Profilbild von Corinne

Corinne

Lesejury Star
offline

Corinne ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Corinne über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Viel Action, aber wenig Atempausen

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
0

Inhalt: In dem von Dämonen bedrohten Königreich Lethia hält sich Gestaltwandlerin Scarlett mit Diebstählen über Wasser. Als sie bei einem Einbruch in die königlichen Gemächer erwischt wird, scheint ihr ...

Inhalt: In dem von Dämonen bedrohten Königreich Lethia hält sich Gestaltwandlerin Scarlett mit Diebstählen über Wasser. Als sie bei einem Einbruch in die königlichen Gemächer erwischt wird, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch ausgerechnet in jener Nacht wird die Verlobte des Königs ermordet, und statt Scarlett hinrichten zu lassen, bietet König Ren ihr einen Deal an: Sie darf leben, wenn sie mithilfe ihrer Magie in die Rolle seiner künftigen Ehefrau schlüpft. Während die Dunkelheit über Lethia aufzieht, kommen sich die beiden gefährlich nahe. Doch Ren hütet ein finsteres Geheimnis. Und eine Diebin kann es sich nicht erlauben, ihr Herz zu verlieren.

"Heart of the Damned" ist Teil 1 der neuen Dilogie von Julia Pauss. Das Cover und der Farbschnitt sind sehr stimmig geworden und gefallen mir richtig gut. Auch inhaltlich hatte die Geschichte einiges zu bieten, denn wir begleiten im Wechsel die beiden Hauptfiguren Scarlett und Ren. Von Beginn an beinhaltete diese Geschichte viel Action und hat mich damit sofort in ihren Bann gezogen. Man stolperte dabei allerdings auch von einer gefühlt epischen Szene in die nächste und diese Atemlosigkeit ließ leider wenig Raum für Emotionen. Scarlett ist zwar tough und war mir von Anhieb sympathisch, richtig mitfühlen konnte ich aber leider nicht. Ren blieb für mich leider eher blass. Einiges war für mich "typisch Romantasy", insbesondere die Anziehung und das letztendliche Nachgeben der aufkommenden Gefühle zwischen den beiden Hauptfiguren. Das Konzept der Dämonenmagie empfand ich aber als fantasievoll und zum Ende gab es einen bösen Cliffhanger. Zudem blieben viele Fragen offen. Auch, wenn ich mir emotional mehr gewünscht hätte und es mich nicht komplett umgehauen hat, werde sicherlich auch Bd. 2 lesen und die Geschichte passt für meinen Geschmack sehr gut in die Herbst- und Winterzeit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

Perfekt für die Schultüte

Leserabe Sonderausgaben - Deine große Leseraben Box
0

Die „Große Leseraben-Box“ von Ravensburger ist ein liebevoll zusammengestelltes Set, das sich ideal zur Begleitung des Lesestarts in der 1. Klasse eignet. In der Box befinden sich zwei Bücher bzw. Hefte ...

Die „Große Leseraben-Box“ von Ravensburger ist ein liebevoll zusammengestelltes Set, das sich ideal zur Begleitung des Lesestarts in der 1. Klasse eignet. In der Box befinden sich zwei Bücher bzw. Hefte für Erstleser, ein Rätselheft zum Buchstabenlernen bzw. -verinnerlichen, ein ABC-Poster, ein Memory aus stabilem Karton, ein Silben-Quartett, ein Leselineal, ein Stickerbogen, zwei Ausmal-Postkarten, ein Bitte-nicht-stören-Türschild sowie eine kleine Überraschungsfigur zum Zusammenstecken.

Das Hauptlesebuch ist zwar nicht gebunden, überzeugt aber durch seine klare Gestaltung mit durchgängiger Silbentrennung in Schwarz und Rot, was das Lesenlernen und das Leseverständnis erleichtern soll. Inhaltlich geht es um drei kurze Baumhausgeschichten, die mit wirklich schönen, kindgerechten Illustrationen versehen sind. Am Ende laden zusätzliche Rätsel zum Mitmachen ein. Auch das kleine Erstleseheft zum Thema erster Schultag ist thematisch sehr passend und ebenso liebevoll gestaltet.

Besonders positiv fällt auf, wie durchdacht die Box insgesamt ist: Neben dem Lesen stehen spielerische Lernangebote im Vordergrund, deren Schwierigkeitsgrad sich voneinander unterscheidet. Das Memory und das Silben-Quartett sollen das Lesen auf spielerische Weise fördern, wobei man für das Memory bereits einfache Wörter erkennen können muss. Das Rätselheft und das ABC-Poster eignen sich meiner Meinung nach auch gut zur behutsamen Vorbereitung vor der Einschulung.

Ob man die Materialien schon vor der Schule nutzt, hängt stark vom Kind ab – hier scheiden sich bekanntlich die Geister. Insgesamt überzeugt die Box jedoch durch ihre kindgerechte Gestaltung, das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und den niedlichen Leseraben. Eine sehr schöne Idee für die Schultüte und ein motivierender Begleiter für das erste Schuljahr unseres Neffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

Olympia-Fieber

One Date to Gold
0

Snowboarderin Amie macht ihren Kindheitstraum wahr und tritt bei den Olympischen Spielen an. Als sich ihre stärkste Konkurrentin verletzt, wird Amie jedoch plötzlich zur US-amerikanischen Hoffnung auf ...

Snowboarderin Amie macht ihren Kindheitstraum wahr und tritt bei den Olympischen Spielen an. Als sich ihre stärkste Konkurrentin verletzt, wird Amie jedoch plötzlich zur US-amerikanischen Hoffnung auf Gold und befindet sich in einer Rolle, die sie stark unter Druck setzt. Doch im Gepäck hat sie viele Unsicherheiten und traut sich den kühnsten Sprung der Snowboarder, einen Double Cork, nicht so recht zu. Als die Presse sich auf sie stürzt und sie vom Rummel überwältigt wird sucht sie schließlich Hilfe bei Eishockeystar Hunter, der ihr Unterstützung durch sein PR-Team anbietet, allerdings nur unter der Bedingung, dass Amie sich als seine Fake-Dating-Partnerin ausgibt, um ihn als verlässlichen Teamkapitän darzustellen. Neben vorgetäuschten Gefühlen entstehen dabei bald auch echte und das Chaos nimmt seinen Lauf...

Mit der Hauptfigur Amie musste ich erst warm werden. Sie wirkte auf mich zu Beginn recht kratzbürstig, vor allem Hunter gegenüber, obwohl er früh signalisierte, dass er sich mit ihr einfach nur gut verstehen möchte. Die Kratzbürstigkeit mit Neigung zur Zickigkeit hat mich anfangs etwas gestört, wurde aber im Verlauf der Geschichte deutlich besser. Gut gefallen hat mir hingegen, dass Amie die Fake-Dating-Idee zunächst ablehnte und erst zustimmte, als sie Hunter besser kennenlernte und selbst einen Nutzen darin sah. Das wirkte auf mich nachvollziehbar.

Hunter habe ich hingegen sofort ins Herz geschlossen. Er ist eine wandelnde Green Flag, herzlich, loyal und mit ehrlichen Absichten, auch wenn er gelegentlich fragwürdige oder etwas unüberlegte Entscheidungen und Aussagen traf. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive beider Hauptfiguren erzählt wurde. Dadurch bekam ich einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelten und fühlte mich den Charakteren näher.

Die olympische Atmosphäre wurde insgesamt stark eingefangen: Setting, Ablauf und das besondere Flair der Spiele machten Lust auf Olympia und zeigten gleichzeitig das Chaos, das mit einem solchen Großereignis einhergeht. Dieses Chaos übertrug sich allerdings stellenweise auch auf das Leseerlebnis und das Buch war deutlich weniger ruhig und cozy als ich erwartet habe. Dafür punktete es mit vielen wichtigen Themen: der Einfluss von Profisport auf familiäre, freundschaftliche und romantische Beziehungen, die Opfer, die Hochleistungssport erfordert, der Umgang mit Öffentlichkeit und Presse sowie die Frage, wie weit Menschen für sportlichen Erfolg zu gehen bereit sind.

Leider gab es auch einige Schwächen. Die Dialoge wirkten auf mich stellenweise gestelzt, der Aufbau der Geschichte war nicht immer sauber, und es häuften sich Logikfehler sowie Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ein gründlicheres Lektorat hätte dem Buch sehr gutgetan – persönlich hätte ich im Vergleich lieber auf einen Farbschnitt verzichtet.

Einige Entscheidungen der Figuren, etwa warum Amie bei Aufstellung der Fake-Dating-Regeln an auf ein echtes Date bestand, obwohl es nur um Fake-Dating gehen sollte, waren für mich nicht nachvollziehbar. Zudem entwickelten sich manche Situationen zu schnell, wurden nur oberflächlich behandelt und dann abgehakt, was zu spürbaren Verhaltenssprüngen bei den Charakteren führte.

Trotzdem war die Geschichte für mich überraschend fesselnd und ich wollte immer weiterlesen. Das humorvolle Geplänkel zwischen Amie und Hunter sorgte für viele unterhaltsame und süße Momente, und auch Nebenfiguren, besonders Hunters Schwester Evie, bekamen Raum, was dafür sorgte, dass nicht ausschließlich die Romance im Vordergrund stand.

Fazit: Insgesamt ist "One Date to Gold" keine perfekt runde Geschichte und in vielem vorhersehbar, bietet aber eine gelungene Mischung aus Sports-Romance, ernsteren Themen und emotionalen Momenten. Trotz aller Kritikpunkte hat mich das Buch gut unterhalten und bleibt vor allem wegen der besonderen Olympia-Atmosphäre im Gedächtnis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

Raue Magie und leise Liebe

The Second Death of Locke
0

Um Magie zu wirken, müssen zwei Menschen ihre Kräfte vereinen: Eine sogenannte Quelle, die Magievolumen bereitstellt, und ein Magier, der Magie wirken kann. Grey Flynn arbeitet als solch eine Quelle mit ...

Um Magie zu wirken, müssen zwei Menschen ihre Kräfte vereinen: Eine sogenannte Quelle, die Magievolumen bereitstellt, und ein Magier, der Magie wirken kann. Grey Flynn arbeitet als solch eine Quelle mit ihrem besten Freund und Soldaten Kier zusammen. Gemeinsam aufgewachsen verbinden sie nicht nur die magischen Bande, sondern auch Geheimnisse und Erinnerungen. Seit Jahren schwer in ihn verliebt, würde Grey alles für ihn tun, doch bisher bewegen sie sich stets auf der Freundschaftsebene. Als ein verfeindetes Königreich die verschollene Erbin der untergegangenen Isle of Locke, das einstmals magische Zentrum, findet, werden sie beauftragt, diese Erbin in einer Mission zu ihrem Herrscher zu bringen. Es folgt eine mörderische Mission, bei der Grey zu schwierigen Entscheidungen gezwungen und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

"The Second Death of Locke" von V. L. Bovalino ist ein Roman, in den ich erst einmal hineinfinden musste. Der Einstieg wirkte auf mich zunächst sehr komplex: Es gab viele Namen, Orte, politische Zusammenhänge und militärische Rangordnungen, die ich erst einmal sortieren musste. Nach dieser Einarbeitungszeit entpuppte sich die Geschichte dann überraschenderweise aber als deutlich weniger komplexe High Fantasy, als ich zunächst erwartet hatte.

Erzählt wird aus der dritten Person Singular, wobei man die gesamte Zeit Grey begleitete. Besonders mochte ich die immer wieder eingestreuten Rückblicke in ihre Vergangenheit, die nach und nach alle Zusammenhänge erklären. Das Magiekonzept selbst fand ich sehr interessant: eine Person dient als Quelle mit einem bestimmten Magievolumen, während eine andere diese Magie tatsächlich wirken kann. Das hatte ich vorher so noch nicht gelesen, fügte sich stimmig in die raue, harte Welt ein und trug zu einem soliden Worldbuilding bei.

Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab, hatte die Geschichte einige wirklich unvorhersehbare und spannende Twists – bei einem davon hatte ich ehrlicherweise fast einen kleinen Herzinfarkt. Das Buch hält einen nicht permanent atemlos, aber ich wollte trotzdem immer wissen, wie es weitergeht.

Das emotionale Herzstück der Geschichte war für mich ganz klar die Beziehung zwischen Kier und Grey. Ihre Bindung und Liebe empfand ich als herzzerreißend schön, ruhig, intensiv und unglaublich fesselnd. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass der Roman zwar Romantik enthält, sich aber glücklicherweise nicht auf Spice konzentriert. Die Emotionen wurden stattdessen sehr gut transportiert, was für mich deutlich nachhaltiger gewirkt hat.

