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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2017

Witzig, spannend und herrlich skurril!

Zombie-Zahnarzt
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Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut. Bisher haben mir alle Bücher von David Walliams sehr gut gefallen und ich war schon ganz gespannt darauf zu erfahren, was für skurrile und lustige Dinge ...

Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut. Bisher haben mir alle Bücher von David Walliams sehr gut gefallen und ich war schon ganz gespannt darauf zu erfahren, was für skurrile und lustige Dinge sich der britische Autor wohl diesmal hat einfallen lassen. Der Titel klingt auf jeden Fall sehr originell und auch der Klappentext verspricht eine unterhaltsame Geschichte.

Das Buch handelt von dem 13-jährigen Jungen Alfie. Dieser hat, als er sechs Jahre alt war, eine ziemlich schreckliche Erfahrung beim Zahnarzt gemacht, sodass er seitdem nie wieder eine Zahnarztpraxis von innen gesehen hat. Dementsprechend sehen seine Zähne auch aus. Alfie ist wohl mit Abstand der Junge, der die ungepflegtesten Zähne in ganz England hat.
Dann aber kommt eine neue Zahnärztin in die Stadt und Alfie wird gezwungen, sich von ihr untersuchen zu lassen. Alfie ist entsetzt und versucht alles Mögliche, um den Zahnarzttermin zu umgehen. Mit der Zahnärztin stimmt etwas nicht, da ist sich der Junge ganz sicher. Nicht nur, dass die Zahnpasta, die sie verteilt, Löcher in Steine ätzt, es geschehen seit ihrem Auftauchen auch merkwürdige Dinge in der Stadt. Anstatt eine nette Kleinigkeit von der Zahnfee zu erhalten, wenn Kinder ihre Zähne abends unter das Kopfkissen legen, befinden sich am nächsten Morgen grausige Sachen darunter wie tote Schnecken, Warzen oder lebende Spinnen. Hier sind eindeutig böse Mächte am Werk. Zusammen mit dem Mädchen Gabz versucht Alfie, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Wie üblich bei den Büchern von David Walliams, werden am Anfang der Geschichte alle auftretenden Charaktere in dem Buch mit lustigen Zeichnungen vorgestellt. Diese Idee finde ich wirklich super, da man sich so schon einmal einen guten Überblick verschaffen kann und auch ein bisschen darauf vorbereitet wird, was einem in „Zombie-Zahnarzt“ erwarten wird.

Ich war ja bereits von den ersten Seiten an ganz begeistert von dem Buch. Es geht schon im ersten Kapitel ziemlich makaber los, als der traumatische Zahnarztbesuch des sechsjährigen Alfie beschrieben wird. Dieser Humor ist nicht Jedermanns Sache und ich empfehle denjenigen, die nichts mit Schwarzem Humor anfangen können, dieses Buch lieber nicht zu lesen.
Ich mag den Humor von David Walliams ja sehr gerne und auch in „Zombie-Zahnarzt“ konnte er mich mit seinen skurrilen und witzigen Einfällen bestens unterhalten.

Der Schreibstil ist wirklich toll, ich habe das Buch ja, trotz seiner fast 400 Seiten, in nur etwas über einem Tag durchgelesen. Das lag aber nicht nur an der witzigen Story, auch die vielen Illustrationen haben dazu beigetragen. Denn wie es sich für ein Buch von David Walliams gehört, wurde auch „Zombie-Zahnarzt“ von Tony Ross illustriert. Dieser hat seine Sache mal wieder klasse gemacht. Seine Zeichnungen zu der Geschichte sind irre komisch und haben mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Da es sehr viele tolle Zeichnungen gibt, befindet sich auf einer Seite oft nur wenig Text oder auch gar keiner, da es auch oft ganzseitige Bilder gibt. Durch diese vielen tollen schwarz-weiß Illustrationen ist der Lesespaß wirklich sehr groß!

