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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2020

Frankensteins Monster

Frankenstein
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Wenn ich von Frankenstein gehört habe, hatte ich immer das Bild von dem irren Wissenschaftler und dem wütenden Mob, der mit Fackeln ein Monster jagt im Kopf. Deshalb habe ich mich gewundert, dass die echte ...

Wenn ich von Frankenstein gehört habe, hatte ich immer das Bild von dem irren Wissenschaftler und dem wütenden Mob, der mit Fackeln ein Monster jagt im Kopf. Deshalb habe ich mich gewundert, dass die echte Geschichte ganz anders ist und ich war sehr postitv überrascht, denn das Buch ist sehr tiefgründig.
Den Schreibstil fand ich etwas anstrengend, weil er sehr schwulstig ist und jeden Satz, wie ich finde, unnötig ausschmückt und in die Länge zieht. Dennoch ist das Buch leicht zu verstehen und die Handlung ist ebenfalls so spannend, dass ich garnicht mehr aufhören wollte zu lesen.
Der Fall des Monsters ist ein interessantes Thema und ich habe mich oft gefragt, wer der "Böse" und wer der "Gute" in der Geschichte ist. Das bringt einen zum Nachdenken und hat etwas sehr philosophisches. Dabei ist besonders das Ende sogar richtig berührend und mich konnte die Geschichte auf jeden Fall überzeugen.

Letztendlich ist das Buch sogar besser als ich es erwartet hatte. Ich bin froh die originale Geschichte zu kennen, weil ich immer ein ganz anderes Bild von Frankenstein und seinem Monster hatte. Daher finde ich, dass es ein Buch ist, dass man unbedingt gelesen haben sollte, wenn man Klassiker mag. Sehr zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 25.05.2020

Bildhaft gefühlvoll

Der Duft der Seerosen
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Hanna ist zur Hälfte Jüdin, aber da sie bei ihrer Oma aufwächst, die ihr kaum etwas davon erzählt, interessiert es sie nicht besonders. Als die Nazis jedoch beginnen Juden zu diskriminieren, muss sie fliehen ...

Hanna ist zur Hälfte Jüdin, aber da sie bei ihrer Oma aufwächst, die ihr kaum etwas davon erzählt, interessiert es sie nicht besonders. Als die Nazis jedoch beginnen Juden zu diskriminieren, muss sie fliehen und landet auf einem Schiff, auf dem die Zeit stillzustehen scheint.

Trotz des harten Themas, ist die Geschichte eher leise und still und genau das macht ihren Reiz aus. Außerdem werden wundervolle metaphorische Bilder erschaffen, die die Handlung untermalen und ich fand es toll in jedem dieser Bilder zwischen den Zeilen lesen zu können. Das bringt dazu das Buch langsam zu lesen und darüber nachzudenken. Außerdem werden so die Gefühle und Gedanken sehr deutlich und genau das war auch das, was mich bei dem Buch wirklich umgehauen hat. Es ist tiefgründig und feinfühlig geschrieben mit vielen Botschaften unter der Oberfläche. Und dadurch konnte mir auch die Protagonistin nähr kommen, weil man die durch die Beschreibungen sehr gur verstehen kann.

Letztendlich ist dieses Buch wundervoll. Ich liebe diesen bildhaften Stil, der einem Gefühle auf eine ganz andere deutlicher macht und würde gerne noch viel mehr solcher Bücher lesen.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Das Oxfordjahr

Mein Jahr mit Dir
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Für Ella geht ein Traum in Erfüllung, als sie ein Stipendium für Oxford bekommt. Und nicht nur die Stadt begeistert sie, sondern auch die Menschen, die sie trifft. Besonders ihr Dozent geht ihr nicht mehr ...

Für Ella geht ein Traum in Erfüllung, als sie ein Stipendium für Oxford bekommt. Und nicht nur die Stadt begeistert sie, sondern auch die Menschen, die sie trifft. Besonders ihr Dozent geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch ihre Zeit ist begrenzt und ihr bleibt nur ein Jahr, um alles zu genießen.

Dieses Buch ist für mich ein persönliches Highlight. Mal davon abgesehen, dass ich mir die Handlung wie in einem Film vorstellen konnte, sind die Charaktere einfach zum verlieben. Besonders Ellas etwas chaotische und sehr lustige Freunde habe ich beim lesen richtig ins Herz geschlossen. Durch den Humor wird es einfach nicht langweilig. Aber das Buch ist nicht nur lustig, denn es ist auch ziemlich tiefgründig und vorrallem sehr gefühlvoll. Besonders das Ende konnte mich richtig zu Tränen rühren. Dabei ist die Liebesgeschichte überhaupt nicht kitschig und dennoch unglaublich romantisch und richtig riefgehend. Dazu tragen auch die literarischen Zitaten bei. Und als Literaturstudent hätte ich mich manchmal in das Buch reinlegen können, wenn die Charaktere total tiefgründige Gespräche geführt haben, die richtig zum nachdenken anregen. An einigen Stellen gab es sogar richtig weise Sprüche, die mir sehr gut gefallen haben. Und Oxford wird hier richtig zauberhaft beschrieben. Da bekommt man direkr Lust selbst hinzufahren und in diesen alten Gemäuern zu studieren. Am Anfang hatte es sogar ein bisschen etwas von der Harry Potter Atmosphäre, als alles beschrieben wird und wie Ella ankommt.

Also insgesamt bin ich von dem Buch begeistert und hätte nicht erwartet, das es so eine Wende nimmt und so unglaublich gefühlvoll wird. Dabei trifft die Autorin den perfekten Mix zwischen Emotionen und Humor, sodass man einfach von der Geschichte gepackt wird. Aber auch von den Personen würde ich noch mehr lesen, weil sie einfach super sind und allgemein stimmt einfach alles bei dem Buch.

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Veröffentlicht am 21.05.2020

Düster und atmosphärisch

Seelen im Eis
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Ein früheres Kinderheim für schwierige Jugendliche soll Jahre später kontrolliert werden, ob dort alles mit rechten Dingen zuging. Denn damals starben zwei Jungen in einem vergasten Auto. Doch auch in ...

Ein früheres Kinderheim für schwierige Jugendliche soll Jahre später kontrolliert werden, ob dort alles mit rechten Dingen zuging. Denn damals starben zwei Jungen in einem vergasten Auto. Doch auch in der Gegenwart gab es einen Umfall und eine Frau ist au einem Fenster gefallen. Ob es nur Unfälle waren? Und hängen die Fälle zusammen?

Ich liebe einfach die düstere Stimmung, die die Autorin immer in ihren Büchern aufbaut. Doch hier hat sie sich selbst übertroffen und ich glaube, das hier war eins der gruseligsten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe.
Man kann bei den beiden Fällen in der Vergangenheit und Gegenwart wie bei einem Krimi mitdenken. Aber zwischendurch wird richtig spannender Nervenkitzel aufgebaut und ich konnte auch richtig gut für die Personen fiebern, wenn sie in irgendeiner grueseligen Situation sind. Dazu kommt noch der typisch isländische Aberglauben, bei dem man sich fragt, ob es sich um unnatürliche Dinge handelt oder nicht, wobei alles ziemlich realistisch beschrieben wird. Und so wirken auch die Personen echt und man kann ihre Handlungen gut nachvollziehen.

Alles in allem ist das Buch perfekt für alle, die etwas gruseliges Suchen und Lust haben in eine düstere, isländische Stimmung einzutauchen und zusammen mit den Protagonisten dunkle Geheimnisse zu lüften. Es ist auf jeden Fall eins der besten Bücher der Autorin. Sehr gelungen!

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Zwischen Basketball und Drogendealen

Lips Don't Lie
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Tristan ist Mitglied einer Gang. Er weiß, dass er nie die Chance haben wird etwas anderes zu machen als für die Gang zu arbeiten. Riley dagegen ist schon oft umgezogen und musste sich immr wieder im Leben ...

Tristan ist Mitglied einer Gang. Er weiß, dass er nie die Chance haben wird etwas anderes zu machen als für die Gang zu arbeiten. Riley dagegen ist schon oft umgezogen und musste sich immr wieder im Leben durchkämpfen. Ihre beiden Welten sind sehr unterschiedlich und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir bei dem Buch etwas anderes vorgestellt hatte. Vorallem hatte ich nicht erwartet, dass etwa di Hälfte von Basketballspielen handelt, mit denen ich kaum etwas anfangen konnte. Der Schreibstil ist dabei eigentlich einfach zu lesen und sehr detailliert. Leider wird dadurch alles sehr in die Länge gezogen und da nicht besonders viel passiert, habe ich mich oft gefragt, wann das Buch denn endlich aufhört. Die Liebesgeschichte ist leider auch nicht wirklich prickelnd und fast schon garnicht vorhanden. Ich hatte eher das Gefühl, dass sich die beidem beim Basketballspielen anfreunden, mehr aber auch nicht.
Die Charaktere fand ich jedoch richtig gut. Sie hatten Tiefe und man konnte, aufgrund ihrer Vergangenheit, gut verstehen wieso sie so handeln wie sie es tun. Außerdem sind es tolle Personen. Das Bandenmitglied, das eigentlich ein anderes Leben führen möchte. Und das knallharte Mädchen, das vor nichts zurückschreckt. Zwei sehr starke Charaktere.

Letztendlich habe ich mich dennoch gelangweilt und ein bisschen durch das Buch gequält. Es hat sich einfach gezogen, sodass es mich nicht wirklich fesseln konnte und ich war sehr froh, als ich es endlich zuende gelesen hatte.

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