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Veröffentlicht am 23.09.2021

Alle Sterne am Himmel

Madame Exupéry und die Sterne des Himmels
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Wenn du in der Nacht den Himmel betrachtest, weil ich auf einem von ihnen wohne, dann wird es für dich so sein, als ob alle Sterne lachten, weil ich auf einem von ihnen lache. (Antoine de Saint-Exupéry, ...

Wenn du in der Nacht den Himmel betrachtest, weil ich auf einem von ihnen wohne, dann wird es für dich so sein, als ob alle Sterne lachten, weil ich auf einem von ihnen lache. (Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz)

Mit seinem feinsinnigen Buch "Der kleine Prinz" hat der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry ein zeitloses Werk geschaffen, das Menschen aller Altersklassen gleichermaßen berührt. Die große Liebe des kleinen Prinzen ist eine Rose, die auf einem winzigen Planeten auf ihn wartet, während er durch die Galaxien reist. Spiegelt der literarische Text die Wirklichkeit? Wer war die "Rose", die Antoine de Saint-Exupéry sich vertraut gemacht hatte? In ihrem historischen Roman "Madame Exupéry und die Sterne des Himmels" erzählt Sophie Villard von der komplizierten Beziehung des verarmten Adligen zu seiner großen Liebe Consuelo Suncín Sandoval, einer verwitwete Malerin aus El Salvador. die er im April 1931 geheiratet hatte



Mit ihm lernten ihre Träume fliegen. Doch sie kamen den Sternen zu nah.

Paris 1930: Als die junge Malerin Consuelo auf einer Party Antoine de Saint-Exupéry kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Die temperamentvolle Mittelamerikanerin wird zur Muse des enigmatischen Piloten, der eigentlich viel lieber Schreiben und Zeichnen möchte. Aus seinen unsterblichen Gefühlen für sie entsteht »Der kleine Prinz«: Consuelo ist die über alles geliebte Rose, die der Prinz mit einer Glasglocke schützen möchte und an die er unentwegt denkt, auf welche fremden Planeten ihn seine Reisen auch führen. Das Buch macht Antoine in der ganzen Welt bekannt, doch das wahre Leben an seiner Seite ist alles andere als leicht. Consuelo kämpft mit seiner Untreue und dafür, als Künstlerin endlich aus dem Schatten ihres berühmten Mannes zu treten – bis Antoine 1944 zu einem schicksalhaften Aufklärungsflug über das Mittelmeer aufbricht.

Wie die meisten historischen Romane, zeigt das in Sepia-Tönen gehaltene, liebevoll gestaltete Cover eine stolze dunkelhaarige Frauengestalt, die unbeirrt ihren Weg geht. Es liegt auf der Hand, sie mit Consuelo de Saint-Exupéry gleichzusetzen, die es nicht leicht hatte. Ihre Beziehung zu dem ruhelosen Schriftsteller, der ihr die Sterne vom Himmel holen wollte, war nicht nur geprägt von großen Gefühlen und romantischen Momenten, sondern auch von anstrengenden Reisen, wechselnden Wohnsitzen, dramatischen Ereignissen, finanziellen Engpässen, einsamen Tagen und Nächten - und der chronischen Untreue ihres Lebensgefährten, der sich nicht an die bürgerlichen Traditionen halten und an eine einzige Frau binden konnte und wollte.

Der historische Roman folgt den Spuren von Antoine und Consuelo. Er spielt auf verschiedenen zeitlichen Ebenen, an wechselnden Schauplätzen, die von Sophie Villard anschaulich geschildert werden. Besonders schön finde ich, dass die einzelnen Kapitel mit Zitaten aus dem berühmten Werk "Der kleine Prinz" eingeleitet werden, das die enge geistige Verbundenheit des Liebespaares spiegelt.