Ich rate allerdings, Kindern, die sich schnell gruseln, dieses Buch lieber nicht lesen zu lassen oder wenn, dann nicht alleine. Die Ideen des britischen Autors sind schon manchmal etwas speziell, er gilt ja nicht umsonst als der würdige Nachfolger von Roald Dahl.
Ich mag die Bücher von ihm zwar sehr gerne, nur bin ich mir bei manchen Stellen ja schon etwas unsicher, ob sie für etwas jüngere Kinder nicht etwas ungeeignet sind. So auch bei diesem Buch: zum Zahnarzt geht wohl niemand gerne, ganz besonders nicht Kinder, und dieses Buch trägt vielleicht nicht unbedingt dazu bei, dass diese Furcht und Abneigung geringer wird.

Ich bin ja nun erwachsen und fürchte mich nicht so leicht, daher habe ich mich beim Lesen köstlich amüsiert. Aus Kindersicht aber halte ich manche Dinge in „Zombie-Zahnarzt“ allerdings schon für etwas zu grausam.
Man sollte sich also bei Büchern von David Walliams schon besser vorher gut informieren, wie hoch der makabere Anteil ist. Hier ist er schon recht hoch, aber es gibt auch viele harmlosere Witze, die ganz besonders Kindern sehr gut gefallen werden. Zum Beispiel bekommt eine Sozialarbeiterin nach dem Verzehr von Kaffee ziemliche Darmprobleme und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Szene gerade Kinder sehr zum Lachen bringen wird.

Neben dem lustigen Anteil gibt es auch einen ernsteren in „Zombie-Zahnarzt“. So hat der arme Alfie kein leichtes und schönes Leben. Seine Mutter ist bei seiner Geburt gestorben und sein Vater ist schlimm krank und kann nicht arbeiten gehen. Putzen, Kochen, Einkaufen gehen, all diese Dinge bleiben an dem 13-jährigen Jungen hängen. Zudem muss sich der Junge um seinen kranken Vater kümmern, was er aber gerne und sehr liebevoll tut. Alfie ist wirklich ein richtig lieber Junge; ich habe ihn sofort fest in mein Herz geschlossen. Daher tut er einem als Leser ja schon leid, da es bei ihm zu Hause so unschön ist. Denn da nur wenig Geld vorhanden ist, besitzen Alfie und sein Vater kaum Geld, der Strom wurde ihnen schon vor Jahren abgestellt und auch Möbel und Nahrungsmittel sind eher Mangelware.

So schrecklich das klingt, dem Autor ist es wunderbar gelungen, dies nicht zu furchtbar rüberkommen zu lassen. Man hat zwar Mitleid mit dem armen Alfie, aber dadurch, dass vieles so übertrieben beschrieben wird, wirkt es schon fast wieder komisch. Mir hat Alfie bei der Beschreibung seines traurigen Lebens zwar sehr leid getan, aber durch die vielen witzigen Stellen im Buch wird dieser Ernst wieder etwas abgemildert und man lacht deutlich mehr, als dass man Trauer oder Mitleid empfindet.

Spannung ist in dem Buch natürlich auch vorhanden. Und gruseln tut man sich auch. Besonders am Ende wird es sehr spannend und man ist richtig am Mitfiebern. Ich würde „Zombie-Zahnarzt“ daher als ein lustiges, unterhaltsames und sehr skurriles Gruselbuch bezeichnen.
Vom Verlag wird das Buch ab 10 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung schließe mich an. Allerdings sind manche Szenen nichts für Weicheier. Die Kinder aber, die sich gerne gruseln, werden hier ganz auf ihre Kosten kommen!

Fazit: Mich konnte „Zombie-Zahnarzt“ hellauf begeistern! Wenn man den schwarzen Humor von David Walliams liebt wie ich, dann sollte man dieses Buch unbedingt lesen! Hier hat man viel zum Lachen, zum Gruseln und zum Mitfiebern. Durch die genialen Illustrationen von Tony Ross ist der Spaßfaktor beim Lesen sehr hoch. Mich konnte das Buch bestens unterhalten und es bekommt von mir volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 19.06.2017

Herrlich witzig und wirklich toll inszeniert!

