Cover-Bild Die Totenbändiger. Staffel 1: Äquinoktium. Unheilige Zeiten. Band 1-2
(18)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lindwurm Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 364
  • Ersterscheinung: 30.03.2020
  • ISBN: 9783948695019
Nadine Erdmann

Die Totenbändiger. Staffel 1: Äquinoktium. Unheilige Zeiten. Band 1-2

Fantasy Roman
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der Geister zum Alltag gehören. Jeder sieht sie und jeder weiß, wie gefährlich sie uns Menschen werden können. In dieser Welt gibt es Verlorene Orte, die man den Geistern überlassen musste, und Unheilige Zeiten, in denen die Toten besonders gefährlich sind.

Camren Hunt ist ein Junge ohne Vergangenheit. Im vergangenen Unheiligen Jahr fand man ihn im Keller eines verlassenen Herrenhauses – umgeben von Leichen mit durchschnittenen Kehlen. Niemand weiß, was dort passiert ist, nicht einmal Camren selbst.
Jetzt, dreizehn Jahre später, schlagen sich die Menschen durch ein weiteres Unheiliges Jahr, in dem Geister und Wiedergänger noch gefährlicher sind als sonst - und plötzlich tauchen erneut Leichen mit durchgeschnittenen Kehlen auf …

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2020

Camren Hunt ist ein Junge ohne Vergangenheit...

0

Wow, einfach nur wow. Ich habe eine nette Geschichte für Zwischendurch erwartet und das Cover ist auch nur so mittelmäßig schön, aber omg, was war das?
Bereits der Text vor dem Prolog und der Prolog selbst ...

Wow, einfach nur wow. Ich habe eine nette Geschichte für Zwischendurch erwartet und das Cover ist auch nur so mittelmäßig schön, aber omg, was war das?
Bereits der Text vor dem Prolog und der Prolog selbst waren soo gut gemacht! Ich habe gerade förmlich Gänsehaut. Die Grundidee ist so innovativ und interessant!
Nicht nur der Schreibstil ist unglaublich flüssig und lässt mich förmlich durch die Seiten fliegen, sondern auch Cam musste ich einfach sofort in mein Herz schließen und an manchen Stellen hätte ich ihn gerne fest umarmt! Ich finde es so authentisch, dass er so ist wie er ist. Ein bisschen verschlossen, wachsam und geprägt durch sein Traumata in seiner Kindheit. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, dass man spürt, dass damals irgendetwas Schlimmes passiert ist, ein Ritual, eine Opferung oder ein Experiment, dass man als Einziger überlebt hat, aber sich an rein gar nichts erinnert! Ich bin natürlich unglaublich neugierig darauf, was dahinter steht. Ich habe mir natürlich schon ein paar eigene Theorien gesponnen und überlegt und bin gespannt, ob ich an die wahren Geschehnisse herankomme. Auch seine anderen Geschwister wie Gabriel, Ella, Sky und Jules oder der Freund seiner Schwester Connor finde ich sehr sympathisch und mal gucken, was sich mit Ethan noch entwickeln könnte. Auch die Haustiere sind einfach nur zum Niederknien!
Besonders cool finde ich auch die Mehrperspektivität, sodass wir als Leser die ganze Zeit ein bisschen mehr wissen als die anderen Charaktere und die Diversität! Mit so einer tiefgründigen Geschichte mit unglaublich wichtigen Botschaften kann ich nur wiederholt sagen, habe ich gar nicht gerechnet, aber ich liebe es, wie gekonnt die Autorin das in ihre Geschichte einbaut, die das authentischer macht als so mancher 400 Seiten Roman! Ich bin beeindruckt!
Die letzten zwei Kapitel haben meinen Puls auf jeden Fall wieder ein bisschen in die Höhe getrieben und ich muss so schnell wie möglich die Folgebände herunterladen! Am liebsten würde ich alle Bände an einem Stück lesen. Insgesamt hat die Autorin trotz der kurzen Länge (unter 200 Seiten) eine unglaublich tolle, innovative, spannende und leicht gruselige Geschichte erschaffen, die mir an manchen Stellen Gänsehaut beschert und an anderen Schauer über den Rücken laufen lässt. Ich vergebe 5/5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung! Lasst euch bitte nicht von den Covern abschrecken! Diese Geschichte rund um Cam und die Totenbändiger ist perfekt für Halloween!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Spannender Auftakt

0

Schon allein das Cover finde ich wirklich sehr düster und gruselig und passt wirklich hervorragend zu dieser Geschichte!