Andere Figuren blieben für mich leider eher blass und teilweise austauschbar, und insgesamt hatte die Geschichte nicht ganz die Tiefe, die ich mir erhofft hatte. Trotzdem hat mich das Buch emotional abgeholt – vor allem Grey ist mir als weibliche Hauptfigur sehr ans Herz gewachsen. Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von stark kriegerischen Romanen bin, hat mir das düstere Setting, besonders passend zur dunklen Jahreszeit, überraschend gut gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und schön zu lesen, und das Ende empfand ich als sehr harmonisch und emotional. Es hätte für mich problemlos auch als Standalone funktionieren können, auch wenn ich neugierig auf den zweiten Teil bin – in diesem wird dann wohl ein anderes Pärchen in den Fokus stellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.01.2026

Flammenherz

Lucia 1. Flüsterin der Flammen
0

Lucia entdeckt auf dem Geburtstag ihrer besten Freundin, dass sie eine Feuermagierin ist. Während sie sich zunächst noch große Sorgen macht, weil diese verboten ist, kommen bald schon größere Probleme ...

Lucia entdeckt auf dem Geburtstag ihrer besten Freundin, dass sie eine Feuermagierin ist. Während sie sich zunächst noch große Sorgen macht, weil diese verboten ist, kommen bald schon größere Probleme auf sie zu: Sie wird von Nebelwesen gejagt und als ihr der gleichaltrige Finn offeriert, dass sie wegen ihrer Fähigkeiten nach Feuerland an die Akademie gehört, flieht sie mit ihm kurzerhand nach Flammaris. Dort lernt sie nicht nur, mit ihrer Magie umzugehen, sondern auch, was es mit den Nebelwesen auf sich hat.

"Lucia – Flüsterin der Flammen" ist ein magischer und spannender Reihenauftakt, der mich schnell in seine Welt gezogen hat und mir auch als erwachsene Leserin viel Freude bereitet hat.

Lucia als Hauptfigur ist mutig, aufgeweckt und trägt eine bewundernswerte innere Stärke in sich, auch wenn ich mich in manchen Situationen fragte, ob ich selbst nur halb so gefasst reagieren könnte.

Neben Lucia sind auch die Nebenfiguren mit viel Gefühl gezeichnet: Freundschaften und erste zarte Gefühle wirkten auf mich authentisch und warm. Ein absolutes Highlight war für mich Lucias kleiner Begleiter: Feuersalamander Yuki, der niedlich, frech und mein Herz im Sturm eroberte. Er stahl jeder Szene ein bisschen die Show mit seinem Hang zu Süßigkeiten und frechen Antworten. ;)

Das italienisch-sizilianisch angehauchte Setting empfand ich als atmosphärisch und stimmig, der Schreibstil war stets leicht, flüssig und sehr bildhaft. Ich las mich mühelos durch die Seiten und hatte ständig das Gefühl, mitten im Geschehen zu stehen. Flammen, Magie und kleine fantasievolle Details sorgten immer wieder für schöne Akzente. Besonders diese liebevollen Ideen machten die Geschichte für mich sehr lebendig.

Die Handlung blieb durchgehend spannend und schlug im Verlauf auch ernstere, dunklere Töne an. Der Konflikt zwischen den magischen Parteien sorgte für echte Spannung und viele offene Fragen, die mich förmlich dazu zwangen, weiterzulesen. Besonders gelungen fand ich, dass man stellenweise auch andere Perspektiven kennenlernte – das verstärkte die Bedrohung und verlieh der Geschichte zusätzliche Tiefe.

An manchen Stellen hätte ich mir jedoch emotional etwas mehr Zeit gewünscht wie z.B. beim Zurücklassen der Eltern in der nicht-magischen Welt oder beim Ankommen an neuen Orten. Auch der Alltag an der Akademie und einige Nebenfiguren hätten für meinen Geschmack noch mehr Raum verdient. Der Fokus lag klar auf dem zentralen Konflikt, was zwar die Spannung hoch hielt, aber hier und da etwas erzählerisches Potenzial liegen ließ. Zudem war der Schreibstil eher einfach gehalten, was für die Zielgruppe stimmig ist, mir als erwachsener Leserin stellenweise aber etwas zu schlicht war.

Der Abschluss war dramatisch, düster und endete schließlich mit einem fiesen Cliffhanger, der unzählige Fragen offen gelassen hat.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen hat mir dieses Buch wirklich viel Freude bereitet. Es ist eine magische, fantasievolle Geschichte voller Bilder im Kopf, Herzmomente und Spannung und sie funktioniert auch gut für erwachsene LeserInnen. Das liebevolle Layout, die kleinen Illustrationen zu Kapitelbeginn sowie die optische Gestaltung des Farbschnitts runden das Leseerlebnis dazu noch ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere