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Veröffentlicht am 27.06.2025

Endlich Band 2

Eisenblume
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Endlich geht die Krimireihe um Fredrika Storm in Deutschland weiter! Nachdem mir „Schwarzvogel“ 2023 so sehr gut gefallen hatte, habe ich gelauert, dass endlich mehr Bücher erscheinen, zumal in Schweden ...

Endlich geht die Krimireihe um Fredrika Storm in Deutschland weiter! Nachdem mir „Schwarzvogel“ 2023 so sehr gut gefallen hatte, habe ich gelauert, dass endlich mehr Bücher erscheinen, zumal in Schweden schon 4 Stück veröffentlicht wurden.

Diesmal geht es um einen Cold Case, in den durch Zufall wieder Bewegung kommt. Zwei Jugendliche verschaffen sich Zugang zu einer alten psychiatrischen Klinik und machen eine grausige Entdeckung.
Die Polizei rollt daraufhin den Fall um zwei junge Patienten, die in den 80er Jahren aus der Klinik verschwunden sind, neu auf. Doch die Ermittlungen gestalten sich mehr als zäh. Die Unterlagen von damals geben wenig her und die Zeugen hüllen sich entweder in Unwissenheit oder sind unauffindbar.

Der Fall war nicht nur für die Protagonisten undurchsichtig, sondern auch für mich. Ich hatte eine wage Idee, aber keine wirkliche Theorie, außer, dass viele Leute an dieser Vertuschung beteiligt sein müssen. Ich konnte sehr gut nachempfinden, wie zermürbend es für die Ermittler war, an diesem Fall zu arbeiten, bei dem einfach nichts vorwärts gehen wollte. Tatsächlich hätte ich mir gewünscht, dass es die ein oder andere kleine Enthüllung zwischendurch doch schon mal geben würde. Insbesondere den Arbeitsstil der Rechtsmedizinerin fand ich ausgesprochen nervig. Sicherlich wird die Geschwindigkeit, mit der erste Aussagen getroffen werden, in Krimis häufig unrealistisch schnell dargestellt. Aber diese Rechtsmedizinerin benötigt ungefähr eine Woche / das halbe Buch, um überhaupt das Geschlecht der Leiche festzustellen. Das hat mich halb in den Wahnsinn getrieben.

Sowohl Fredrika als auch Henry mochte ich wieder ausgesprochen gerne. Beim Lesen bin ich immer wieder aufs Neue überrascht, dass Henry Polizist ist, denn durch sein wohlhabender Gentleman Auftreten wirkt er für mich eher wie ein Privatdetektiv im Stil von Sherlock Holmes.
Ich hoffe, dass wir Fredrikas Freund Jonas bald loswerden und auf eine Romanze zwischen Fredrika und Henry hoffen dürfen.

Insgesamt hat mir „Eisenblume“ gut gefallen. Das Setting mit der alten psychiatrischen Anstalt war interessant. Trotz des sehr ruhigen Erzähltempos war mir zu keiner Zeit langweilig, dennoch hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Deswegen gibt es von mir nur 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Tolle Unterhaltung

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Bei der Vielzahl der Neuerscheinungen die auf den Markt kommen, überlege ich mir relativ genau, welchem Buch ich meine Zeit widmen möchte. Henrike Engels vorherige Reihe „Die Hafenärztin“ habe ich komplett ...

Bei der Vielzahl der Neuerscheinungen die auf den Markt kommen, überlege ich mir relativ genau, welchem Buch ich meine Zeit widmen möchte. Henrike Engels vorherige Reihe „Die Hafenärztin“ habe ich komplett gelesen, ich fand sie gut, aber mit Schwächen. Deswegen habe ich erst gezögert, ob ich die neue Serie beginnen soll. Allerdings hat mich der Klappentext wirklich angesprochen, so dass ich neugierig geworden bin. Zum Glück!

„Elbnächte – Die Lichter über St. Pauli“ hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich war mir sogar relativ früh schon sicher, dass ich wohl 5 Sterne vergeben werde.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und kam diesmal komplett ohne Längen aus.
Mit Louise und Ella sind der Autorin zwei sehr sympathische und starke Frauencharaktere gelungen, die trotz großer Niederlagen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

Nachdem Louises Mann spurlos verschwunden ist, steht sie mit einem Berg Schulden alleine da. Louise kommt aus besserem Hause und so fand ich es absolut bewundernswert, mit welcher Energie sie sich einen Job sucht und Zukunftspläne schmiedet.
Ella ist vor ihrem Leben als Prostituierte geflohen. Obwohl sie bisher nichts als Armut und Ausbeutung kennt, hat sie ein ausgesprochen sonniges Gemüt und den eisernen Willen, den Schulabschluss nachzuholen und einen Beruf zu erlernen.

Ich mochte beide Frauen wirklich gerne und fand ihre tiefe Freundschaft toll. Obwohl Louise und Ella sich erst kurz kennen, sind sie immer für einander da und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Langweilig wird es im Alltag der beiden nie, denn durch Louises Ehe mit dem Betrüger Victor kommen sie immer wieder in Berührung mit Kriminalität und der dunklen Seite Hamburgs. Dadurch bleibt die Handlung immer spannend.

Auch der ehemalige Polizist Paul ist ein interessanter Charakter, dessen Privatleben noch genug Stoff für die Fortsetzung bietet. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den nächsten Band, der im Oktober erscheint.

Der heimliche Star der Geschichte ist ohne Frage Mopshündin Principessa, die ich einfach zuckersüß fand.

Schade übrigens, dass der Klappentext von jemand geschrieben wurde, der das Buch nicht gelesen hat. Da die Bar erst im Epilog eröffnet wird, ist diese Info ein ziemlicher Spoiler.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Ganz tolles Buch!

Atmosphere
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Wow – was für ein Highlight.
Taylor Jenkins Reid hat mich mit ihrem neuen Roman „Atmosphere“ von der ersten bis zur letzten Zeile mitgerissen.
Seit einem Besuch im Planetarium Anfang des Jahres bin ich ...

Wow – was für ein Highlight.
Taylor Jenkins Reid hat mich mit ihrem neuen Roman „Atmosphere“ von der ersten bis zur letzten Zeile mitgerissen.
Seit einem Besuch im Planetarium Anfang des Jahres bin ich fasziniert vom Weltall und so hat mich der Klappentext direkt angesprochen.

Die Geschichte spielt in den 80er Jahren, als eine Gruppe von jungen Menschen ihre Ausbildung bei der NASA beginnt, darunter auch einige Frauen, was in dieser Zeit noch sehr ungewöhnlich war.
Erzählt wird aus Sicht von Joan, eine sehr mutige, pflichtbewusste und engagierte Protagonistin, die man einfach mögen muss.
Joan hat große Ziele und es ist bewundernswert, mit welchem Fleiß sie ihre Ausbildung verfolgt, insbesondere, da ihr Privatleben sehr fordernd ist. Ihre rücksichtslose Schwester Barbara lädt immer wieder Joans Nichte Frances bei ihr ab und ihre Liebesbeziehung bringt neben einer Menge Glück auch Probleme mit sich.
Ich habe total mit Joan mitgefiebert, mich über jeden ihrer Erfolge gefreut und gemeinsam mit ihr gezittert.

Taylor Jenkins Reid ist ein Roman gelungen, der ein anschauliches Portrait über Frauen in einer Männerdomäne zeichnet. Frauen, die gegen sexistische Kommentare und Herabsetzungen kämpfen müssen. Die Grenzen in den 80ern waren enger als heute und manche Wünsche konnten nur Träume bleiben. Die Beschreibungen über die Raumfahrt waren ausgesprochen interessant und ich fand es sehr faszinierend, was alles dazu gehört, wenn man als Astronaut arbeitet.
Gleichzeitig ist „Atmosphere“ auch ein sehr positives Buch, dass von tiefen Freundschaften und Zusammenhalt berichtet.
Allen voran ist der Roman eine Liebesgeschichte ohne Kitsch aber voller Intensität und Authentizität. Nicht nur die partnerschaftliche Liebe spielt eine große Rolle sondern auch die Liebe innerhalb der Familie und zu Freunden.

Während der überwiegende Teil der Handlung chronologisch erzählt wird, gibt es auch kurze Kapitel zu einer dramatischen Situation in der Zukunft. Der Weg zur Auflösung hat mich an den Rand der Erschütterung gebracht und manchmal hätte ich am Liebsten vorab die letzte Seite gelesen um meine Aufregung zu stillen.
Ich bin niemand, der blind alle Taylor Jenkins Reid Bücher feiert. So richtig gut fand ich bisher nur Eveyln Hugo und ich habe auch schon zwei Flops von ihr gelesen. Aber „Atmosphere“ verdient wirklich den größten Hype. Ich fand das Buch so kreativ und besonders von der Thematik und wie die Geschichte erzählt wurde.
Der Roman hat mich emotional sehr bewegt und absolut begeistert. Ohne Frage 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Mysteriöser Thriller

Die Bucht
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„Die Bucht“ ist ein sehr kurzweiliger und mysteriöser Thriller, der sich durch den fesselnden Schreibstil sehr leicht lesen lässt. Mich hat die Geschichte von Anfang an gepackt und bis zum Schluss nicht ...

„Die Bucht“ ist ein sehr kurzweiliger und mysteriöser Thriller, der sich durch den fesselnden Schreibstil sehr leicht lesen lässt. Mich hat die Geschichte von Anfang an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.

Das Paar Nancy und Calder wagt einen kompletten Neuanfang. Sie ziehen vom wuseligen London auf eine abgelegene schottische Insel. Die Leute dort sind freundlich, haben aber auch viele Traditionen, die für Zugezogene sehr eigentümlich wirken.
Wir lernen Nancy und Calder als Liebespaar kennen. Sie sind zwei Charaktere, die auf den ersten Blick sympathisch wirken. Doch dann hat Calder einen Unfall, bei dem er fast stirbt und kehrt komplett verändert unter die Lebenden zurück.
Diesen Teil fand ich ausgesprochen spannend. Die Autorin baut sehr geschickt ein Mysterium auf, so dass man sich nicht sicher ist, ob es sich hier vielleicht um einen Thriller mit übersinnlichen Elementen handeln könnte.

Auch Nancy verändert sich im Laufe der Handlung und wurde immer weniger sympathisch. Man merkte, dass sie einiges verbirgt. Teilweise verhält sie sich allerdings ziemlich idiotisch (wer rennt bitte im Dunkeln einen ungesicherten Hang hinauf), aber genau dieses Verhalten trägt auch zur Spannung bei.
Eine offensichtliche Lösung wird präsentiert aber alle Charaktere, allen voran auch der Pfarrer Arran, wirken auf ihre Art so verdächtig, dass ich parallel diverse Theorien in Gedanken durchgespielt habe. Der naheliegenste Twist hat sich letztendlich bewahrheitet und ich war etwas enttäuscht, dass es am Schluss nicht noch einen großen wtf Moment gibt. Das wäre das Tüpfelchen auf dem i und der 5. Stern gewesen.
So vergebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Zäh

Der dunkle Sommer
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Nachdem „Wolfskinder“ und „Das Baumhaus“ Highlights für mich waren, habe ich quasi blind zu „Der dunkle Sommer“ gegriffen und habe mit sehr hohen Erwartungen das Lesen begonnen. Doch leider war der neue ...

Nachdem „Wolfskinder“ und „Das Baumhaus“ Highlights für mich waren, habe ich quasi blind zu „Der dunkle Sommer“ gegriffen und habe mit sehr hohen Erwartungen das Lesen begonnen. Doch leider war der neue Vera Buck Thriller nicht wirklich mein Fall. Für mich war es zu wenig Mysterium, zu wenig Twists und insgesamt war mir einfach zu wenig los.

Tilda flieht aus ihrem alten Leben und kauft sich für einen Euro eine Ruine in einem Geisterdorf in Italien, die sie selbst renoviert.
Die Ausgangssituation ist sehr vielversprechend. Ich stelle es mir super gruselig vor, in einem verlassenen Dorf zu leben, in dem es nur einen weiteren Bewohner gibt. Noch dazu in einem Haus, das mit Einschusslöchern verziert ist.

Tilda scheint die Vergangenheit von Botigalli allerdings gar nicht so sehr zu interessieren. Ganz im Gegenteil zu dem Journalisten Enzo, der ein Buch über die Ereignisse, die zum Verfall des Dorfes führten schreiben möchte. Doch seine Recherchen sind zäh und es ergab sich selten etwas Neues.

Am Besten fand ich die Perspektive aus Sicht von Franka, die in der Vergangenheit spielt, auch wenn diese ebenfalls sehr weit ausholt und in gemächlichem Tempo voranschreitet.

Es wundert mich, dass das Buch bereits so viele 5 Sterne Bewertungen hat. Ich habe mir wirklich schwer getan, überhaupt durchzukommen und habe sogar zwischendurch etwas anderes gelesen.
Es ging einfach so wahnsinnig lahm vorwärts und Tilda und ihr Bruder Nino waren keine besonders interessanten Charaktere. Mir war auch schon bald klar, wer hinter den seltsamen „Streichen“ steckt.
Zur Auflösung gab es endlich ein wenig mehr Action. Allerdings war es wirklich ein äußerst extremer Zufall, der dafür gesorgt hat, dass alles aus dem Ruder läuft.
Für mich war „Der dunkle Sommer“ leider nur so mittel.

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