Im Buch geht es um die Stadt London, die von Geistern heimgesucht wird...doch nur ...

Schon allein das Cover finde ich wirklich sehr düster und gruselig und passt wirklich hervorragend zu dieser Geschichte!

Im Buch geht es um die Stadt London, die von Geistern heimgesucht wird...doch nur von Geistern? Camden (cam) wird eines nachts in einem Keller gefunden. Er ist der einzig überlebende, um ihn herum mehr als 70 Leichen, darunter 5 andere Kinder. Diese Kinder und er sind Totenbändiger. Waren die Kinder in der Nacht nur versuchsobjekte?

13 Jahre später lebt er glücklich in einer Familie, die ihn und seinesgleichen aufgenommen hat. Bisher wurde er zuhause unterrichtet, hat aber jetzt seinen ersten Schultag, zusammen mit zwei Geschwistern.

Andere Geschwister von ihm sind schon älter und arbeiten bei der Polizei und helfen die Geister in London zu bekämpfen..dabei machen sie eine grauenhafte Entdeckung...

Mehr möchte ich über die Story nicht sagen, den mit nur etwas mehr als 120 Buchseiten würde man sonst zu viel vorneweg nehmen. Die Idee erinnert etwas an Lockwood und Co. Was mich aber nicht weiter gestört hat. Für mich lebt die Geschichte ganz klar von seinen Charakteren. Die ganze Familie rund um Cam ist einfach nur mega sympatisch und man bekommt grosse Lust Teil der Familie zu sein/werden. Es hat super viel Spass gemacht cam auf seinem ersten Schultag zu begleiten und sorgen und Probleme eines todesbändigers auf einer normalen Schule zu erleben. Noch besser allerdings hat es mir gefallen mit cams Geschwistern auf geisterjagd zu gehen. Sehr düster , spannend und gruselig beschrieben.

Der Schreibstil ist super! Einfach, jedoch spannend, so hat man in jeder freien Minute Lust das Buch weiter zu lesen!

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, gerade auch, weil es sich um einen Mix aus Grusel und Krimi handelt, mit einer grossen Portion Familiezusammenhalt. Ich freue mich schon sehr auf Band 2 und gebe dem Buch gern 4.5 Sterne da es mir fasst etwas kurz war und das Ende dann dadurch auch etwas schnell kam.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2020

Tolle Welt, tolle Charaktere und spannende Story

0

Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat gefällt mir richtig gut. Geister und Wiedergänger gehören zu den Gefahren des Alltags. Sie entstehen, wenn Menschen gewaltvoll aus dem Leben gerissen werden ...

Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat gefällt mir richtig gut. Geister und Wiedergänger gehören zu den Gefahren des Alltags. Sie entstehen, wenn Menschen gewaltvoll aus dem Leben gerissen werden und ernähren sich dann von der Lebensenergie der Menschen. Wenn sie genug Energie bekommen, materialisieren sie sich zu Wiedergängern. Die Menschen haben nicht viel, um sich davor zu schützen. Gott sei Dank gibt es aber noch die Totenbändiger. Sie können die Energie der Geister in sich aufnehmen und sie dadurch besiegen. Allerdings können sie auch Energie von Menschen nehmen und das macht den Menschen Angst, weswegen sie die Totenbändiger meiden oder schlimmeres. Dass sie ihnen aber auch Energie geben können ist ihnen egal. In dieser Welt begleiten wir Cam, ein Totenbändiger, und seine Familie und Freunde.

Es wird aus zwei Perspektiven erzählt, einmal aus der jugendlichen Perspektive zumeist von Cam, der seinen (Schul-)Alltag bewältigen muss und aus der Perspektive der Erwachsenen, die bei der Polizei in der "Spuk"-Einheit arbeiten. Sowohl die spannenden Fälle der Polizei als auch der komplizierte Alltag der Jugendlichen sind sehr spannend und interessant zu verfolgen.

