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Veröffentlicht am 26.07.2025

Mehr als nur ein Krimi: Frida Skybäcks Eisenblume lässt dich nicht los

Eisenblume
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Wer denkt sich bitte so was aus? Eine eingemauerte Leiche, die 35 Jahre lang brav in der Wand schmort, während draußen die Welt weiterdümpelt? Frida Skybäck natürlich. Und ich bin ihr dafür dankbar! Eisenblume ...

Wer denkt sich bitte so was aus? Eine eingemauerte Leiche, die 35 Jahre lang brav in der Wand schmort, während draußen die Welt weiterdümpelt? Frida Skybäck natürlich. Und ich bin ihr dafür dankbar! Eisenblume hat mich von der ersten Seite an gepackt und so schnell nicht mehr losgelassen – Schlaf? Überbewertet.

Fredrika Storm und Henry Calment sind so ein Duo, das sich anfühlt wie Kaffee und Lakritz – ungewöhnlich, aber genau deshalb richtig gut. Fredrika mit ihrem Dickschädel und Henry, der lieber Bücher als Menschen mag, wühlen sich durch einen Fall, bei dem sich jeder fragt: Wieso redet hier keiner Klartext? Spoiler: Weil fast jeder Dreck am Stecken hat. Und das merkt man beim Lesen – herrlich unangenehm und unfassbar spannend.

Die Atmosphäre? So dicht, dass ich fast einen Atemschutz gebraucht hätte. Ich habe förmlich gerochen, wie der modrige Klinikputz von den Wänden bröckelt. Skybäck schreibt mit einem psychologischen Feingespür, dass ich mich zwischendurch fragte, ob ich beim Lesen nicht selbst einen leichten Knacks bekomme – im positiven Sinne, versteht sich.

Und diese Cliffhanger! Ich schwöre, ich wollte das Buch gemütlich an drei Abenden lesen. Wurde nichts draus. Ich saß wie ein Hypochonder beim Arzt und musste wissen, was da im Oktober ’87 wirklich gelaufen ist. Und als dann auch noch eine frische Leiche auftauchte – ich hab’s gefeiert. Kalter Kaffee war gestern, Cold Cases sind die wahren Muntermacher.

Frida Skybäck versteht es meisterhaft, mit den Erwartungen zu spielen. Du denkst, du hast den Durchblick? Falsch gedacht! Jeder Verdacht wird einmal ordentlich durch den Wolf gedreht, bevor du überhaupt ansatzweise auf die Lösung kommst.

Kurz gesagt: Eisenblume ist wie ein schwedischer Mittsommernachtstraum auf der dunklen Seite des Mondes – düster, verschroben, fesselnd. Für Krimi-Fans ein absolutes Muss. Und wer nach dem Lesen noch ruhig schläft, hat das Buch definitiv nicht richtig gelesen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Wenn Nebel dichten kann und Geister chillen – Unser Inselabenteuer mit Rosa

Inseltage mit Rosa
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Was tut man, wenn man mit der eigenen Tochter ein Buch liest und plötzlich beide Herz und Hirn auf einer winzigen Insel im Nirgendwo festkleben? Genau das ist uns mit „Inseltage mit Rosa“ passiert. Eigentlich ...

Was tut man, wenn man mit der eigenen Tochter ein Buch liest und plötzlich beide Herz und Hirn auf einer winzigen Insel im Nirgendwo festkleben? Genau das ist uns mit „Inseltage mit Rosa“ passiert. Eigentlich wollten wir abends „nur mal kurz reinlesen“ – drei Stunden später hockten wir auf dem Sofa, umgeben von Teetassen und Taschentüchern, und diskutierten ernsthaft, ob man aus Nebel eigentlich Lieder dichten kann.

Mareike Krügel schreibt mit so viel Witz und Feingefühl, dass wir beide – Tochter und ich – abwechselnd laut lachen und dann wieder leise schlucken mussten. Lila, die Heldin der Geschichte, ist herrlich stur, ein bisschen chaotisch, aber genau richtig so. Und Rosa? Tja, Rosa hat es geschafft, als verstorbene Freundin sowas von lebendig in unserem Wohnzimmer herumzuspuken, dass meine Tochter ihr tatsächlich ein Bild gemalt hat. (Hängt jetzt am Kühlschrank.)

Die Buddyread-Momente waren Gold wert: Ich hab vorgelesen, sie hat gedichtet. Ich hab gefragt, ob Geister wohl auch Angst haben, sie meinte nur trocken: „Papa, Geister chillen, die kennen das schon.“ Wir waren uns aber einig, dass Mu, die Oma, eine absolute Ehrenfrau ist. Ich will auch so jemanden, der mit mir gegen Wind und Sorgen anmalt!

