlerin von Emotionen erleben.

Obgleich der Untertitel dies bereits verrät, möchte ich dennoch darauf hinweisen, dass es sich bei dem vorliegenden Roman um keine Neuerscheinung handelt, sondern um das Buch „Wer zu lieben wagt“ aus dem Jahr 2003, welches nun unter dem Titel „Die andere Schwester“ veröffentlicht wurde.

Veröffentlicht am 15.02.2018

schönes Buch

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Unterschiedlicher können Schwestern kaum sein. Meghann, erfolgreiche Scheidungsanwältin und Claire, die mit ihrem Vater einen Campingplatz bewirtschaftet. Als Claire sich überraschend verlobt, reist Meghann ...

Unterschiedlicher können Schwestern kaum sein. Meghann, erfolgreiche Scheidungsanwältin und Claire, die mit ihrem Vater einen Campingplatz bewirtschaftet. Als Claire sich überraschend verlobt, reist Meghann an, um das schlimmste zu verhindern. Schnell stellt sie aber fest, dass es Claire gut geht – und wird selbst etwas zufriedener. Doch dann wird Claire krank und Meghann, die sonst alles dominiert, ist selbst hilflos.

Das Buch mochte ich schon von der ersten Zeile an! Es hat mich gefesselt, tief berührt, atemlos gemacht und zum Staunen gebracht. Ich habe es an einem Tag verschlungen, wollte nicht aufhören zu lesen. Zuerst wollte ich natürlich wissen, welches Geheimnis die beiden Schwestern entzweit hat, dann, ob Claire es schafft, ihre Krankheit zu besiegen und natürlich ob die Liebe zwischen Meghann und Joe eine Chance hat.
Die Charaktere fand ich allesamt sehr gut gelungen. Vor allem Meghann, die nie gelernt hat zu lieben, aber dennoch nur das Beste für ihre Schwester will. Einzige Ausnahme der sympathischen Charaktere: Claires und Meghans Mutter! Die war mir zu exaltiert und aufgedreht. Zum Glück bekam sie ja nicht viel Raum im Buch.
Fazit: Die Story war zwar etwas vorhersehbar, aber trotzdem sehr schön zu lesen.

Veröffentlicht am 05.02.2018

"Wer zu lieben wagt"

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"Die andere Schwester" erschienen 2018, erstmals erschienen in 2003 unter dem Titel "Wer zu lieben wagt".

Die Schwestern Meg und Claire haben ganz unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen. Meg ist eine ...

"Die andere Schwester" erschienen 2018, erstmals erschienen in 2003 unter dem Titel "Wer zu lieben wagt".

Die Schwestern Meg und Claire haben ganz unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen. Meg ist eine erfolgreiche Star-Scheidungsanwältin, Claire betreibt mit ihrem Vater einen Campingplatz. So verschieden die Schwestern sind, durch ihre verkorkste Kindheit bei ihrer Mutter, einer Schauspielerin, haben beide bisher keinen Partner gefunden, da sie nicht (Meg) oder nur schwer (Claire) an die Liebe glauben und vertrauen können. Als Claire dann Hals über Kopf einen Musiker heiraten will, eilt Meg zur Hilfe, denn als Scheidungsanwältin geht sie davon aus, dass sie das Schlimmste verhindern muss. Aber das wirklich Schwierige, das ihre komplizierte Schwesternbeziehung weitaus mehr fordert als die Hochzeitsplanungen, steht ihnen noch bevor. Werden die beiden wieder zu ihrer früheren Vertrautheit zurückfinden? Und werden sie es wagen, der Liebe zu trauen, wenn sie ihnen begegnet?
Was habe ich mit Claire und ihren Angehörigen mitgelitten und dabei so sehr auf ein Gutes Ende gehofft! Auch wenn "Die andere Schwester" für mich nicht an "Die Nachtigall" heranreicht, hat es mich doch gepackt und es sind reichlich Tränen geflossen. Meg war mir zu Beginn aufgrund ihres Lebenswandels weniger sympathisch als Claire, aber als sie für ihre Schwester wie eine Löwin gekämpft hat, hat sie dies wieder wettgemacht. Eine sehr berührende Geschichte über Liebe und Vertrauen. (Die medizinischen Themen dürften aufgrund des ursprünglichen Erscheinungszeitpunktes vielleicht nicht auf dem aktuellen Stand sein.)