Der Aufhänger ist das Überleben des kleinen Cam, der halbtot umringt von 78 Leichen gerettet wurde. Einige Jahre später ereignet sich ein ähnlicher Fall und der beschäftigt sowohl die Erwachsenen als auch die Kids.

Die Charaktere hab ich wieder sofort ins Herz geschlossen. Das bin ich von der Autorin gewöhnt. Das kann sie einfach. Das gelingt ihr vor allem mit den authentischen Dialogen.

Auch dass sie das Thema "queere Identitäten" immer wieder selbstverständlich in ihre Geschichten einflechtet ist toll :)

Die Antagonisten sind reichlich unsympathisch und die Protagonisten dafür umso sympathischer.

Es ist ein aufregender Start der Reihe und ich bin gespannt, wie die einzelnen Handlungsstränge aufgelöst werden. Diese Geschichte ist noch lange nicht fertig erzählt und ich freu mich auf die Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

spannend, vielseitig, düster

0

Band 1:
In einer Welt zu leben, in der Geister zum Alltag gehören, bringt einige Herausforderungen mit sich. Von ihnen zu wissen, schützt einen noch lange nicht vor Übergriffen oder dem Entstehen von weiteren ...

Band 1:
In einer Welt zu leben, in der Geister zum Alltag gehören, bringt einige Herausforderungen mit sich. Von ihnen zu wissen, schützt einen noch lange nicht vor Übergriffen oder dem Entstehen von weiteren Geistern. Die Schutzmaßnahmen der Bevölkerung sind vielseitig und doch ist es nicht immer ausreichend und sie sind auf die Hilfe von Totenbändigern angewiesen. Obwohl viele sie verachten, beschimpfen und meiden, sind sie doch die einzigen, die mehr ausrichten können, als sich hinter Eisen zu verstecken. Sehr häufig bekommen die Bändiger zu spüren, welche Vorurteile ihre Gabe mit sich bringt und sie haben daher mit weit mehr Problemen zu kämpfen, als nur mit den Geistern. Auch wenn ihre Kraft beängstigend wirken kann, könnten sie auch viel Gutes bewirken, wenn man sie denn lassen würde.
Camren und seine Geschwister sind ebenfalls Totenbändiger und auch für sie gibt es einige Schwierigkeiten zu meistern. London ist wieder mitten in einem Unheiligen Jahr und in dieser Zeit sind die Geistwesen besonders zahlreich und aggressiv. Die Vorfälle häufen sich, die Grausamkeiten nehmen zu und alles scheint noch viel schlimmer zu sein, als sie bisher geahnt haben…

Ich bin an verschiedenen Stellen immer wieder auf diese Reihe gestoßen und wurde von Mal zu Mal neugieriger. Besonders intensiv hat Andrea von Bücher – Seiten zu anderen Welten dafür gesorgt, dass ich diese Reihe nicht vergesse. Nun habe ich den ersten Band zur Hand genommen, um auch in die Welt der Totenbändiger und Geister einzutauchen und zu schauen, ob mich die Geschichte ebenso mitreißt, wie all die begeisterten Blogger, bei denen ich die Bücher bereits gesehen habe. Am Ende des ersten Bandes kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich weiterlesen möchte, um noch mehr zu erfahren und noch tiefer in die ganzen Verstrickungen einzutauchen. Es bleibt noch viel offen, zahlreiche Dinge sind nur angedeutet oder am Rande eingeworfen worden und ich schätze, es wird auch alles noch viel komplexer und intensiver, als es bis jetzt geworden ist. Da die Reihe noch viele weiter Bände enthält, wäre es ja auch schade bereits zu Beginn alles raus zu hauen.

Mir hat der Schreibstil von Nadine Erdmann gut gefallen. Sie hat mich von Beginn an mitgenommen und ich war gleich fasziniert von der Welt, in die man da eintaucht. Dass die Geister mit zum Alltag gehören, ist schon eine etwas gruselige Vorstellung, besonders wenn man dann im Buch erlebt, wie sie sich verhalten und wozu sie in der Lage sind. Die Erscheinungsformen der Geister sind unterschiedlich, je nachdem wie stark sie sind und umso stärker sie werden, umso grausamer werden sie auch. Eine gute Erklärung und Übersicht gibt es dazu auch noch mal am Ende des Bandes, ich fand jedoch man hat auch während des Lesens schon viel darüber erfahren, wie die einzelnen Formen zustande kommen und vor welchen Wesen man sich besonders in Acht nehmen sollte.
In der Geschichte werden verschiedene Personen begleitet, was die Möglichkeit gibt, unterschiedliche Stränge zu verfolgen, die parallel zueinander verlaufen. Und auch wenn die Hunts überall eine zentrale Rolle spielen, so sind sie eben nicht dauerhaft alle zusammen und jeder hat seine Probleme, mit denen er zu kämpfen hat. Durch die Perspektivwechsel erhält man umfangreichere Einblicke und die Dynamik wird gesteigert. Nach und nach lernt man die einzelnen Familienmitglieder kennen, insgesamt geht es bei vielen jedoch noch nicht so in die Tiefe, ich vermute aber, das wird sich in den nächsten Bänden dann ändern. Auch die anderen Figuren außerhalb der Familien bleiben größtenteils noch eher blass, aber ich bin auf viele wirklich sehr neugierig und gespannt, wer von ihnen noch eine größere Rolle spielen wird – auf eine positive oder negative Weise.
Besonders spannend fand ich die Passagen, in denen man die älteren Geschwister Sky und Gabriel bei der Polizeiarbeit begleitet. Gemeinsam mit ihrem Partner Connor haben sie viel Kontakt zu Geistern der unterschiedlichen Arten und setzen immer wieder ihre eigene Sicherheit aufs Spiel, um andere zu schützen. Was sie bei der Arbeit erleben ist gleichermaßen erschreckend, wie faszinierend. Durch ihre Einsätze bekommt man viele Informationen über Schutzmaßnahmen, Waffen gegen die Geister und die Auswirkungen der Kontakte auf sie selbst.
Doch auch die Kapitel, in denen man Camren, Jules und Ella in der Schule begleitet, haben mir gut gefallen. Es ist natürlich etwas ganz anderes, als die gruseligen und teilweise sehr blutigen Einsätze der Sergeants, aber nicht weniger interessant. Denn in diesen Abschnitten erlebt man die Vorurteile, mit denen die Bändiger zu kämpfen haben sehr deutlich. Camren und seine Geschwister müssen sich einiges anhören und auch wenn es Mitschüler gibt, die sie gern in ihrer Mitte aufnehmen, so sind doch viele voreingenommen und fies.
Fazit

Als Einstieg und Einführung in das Thema hat mir der erste Band wirklich gut gefallen. Es bleibt allerdings noch sehr viel offen, es gibt zahlreiche lose Enden und Richtungen, in die es weitergehen könnte. Ich vermute auch, es wird einiges ganz anders kommen, als es sich jetzt vielleicht andeutet und einige Dinge könnten viel komplexer und weitreichender sein, als sie zunächst erscheinen. Auch hoffe ich die Figuren noch näher kennen zu lernen, damit man sie noch besser einschätzen kann und versteht, wieso sie sich entwickelt haben, wie sie es haben. Die Charaktere sind auf jeden Fall interessant und ich bin neugierig auf sie und die Blicke hinter die Mauern, die einige von ihnen recht hoch tragen. Auch die Begegnungen mit den Geistern waren spannend und teilweise sehr brutal und blutig. So kommen in der Geschichte viele verschiedene Aspekte zusammen, die alle zusammen eine abwechslungsreiche Handlung und einen schönen Start in die Reihe ergeben. Ich werde auf jeden Fall weiter lesen.
Band 2:
Achtung: zweiter Band! Meine Rezension kann ganz kleine Spoiler zu „Unheilige Zeiten“ enthalten. Vorwissen empfohlen, wenn vielleicht auch an dieser Stelle noch nicht zwingend erforderlich.

In der Akademie wachsen Totenbändigerkinder heran, die von ihren Familien nicht gewollt wurden. Ihnen wird ein Zuhause gegeben und Schulbildung ermöglicht, dafür müssen sie sich einigen Regeln unterwerfen und Pflichten erfüllen. Auch Jaz ist seit 17 Jahren teil der Akademie, doch sie ist alles andere als einverstanden mit der Art und Weise, wie sie dort erzogen und auf ihre Zukunft vorbereitet werden. Um der drohenden Gehirnwäsche zu entgehen, ergreift sie die Flucht und besiegelt damit eine ungewisse Zukunft, denn außerhalb der Mauern werden Totenbändiger nicht gerade mit offenen Armen empfangen…

Zu Beginn des Buches gibt es eine ganz kurze Zusammenfassung der Ereignisse des ersten Bandes. Diese geht nicht zu sehr ins Detail und verrät auch nur wenig über die Charaktere selbst, ist aber eine gute Übersicht und kann auf jeden Fall verloren gegangene Erinnerungen zurück holen. Mit diesem kleinen Überblick wäre es vielleicht sogar möglich, Band zwei ohne Vorwissen zu lesen. Empfehlen würde ich es allerdings nicht, da man im ersten Buch einige der wichtigen Figuren schon etwas kennengelernt hat und man ihre Geschichte besser verfolgen kann, wenn man weiß, was bisher mit ihnen und bei ihnen passiert ist.

Dieses Buch war ganz anders, als der erste Band, aber trotzdem unglaublich fesselnd, ich habe es, auch aufgrund der geringen Seitenzahl, an einem Nachmittag durchgesuchtet. Es ist deutlich weniger blutig und gruselig, die Begegnungen mit den Geistern sind wesentlich geringer enthalten, dafür bekommt man aber viele Informationen zu den einzelnen Charakteren und erfährt auch etwas über die Akademie der Totenbändiger, die bisher nur am Rande erwähnt wurde. Auch wenn es gut ist, dass es einen Platz gibt, an dem die Totenbändigerkinder leben können, wenn ihre Familien sie nicht wollen, so sind die Zustände in der Akademie doch teilweise etwas fragwürdig. Selbst wenn die Absichten alle so nobel wären, wie sie dargestellt werden, woran ich starke Zweifel habe, sind einige Einstellungen schon recht extrem. Die Einblicke sind dadurch aber umso spannender und ich schätze, mit dieser Institution und vor allem auch dem Leiter der Akademie wird es noch einige Probleme geben.

Zunächst begleitet man im zweiten Band Jazlin, die in der Akademie aufgewachsen ist und immer wieder aneckt, da sie nicht alle Ansichten teilt, die ihnen präsentiert werden. Sie ist ein interessanter Charakter, aber auch noch nicht ganz zu durchschauen für mich. Ich glaube, sie ist eigentlich eine treue, aber auch verlorene Seele, ähnlich wie Cam, die selbst noch nicht immer ganz genau weiß, wohin sie gehört, die aber einen starken Willen hat und daher genau weiß, was sie auf jeden Fall nicht weiß. Ich schätze, von ihr darf man in der Zukunft auch noch einiges erwarten und ich bin neugierig zu erfahren, was sie bisher noch zurückhält. Die Zeit in der Akademie wird sicher auch einige ihrer Fähigkeiten und Meinungen unterdrückt haben, damit sie nicht noch mehr Probleme bekommt. Lassen wir uns also überraschen, was Jaz uns noch von sich zeigen wird.
Abgesehen von Jaz und den anderen Bändigern, die man in der Akademie kennenlernt, sind natürlich auch die Hunts wieder mit von der Partie. Der Zusammenhalt ihrer Familie ist wirklich erstaunlich und tut unglaublich gut, bei all den fiesen Aktivitäten, die um sie herum vor sich gehen. Ich hätte gar nicht erwartet, dass mich diese Reihe auch auf einer emotionalen Ebene so erreichen wird, nachdem Band eins ja doch eher turbulent, blutig und sehr geisterhaft war. Aber das zweite Buch hat mich auch mitten ins Herz getroffen mit einigen Szenen, die ich hier aus spoilergründen natürlich nicht verrate. Im Moment sind Cam und Gabriel meine liebsten Charaktere, aber ich schätze, da ist noch Luft für weitere Figuren, die sich in mein Herz schleichen werden. Man weiß inzwischen etwas mehr von ihnen allen, aber noch lange nicht genug, um alle Facetten zu kennen und ihre Geschichte in allen Einzelheiten zu kennen. Ich bin sehr gespannt, was man da noch zu erfahren wird und wer sich vielleicht sogar noch mal von einer ganz anderen Seite präsentieren wird.
Der Schreibstil ist wieder flüssig und mitnehmend, fesselnd, auch wenn es gar nicht so turbulent und dramatisch war, wie im ersten Buch. Aber ich konnte es trotzdem nicht zur Seite legen. Ich mag die Art, wie Nadine Erdmann ihre Geschichte erzählt, wie sie die Welt und die Figuren wachsen lässt und den Leser dabei mitnimmt auf eine interessante Reise in ein London, das so anders ist als das, was man selbst vielleicht kennt. Durch den personalen Erzähler und die wechselnden Perspektiven kann man unterschiedliche, parallel laufende Stränge verfolgen und bekommt einen guten Überblick über die Handlung, ohne dass einem zu viel vorweg genommen wird. Besonders neugierig bin ich auch, wie es mit dem Fund aus dem ersten Buch weitergehen wird. Das kommt hier zwar fast etwas kurz, aber dafür sind eben viele andere Dinge passiert und man taucht sehr viel intensiver in die Welt ein, als bislang, daher ist das für mich nur ein ganz kleiner Kritikpunkt. Auch wenn ich nach dem ersten Teil schon überzeugt war, weiterlesen zu wollen, hat sich dieser Eindruck jetzt noch mal deutlich verstärkt. All diese losen Enden, die offenen Fragen, die Intrigen, die sich anbahnen und angedeutet werden, die tollen persönlichen Entwicklungen der Figuren und die unheimlichen Geister machen mich neugierig auf die Fortsetzungen.
Fazit

