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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Die Liebe zur Musik verbindet

Die Muse des Teufelsgeigers
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Als sie ihren Mann Paul geheiratet hatte, hatte Sophie auf ein glückliches Leben gehofft. Doch als Paul dem Alkohol verfallen ist, hat sie nur noch um das Überleben ihrer Familie gekämpft. Sie arbeitet ...

Als sie ihren Mann Paul geheiratet hatte, hatte Sophie auf ein glückliches Leben gehofft. Doch als Paul dem Alkohol verfallen ist, hat sie nur noch um das Überleben ihrer Familie gekämpft. Sie arbeitet in seiner Geigenwerkstatt und versucht so den guten Namen zu schützen und das Geschäft am Laufen zu halten.

Eines Tages steht plötzlich der berüchtigte Geiger Niccolo Paganini vor ihrer Tür und möchte ihren Mann mit der Reparatur seiner Geige beauftragen. Von Anfang an herrscht eine besondere Anziehung zwischen den beiden.

„Die Muse des Teufelsgeigers“ von Sina Beerwald wurde wirklich gut recherchiert. Und die fiktive Geschichte um die Geigenwerkstatt und die junge Geigenbauerin Sophie von Sawicki wurde gelungen in den historischen Stoff eingebetet. So ist ein fesselnder historischer Roman entstanden, der in das Wien des Jahres 1828 entführt.

Die Geschichte dreht sich um die Protagonistin Sophie von Sawicki, die in der Ehe mit ihrem alkoholkranken Mann gefangen ist. Ihr ganzer Lichtblick sind ihre Zwillinge.

Sophie ist eine vielschichtige Figur. Anfangs scheint sie an der Last der Verantwortung, die auf ihr lastet, zu zerbrechen. Doch will sie nicht aufhören zu kämpfen, und so entwickelt sie eine beeindruckende Stärke und Entschlossenheit. Die Anziehung zwischen ihr und Paganini ist spürbar, ohne jedoch zu klischeehaft zu werden. Die Beziehung zu ihrem Ehemann Paul, der trotz seiner Fehler eine tragische Figur bleibt, fügt der Geschichte die emotionale Tiefe hinzu.

„Die Muse des Teufelsgeigers“ ist ein gelungener historischer Roman, der durch eine bildhafte Darstellung der Kulisse und packende Charaktere besticht. Der Roman erhält definitiv eine Leseempfehlung für alle Fans von historischen Romanen, Musikinteressierte und auch für die, die einen Faible für Romane in Wien vor habsburgischer Kulisse haben.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Wo bleibt die kalte Rache?

Signora Commissaria und die kalte Rache
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„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem ...

„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem Pseudonym Pietro Bellini.

In Florenz verfolgt ein Mann nachts Frauen durch die Straßen, Er „begleitet“ sie bis vor ihre Haustür und am nächsten Morgen hängen dort Vermisstenplakate mit den Fotos der Frauen. Doch plötzlich verschwindet eine Frau spurlos. Giulia nimmt gemeinsam mit ihrem blinden Partner und Kollegen Enzo und dem ehemaligen Commissario Luigi Batista die Spur auf. Doch auch ein Rätsel in Giulias Vergangenheit gilt es zu lösen.

Die Handlung wird vor allem aus der Sicht von Giulia und Luigi erzählt. So treffen hier auch wortwörtlich wiedergegebene Gespräche zwischen Luigi und seiner Frau und Briefe von Giulia an ihre verstorbene Schwester aufeinander. Aber auch der Entführer kommt zu Wort.

Die Geschichte ist unterhaltsam, auch wenn es hier nicht um Mord und Totschlag geht, sondern ein Stalker, der nachts Frauen begleitet, im Kern der Geschichte steht.

Die Beziehung zwischen Giulia und ihrem blinden Kollegen Enzo gibt der ganzen Geschichte noch eine romantische Note. Jedoch finde ich die Entwicklungen um Giulias Familiengeschichte und den Tod ihrer Eltern und ihrer Schwester stark überzeichnet. So gerät die Geschichte um den Stalker schnell in den Hintergrund und man bekommt den Eindruck, dass Giulia den Fokus verliert. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Part in den folgenden Bänden aufklären wird.

Ich kann bestätigen, dass man den Band gut lesen kann, ohne die vorhergehenden Teile zu kennen. Die Geschichte hat mich unterhalten, aber den Bruch mit der Mafia hätte es für mich nicht gebraucht. Momentan weiß ich noch nicht, ob ich die Geschichte weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Finde dich selbst!

Nuestro sol - Unter unserer Sonne
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Der neue Roman von Melanie Buchelt „Nuestro Sol – Unter unserer Sonne“ spielt in Spanien.

Aurelia, eine junge Journalistin, bekommt die Chance für eine Abendsendung über den Stierkampf in Sevilla zu berichten ...

Der neue Roman von Melanie Buchelt „Nuestro Sol – Unter unserer Sonne“ spielt in Spanien.

Aurelia, eine junge Journalistin, bekommt die Chance für eine Abendsendung über den Stierkampf in Sevilla zu berichten und soll dazu mit einem örtlichen Torero zusammenarbeiten. Als überzeugte Tierschützerin und Veganerin steht für sie gleich fest, dass für sie der Fokus hier auf schlechter Publicity und die Diskussion um ein Stierkampfverbot liegen soll. Doch als sie den Torero El Rapido kennenlernt, gerät ihr Vorhaben ins Wanken.

Denn ihr alter Freund Ruben steckt hinter dem Namen El Rapido. Aurelia und Ruben, die einst zusammen aufgewachsen sind und dem Stierkampf nie viel abgewinnen konnten, haben sich seit ihrer Trennung doch in unterschiedliche Richtungen entwickelt.

Doch was steckt wirklich hinter Rubens Fassade? Man spürt seine innere Zerrissenheit und merkt schnell, wie sehr er mit seinem Leben kämpft.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Aurelia und Ruben erzählt, und so kann man die Verbindung der beiden sehr gut spüren. Und merkt mit der Zeit auch die Entwicklung der beiden. Hier schafft es die Autorin auch sehr gut, die Entwicklung in ihren Worten umzusetzen.

Die beiden Protagonisten haben mich auf ihre Art überzeugt, obwohl ich Ruben hier doch noch etwas glaubwürdiger fand. Und vor allem Paco habe ich sofort in mein Herz geschlossen.

Das Setting des Stierkampfes ist spannend und intensiv dargestellt. Vor diesem Roman habe ich mich noch nie mit der Thematik auseinandergesetzt.

Der Schreibstil der Autorin hat mich auch hier wieder vollkommen überzeugt und so wird Nuestro Sol nicht das letzte Buch von Melanie Buchelt gewesen sein, das ich gelesen habe. Sie hat es auch hier wieder geschafft, ein wirklich kontroverses Thema in eine bewegende Geschichte zu verpacken. Ich freue mich schon darauf, mehr von ihr zu lesen!

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Rund um Whiskey

Ein Schuss Whiskey
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Er hat einen Mord gesehen, doch niemand glaubt ihm. Janus Rosner, der deutsche Schriftsteller mit Schreibblockade, der nach einem durchzechten Pubabend in Dublin einen Mord beobachtet, ist der Protagonist ...

Er hat einen Mord gesehen, doch niemand glaubt ihm. Janus Rosner, der deutsche Schriftsteller mit Schreibblockade, der nach einem durchzechten Pubabend in Dublin einen Mord beobachtet, ist der Protagonist dieser Geschichte.

Doch als er sieht, dass eine bildhübsche Frau mit einem roten Schal am Flussufer erschossen wird, ist er wieder stocknüchtern. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. Erst am nächsten Tag wird eine weibliche Leiche aus der Liffey gefischt. Diese ist aber nicht die Frau, deren Ermordung Janur beobachtet hat.

Als er wenig später in einem naheliegenden Buchladen einen roten Schal entdeckt, der auch noch etwas feucht ist und Splitter aufweist, die zum Steg am Ufer gehören könnten, macht er sich selbst auf die Suche. Zusammen mit seiner Mitbewohnerin macht er sich auf die Jagd. Doch wer jagt hier wen?

Im dritten Teil der „Kulinarischen Kriminalromane“ von Autor Carsten Henn dreht sich alles um Dublin und den irischen Whiskey. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die ersten beiden Teile nicht kenne.

Das Umfeld der Geschichte gefällt mir gut, aber die Handlung wirkt stellenweise doch sehr konstruiert und wenig glaubwürdig. So kann der Höhepunkt auch sehr unerwartet. Aber man lernt in der Geschichte viel Wissenswertes über Whiskey, Fachbegriffe und Herstellung, sowie nette Cocktail- und Kochrezepte.

Ich denke die Geschichte ist zur Unterhaltung für Krimi- und Whiskeyfans gut geeignet, doch leider hat sie mich nicht wirklich überzeugt.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Wenn Liebe wehtut...

Die 3 Regeln
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Die Protagonistin Emelie, ja, der Roman erzählt autobiografisch von einer toxischen Beziehung der Autorin Emilie Cinzento.

Nach 8 Jahren Partnerschaft trennt sich ihr Partner plötzlich von ihr. Auch wenn ...

Die Protagonistin Emelie, ja, der Roman erzählt autobiografisch von einer toxischen Beziehung der Autorin Emilie Cinzento.

Nach 8 Jahren Partnerschaft trennt sich ihr Partner plötzlich von ihr. Auch wenn sie die Phase genießt, sehnt sie sich doch nach einem Menschen an ihrer Seite, der einfach anders ist.

Als sie Leon kennenlernt, lernt sie schnell ihm zu vertrauen und probiert auch mal Sachen mit ihm aus, die sie sonst nicht von sich erwartet hätte. Doch für die „Beziehung“ der beiden gibt es 3 Regeln. (1) »Ich will keine Beziehung«, (2) » Ich will mich auf gar keinen Fall in dich verlieben.« (3) »Ich will einfach nur etwas Spaß mit dir!«

Doch Leon nimmt Emilie immer mehr ein und sie wird abhängig von ihm. Er braucht sie, sie braucht ihn. Doch plötzlich ist er einfach weg. So geht das über Jahre und doch springt Emelie, wenn er pfeift. Doch wo soll das Ganze hinführen?

„Warum lässt Sie dass nur mit sich machen?“. Das sagt sich so leicht. Die Hoffnung, dass er sich doch eines Tages für sie entscheidet, ist immer spürbar.

Die Geschichte ist gut gelungen und zeigt, wie schwierig es sein kann, aus einer toxischen Beziehung auszubrechen.

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