Ostwind but make it New Adult? 🐎
Marigold Manor – Hidden Lies von Lara Holthaus ist im Cove Verlag erschienen und schon von außen ein richtiger Hingucker. Ich finde, das Buch sieht sehr edel aus, das Cover passt perfekt zur Geschichte ...
Marigold Manor – Hidden Lies von Lara Holthaus ist im Cove Verlag erschienen und schon von außen ein richtiger Hingucker. Ich finde, das Buch sieht sehr edel aus, das Cover passt perfekt zur Geschichte und auch der Farbschnitt ist wirklich schön gewählt. Besonders toll fand ich außerdem, dass in der Innenklappe noch einmal die Charaktere abgebildet sind – solche kleinen Extras machen für mich immer viel aus.
Die Geschichte dreht sich um Lola, eine Dressurreiterin, die für vier Wochen nach Marigold Manor kommt, um dort an einem Podcast teilzunehmen. Hinter diesem Aufenthalt steckt für sie aber noch viel mehr: Sie will unbedingt herausfinden, was mit ihrer Schwester passiert ist, die sich das Leben genommen hat. Auf dem Anwesen trifft sie auf Aiven, ihren Rivalen. Er ist arrogant und distanziert, aber gleichzeitig auch faszinierend, und zwischen den beiden knistert es von Anfang an. Während Lola immer tiefer in die Geheimnisse von Marigold Manor hineingezogen wird, muss sie nicht nur mit ihren eigenen Gefühlen klarkommen, sondern auch mit den Lügen und Intrigen, die dort herrschen.
Mir hat das Buch insgesamt richtig gut gefallen und ich habe es sehr gerne gelesen. Vor allem die Dynamik zwischen Lola und Aiven fand ich großartig. Diese Mischung aus Rivalität, Anziehung und vorsichtiger Annäherung hat für viel Spannung gesorgt und ich habe es geliebt, die beiden zusammen zu erleben. Auch die Atmosphäre des Anwesens und die ganze Geheimniskulisse rund um Lolas Schwester haben die Handlung spannend gemacht und mich beim Lesen gefesselt. Der Schreibstil war flüssig und emotional, sodass ich sehr gut in die Geschichte eintauchen konnte.
Ein bisschen schade fand ich allerdings, dass der Plot für mich relativ vorhersehbar war. Ich hatte die Auflösung schon ziemlich früh im Gefühl und so kam für mich leider nichts wirklich Überraschendes. Außerdem hatte ich zu Beginn erwartet, dass das Pferde-Thema eine größere Rolle spielen würde. Gerade Lolas besonderer Umgang mit den Tieren, war etwas, das ich super spannend fand und was für mich so ein bisschen Ostwind-Feeling aufkommen ließ. Leider wurde das nach dem ersten Abschnitt kaum noch aufgegriffen, was ich echt bedauerlich fand. Vielleicht spielt es im zweiten Band ja noch eine größere Rolle, das würde ich mir sehr wünschen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hat mich Hidden Lies sehr gut unterhalten. Das Ende war nicht richtig fies, aber so offen, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Ich vermute, dass es im nächsten Band um andere Charaktere gehen wird, vielleicht sogar um Aivens Bruder, worauf ich schon sehr gespannt bin. Für mich war es insgesamt ein tolles Buch, das ich mit 4,5 Sternen bewerte. Es konnte zwar nicht ganz an Vienna herankommen, das für mich ein richtiges Highlight war, aber trotzdem habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen und freue mich schon auf Band zwei.