Profilbild von Anni90

Anni90

Lesejury Star
offline

Anni90 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Anni90 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2021

Eine eindrucksvolle Familiengeschichte

Sag, dass es dir gut geht
0

Durch eine Dokumentation im Fernsehen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und wollte es danach unbedingt lesen.

Die Familiengeschichte von Barbara Bisicky-Ehrlich empfand ich als sehr eindrucksvoll, ...

Durch eine Dokumentation im Fernsehen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und wollte es danach unbedingt lesen.

Die Familiengeschichte von Barbara Bisicky-Ehrlich empfand ich als sehr eindrucksvoll, aber auch als sehr bedrückend, denn gerade die Schilderungen der Erlebnisse ihrer Familienangehörigen in den verschiedenen Konzentrationslagern sind unvorstellbar.

Der Einblick, den uns die Autorin in ihre Geschichte und die Erlebnisse, die mehrere Generationen ihrer Familie nachhaltig geprägt haben, gewährt hat emfpand ich als sehr bemerkenswert.

Besonders die letzten Kapitel waren sehr ergreifend und haben mich auch sehr berührt. Es steckte sehr viel Gefühl in diesen Zeilen und das hat man auch gespürt.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Am Anfang des Buches ist ein Stammbaum der Familie abgebildet, sodass man die genannten Personen gut zuordnen kann.
Auch sind sehr viele Familienfotos und Dokumente enthalten, die im eBook leider nicht so gut zu erkennen sind, weshalb ich hier das gebundene Buch als sehr gute Investition ansehen würde.

Für mich eine sehr bewegende und berührende Familienchronik.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Ein Roadtrip mit Bonnie und Clyde

Infinity Plus One
0

Infinity plus One hat mir als Buch zwischendurch recht gut gefallen.
Der Roadtrip an sich und auch die Verknüfpfung mit dem Verbrecherpaar Bonnie und Clyde fand ich sehr gelungen und unterhaltsam.

Ihre ...

Infinity plus One hat mir als Buch zwischendurch recht gut gefallen.
Der Roadtrip an sich und auch die Verknüfpfung mit dem Verbrecherpaar Bonnie und Clyde fand ich sehr gelungen und unterhaltsam.

Ihre Fahrt durch die USA und die im Hintergrund laufende Verfolgung der beiden, macht dieses Buch wirklich sehr spannend.
Es ist immer eine gewisse Anspannung spürbar, ständig hat man das Gefühl Bonnie und Finn werden gleich geschnappt. Das scheint auch den Reiz des Buches auszumachen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Nur die Perspektive hat mich am Anfang etwas irritiert. Während Bonnie als Ich-Erzählerin auftaucht, wird Finns Sicht in der Er-Perspektive erzählt.
Auch gibt es zwischendurch immer mal wieder Längen. Etwas anstrengend empfand ich die vielen Einschübe von Mathematik, die auch mit einem guten Matheverständnis schwer zu verstehen waren.

Finn mochte ich als Charakter sehr gerne, er ist sehr ruhig und besonnen und denkt vor allem auch an die Auswirkungen von seinen Entscheidungen.
Bonnie empfand ich als etwas anstrengend, manchmal zu überdreht und auch ihre Aktionen konnte ich manchmal nicht ganz nachvollziehen, endeten sie doch fast im Chaos.
Besonders ihren Egoismus gegenüber Finn konnte ich nicht nachvollziehen. Obwohl sie die Meldungen über ihren Fall selbst verfolgt, versucht sie dennoch nicht das Missverständnis aufzuklären und so Finn vom Verdacht, sie entführt zu haben, zu befreien.

Die Liebesgeschichte hat mir an sich schon gefallen, ich mochte sie als Paar zusammen sehr gerne und ich habe auch die Anziehung zwischen ihnen gespürt.
Leider ging mir die Entwicklung zwischen den beiden einfach viel zu schnell. Innerhalb von ein paar Tagen ist schon die Rede von den ganz großen Gefühlen. Das war mir einfach zu viel und zu unrealistisch.
Auch ihre Entscheidung am Ende empfand ich als viel zu verfrüht und überspitzt.

Ein gutes Buch für zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

#Edna&Emil

Als wir uns die Welt versprachen
0

"Als wir uns die Welt versprachen" von Romina Casagrande erzählt die Geschichte von den zwei Schwabenkindern Edna und Jacob, arme Bergbauerkinder die über die Alpen wandern mussten und dort als Arbeiter ...

"Als wir uns die Welt versprachen" von Romina Casagrande erzählt die Geschichte von den zwei Schwabenkindern Edna und Jacob, arme Bergbauerkinder die über die Alpen wandern mussten und dort als Arbeiter an Bauern verkauft wurden. Edna und Jacob wollen von dort fliehen, werden aber bei ihrer Flucht getrennt.
Nach fast 80 Jahren macht sich Edna mit ihrem Papagei Emil auf, um ihr Versprechen gegenüber Jacob einzulösen.

Über die Geschichte der Schwabenkinder hatte ich bis zu diesem Buch noch gar nichts gehört. Leider blieben die Informationen über dieses Thema hier eher sporadisch, erst zum Ende hin erfährt man ein bisschen über die Schwabenkinder. Aber es war doch sehr mager.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen. Dennoch fiel mir der Einstieg ins Buch etwas schwer und ich brauchte ein paar Kapitel zum Einlesen.
Die Handlung springt abwechselend von der Gegenwart in die Vergangenheit, zu Ednas und Jacobs Zeit auf dem Bauernhof.
Beide Handlungsstränge haben mir recht gut gefallen, doch leider hab ich nach dem Lesen des Klappentextes eine etwas andere Geschichte erwartet.
Der zweite Weltkrieg, der die beiden Kinder auseinander reißt, findet hier keine Präsenz. Denn Ednas und Jacobs Wege trennen sich schon früher. Ich hatte hier irgendwie erwartet, dass der zweite Weltkrieg hier mehr thematisiert wird und beschrieben wird, wie sie versuchen in dieser schweren Zeit zu überleben.
Es wird aber lediglich über das Leben auf dem Bauernhof geschrieben und über die Gegenwart.

Sehr schade fand ich auch, dass Ednas Leben nach dem Bauernhof nicht mehr angeschnitten wurde. Man erfährt leider nichts über ihr weiteres Leben und gerade das hätte mich sehr interessiert. Wie war es als sie zurückkam? Was war mit ihren Eltern? Wie haben sie den Krieg überstanden?
Das Augenmerk lag hier leider woanders.

Die Zeit von Edna und Jacob auf dem Bauernhof hatte eine sehr düstere Stimmung. Die Geschehnisse waren sehr schockierend und bedrückend.

Ednas Reise zu Jacob habe ich nach einer Weile sehr mitreißend empfunden und ich war sehr gespannt auf den Ausgang der Geschichte. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Doch manche Begegnungen empfand ich als zu überspitzt dargestellt und zu konstruiert, als das sie sich in der Realität wirklich so zutragen würden.
Auch die Wanderung von Edna über die Alpen mit ihren fast 90 Jahren empfand ich als übertrieben.

Leider hat mir das Ende des Buches nicht sehr gefallen und ließ mich doch sehr betrübt zurück.

Für mich ein Buch, dass mich sehr zwiegespalten zurück lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

Ein Buch, das mich überrascht hat

What if we Stay
0

Nach dem mir "What if we drown" schon sehr gefallen hat, habe ich mich sehr auf den zweiten Teil gefreut.

Der Roman brauchte ein bisschen um so richtig in Fahrt zu kommen. Er baute sich erst nach und ...

Nach dem mir "What if we drown" schon sehr gefallen hat, habe ich mich sehr auf den zweiten Teil gefreut.

Der Roman brauchte ein bisschen um so richtig in Fahrt zu kommen. Er baute sich erst nach und nach auf. Steigerte sich aber meiner Meinung nach am Ende enorm.
Besonders das letzte Drittel des Buches ist mein absoluter Favorit. Es hat mich komplett gefesselt und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Bei den letzten Kapiteln hatte ich Tränen in den Augen und einen Kloß im Hals. Es hat mich sehr berührt.

Ich finde Sarah Sprinz schafft überzeugend realistische Charaktere, ohne das diese klischeehaft wirken.
Sehr angenehm empfand ich, dass der männliche Protagonist mal kein BadBoy ist, sondern ein sehr netter und angenehmer Mann, ein Softboy wie Amber ihn gerne bezeichnet. Das allein ist schon mal ein großer Pluspunkt, besteht das Genre doch meist aus den BadBoys.
Auch sehr gut gelungen ist Ambers Entwicklung im Laufes des Buches. Mit jeder Seite wurde sie mir sympathischer und am Ende habe ich regelrecht mit ihr mit gelitten.
Am Anfang wirkt sie sehr unnahbar und lässt niemanden richtig an sich ran. Es war schön zu verfolgen, wie sich dies nach und nach verändert.
Emmetts Entwicklung war nicht so deutlich dargestellt wie Ambers, was vermutlich an der Perspektive lag. Denn "What if we stay" ist komplett aus Ambers Sicht geschrieben.
Er wird zwar auch selbstsicherer und taut in ihrer Gegenwart mehr auf. Aber im Vergleich zu Amber bleibt sein Charakter etwas blass. Man sieht ihn halt nur durch Ambers Augen und seine Gedanken bleiben einem verborgen.

"What if we stay" beinhaltet viele wichtige Themen und sendet hier auch eine klare Botschaft, was mich wirklich sehr überzeugt hat.

Außer dem etwas langsamen Anfang, konnte mich das Buch doch sehr fesseln und von sich überzeugen.
Und ich liebe die Enden, die sich Sarah Sprinz für ihre Bücher ausdenkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

Schluckauf ist ansteckend :)

Der kleine Siebenschläfer: Wie geht der Schluckauf wieder weg?
0

Am kleinen Siebenschläfer komm ich einfach nicht vorbei.
Ich freue mich immer, wenn es neue Abenteuer von ihm gibt, denn ich lese diese Bücher gerne meiner kleinen Tochter vor.
Die Zeichnunen sind wie ...

Am kleinen Siebenschläfer komm ich einfach nicht vorbei.
Ich freue mich immer, wenn es neue Abenteuer von ihm gibt, denn ich lese diese Bücher gerne meiner kleinen Tochter vor.
Die Zeichnunen sind wie immer sehr niedlich und der Text ist klar und deutlich zu verstehen.
Diese kleinen Bücher vom Siebenschläfer finde ich immer sehr gut, falls es Abends schon mal später geworden ist, man aber nicht auf die kleine Gute-Nacht-Geschichte verzichen möchte.
Da meine Tochter Schluckauf immer sehr lustig findet, war dieses Buch ein absolutes Muss und ich habe den Kauf zu keiner Zeit bereut.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere