Wundervoller Abschluss
"Manchmal muss man sich daran erinnern, dass man nicht machtlos ist. Dass man ein gewisses Maß an Kontrolle besitzt. Vielleicht ist das nötig, um tapfer genug zu werden, sich einen weiteren Tag zu stellen" ...
"Manchmal muss man sich daran erinnern, dass man nicht machtlos ist. Dass man ein gewisses Maß an Kontrolle besitzt. Vielleicht ist das nötig, um tapfer genug zu werden, sich einen weiteren Tag zu stellen" -S. 162 Mary E. Pearson
Meine Gedanken:
Ich muss sagen, dass ich mich erstmals wieder einlesen musste, denn die ganzen Charaktere aus dem vorherigen Buch tauchen selbstverständlich hier auch auf. Bereits im 1. Band habe ich leicht den Überblick verloren, allein weil Jase so viele Familienmitglieder hat und ich deshalb die Namen nicht sofort den Figuren zuordnen konnte. Ich hätte mir schon im 1. Teil eine kleine Personenkonstellation gewünscht oder wenigstens einen Familienstammbaum für die Ballenger-Familie.
Band 1 fing auf jeden Fall schon mal spannend an, aber der Mittelteil hat sich leider sehr gezogen. Dafür war das Ende wieder voller Überraschungen. Ich hatte Angst, dass es sich im 2. Band wieder in der Mitte ziehen wird, aber da waren meine Sorgen unbegründet. Wenn man dachte, das Schlimmste haben die Protagonisten jetzt überlebt, jetzt sollte sich alles zum Guten wenden, hat mich die Autorin noch mehr zappeln lassen und eine Wendung der Geschehnisse eingebaut. So hat die gesamte Geschichte nochmals mehr Spannung bekommen, was mir echt gut gefallen hat, obwohl mein Herz da ein bisschen anderer Meinung ist, aber es kann ja auch nie 100% glatt laufen, stimmt's?
Die Situation, die im 1. Band bereits angedeutet wurde, spitzt sich hier drastisch zu und auf einmal ergeben die Hinweise Sinn. Sicherlich hätte niemand die vorherrschenden .. kommen sehen. Die Autorin hat das Ganze sehr gut ausgearbeitet und sorgfältig durchgeplant.
Jase's und Kazi's Geschehnisse mitzuerleben hat mir teilweise echt einen Stich ins Herz versetzt, einfach weil beide wirklich einiges durchmachen mussten und sie dadurch dem Tod mehr als nur einmal direkt ins Auge geblickt haben. Auch wenn die Situation unmöglich erscheint, bleiben sie tapfer und beißen sich durch, was ich mehr als nur bewundernswert finde. Nachdem sie in den Hinterhalt geraten, werden sie getrennt ohne zu wissen, ob der jeweils andere noch lebt. Trotzdem lassen sie sich nicht davon unterkriegen und schmieden schon Pläne, wie sie sich selbst und ihre Liebsten aus der aktuellen Situation befreien können. Vor allem Kazi bleibt im Ungewissen und muss zudem noch herausfinden, wem sie wirklich vertrauen kann.
"Wird irgendjemand unsere Geschichte niederschreiben, Jase?
Wir werden das tun Kazi. Und es werden tausend Bände dafür nötig sein. Wir haben ein ganzes Leben vor uns." -S. 141 Mary E. Pearson
Mir hat es sehr gefallen mehr von Kazis und Jases starken Bindung zu lesen. Man merkt, wie sehr sie sich lieben und wie sehr sie einander vertrauen. Besonders in diesem Buch spielen diese Faktoren ja eine größere Rolle.
Obwohl dieses Buch fast 600 Seiten umfasst, habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Mary E. Pearsons Schreibstil schafft es einfach, dass man nur durch die Seiten fliegt und ich wollte wirklich nicht, dass die Geschichte schon endet.
Fazit:
Der zweite Band hat den ersten auf jeden Fall übertroffen und bildet einen wundervollen Abschluss der Dilogie. Ich habe die Charaktere wirklich sehr ins Herz geschlossen, sodass es mir wirklich schwer fiel, die Geschichte loszulassen. Von mir gibt es definitiv 5 von 5 Cupcakes!