Profilbild von Caillean

Caillean

Lesejury Star
offline

Caillean ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Caillean über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2023

Krimi meets Familiensaga

Heimwärts
0

Kate Morton gilt als eine der besten Autorinnen von Familiensagas der Gegenwart. Ihre Bücher sind fast immer Bestseller, erzählen epische Geschichten mit Bezug zur Geschichte des jeweiligen Landstrichs, ...

Kate Morton gilt als eine der besten Autorinnen von Familiensagas der Gegenwart. Ihre Bücher sind fast immer Bestseller, erzählen epische Geschichten mit Bezug zur Geschichte des jeweiligen Landstrichs, in dem sie spielen. Diesmal ist Kate Morton von diesem altbekannten Strickmuster ein wenig abgewichen, dennoch erkennt man ihre bewährte und routinierte Art, komplexe Familienstrukturen in packende Romane zu verwandeln.

Einerseits geht es diesmal um ein mysteriöses Familiendrama in den Adelaide Hills in South Australia. Am Heiligabend des Jahres 1959 sterben eine Mutter und ihre Kinder bei einem Picknick auf merkwürdige Weise. Und was es noch schlimmer macht: in einem Weidenkorb an einem Ast schlief das jüngste der Kinder, ein erst 6 Wochen altes Baby. Und es ist nach der Tragödie wie vom Erdboden verschwunden. Keiner kann sich den Vorfall erklären, die Ermittlungen laufen ins Leere, die Polizei legt den Fall irgendwann zu den Akten.

Auf der anderen Seite wird die Familiengeschichte von Jess Turner beleuchtet, einer Journalistin, die schon vor vielen Jahren von Australien den Rücken kehrte und nach London zog. Als ihre Großmutter, bei der Jess größtenteils aufwuchs, einen Unfall hat, fliegt Jess zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder in das Land ihrer Kindheit.

Was macht es mit einem, wenn man nach Jahren wieder ins Land seiner Geburt zurückkommt, wenn man vertraute Orte wiedersieht, an die man so lange nicht mehr gedacht hat, wenn plötzlich Erinnerungen wieder an die Oberfläche kommen, die man vergessen glaubte?

Kate Morton führt diesmal zwei Genres in ihrem Roman zusammen: einen klassischen Krimi, bei dem Stück für Stück die Zusammenhänge der rätselhaften Todesfälle offenbar werden und eine komplexe Familiengeschichte, die drei Frauen aus drei Generationen als Protagonistinnen hat. Dabei kommen auch hier Geheimnisse ans Licht und das Bild, das Jess von ihrer starken und resoluten Großmutter hat, bekommt Risse... sie hielt Nora immer für eine tugendhafte Frau mit Prinzipien und muss lernen, dass jeder Mensch auch eine dunkle Seite hat.

Wie man sich denken kann, ist so eine komplexe Geschichte nicht auf 300 Seiten erzählt. Knapp 700 Seiten braucht Kate Morton, um beide Erzählstränge bis ins Detail auszuarbeiten. Doch ich habe mich gefragt, ob dieser Detailreichtum tatsächlich nötig war... meine Meinung: nein. Zumindest 100-150 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan um die Handlung, die sich oft in Kleinigkeiten verliert, zu straffen. Dann wäre das Buch für mich vielleicht ein 5-Sterne-Kandidat gewesen. So aber gab es zu viele Szenen, die recht lang und behäbig erschienen, auch wenn sie immer wieder von spannenden Entwicklungen abgelöst wurden.

Fazit:
Eine ambitionierte, komplexe Geschichte, die dennoch etwas Straffung benötigt hätte um wirklich von Beginn bis zum Ende mitreißend zu sein. Wer sich aber gedanklich auf eine Reise nach Australien begeben möchte, um dort einen (etwas längeren) Leseurlaub zu verbringen, ist mit diesem Schmöker gut beraten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2023

Ein Leuchtturm mit Geheimnissen!

Lighthouse Bookshop
0

Mitten in einem kleinen Ort in Schottland, meilenweit von der Küste entfernt, steht ein Leuchtturm. So weit, so kurios. Noch kurioser ist, dass der Leuchtturm eigentlich ein Buchladen ist. Natürlich wurde ...

Mitten in einem kleinen Ort in Schottland, meilenweit von der Küste entfernt, steht ein Leuchtturm. So weit, so kurios. Noch kurioser ist, dass der Leuchtturm eigentlich ein Buchladen ist. Natürlich wurde er ursprünglich nicht für diese Nutzung gebaut, sondern... ja, wofür eigentlich?

Sharon Gosling nimmt uns mit in die Geschichte des kleinen (fiktiven) Ortes Newton Dunbar und präsentiert eine wunderschöne Geschichte zum Schmunzeln, Nachdenken, Seufzen und Dahinschmelzen!