Das Buch ist ein kleiner Schatz über das Loslassen, ohne kitschig zu werden, und übers Festhalten, wo es wichtig ist. Kein erhobener Zeigefinger, sondern eher ein Augenzwinkern aus dem Schärenwald. Wir haben geblättert, als gäbe es kein WLAN mehr, und uns am Ende gefragt, warum bitte mehr Leute keine Gedichte gegen das Alleinsein schreiben.

Kurz gesagt: „Inseltage mit Rosa“ ist wie ein warmer Kakao mit Salzluft – bittersüß, frech und voller Herz. Und wer jetzt denkt, das wäre nur was für Kinder, dem werfe ich ein rosa gemaltes Nebelgedicht an den Kopf. Buddyread-approved!

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Ein Baum, der Erinnerungen frisst – und Herzen wärmt

Der Baum der verborgenen Erinnerungen
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Also, wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, dass ich freiwillig ein Buch über einen hohlen Baum in einem Shinto-Schrein lese, hätte ich laut gelacht und weiter meine Krimis verschlungen. Aber ...

Also, wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, dass ich freiwillig ein Buch über einen hohlen Baum in einem Shinto-Schrein lese, hätte ich laut gelacht und weiter meine Krimis verschlungen. Aber Keigo Higashino hat es geschafft, mich mit Der Baum der verborgenen Erinnerungen in eine ganz andere Welt zu ziehen – und ich sag’s euch: Dieser Baum hat’s faustdick hinter der Rinde!

Die Idee allein ist schon ein Knaller: Man stapft bei Neumond in diesen Schrein, zündet eine Kerze an, flüstert dem Baum eine Erinnerung ins Holz – und zack, das Leben eines Familienmitglieds kann sich ändern. Magisch, oder? Und keine Sorge, das klingt kitschiger als es ist. Higashino verpackt das Ganze mit so viel Herz und japanischem Feingefühl, dass man gar nicht anders kann, als sich selbst zu fragen, welche Erinnerung man da wohl loswerden würde.

Der junge Reito, der erstmal gar nichts von dem Zauberbaum weiß, ist mir mit seiner neugierigen Art direkt ans Leserherz gewachsen. Man merkt richtig, wie er an seinen Erlebnissen wächst – ohne, dass es zu esoterisch wird. Auch die Geschichten der anderen Familien, die sich nach und nach wieder zusammenraufen, haben mich gepackt, ohne mir den Zuckerschock zu verpassen.

Natürlich ist das alles nicht Actionkino, eher eine literarische Tasse Tee mit einem Schuss Wunder. Wer hier Spannung à la Thriller sucht, wird wahrscheinlich enttäuscht in den Baum reinschreien. Aber wer sich auf die leisen Töne einlässt, kriegt eine wunderschöne, leicht melancholische Geschichte mit viel Wärme zurück.

Warum keine fünf Sterne? Na ja, an ein, zwei Stellen hat der gute Herr Higashino die Erzähltempo-Bremse etwas zu fest getreten. Da wollte ich ihm rufen: „Jetzt aber Hopp, ich hab nicht ewig Zeit!“ Trotzdem – das Gefühl, am Ende das Buch mit einem zufriedenen Seufzer zuzuklappen, war da. Und das zählt.

Fazit: Ein Buch wie eine sanfte Brise – die einen manchmal kitzelt, manchmal zum Nachdenken bringt, aber immer angenehm ist. Vier Sterne von mir, und wer weiß, vielleicht flüstere ich auch mal meine eigene Erinnerung in einen Baum.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Saphirblau gelesen, gelacht, geliebt – Vater-Tochter-Lesezeit deluxe

Liebe geht durch alle Zeiten (2). Saphirblau
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Also ehrlich, wer hätte gedacht, dass ein Buddyread mit meiner Tochter in einem Zeitsprung-Chaos endet? Ich jedenfalls nicht. Aber „Saphirblau“ hat uns voll reingezogen – und ich meine wirklich reingezogen. ...

Also ehrlich, wer hätte gedacht, dass ein Buddyread mit meiner Tochter in einem Zeitsprung-Chaos endet? Ich jedenfalls nicht. Aber „Saphirblau“ hat uns voll reingezogen – und ich meine wirklich reingezogen. Während ich noch versuchte, mich im Stammbaum der Zeitreisenden zurechtzufinden, war meine Tochter schon damit beschäftigt, Gwenny und Gideon zu shippen, als gäbe es kein Morgen. (Oder kein Gestern. Oder was auch immer, Zeitreisen halt.)

Das Beste: Wir haben uns ständig über Gideons „Ich bin cool, aber eigentlich total verknallt“-Nummer kaputtgelacht. Ich habe ihn irgendwann „den wandelnden Mood-Swing“ getauft, was meine Tochter natürlich sofort aufgegriffen hat. Bei jedem Kapitelwechsel haben wir Wetten abgeschlossen, ob er sie jetzt küsst oder wieder in den Beziehungs-Iglu abtaucht.

Und Gwenny? Die ist einfach herrlich normal-chaotisch. Während ich noch überlegte, ob ich das Menuett-Tanzen wohl in meinem Alter hinkriegen würde, lag meine Tochter schon wieder halb lachend auf dem Sofa, weil Gwenny mit ihrer besten Freundin Xemerius (ja, ein sprechender Wasserspeier!) über Jungs und Geheimlogen philosophiert.

Die Mischung aus frechen Sprüchen, historischer Etikette (was für ein Fremdwort in unserem Haushalt!) und diesem ganzen „Ich-will-ja-nicht-verliebt-sein-aber-ich-bin-es-halt“-Drama hat uns echt gecatcht. Besonders cool fanden wir die Perspektivenwechsel und das Bonusmaterial – Gideons Sicht war bei uns großes Kino.

Jedes Mal, wenn wir das Buch zur Seite legten, mussten wir uns erstmal sortieren: „Und wem vertrauen wir jetzt? Dem Grafen? Gideon? Oder vielleicht doch der Busfahrerin von gestern?“ Es blieb bis zum Schluss spannend und witzig.

Kurzum: Saphirblau hat unsere Couch zum Zeitreise-Portal gemacht. Für meine Tochter das perfekte Buch zum Mitfiebern, für mich der perfekte Beweis, dass Young Adult auch für Erwachsene verdammt viel Spaß macht – besonders im Buddyread-Modus!

5 Sterne, weil Zeitreisen, Intrigen und ganz viel Herz einfach immer gehen.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Wenn Feuer spucken nicht klappt, macht man’s eben anders – Danke, Furzipups!

Furzipups, der Knatterdrache (Bd. 1)
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Wer braucht schon Feuer, wenn man auch mit einem ordentlichen Knatterfurz Eindruck machen kann? Ich habe Furzipups, der Knatterdrache eigentlich „nur mal kurz“ mit meinem Sohn durchblättern wollen – und ...

Wer braucht schon Feuer, wenn man auch mit einem ordentlichen Knatterfurz Eindruck machen kann? Ich habe Furzipups, der Knatterdrache eigentlich „nur mal kurz“ mit meinem Sohn durchblättern wollen – und zack, da saßen wir, prustend vor Lachen, und haben uns durch die Seiten gepupst. Kai Lüftner hat’s einfach drauf, Reime zu schreiben, die direkt ins Zwerchfell gehen. Und Wiebke Rauers? Die hat einen kleinen Drachen gemalt, den ich am liebsten adoptieren würde (obwohl ich eigentlich keinen Drachen wollte, der mein Wohnzimmer akustisch verwüstet).

Die Geschichte ist so herrlich schräg, dass man beim Vorlesen zwischendurch Luft holen muss, um den nächsten Lachanfall zu überstehen. Furzipups will ein richtiger Drache sein – mit Feuer und allem Pipapo – aber es kommt halt… anders raus. Und genau das macht ihn so verdammt sympathisch. Ich habe selten ein Kinderbuch erlebt, das so frech, aber gleichzeitig mit so viel Herz daherkommt.

Das Beste (und Schlimmste zugleich): Dieser Pups-Button! Mein Sohn hat ihn nach jedem zweiten Satz gedrückt. Ich sage mal so: Der Familienabend war gerettet, aber unser Hund ist seitdem dezent verstört. Trotzdem – oder gerade deswegen – liebe ich dieses Buch. Es zeigt auf witzige Art, dass man auch mit „Pups-Power“ seinen Platz in der Welt finden kann.

Furzipups, der Knatterdrache ist für mich jetzt schon ein Klassiker. Ein Buch, das man nicht still und leise vorliest, sondern mit einem lauten Pröööt, einem breiten Grinsen und einer gehörigen Portion Quatsch im Kopf. Klare Sache: 5 Sterne, weil mehr leider nicht gehen!

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