Sophie Villard erweckt eine längst vergangene Epoche zu neuem Leben. Ihr historischer Roman lebt von seinen starken Protagonisten, wobei die Sympathien klar verteilt sind. Antoine und Consuelo führen eine stürmische Beziehung, sie kommen nicht zur Ruhe, ihre Liebe ist ein ewiges Auf und Ab. Die aufstrebende Malerin Consuelo ist eine starke Persönlichkeit, die ihre Wünsche nach Selbstverwirklichung zurückstellt, sich auf ihre häuslichen Pflichten konzentriert und alle schweren Schicksalsschläge tapfer erträgt. Dahingegen erscheint der charismatische Berufspilot und Schriftsteller Antoine als eine bindungsunfähige, egoistische Persönlichkeit, die sich als einen Bohémien begreift, der über seine Verhältnisse lebt, keine Verantwortung für andere Menschen übernimmt und stets um sich selbst kreist.

Dieser historische Roman ist mein absolutes Highlight in diesem Herbst. Er hat mir unvergessliche Lesemomente geschenkt und mich tief in meinem Inneren berührt. Danke dafür!

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Veröffentlicht am 23.09.2021

Ein Sommer in der Provence

Lavendelblütenträume
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Draußen wird es Herbst. Wenn der Regen gegen die Schreiben trommelt, möchte man sich fortträumen an einen idyllischen Ort im sonnigen Süden, wo man den köstlichen Duft von Lavendel atmen und landestypische ...

Draußen wird es Herbst. Wenn der Regen gegen die Schreiben trommelt, möchte man sich fortträumen an einen idyllischen Ort im sonnigen Süden, wo man den köstlichen Duft von Lavendel atmen und landestypische Spezialitäten in gemütlichen Bistros verkosten kann. Mit ihrem Roman "Lavendelblütenträume. Provenzalische Liebe" schenkt Julie Clairmont uns einen literarischen Urlaub in Frankreich, mit leckeren Rezepten, die zum Nachbacken und Nachkochen einladen.

Der erfolgsverwöhnte kanadische Architekt Ben reist in die frühsommerliche Provence, um über seine Zukunft nachzudenken. Doch als er in einem kleinen Hotel der jungen Künstlerin Lila begegnet, beschließt er, länger zu bleiben, um das Land seiner Vorfahren näher kennenzulernen.
Lila liebt das Leben und die zauberhaften Sommertage ihrer provenzalischen Heimat. Doch ein Geheimnis belastet die fröhliche Lebenskünstlerin und nach einem schweren Schicksalsschlag ist ihre Zukunft ebenso ungewiss wie die des charmanten Boutique-Hotels, in dem sie aufgewachsen ist. Auch Ben sorgt sich. Er soll nicht nur die Architekturfirma des Vaters übernehmen, sondern dafür obendrein eine Vernunftehe eingehen. Schon bei der ersten Begegnung der beiden fliegen die Funken, über ihre Leidenschaft für leckeres Essen kommen sie sich näher und bald wird aus dem Sommerflirt eine zärtliche Liebe. Das Glück scheint zum Greifen nah. Bis ihre Vergangenheit sie einzuholen und alles zu zerstören droht. Die Liebenden müssen sich entscheiden: Vernunft oder Herz?

Das hübsche Cover atmet landestypisches Flair. Wer möchte nicht an den violett blühenden Lavendelfelder vorbeischlendern und sich über die malerische Landschaft freuen.

Julie Clairmont hat sich für ein romantisches Setting entschieden. Ihr Liebesroman spielt in einem baufälligen Chateau in einem ruhigen Dorf mitten in der Provence, das von den Besitzern mit viel Herzblut als Boutique-Hotel geführt wird. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten sind ihr so gut gelungen, dass man sich an diese Sehnsuchtsorte träumen kann. Das Geschehen wird aus zwei verschiedenen Perspektiven vermittelt, aus der Sicht von Ben, einem aus Kanada stammenden Architekten, den ein geschäftliches Projekt nach Frankreich geführt hat, und aus der Sicht von Lila, einer lebenslustigen Künstlerin, die nach dem Tod ihrer (Zieh-) Mutter nicht nur um ihre eigene Zukunft, sondern auch um den Fortbestand des alternativ angehauchten Familienbesitzes bangt. Es sind liebenswerte Protagonisten, nicht frei von Fehlern und Schwächen, was sie authentisch wirken lässt.

Was für eine charmante, zeitgenössische Geschichte, gestaltet an einem echten Sehnsuchtsort und gewürzt mit einer zarten Prise Erotik! Julie Clairmont erzählt von der Magie der großen Liebe und schenkt ihren Lesern wundervolle Lesemomente. Ich freue mich schon auf "Jasminblütenzauber", den zweiten Teil der Reihe "Provenzalische Liebe", welcher die Fortsetzung der turbulenten Romanze bildet und im kommenden Jahr erscheinen wird!

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Veröffentlicht am 23.09.2021

Who dares, wins

Das Lied der Wölfe
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Who dares, wins
Kaum eine bedrohte Tierart ist so umstritten wie der Wolf. Aus alten Märchen erinnern wir das klassische Feindbild, aus der Zoologie wissen wir um seinen Schutzstatus. In ihrem Roman "Das ...

Who dares, wins
Kaum eine bedrohte Tierart ist so umstritten wie der Wolf. Aus alten Märchen erinnern wir das klassische Feindbild, aus der Zoologie wissen wir um seinen Schutzstatus. In ihrem Roman "Das Lied der Wölfe" hat Rena Fischer sich mit diesem heiklen Thema literarisch auseinandergesetzt:


Die junge deutsche Wolfsforscherin Kaya wird von dem schottischen Milliardär Alistair MacKinley angestellt, um auf seinen Ländereien wilde Wölfe anzusiedeln. In dem einsamen Herrenhaus in den Highlands trifft sie auch auf den verschlossenen Nevis, Alistairs attraktiven Sohn, mit Augen wie das Sturmgraublau des schottischen Himmels. Der verwundete Ex-Elitesoldat soll sich von seinen schweren Kriegsverletzungen erholen. Doch er verweigert die Therapie und torpediert das Wolfsprojekt, wo er nur kann. Kaya ist wütend und fasziniert zugleich, ohne das tragische Ausmaß seines Zustands zu ahnen. Eine Zusammenarbeit mit Nevis endet katastrophal. Erst als sich beide ihrer Vergangenheit stellen, können sie ihre Liebe und ihre Zukunft retten.


Das stimmungsvolle Cover macht auf dieses interessante Geschichte neugierig. Zwei Menschen sind in einem Boot auf einem abgelegenen See unterwegs. Bewegen sie sich in einem ruhigen Gewässer oder müssen sie sich gegen die Macht der Natur behaupten?


Rena Fischer hat sich für ein traumhaftes Setting in einem einsamen Herrenhaus den schottischen Highlands entschieden. Das Geschehen wird aus zwei Perspektiven erzählt, aus der Sicht von Nevis, einem ehemaligen Elite-Soldaten und einzigen Sohn eines Milliardärs, der während seines Dienstes eine schwere Verletzung davongetragen hat und unter einer schweren Posttraumatischen Belastungsstörung leidet, und aus der Sicht von Kaya, einer ehrgeizigen Forscherin, die ihre Trennung von ihrem psychopathischen Ex-Freund nicht verarbeitet hat, sich in ihre Arbeit stürzt und für ein Wolfsprojekt engagiert worden ist. Nevis und Kaya sind sensible, psychisch schwer angeschlagene Persönlichkeiten, die ihre erlittenen Traumata vor allen anderen Menschen verbergen.


Nach einem etwas zähen Beginn nimmt dieser faszinierende packende Roman Fahrt auf, und ich habe ihn nicht mehr aus meinen Händen legen können. Dennoch ist er keine leichte Kost, auch wenn er eine (vorhersehbare) dramatisch angehauchte Liebesgeschichte erzählt. Eine gerechte Beurteilung meiner Lektüre fällt mir sehr schwer. Einerseits hat mich das enorme Fachwissen von Rena Fischer beeindruckt. Wölfe zählen zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, und Rena Fischer liefert wertvolle Hintergrundinformationen, die zum Verständnis des "Wolfprojektes" beitragen. Der Einsatz der Protagonisten für die vom Aussterben bedrohten Tiere hat mich sehr beeindruckt; und ich zolle Rena Fischer meinen vollen Respekt, dass sie dieses komplexe Thema in ihrem Roman kritisch aufgearbeitet hat.


Andererseits bin ich geschockt von den schrecklichen Erlebnissen des männlichen Protagonisten, die ausführlich geschildert werden. Nevis leidet unter der Entführung und Ermordung seines Zwillingsbruder, dem er nicht helfen konnte, er hat belastende Einsätze als Elite-Soldat hinter sich gebracht, die er in Flashbacks erinnert; er boykottiert seine psychotherapeutischen Behandlungen, verweigert eine medikamentöse Behandlung und scheint in einer Spirale des Grauens gefangen. Sein bester Freund leidet an schlimmen Depressionen, die zu mehreren Suizid-Versuchen münden. Ich liebe Bücher, die unsere Realität widerspiegeln, dennoch ist diese geballte Ladung Drama zu viel für mich gewesen. Alpträume und Erinnerungen sind definitiv nichts für zartbesaitete Leser; insoweit muss ich eine leise Warnung aussprechen.


Das (für alle Liebesromane übliche) Happy-End soll die aufgewühlten Gemüter besänftigen, aber es ist für meinen persönlichen Geschmack nicht allzu glaubhaft ausgefallen. Liebe kann manches heilen, aber sie hat ihre Grenzen. Deshalb kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben. Schade!

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Veröffentlicht am 23.09.2021

Coole Masche

Der kleine Strickladen in den Highlands
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In der Pandemie haben viele Menschen Stricken für sich entdeckt. Auch die Schriftstellerin Susanne Oswald hat den aktuellen Trend aufgegriffen. Der Roman "Der kleine Strickladen in den Highlands" bildet ...

In der Pandemie haben viele Menschen Stricken für sich entdeckt. Auch die Schriftstellerin Susanne Oswald hat den aktuellen Trend aufgegriffen. Der Roman "Der kleine Strickladen in den Highlands" bildet den Auftakt der Reihe "Der kleine Strickladen" und erzählt von Schottland im Herbst, einem altes Fotoalbum, Familiengeheimnissen und der großen Liebe

Eisige Winde fegen über den Loch Lomond, und die Hügel der Highlands glühen in den Farben des Herbstes. Erst seit Kurzem weiß Maighread, dass in dieser zauberhaften Landschaft ihre Wurzeln liegen, denn hier lebt ihre Großmutter. Vielleicht ist ein Ausflug in die Vergangenheit ihrer Familie genau die Ablenkung, die sie nach der Trennung von ihrem Freund braucht. Allerdings ist Maighreads Großmutter vorerst alles andere als begeistert vom Auftauchen ihrer Enkelin. Aber Maighread hat genug zu tun, schließlich hat der gemütliche Wollladen in dem kleinen Ort am Loch Lomond ihren heimlichen Traum von solch einem Strickparadies geweckt. Vielleicht ist es genau diese Leidenschaft für das Handarbeiten, die Maighread und ihre Großmutter näher zusammenbringt.

Das hübsche Cover ist in warmen Brauntönen gehalten und strahlt die richtige Wohlfühlatmosphäre aus. Wer möchte nicht diesen gemütlichen Laden betreten, exquisite Wolle kaufen und sich von einer fachkundigen Verkäuferin beraten lassen?

Der Roman "Der kleine Strickladen in den Highlands" spielt in Schottland, an dem fiktiven Loch Lomond. Auch wenn alle Örtlichkeiten frei erfunden sind, schafft Susanne Oswald es im Handumdrehen, alle Schauplätze so anschaulich zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, unmittelbar vor Ort dabei zu sein. Im Mittelpunkt steht Maighread, eine patente, sympathische junge Frau, die nach dem Ende ihrer Beziehung ihren Job in einer Werbeagentur aufgibt, in die Fußstapfen ihrer Großmutter tritt und ihre Liebe zum Stricken zum Beruf macht.

Was für eine bestrickende Geschichte! Dieser herzerwärmende Wohlfühlroman ist zum Verlieben schön. Ich habe meine Lektüre genossen, auch wenn meine eigenen Fähigkeiten recht bescheiden sind. Wer selbst gern handarbeitet, darf sich über mehrere detaillierte Anleitungen freuen, die Susanne Oswald selbst erarbeitet hat. Wer träumt nicht von einem warmen Tuch für kalte Tage?

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Veröffentlicht am 23.09.2021

Winterzauber

Wellenwinter
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Wer liebt nicht die gemütlichen Weihnachtsmärkte im Dezember? Wer die Tage zwischen den Jahren genießen möchte, darf sich auf den beliebten "Winterzauber" auf Norderney freuen. Auf dem Kurplatz ist ein ...

Wer liebt nicht die gemütlichen Weihnachtsmärkte im Dezember? Wer die Tage zwischen den Jahren genießen möchte, darf sich auf den beliebten "Winterzauber" auf Norderney freuen. Auf dem Kurplatz ist ein uriges Budendorf aufgebaut, wo man nicht nur kulinarische Spezialitäten, sondern auch kunsthandwerkliche Arbeiten erstehen kann, wie Lotte Römer in ihrem Roman "Wellenwinter" erzählt:

Wärmend wie ein Becher Weihnachtspunsch in der kalten Jahreszeit

Sanftes Wellenrauschen, glitzernde Schneeflocken und funkelnde Lichter. Auf Norderney hofft Marie, nach einer Trennung Abstand von ihrem Leben daheim zu gewinnen. Als sie von einer kleinen Glasmanufaktur erfährt, erkennt die gelernte Glasbläserin, wie sehr der Beruf, den sie vor Jahren aufgeben musste, ihre Leidenschaft geblieben ist. Dass in der Manufaktur dringend Hilfe gebraucht wird, ist für Marie das größte Glück. Ganz in ihrem Element kreiert sie filigrane Kunstwerke. Und auch in ihr Liebesleben kommt frischer Wind, als sie den attraktiven Arne kennenlernt. Doch die Begegnungen mit ihm verlaufen stürmisch. Kann sich Marie dennoch all ihre Träume auf der idyllischen Nordseeinsel erfüllen?

Wie immer, ist das Cover des neuen Romans von Lotte Römer zum Verlieben. Fast glaubt man, das feine Glitzern von Schneeflocken zu sehen. Ein menschenleerer Strand lädt zu einem ausgedehnten Spaziergang, vorbei an mehreren historischen Badekarren.

Nachdem wir viele schöne Romanzen im Sommer miterleben durften, können wir uns nun auf eine zauberhafte Geschichte in der kalten Jahreszeit freuen. Lotte Römer schlägt einen weiten Bogen von Bayern nach Niedersachsen, wenn ihre Protagonistin Marie sich auf die Reise zu ihrer Mutter macht. Sie hat nicht nur eine schlimme Trennung hinter sich, sondern muss auch den Tod ihres geliebten schokobraunen Labradors King Lui verkraften, der immer treu an ihrer Seite gewesen ist. Auf Norderney wird Marie nicht nur ihre Leidenschaft für die Glasbläserei wiederbeleben, sondern auch ein streng gehütetes Geheimnis lüften und ihre große Liebe finden.

Was für eine herzerwärmende Geschichte! Lotte Römer ist wieder ein emotional bewegender, mitreißender Roman gelungen, der unbeschwertes Lesevergnügen schenkt und große Lust auf einen Urlaub in der kalten Jahreszeit macht. Sehen wir uns in diesem Winter auf unserer Lieblingsinsel?

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