Rachel arbeitet seit 5 Jahren in der Leuchtturm-Buchhandlung, die der betagte Cullen führt. Er und sein bester Freund Ron pflegen dort ihre Schachwettkämpfe, während Rachel sich um die Buchhandlung kümmert. Cullen lässt sie auch dort wohnen, seit sie damals in dem kleinen Ort „hängen geblieben“ ist. Warum sie unterwegs war, hat sie noch nie jemandem erzählt. Zu den regelmäßigen Stammkunden zählen auch Edie und Ezra, die Nachbarn sind, sich aber offenbar so gar nicht riechen können. Journalist und Ex-Kriegsberichterstatter Toby hat sich nach Newton Dunbar zurückgezogen, um dort an seiner Autobiografie zu arbeiten. Die Jugendliche Gilly hängt auch ständig in dem Ort ab - aber keiner weiß so richtig, wohin sie eigentlich gehört. Weiß sie es überhaupt selbst?

Als Cullen plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, müssen alle Dorfbewohner - ob alteingesessen oder neu dazu gekommen - zusammenhalten und um ihre (Wahl-)Heimat kämpfen. Und der Leuchtturm birgt ein Geheimnis, das am Ende alle noch viel näher zusammenbringen wird - im übertragenen und im Wortsinn.

Mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen zeichnet die Autorin das Bild eines idyllischen Ortes, dessen Idylle gerade nicht nur von der Landschaft abhängt - sondern vor allem von den Menschen, die den Ort bevölkern. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und trotzdem lernen alle, sich aufeinander zu verlassen und füreinander da zu sein. Diesen Prozess begleiten wir als Leser und lernen die Dorfbewohner, allen voran Rachel und Toby, Stück für Stück näher kennen (und lieben!). Und so wird Newton Dunbar im Laufe des Buches zu einem Ort, den man selbst am liebsten sofort besuchen möchte.

Überrascht hat mich, dass das Buch trotz der vielen Problemfelder, die es thematisiert, nicht überfrachtet wirkt. Das muss einem Autor erst einmal gelingen! Statt dessen ist man begierig, immer tiefer in die Welt der Figuren einzutauchen und sie und ihre Träume, Wünsche und Ängste immer besser kennenzulernen.

Wie schon in „Fishergirls Luck“ (dessen Schauplatz im Übrigen an einer Stelle als kleines EasterEgg vorkommt) schafft es die Autorin, einen Wohlfühlroman zu schreiben, obwohl viele ernste Themen angesprochen werden und ein positives Gefühl zu hinterlassen, ohne dass die Geschichte ins Kitschige abdriftet. Sehr gut gemacht und sehr lesenswert! 4,5 Sterne von mir.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2023

Go as a river

So weit der Fluss uns trägt
0

Der Name des amerikanischen Originals ist in diesem Buch hervorragend gewählt. Go as a river. Fließe dahin wie ein Fluss. Lass dich nicht abbringen von deinem Weg. Egal, welche Steine dir in den Weg gelegt ...

Der Name des amerikanischen Originals ist in diesem Buch hervorragend gewählt. Go as a river. Fließe dahin wie ein Fluss. Lass dich nicht abbringen von deinem Weg. Egal, welche Steine dir in den Weg gelegt werden - umfließe sie und finde dich dann wieder in deinem natürlichen Flussbett, auf deinem Lebensweg, ein. Trotze den Gefahren, lass dich treiben, fließe mit dem Fluss und triff alle Entscheidungen im Einklang mit dir selbst. Es gibt kein Falsch. Es gibt nur: in diesem Moment war das das Beste, was ich tun konnte.

Dies ist die Essenz des Buches, das ist es, was Victoria Nash lernt auf ihrem Weg von der kleinen „Torie“ der 1940er Jahre hin zu der gestandenen Frau Victoria der 1970er Jahre. Doch sie kommt nicht allein zu diesen Einsichten. Jemand zeigt sie ihr, als sie gerade mal 17 Jahre alt ist. Und er ist es, der sie zeit ihres Lebens in ihrem Herzen begleiten wird - auch wenn er als Person nicht kann.

Victorias Geschichte ist eine tragische, aber dennoch wohl keine außergewöhnliche im Kontext ihrer Zeit. Sie wächst mit mehreren Geschwistern auf einer Pfirsich-Farm in Colorado auf, am Gunnison River, in einer Landschaft, die immer irgendwie zu ihr gehört. Sie erlebt in ihrer Kindheit viel Pflicht und wenig kindliche Freude. Früh arbeitet sie auf der Farm, früh muss sie die Mutter ersetzen, als diese bei einem Unfall ums Leben kommt.