Ein toller zweiter Band, der ganz anders war, als der erste Teil, mich aber sogar noch intensiver gefesselt und mitgenommen hat. Man lernt die Figuren besser kennen und taucht auch noch tiefer in die Welt der Totenbändiger ein. Auch wenn es nicht so viele Geister gab und es deutlich weniger blutig und turbulent war, war es nicht weniger spannend. Es wurden viele Türen geöffnet, hinter denen wohl noch so manches Problem und manche Intrige lauern wird, aber vielleicht auch Chancen und Möglichkeiten. Ich bin total neugierig, wie es weitergeht, nicht nur mit den Geistern und der Akademie, sondern auch mit den Figuren selbst, denn auch für sie stehen einige Veränderungen an.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Mix aus Highschool, Criminal Minds und Ghostbusters <3

0

Die Totenbändiger – Staffel 1 von Nadine Erdmann

Geister und ein verspuktes London? Natürlich bin ich da mit von der Partie! Vorweg – bei der Ebook Staffel handelt es sich um eine sehr unterhaltsame ...

Die Totenbändiger – Staffel 1 von Nadine Erdmann

Geister und ein verspuktes London? Natürlich bin ich da mit von der Partie! Vorweg – bei der Ebook Staffel handelt es sich um eine sehr unterhaltsame und actionreiche Story. Eine Mischung aus Highschooldrama, Ghostbusters und Criminal Minds.

Geister sind gefährlicher Alltag in London. Es existieren verlorene Orte, Geister attackieren Menschen, die dumm genug sind, sich nach Einbruch der Nacht auf die Straße zu wagen. Die Menschen sind vorsichtig geworden – vorsichtig vor den Geistern, die sie nicht verstehen, aber genauso vor den Totenbändigern, die sie ebenso nicht begreifen können und die ihnen mit ihren unheimlichen Fähigkeiten Geister bekämpfen zu können und sich Lebensenergie von Geistern und Lebewesen zu nehmen. Dumm nur, dass sie die Einzigen sind, die die Geister wirklich im Zaun halten können. So schlägt den Totenbändigern Hass und Misstrauen entgegen.

Die Familie Hunt ist eine große Totenbändiger Familie, die einen Teil ihrer Kinder adoptiert hat, jedoch auch Normalos als Familienmitglieder in ihrer Mitte hat. Und sie leben noch, keine Sorge ;) – um diese Familie dreht sich die Geschichte hauptsächlich. Um den Alltag ihrer Kids in der Highschool, um die Jobs der Älteren zwei bei den Spooks – die Polizei hat extra Einheiten gebildet, die zuerst an die Tatorte von Verbrechen geschickt werden um sie von jeglicher spukigen Aktivität zu reinigen, bevor die Mordermittlung anrückt. Da sind die Totenbändiger sehr praktisch, oder? Doch auch den Eltern und Granny wird genügend Raum gegeben, um zu agieren und sich zu entfalten. Besonders das Familienleben von ihnen genieße ich sehr. Es ist gleich eines Ruhepols. Die Geschwister sind füreinander da und verstricken sich kaum in Teeniezickereien. Wenn es hart auf hart kommt, agiert die Familie als Einheit und ist wirklich unschlagbar. Selbst in einer Mordermittlung.

Zu Anfang fiel mir auf, dass es immer zwei Pole gab. Die Familie und die Totenbändigerfraktion auf der einen Seite, die normalen Menschen, die nur Hass und Missgunst ausstrahlen, auf der anderen. Natürlich existieren hier auch Ausnahmen. Doch die Pole fransen an den Rändern mehr und mehr aus – zu meiner Freude. Ich mag es ein bisschen grauer. Mir ging es generell so, dass ich der Ebook-Serie zunächst etwas skeptisch gegenüberstand. Ans Herz gelegt wurde sie mir von einem Freund mit einem tollen Bücher Geschmack, also las ich die erste Episode – die von Seite zu Seite besser wurde. Sie wuchs, je besser ich die Protagonisten kennen lernte, verankerte sich und trieb Wurzeln. Ich bin ein Charaktermensch – und Cam, Gabriel, Sky und all die anderen sind einfach nur zum Knuddeln und Mitfiebern. Ihre Ausgestaltung ist Nadine Erdmann wirklich sehr gut gelungen – so gut, dass mich abends mein Wecker schon anmeckern muss, endlich zu schlafen, da ich am nächsten Tag arbeiten muss. Was mich auch überzeugt, ist die Altersdurchmischung der Protas – Gab, Sky und Connor von den Spuks haben definitiv andere Probleme, als Cam, Jules und Elle, die sich durch das letzte Jahr der Highschool schlagen müssen. Ganz zu schweigen von ihrer Mum, Sue und Granny, die um die Rechte für die Totenbändiger kämpfen. Trotzdem sind die Szenen zwischen ihnen so warm und selbstverständlich.

Die Ideenfülle, die Nadine Erdmann präsentiert, hat mich im ersten Moment fast erschlagen. Da geht es einmal um Soziale Missstände. Unterdrückung, Mobbing, Sexualität, Ausgrenzung und gesetzliche Gleichberechtigung. Zum anderen sind in die Geschichte geniale Ideen rund um die Geister und die Geisterbändigung eingeflossen (keinen einzigen Aspekt davon möchte ich missen!). Ich musste mit den ganzen Puzzleteilen eine Weile jonglieren, aber dann fügten sich alle Teile brav an ihren Platz.

Die Actionszenen, in denen die Familie gegen die Geister kämpfte und sie bannte, bringen das nötige Tempo in die Geschichte. Ich fieberte mit, also richtig – mit Händen in der Luft und gezischten Ausrufen. Die Szenen genoss ich besonders. Genauso wie mir die Familienszenen schnell ans Herz gewachsen sind, genauso wie die Spook-Szenen. Ich liebe es, dass die Story durch die Polizeiarbeit noch eine andere Note bekommt.

Alles in allem waren es ein paar sehr kurze Nächte und ich hatte die „Staffel“ binnen einer Woche durchgesuchtet. Vor kurzem ist der 7. Band der auf 8. Bände angelegten Ebook-Staffel erschienen. Der achte Band kommt auch in Kürze (hoffe ich ;)).

Mich hat die Totenbändiger Reihe vor allen Dingen durch ihren Charme und durch die Beziehungen und Freundschaften der Charaktere untereinander überzeugt – so sehr, dass ich mein Ereader dankbar war, dass er mir ermöglichte, mir den Nächsten Band auch Mitten in der Nacht zu laden und reinzuschmökern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere