Cover-Bild Der Engelsbaum
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 08.12.2014
  • ISBN: 9783442481354
Lucinda Riley

Der Engelsbaum

Roman
Sonja Hauser (Übersetzer), Ursula Wulfekamp (Übersetzer)

Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales – doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift auf dem Kreuz verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt sich auf die Suche zu machen nach der Frau, die sie einmal war. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta den größten Mut ihres Lebens braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken – damit sie schließlich wahren Frieden finden kann ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2016

Eine abenteuerliche Familiengeschichte

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Die Handlung beginnt 1985 in Monmouthshire in Wales. Greta ist 58 Jahre alt und leidet, seit sie nach einem Unfall vor 23 Jahren neun Monate im Koma lag, an einer Amnesie und kann sich nicht mehr an ihre ...

Die Handlung beginnt 1985 in Monmouthshire in Wales. Greta ist 58 Jahre alt und leidet, seit sie nach einem Unfall vor 23 Jahren neun Monate im Koma lag, an einer Amnesie und kann sich nicht mehr an ihre Vergangenheit erinnern. Aus medizinischer Sicht ist alles in Ordnung und Greta wieder gesund. Die Ärzte gehen daher davon aus, dass Greta sich nicht erinnern will. Ihr Neffe David Marchmont konnte Greta überreden das Weihnachtsfest auf dem alten Familienanwesen Marchmont Hall zu verbringen, in der Hoffnung, dass Gretas Erinnerungen zurückkommen. Nach ihrer Ankunft macht Greta einen Spaziergang über das Grundstück. Als sie an einem Grab vorbeikommt hält sie inne und liest die Inschrift. In diesem Grab ist ihr eigener Sohn begraben. Er wurde nur drei Jahre alt. Und das Schlimmste: Greta kann sich nicht an ihn erinnern. An dieser Stelle wechselt die Geschichte in die Vergangenheit. Der Leser befindet sich in London im Jahre 1945. Greta arbeitet in einem Varieté als Tänzerin. Dort hat sie auch David ihren späteren Neffen kennengelernt. Nach einigen Monaten in London lernt Greta den jungen GI Max kennen und lieben. Er macht ihr einen Heiratsantrag und sie nimmt ihn an. Max muss zurück in die USA, Greta soll ihm zwei Tage später folgen. Allerdings verschwindet Max alleine in die USA, als er erfährt, womit sie am Theater ihr Geld verdient. Nach ein paar Wochen bemerkt Greta, dass sie ein Andenken an Max hat: sie ist schwanger. Greta beschließt ihr Kind zu bekommen und David macht ihr das Angebot in seinem Cottage auf seinem Familienanwesen zu leben. Greta nimmt sein Angebot an. Auf Marchmont Hall lernt Greta nicht nur Davids Mutter kennen, sondern auch seinen Onkel, Owen. Und dieser macht ihr nach nur wenigen Wochen einen Heiratsantrag. Wie wird es weitergehen mit Greta und Owen? Und wieso muss ihr Sohn mit nur drei Jahren sterben? Wird sich Greta letztendlich wieder an alles erinnern können? Viele offene Fragen, es scheint spannend zu werden.

Dieser Roman umfasst eine mitreißende Familiengeschichte. Das Erlebte der weiblichen Protagonistinnen wiederholt sich im Laufe der Generationen. Erzählt wird, mit einem angenehmen Schreibstil, die Geschichte von Großmutter, Mutter und Enkeltochter. Die Erzählung umfasst die Zeit der späten 40er Jahre bis in die 80er Jahre hinein. Während des Buches wechselt die Erzählzeit immer wieder zwischen der Gegenwart (1985) und der entsprechenden Vergangenheit. Da Greta, eine der Hauptpersonen, ihr Gedächtnis verloren hat, ist der Roman so aufgebaut, dass David ihr erzählt, was sie in ihrem Leben erlebt und leider vergessen hat. Der Leser bekommt diese Erzählungen allerdings in „Live“ zu lesen. Schauplätze sind zum einen das idyllische Wales und zum anderen die wilde und abenteuerliche Großstadt London. Der Roman hat mir sehr gefallen. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und der Leser konnte sich so ein reales Bild der handelnden Personen machen. Für Fans von Familiengeschichten in denen so manch ein Geheimnis an den Tag kommt, ist dieser Roman mit Sicherheit empfehlenswert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Engelsbaum

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Ein spannendes Familiendrama erwartet die Leser bei diesem Buch. Mit Greta, ihrer Tochter Cheska und Enkelin Ava wird diese Geschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg erzählt.

Alles beginnt mit Gretas ...

Ein spannendes Familiendrama erwartet die Leser bei diesem Buch. Mit Greta, ihrer Tochter Cheska und Enkelin Ava wird diese Geschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg erzählt.

Alles beginnt mit Gretas Rückkehr nach Marchmont Hall im Dezember 1985. Sie hatte vor vielen Jahren ihr Gedächtnis verloren und verbringt nun Weihnachten mit ihrer Familie. Bei einem Spaziergang findet sie im Wald ein kleines Grab. Es ist ihr kleiner Sohn Jonny, der hier begraben wurde. 1949 war dieser im Alter von nur drei Jahren gestorben.

Durch einige „Flashbacks“ kommen Greta Erinnerungen aus dieser Zeit und sie bittet ihren Freund David, der immer für sie da ist, ihr alles zu erzählen. So erfährt der Leser in diesem Buch mehr über eine junge Frau, die sich eigentlich nur nach einem guten Leben sehnt und es doch nicht haben kann. Als sie schwanger wird und sich ihr damaliger Freund wegen ihres Lebenswandels von ihr trennt und aus ihrem Leben verschwindet, weiß sie nicht mehr weiter. Abtreiben oder das Baby doch behalten.

Ihr guter Freund David bietet ihr schließlich die Möglichkeit, nach Marchmont Hall – seinem Elternhaus – zu seiner Mutter LJ zu ziehen. Greta bekommt das Lark Cottage bereitgestellt, um dort während der Schwangerschaft zu bleiben. Der Herr von Marchmont Hall ist Owen, der Schwager von LJ. Durch ein zufälliges Treffen lernen sich Greta und Owen kennen und heiraten, so dass Greta ihre Zwillinge Jonny und Cheska nicht als ledige Mutter großziehen muss.

Doch nach dem Tod von Jonny verändert sich alles. Greta verlässt mit Cheska Marchmont Hall. Wieder ist es David, der ihr in der Not hilft, doch diese Hilfe wird sich im Laufe des Buches als Fluch erweisen. Zuviel sei an dieser Stelle nicht verraten, doch auch Cheska wird früh Mutter einer Tochter, Ava, und auch deren leiblicher Vater ist nicht der, der er zu sein scheint.

Der Leser begleitet so auch Cheska durch ihr Leben. Der Aufstieg zum gefeierten Kinderstar bis zu ihrem tiefen Fall, all dies hat Spuren in Cheskas Seele hinterlassen. Im Verlauf des Buches schildert die Autorin die verschiedensten Gefühlszustände von Cheska, ohne auf den „Mitleidsknopf“ zu drücken. Denn Cheska ist nicht nur der brave Engel, der alle Menschen um den Finger wickelt. Sie hat auch eine dunkle Seite, die zunehmend an Stärke gewinnt.

Veröffentlicht am 13.11.2024

Viel Drama - viel Gefühl

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Ihrem Erzählstil bleibt die Autorin auch in diesem Roman treu und baut die Geschichte aus Vergangenheit und Gegenwart auf. Dabei ist wieder viel Melodram, Schicksal, Trauer und Liebe in die Handlung ...




Ihrem Erzählstil bleibt die Autorin auch in diesem Roman treu und baut die Geschichte aus Vergangenheit und Gegenwart auf. Dabei ist wieder viel Melodram, Schicksal, Trauer und Liebe in die Handlung eingebaut, dass man sich unweigerlich irgendwann beim Lesen fragt, kann ein Mensch/eine Familie wirklich so viel negatives erleben.

Nichtsdestotrotz versteht es die Autorin durch interessante Figuren und bildhafte Beschreibungen der Handlungsorte mich als Leser am Buch zu halten, es passiert halt immer wieder etwas. Ist man erst einmal im Lesefluss will man auch wissen wie und wenn ja ob sich alles doch noch zum Guten wenden wird.

Fazit: Wer also gern Familiengeheimnis-Romane mit wechselnden Zeitebenen und viel Gefühl liest, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Mir war es allerdings ein paar mal „too much“ und so bewerte ich es mit guten 3 von 5 Sternen.


Veröffentlicht am 28.06.2021

Über das Wiederfinden von verlorenen Erinnerungen

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Der Schreibstil war etwas gehobener, aber trotzdem leicht lesbar. Anfangs war ich etwas überfordert mit den ganzen Namen und Personen, die aufgetaucht waren, aber man konnte schnell zuordnen, wer mit wem ...

Der Schreibstil war etwas gehobener, aber trotzdem leicht lesbar. Anfangs war ich etwas überfordert mit den ganzen Namen und Personen, die aufgetaucht waren, aber man konnte schnell zuordnen, wer mit wem in Verbindung steht. Auch die nahtlosen Übergänge aus der Sicht der einzelnen Leute ist der Autorin besonders gut gelungen. Trotzdem hatte das Buch bis auf das Ende wenige Höhen und die Geschichte lief einfach so vor sich hin. Ich bin dennoch auf andere Bücher von Lucinda Riley gespannt.

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Veröffentlicht am 30.06.2018

Ein paar schöne Lesestunden aber etwas vorhersehbar

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Inhalt:

In dem neuen Buch von Lucinda Riley, geht es um Greta Marchmont. Nach 30 Jahren kehrt sie in das Haus zurück in dem sie ihre Kinder zur Welt brachte. Doch für Greta ist es kein einfacher Besuch ...

Inhalt:

In dem neuen Buch von Lucinda Riley, geht es um Greta Marchmont. Nach 30 Jahren kehrt sie in das Haus zurück in dem sie ihre Kinder zur Welt brachte. Doch für Greta ist es kein einfacher Besuch denn sie hat vor 23 Jahren bei einem Unfall ihr Gedächtnis verloren. Sie hat keine Erinnerungen an ihr bewegtes Leben. Einzig ihr langjähriger Freund David kann ihr eine Stütze sein in dieser Welt ohne Erinnerungen.

Doch der Besuch in Marchmont Hall bleibt nicht ohne Wirkung. Bei einem Spaziergang entdeckt Greta das Grab ihres Sohnes. Und auf einmal kommen die Erinnerungen zurück. Mit der Hilfe von David lernt Greta sich wieder kennen. Sie erfährt mit welchen Träumen sie damals, mit gerade 18 Jahren nach London kam und dann schwanger mit Zwillingen in Marchmont Hall landete. Greta erfährt die dramatische Geschichte ihrer Tochter Cheska und ihrer Enkelin Ava. Es erfordert viel Mut sich diesen Erinnerungen zu stellen. Oft genug merkt Greta, dass sie viele Fehler in ihrem Leben gemacht hat. Doch immer war David an ihrer Seite. Wird er ihr auch dieses Mal helfen mit allem was sie verarbeiten muss fertig zu werden?

Meine Meinung:

Der Engelsbaum heißt der nicht ganz neue Roman der irischen Bestseller-Autorin Lucinda Riley. Der Roman wurde bereits vor 20 Jahren unter ihrem Geburtsnamen Lucinda Edmonds veröffentlicht. Allerdings ist dies die erste Veröffentlichung in Deutschland des Buches.

Für mich war dieses Buch eine absolute Überraschung. Ich habe es regelrecht verschlungen. Die Geschichte um Greta und die Familie Marchmont ist unglaublich spannend. Leidet man Anfangs mit der jungen Greta, deren Leben so komplett anders verläuft als sie sich das gewünscht hat, versteht man im Laufe des Buches nicht immer ihr Handeln und oft wird sie einem unsympathisch. Gretas Tochter Cheska wächst einem sehr ans Herz und oft kann man beim Lesen nur den Kopf schütteln was das Mädchen alles mitmachen musste. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle und bis zur letzten Seite spannend. Denn Anfangs weiß man genau so viel wie die an Amnesie leidende Greta. Erst wenn sie mehr über ihr Leben erfährt, lichtet sich auch für den Leser der Nebel. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Es lässt sich sehr flüssig lesen. Man merkt ab und an, dass die Autorin noch sehr jung war als sie es geschrieben hat. Das schwächt aber auf keinen Fall das Lesevergnügen. Insgesamt ist es ein sehr schönes Buch was man zwischendurch lesen kann. Eine absolute Leseempfehlung von mir. Dafür gibt es 3 von 5 Lesekatzen.