Mit 17 Jahren lernt sie die Liebe kennen, als ein Fremder in ihren Ort kommt. Doch diese Liebe endet tragisch und wird ihr gesamtes zukünftiges Leben überschatten. Doch von Wil, dem Jungen aus der indigenen Bevölkerung Colorados, hat sie gelernt: Go as a river. Sie wird es irgendwie schaffen.

Shelley Read erzählt ihre Geschichte immer wieder im Zusammenhang mit der grandiosen Natur Colorados, die vor dem geistigen Auge lebendig wird, wenn man ihre Zeilen liest. Man erkennt ihre tiefe Verwurzelung in dieser Gegend, man liest auch ihre Liebe zu diesen Bergen heraus. Das im Zusammenspiel mit Victorias Geschichte machen das Buch besonders, es liest sich genau wie es der Titel ankündigt: Go as a river - soweit der Fluss uns trägt. Absolut fließend. Es ist sicherlich eine Geschichte, auf die man sich einlassen muss, die nicht geprägt ist von actionreichen Schilderungen, sondern von der Intensität, mit der sie erzählt wird. Alle Figuren kamen mir sehr genau ausgearbeitet vor, keine wirkte einfach klischeehaft, alle hatten ihre ganz eigene Geschichte, die im Kleinen genau so liebevoll dargestellt war wie die von Victoria im Großen. Und das macht den Reiz aus: man hat wirklich das Gefühl, etwas zu lesen, das in sich rund ist.

Auch wenn sich das Buch nach den vielen Vorschusslorbeeren für mich persönlich doch nicht ganz nach einem 5-Sterne-Buch angefühlt hat (aber fast!), ist es doch etwas Besonderes, das man durchaus mit den intensiven Leseerlebnissen und starken Figuren von Delia Owens „Der Gesang der Flusskrebse“ oder Polly Clarks „Tiger“ vergleichen kann.

Ich meine ich habe gespürt, dass dieses Buch ein Herzens-projekt der Autorin ist, das sie mit viel Liebe erzählt, auch wenn die Geschehnisse nicht immer von Liebe unter den Menschen zeugen. Aber es ist ein Buch, in dem viele Menschen Trost finden können, das zeigt, wie viel man durchstehen kann, wenn man bereit ist, loszulassen. Ganz klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2023

ENDLICH! Alle Rätsel gelöst - und die Leser sind glücklich

Atlas - Die Geschichte von Pa Salt
0

Was soll ich zu diesem Buch noch sagen? Viele haben es schon vor mir verschlungen, alle fiebern seit Jahren auf die Auflösung der Sieben-Schwestern-Reihe hin - und wie schon die meisten vor mir bin auch ...

Was soll ich zu diesem Buch noch sagen? Viele haben es schon vor mir verschlungen, alle fiebern seit Jahren auf die Auflösung der Sieben-Schwestern-Reihe hin - und wie schon die meisten vor mir bin auch ich absolut begeistert von diesem Reihenabschluss, der unter so schwierigen Bedingungen entstand.

Im Nachwort erzählt Harry Whittakter noch ein wenig von der Entstehungsgeschichte des Buches, ohne jedoch dabei zu viel preiszugeben. Und so werden wir Leser nie erfahren, welche Teile des Buches Lucinda noch zu Lebzeiten verfasst hat und welche Harry nach ihrem Tod hinzugefügt hat. Aber seien wir ehrlich - die Tatsache, dass so viele wisssen wollen, wer welche Stellen geschrieben hat, zeugt davon, dass sie kaum zu unterscheiden sind. Und könnte man Harry ein größeres Kompliment machen als dass er absolut im Sinne von Lucinda geschrieben hat?

Dazu kommt natürlich, dass den Lesern hier auf 800 Seiten bzw. in mehr als 23 Hörstunden ein Feuerwerk an Handlung geboten wird, das sämtliche losen Fäden aus den bisherigen Büchern aufgreift und zu einem logischen Ende bringt. Zusätzlich erfahren die Leser die wechselhafte und tragische Geschichte von Atlas, den wir aus den Vorgängerbüchern nur als „Pa Salt“ kannten. Wie es zu dem Namen kam, warum der Sternenhaufen der Plejaden diese tragende Rolle im Leben von Vater und Töchtern einnahm und welche Geschichte die anderen Bewohner von Atlantis haben - alles klärt sich auf.

Dabei verstehen es die Autoren, alle Bücher noch einmal Revue passieren zu lassen und es gibt ein Wiedersehen mit ganz vielen Figuren aus den Bänden 1 - 7. Der Aufbau der Geschichte, nicht nur dieser von Atlas, sondern der gesamten Reihe, muss mit soviel Akribie aufgezeichnet gewesen sein - anders wäre ein solch fulminantes und stimmiges Ende nicht möglich gewesen. Ich verneige mich als Leser vor dieser Leistung!

Betrachtet man nun, nach dem Lesen des letzten Bandes, die Reihe im Gesamten, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Lucinda Riley mit dieser Reihe ein Meisterwerk der Unterhaltungsliteratur geschaffen hat, das seinesgleichen sucht. Sie hat sich damit ein Denkmal gesetzt, das von ihrem Sohn zu einem harmonischen Ende gebracht wurde. Lucinda wäre sicher unheimlich stolz auf ihren Sohn - so schade, dass sie den Erfolg dieses Abschlussbandes nicht mehr miterleben kann! Und ich hoffe sehr, dass Harry Whittaker Gefallen am Schreiben gefunden hat - denn ich würde unheimlich gern noch einmal ein Buch aus seiner Feder lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2023

Ein Vergleich drängt sich auf - und tut dem Roman nicht gut

Tochter des Marschlands
0

Eine Frau, die aus den Marschlanden der südlichen USA stammt. Die eine schwierige Kindheit hatte und schon früh ihren Vater verlor. Deren großes Talent es ist, Vögel so real zu zeichnen, dass man glaubt, ...

Eine Frau, die aus den Marschlanden der südlichen USA stammt. Die eine schwierige Kindheit hatte und schon früh ihren Vater verlor. Deren großes Talent es ist, Vögel so real zu zeichnen, dass man glaubt, sie würden sich gleich vom Papier erheben... das kommt euch bekannt vor? Mir auch! Denn die Parallelen zu „Der Gesang der Flusskrebse“ sind einfach nicht zu übersehen. Doch ich fürchte, die Autorin hat sich damit keinen Gefallen getan...

Das Schwierige dabei ist ja, dass Leser dann mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch herangehen - die „Flusskrebse“ haben so viele Menschen auf der ganzen Welt begeistert, der Film hat Millionen ins Kino gelockt - ist es da clever, eine Geschichte zu präsentieren, die fast auf jeder Seite zum direkten Vergleich animiert? Ich denke nicht, und meiner Meinung nach kann man da auch nur verlieren - zumal gegen einen solch bekannten Weltbestseller.

Zwar ist die Geschichte hier etwas anders gestrickt. Sie spielt in der Gegenwart und die Protagonistin Loni ist aus den Marschlanden nach Washington DC gegangen, um ihre Vergangenheit abzustreifen. Aufgrund eines familiären Notfalls kehrt sie jedoch zurück in den Ort in ihrer Kindheit, der geprägt war vom frühen Tod ihres Vaters - und obwohl jeder sagt, dass es ein Unfall war, als er mit dem Boot hinausfuhr und dann ertrank, kann Loni das auch im Erwachsenenalter noch nicht wirklich glauben. Deshalb geht sie erneut auf Spurensuche.

Obwohl also die Story durchaus Unterschiede zum „Vergleichsbuch“ aufweist, gibt es genau so viele Parallelen - Boote und Kanus spielen eine sehr große Rolle. Das Misstrauen unter den Menschen ist sehr deutlich spürbar. Die Schönheit, aber auch Tücken der Marschlande werden in den Fokus genommen. Naturbeschreibungen tragen entscheidend zum Leseerlebnis bei. Und so kann man gar nicht anders als zu vergleichen - doch leider erreicht die Tochter der Marschlande bei weitem nicht so viel Tiefe und Mystik wie „Der Gesang der Flusskrebse“.

Das Buch liest sich sehr flüssig, man ist auch hier mit Bildern vor dem geistigen Auge schnell mitten im Geschehen und daher denke ich, dass auch dieser Roman mit Sicherheit viele Freunde finden kann. Insbesondere wer die Stimmung und das Setting der „Flusskrebse“ geliebt hat, kann hier weiter in dieser besonderen Atmosphäre schwelgen.

Mein persönlicher Eindruck konnte sich jedoch leider nicht von den „Flusskrebsen“ als Vergleichsmaterial lösen, so dass mir die Tochter des Marschlandes an vielen Stellen zu bekannt vorkam und von mir kaum als eigenständige Geschichte wahrgenommen werden konnte. Zu dominant war für mich der Vergleich, den ich einfach beim Lesen nicht aus dem Kopf bekam.

Daher kann ich das Buch nur eingeschränkt empfehlen - denn diejenigen, die Delia Owens gelesen haben, könnten es als „Abklatsch“ empfinden. Für diejenigen unter euch, die stimmungsvolle Romane in landschaftlich herausragenden Settings lieben, könnte es aber definitiv etwas sein. Falls es irgendjemanden gibt, der den „Gesang der Flusskrebse“ noch nicht kennt... dann macht man mit diesem Buch ebenfalls keinen Fehler - denn ich könnte mir vorstellen, eine völlig unvoreingenommene Perspektive lässt einen den Roman definitiv mehr genießen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere