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ChristineBusch

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Wo liegt die Lösung begraben?

Wir schweigen bis ins Grab
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Der erste Fall für Jana Brinkhorst und ihre beiden Kollegen beginnt mit einem Autounfall. Schnell wird klar, daß es kein Unfall war sondern Mord. Es handelt sich um den renommierten Anwalt Julius Wellenbrink. ...

Der erste Fall für Jana Brinkhorst und ihre beiden Kollegen beginnt mit einem Autounfall. Schnell wird klar, daß es kein Unfall war sondern Mord. Es handelt sich um den renommierten Anwalt Julius Wellenbrink. Kurze Zeit später wird der Immobilienmakler Patrick Sanddorn tot aufgefunden. Bei den Recherchen stellt sich heraus, daß die beiden Opfer sich von früher her kannten. Schnell wird den Ermittlern klar, diese beiden Fälle hängen zusammen.
Doch was ist das Motiv? Gibt es etwas in der Vergangenheit der Männer was niemand weiß? Wurden sie deshalb ermordet? Jana und ihr Team arbeiten auf Hochtouren und versuchen die Verbindung zu finden.

Der Autor hat hier einen spannenden Krimi geschrieben. Man ist direkt im Geschehen und fiebert mit. Von Anfang an wird man in die Ermittlungsarbeiten mit einbezogen. Da war als Leserin viel Platz für eigene Überlegungen.

Der flüssige Schreibstil und die richtige Länge der Kapitel bereitete mir spannende Lesestunden. Die Zusammenarbeit der drei Ermittler war gut dargestellt. Sie sind in ihrer Art sehr verschieden. Das macht sie sehr sympathisch und authentisch.

Der Autor hat es auf jeden Fall geschafft, mich mehr als einmal auf die falsche Spur zu locken. Das macht für mich einen guten Krimi aus. Ich hatte öfter mal eine Vermutung, doch bis zum Ende hin blieb es verzwickt. Die Lösung war für mich sehr überraschend, aber schlüssig und logisch.

Es ist ein lesenswerter Krimi und ich ergebe dafür wohlverdiente fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Wird die Mauer des Schweigens durchbrochen?

Marterlmord - Ein Geheimnis. Eine Mordserie. Ein schweigendes Dorf.
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Die Autorin war mir schon ein Begriff durch ihre Krimireihe "Lorenz Lovis". Doch dieser Krimi ist anders. Sehr düster und geheimnisvoll.
Das Cover und der Klappentext sprachen mich sofort an. Ein Dorf ...

Die Autorin war mir schon ein Begriff durch ihre Krimireihe "Lorenz Lovis". Doch dieser Krimi ist anders. Sehr düster und geheimnisvoll.
Das Cover und der Klappentext sprachen mich sofort an. Ein Dorf in einem abgelegenen Tal und dorthin wird der junge Ermittler Carminati versetzt. Für diesen ist es am Ende der Welt. Der Kollege, den er in dieser Einöde ablöst, ist nur noch ein paar Tage da.
Die Dorfbewohner sind sehr eigenbrötlerisch und misstrauisch Fremden gegenüber. An seinem ersten Tag finden sie einen Toten. Der Dorfsäufer liegt in einem Bach und das wird als Unfall deklariert. Doch kurz darauf gibt es einen weiteren Toten und das war eindeutig kein Unfall. Das war Mord. Die Familie des Opfers schweigt und Carminati, den zur Zeit auch private Probleme plagen, steht ganz alleine da. Im Pfarrer findet er einen Verbündeten, doch dieser hält sich auch sehr bedeckt. Dann geschieht ein weiterer Mord. Um weitere zu verhindern, muss Carminati versuchen diese Mauern des Schweigens zu durchbrechen.

Die Autorin hat hier einen sehr spannenden Krimi geschrieben. Ich hatte dieses Dorf direkt vor Augen, da sie es sehr bildhaft beschreibt. Diese Düsternis, die es umgibt. Die schweigsamen Bewohner. Was ist das große Geheimnis, welches man nicht preisgeben will? Warum legt man dem Ermittler so viele Steine in den Weg? Wohin ist der plötzliche Tatverdächtige verschwunden?
Der junge Ermittler hat hier einiges zu tun um das Geheimnis der grausamen Morde zu lüften.

Dieser Regionalkrimi ist sehr mysteriös gewesen .
Die Autorin hat sich hier ein packendes und dramatisches Ende ausgedacht. Das war für mich so nicht vorhersehbar.

Weiterhin hoffe ich, daß Heidi Troi demnächst wieder solch einen düsteren und geheimnisumwobenen Krimi aus dem Hut zaubert. Ich war begeistert und vergebe gerne fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Berührend und emotional

Vilma zählt die Liebe rückwärts
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Vilma, eine 35jährige Musiklehrerin hat ihr Leben voll im Griff. Glaubt sie. Immer vom schlimmsten ausgehend gönnt sie sich nicht die kleinste Freude. Doch eines Tages wird ihr Leben komplett auf den Kopf ...

Vilma, eine 35jährige Musiklehrerin hat ihr Leben voll im Griff. Glaubt sie. Immer vom schlimmsten ausgehend gönnt sie sich nicht die kleinste Freude. Doch eines Tages wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Zwei fremde Männer, ein Pfarrer und ein Pathologe klingeln an ihrer Tür. Sie sind Überbringer einer Nachricht, daß ihr Vater verstorben sei. Dann bekommt sie noch einen Stapel Briefe überreicht.
Vilma ist geschockt. Ist dieser unbekannte Tote wirklich ihr Vater? Erlaubt man sich einen Scherz mit ihr? Doch diese Briefe sind an sie adressiert und darin ist vermerkt, daß sie immer nur einen am Tag lesen soll. Da es kurz vor Weihnachten ist, nimmt Vilma sich vor, die Briefe als eine Art Adventskalender zu nutzen.

Mir fiel als erstes dieses wunderschöne Cover ins Auge. Den Klappentext fand ich sehr interessant und was soll ich sagen: dieses Buch hat mich total geflasht und emotional sehr berührt.
Die Autorin hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben.

Anfangs hatte ich einige Probleme mit Vilma. Sie erschien mir so negativ. Doch nachdem sie begann, sich mit den Briefen zu befassen, sprang der Funke über. In den Briefen erzählt der Vater seine Geschichte und die Liebe zu Vilmas Mutter. Je mehr diese sich damit auseinandersetzt umso mehr hinterfragt sie auf einmal ihr bisheriges Leben. Wäre es anders verlaufen, wenn sie einen Vater gehabt hätte? Gäbe es mehr soziale Kontakte und würde auch die Liebe nicht zu kurz kommen? Ohne es zu wollen, verändern diese Briefe ihre Einstellung zum jetzigen Ich. Besonderen Anteil nehmen daran auch ein kleiner Junge und der Pathologe, der unter dem Tourette Syndrom leidet. Den Pfarrer natürlich nicht zu vergessen.
Ich konnte bei diesem Buch viel lachen und ab und an hatte ich Tränen in den Augen, da der Roman sehr emotional auf mich wirkte.

Ein Hoch auf das Leben und die Liebe.
Es ist ein lesenswertes Buch mit viel Wortwitz und ganz viel Wärme.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Makaber, facettenreich und weihnachtlich

Das Mädchen, das den Weihnachtsmann umbrachte
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Ein Kurzgeschichtenband, der es wahrlich in sich hat. Hier gibt es zwölf ganz verschiedene Storys, die sich um Weihnachten, Dramen, Liebe und vor allem um Mord handeln. Der Mord steht eigentlich immer ...

Ein Kurzgeschichtenband, der es wahrlich in sich hat. Hier gibt es zwölf ganz verschiedene Storys, die sich um Weihnachten, Dramen, Liebe und vor allem um Mord handeln. Der Mord steht eigentlich immer im Vordergrund.
Geschickt versteht es die Autorin auch in diesen Geschichten die Spannung und den Nervenkitzel bis zur letzten Seite zu hochzuhalten. Alle Taten werden hier natürlich aufgeklärt.
Wie und warum es zu den Taten kam, erzählt die Autorin gekonnt in ihrem typisch flüssigen Schreibstil. Jede einzelne Geschichte ist einzigartig. Mir gefiel besonders "Ghostwriter". Auch die titelgebende Geschichte des Buches aus der Sicht des kleinen Mädchens fand ich sehr schön.
Mal kann man sich gut in den Täter hineinversetzen, mal nimmt man mehr Anteil an der Ermittlungsarbeit. Diese Storys sind sehr bildhaft beschrieben.
Mir war das Glück hold und ich bekam auch das dazugehörige Hörbuch. Die Stimme des Sprechers Wolfgang Berger hat die Spannung gut rübergebracht.
Die Bücher der Autorin sind sowieso alle immer packend und spannend. Dieser Kurzgeschichtenband ist es auf jeden Fall auch. Ich kann ihn nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Oftmals verwirrend, aber interessant

Die dunklen Sommer
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Die Teenagerin Saskia erleidet einen schweren Schicksalsschlag. Dadurch kommt ihr Vater ins Gefängnis, ihre Mutter setzt sich ab und die Großmutter veranlasst, daß sie in eine Pflegefamilie kommt. Mit ...

Die Teenagerin Saskia erleidet einen schweren Schicksalsschlag. Dadurch kommt ihr Vater ins Gefängnis, ihre Mutter setzt sich ab und die Großmutter veranlasst, daß sie in eine Pflegefamilie kommt. Mit Philip, dem Vater und dessen Sohn Xavier verschlägt es sie nach einer Zeit nach Maine zu einer Gruppe die sich "Zuhause" nennt. Saskia fühlt sich dort zum ersten Mal seit langem wieder so richtig wohl. Sie hat hier ein Gefühl, daß sie ihrem ganz nah ist. Der charismatische Anführer hat es ihr auch angetan. Sie will bleiben, doch Philip fährt erst wieder mit ihnen zurück. Doch sie kehren wieder in "Zuhause" ein und diesmal bleiben sie.
Jahre später lebt sie alleine im Haus ihrer Großmutter, doch soll sie mit ihren früheren Teenagerfreunden wieder zurückkehren. Sie alle bekommen Drohbriefe. Sie sollen sich sofort auf den Weg nach "Zuhause" machen, damit ein großes Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit kommt.
Der Schreibstil ist sehr gewohnheitsbedürftig. Die Sprünge der einzelnen Kapitel fand ich anfangs sehr verwirrend und ich musste höllisch aufpassen, in welcher Zeit ich mich gerade befand. Die Geschichte spielt ja in der Vergangenheit und im Hier und Jetzt.
Die Hauptprotagonistin ist Saskia, doch lernt man auch die Menschen aus ihrem Umfeld besser kennen.
Was ist damals passiert? Was haben die Teenager verbrochen? Nach und nach wird das große Geheimnis aufgeklärt. Es geht um Manipulation einiger Personen, die ihre sogenannte "Heile Welt" retten wollen. Auch um die Schuld, die sie auf sich geladen haben. Um die Abhängigkeit zu einem Menschen, der eigentlich nichts Gutes im Sinn hat. Das Ende hat mich sehr überrascht.
Es ist für mich ein eher verwirrendes Psychodrama als denn ein Thriller. Ich fand das Buch im Großen und Ganzen aber sehr interessant.

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