Zwischen Sanftmut und Selbstfindung
A spoonful of usIn "A Spoonful of Us" erzählt Julia Schuck eine warmherzige, angenehm zu lesende Liebesgeschichte, die abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Sara und Luca geschildert wird. Beide befinden ...
In "A Spoonful of Us" erzählt Julia Schuck eine warmherzige, angenehm zu lesende Liebesgeschichte, die abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Sara und Luca geschildert wird. Beide befinden sich an einem Wendepunkt ihres Lebens: Sara steht kurz vor dem Abschluss ihres Ernährungswissenschaftsstudiums und kämpft noch mit den Nachwirkungen einer langjährigen, toxischen Beziehung sowie den Erwartungen ihrer konservativen Familie. Luca wiederum trauert um seine verstorbene Großmutter, weiß längst, dass das Jurastudium nicht das Richtige für ihn ist, scheut jedoch den endgültigen Schritt heraus, obwohl er in seinem Aushilfsjob in der Bäckerei viel eher Erfüllung findet. Als die beiden durch Saras Cousin Mauro zusammengebracht werden, um für dessen Restaurant ein „Lovebirds“-Menü zu kreieren, entsteht zwischen ihnen eine zarte, aufkeimende Verbindung. Während Luca sich schnell über seine Gefühle klar wird, bleibt Sara vorsichtig, denn sie traut sich selbst nicht so recht über den Weg.
Die Geschichte entfaltet sich in einem ruhigen Tempo: Sie ist leicht, sie ist nett – aber sie bleibt über weite Strecken auch oberflächlich. Besonders die Themen rund um toxische Familienstrukturen, konservative Erwartungshaltungen und die Befreiung daraus sind stark angelegt, hätten aber mehr Tiefe und emotionale Wucht vertragen. So plätschert die Handlung bisweilen dahin, ohne nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.
Angenehm hingegen ist das italienische Flair, das die Hintergründe der Figuren dezent einfängt und der Geschichte einen warmen Ton verleiht. Und beim Lesen bekommt man ob der italienischen Köstlichkeiten permanent Hunger. Insgesamt bleibt A Spoonful of Us eine schnell weglesbare, charmante, aber letztlich eher oberflächliche Liebesgeschichte.