Mein Lotta-Leben. Eine Natter macht die Flatter
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Auf den 12. Band der „Mein Lotta-Leben“-Reihe hatte ich mich schon sehr gefreut! Da ich ja von den Hörbüchern so begeistert bin, habe ich mich auch hier wieder für die Hörvariante entschieden. Die Lesungen ...

Auf den 12. Band der „Mein Lotta-Leben“-Reihe hatte ich mich schon sehr gefreut! Da ich ja von den Hörbüchern so begeistert bin, habe ich mich auch hier wieder für die Hörvariante entschieden. Die Lesungen mit den verschiedenen Stimmen und den lustigen Geräuschen sind einfach wahnsinnig toll gemacht! Bisher hat mir jedes Hörbuch richtig gut gefallen und auch „Eine Natter macht die Flatter“ bietet wieder einen grandiosen Hörspaß!

An Lottas Schule soll demnächst die neue Turnhalle eingeweiht werden und für diesen Anlass studiert Frau Kackert mit Lottas Klasse ein Unterhaltunsprogramm ein. Doch leider dürfen sich die Schüler ihre Partner diesmal nicht selbst aussuchen. Frau Kackert möchte, dass sich nicht immer wieder selben Grüppchen bilden und lost daher aus, wer mit ihm zusammenarbeiten wird. Lotta erwischt ausgerechnet Benni, den Rocker. Während ihre beste Freundin Cheyenne mit dem Lämmer-Girl Liv-Grete eine coole Hunde-Dressur-Nummer einstudiert und ihr Freund Rémi das Einradfahren übt, muss Lotta sich zusammen mit Benni etwas einfallen lassen. Dieser will doch dann tatsächlich eine Clownsnummer aufführen! Das ist ja wohl voll peinlich! Noch schlimmer wird das Ganze, als Lotta mitansehen muss, dass sich Cheyenne immer mehr mit der blöden Liv-Grete anfreundet und Lotta quasi links liegen lässt. Wie gut, dass ihr Cousin Lasse am Wochenende zu Besuch kommen wird. Auf den freut sich Lotta schon sehr. Und da sie ja eine wahre Expertin darin ist, peinliche Auftritte zu meistern, wird auch diese Clownsnummer sicher ein Klacks für sie werden!

Mir hat dieses Hörbuch richtig gut gefallen! Ich kenne ja bisher nur die Hörfassungen und habe noch kein Buch der „Mein Lotta-Leben“-Reihe gelesen. Die Bücher sind bestimmt auch mehr als super, da es in diesen viele witzige Illustrationen von Daniela Kohl gibt, wie ich beim Durchblättern bereits gesehen habe. Da ich aber diese lustige Reihe durch die tollen Lesungen kennengelernt habe, bin ich diesen treu geblieben und habe bei jedem neuen Band stets den Hörspaß gewählt.
Allerdings möchte ich die Bücher auch sehr gerne noch lesen. Zum einen, um mal zu vergleichen, was mir nun besser gefällt, Hörbuch oder Buch, und zum anderen, da mich die Bücher mit den vielen schönen Zeichnungen schon sehr reizen. Die Bücher stehen auf jeden Fall auf meiner Liste, mal schauen, wann ich dazu kommen werde, die „Mein Lotta-Leben“-Reihe endlich zu lesen.

Was mir ja an den Hörbüchern so gut gefällt, sind die verschiedenen Sprecher und die vielen lustigen Geräusche. Von Hörbüchern kann man daher auch gar nicht so wirklich sprechen. Ich würde die „Mein Lotta-Leben“-Hörerlebnisse als eine Mischung aus Hörbuch und Hörspiel bezeichnen. Es wird zwar schon zum größten Teil alles aus Lottas Sicht erzählt, also gelesen, aber es ist eben keine reine Lesung, da alle anderen Charaktere von anderen Sprechern gesprochen werden und es auch viele Geräusche im Hintergrund gibt.
Das Zuhören ist hier auf jeden Fall das reinste Vergnügen! Katinka Kultscher eignet sich mit ihrer sehr jung klingenden Stimme einfach perfekt als Lotta und auch alle anderen Sprecher gefallen mir sehr gut in ihren Rollen. Besonders unterhaltsam finde ich Robert Missler als Lottas Vater oder die Stimme von Cheyenne. Deren Lachen ist einfach nur köstlich, da muss ich ja immer sofort laut mitlachen.

Im zwölften Band erwarten einen wieder lauter verrückte und witzige Einfälle. Ich frage mich ja oft, woher die Autorin Alice Pantermüller die immer her nimmt. So muss ich ja immer sehr schmunzeln, wenn Lotta ein Wort nicht ganz richtig verstanden hat und es so wiedergibt, wie sie meint, dass es richtig ist. So wird zum Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern Meckernburg-Vorpommern. Es gibt aber natürlich auch altbekannte Dinge in diesem Band. So hat die Blockflöte von Lotta wieder ihren großen Einsatz und meine geliebte Lehrerin Frau Kackert ist auch wieder mit von der Partie. Wenn ich ihren Namen höre, kann ich mir ja jedes Mal kaum ein Grinsen verkneifen.

Mir hat hier auch sehr gut gefallen, dass Lotta während der Gruppenarbeit mit den neuen Partnern merkt, dass sie mit ihren Vorurteilen in Bezug auf ihre Mitschüler doch sehr falsch gelegen hat. So blöde die Schüler die Idee ihrer Lehrerin mit dem Auslosen auch fanden, Erfolg hatte diese auf jeden Fall damit. Auch ist mir aufgefallen, dass Lotta mittlerweile ein bisschen anders auf Jungs reagiert als in den Bänden davor. Sie verspürt immer wieder ein seltsames Kribbeln im Bauch. Diese Neuheit finde ich richtig gut, da es ja nur logisch und realistisch ist, dass auch Lotta älter wird und sich beginnt, für Jungs zu interessieren.

Ich habe das Hörbuch an einem Nachmittag durch gehört. Da es mit gut 82 Minuten nicht allzu lang ist, lässt es sich auch gut an einem Stück hören. Die einzelnen Tracks sind auch schön kurz, sodass es kein Problem ist, zwischendurch kleine Pausen einzulegen.
Das Booklet ist auch hier wieder klasse gestaltet. Zur Übersicht wird einem auf der Rückseite angezeigt, wie lang jeder einzelne Track ist und im Innenteil befindet sich eine Auflistung aller auftretenden Charaktere sowie ein Steckbrief von Lotta. Alles ist wirklich sehr liebevoll gestaltet und gibt einem vermutlich einen kleinen Vorgeschmack auf die Innengestaltung der Bücher.

Fazit: Auch das Hörbuch des 12. Bandes dieser witzigen Reihe bietet einem ein grandioses Hörerlebnis. Man kann dieses auch sehr gut ohne die Kenntnisse aus den elf Bänden davor in vollen Zügen genießen. Ich hatte sehr viel Spaß beim Zuhören und kann dieses Hörbuch Kindern und auch Erwachsenen wärmstens empfehlen. Dieses Hörbuch ist wie Lottas Cousin Lasse: Total witzig und echt cool! Daher gibt es von mir volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 17.06.2017

Super Fortsetzung! Ein spannendes und fesselndes Hörerlebnis!

Der Blackthorn-Code – Teil 2: Die schwarze Gefahr
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Nachdem ich letztes Jahr mit großer Begeisterung den ersten Teil vom „Blackthorn-Code“ als Hörbuch gehört hatte und mir dieser sehr gut gefallen hat, war ich auf die Fortsetzung schon richtig gespannt ...

Nachdem ich letztes Jahr mit großer Begeisterung den ersten Teil vom „Blackthorn-Code“ als Hörbuch gehört hatte und mir dieser sehr gut gefallen hat, war ich auf die Fortsetzung schon richtig gespannt gewesen. Auch bei der habe ich mich wieder für die Lesung mit Oliver Rohrbeck entschieden. Meine Erwartungen in Band zwei waren recht hoch und zu meiner Freude wurden diese auch vollkommen erfüllt!

In London wütet die Pest, auch bekannt als der Schwarze Tod. Täglich fallen tausende Menschen dieser schrecklichen Krankheit zum Opfer. Ein geheimnisvoller Prophet sagt den Untergang der Stadt voraus. Doch diese Weissagung verliert schnell ihre Glaubwürdigkeit, als ein fremder Apothekermeister auftaucht und behauptet, ein Heilmittel gegen die Pest zu haben. Die Werkstatt des Jungen Christopher Rowe soll die Arznei dazu herstellen. Als wäre das nicht schon aufregend genug, beschäftigt Christopher noch eine ganz andere Sache: das Erbe seines Meisters. Denn angeblich hat dieser ihm einen Schatz hinterlassen.
Christopher und seine Freunde versuchen den Schatz zu finden und riskieren auch eine Menge, um eine Reihe dunkler Verschwörungen aufzudecken, die mit dem Schwarzen Tod zu tun haben...

Obwohl es bei mir nun schon ein gutes halbes Jahr her war, dass ich den ersten Band gehört hatte, hatte ich kaum Probleme wieder in Christopher Rowes Welt hineinzufinden. Schon die erste CD beginnt sehr spannend und temporeich und man ist von Beginn an total gefesselt von der Handlung. Die Spannung bleibt auch bis zum Ende und es wird wirklich an keiner Stelle langweilig.
Ich war die ganze Zeit am Mitfiebern und hätte das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durch gehört. Da es mit über 6 Stunden aber recht lang ist, habe ich doch eine Weile gebraucht und musste leider viel zu oft unterbrechen. Da die einzelnen Tracks aber immer schön kurz sind , kann man wunderbar mittendrin eine kleine Pause einlegen und muss nicht Ewigkeiten warten, bis ein Track endlich vorbei ist.

Man merkt bei Band zwei ganz deutlich, dass sich der Autor Kevin Sands sehr intensiv mit der Pest und den damaligen Zuständen in London beschäftigt hat. Immer wieder werden an den Kapitelanfängen die Zahl täglicher Pestopfer genannt und auch, wie viele schon insgesamt gestorben sind. Bei solch erschreckenden Zahlen kann man echt nur hoffen, dass so eine Epidemie nie wieder ausbrechen wird.
Der zweite Teil konnte mich einfach mit allem begeistern: Actionreiche und sehr spannende Story, ein toller und flüssiger Schreibstil und sehr sympathische Charaktere. Christopher, Tom und Sally habe ich schon längst fest in mein Herz geschlossen. Besonders gerne mag ich ja Tom, der immer etwas tollpatschig ist und dessen Humor ich liebe. Aber auch Christophers Charaktere finde ich super. Er ist hilfsbereit, clever und mutig. Er ist einfach Jemand, den man gern haben muss.

Die Atmosphäre in diesem Hörbuch ist großartig. Was nicht nur an der spannenden Handlung liegt. Oliver Rohrbeck beweist hier mal wieder sein Können und liest auch den zweiten Band vom „Blackthorn-Code“ richtig klasse. Ich höre ihn ja am liebsten als den Justus Jonas in den Drei ???, aber auch als Hörbuchsprecher mag ich ihn sehr gerne. Er hat eine tolle Stimme, die ich immer sofort erkenne. In einem angenehmen Lesetempo führt er uns durch dieses schöne Hörbuch und beschert uns über sechs Stunden lang ein fesselndes und mitfieberndes Hörerlebnis.

Empfohlen wird das Hörbuch ab 11 Jahren. Dieser Altersempfehlung schließe ich mich an, allerdings würde ich auch nicht darunter anraten, da das Hörbuch für ein jüngeres Publikum stellenweise vielleicht doch etwas kompliziert sein könnte. Nach oben hin gibt es natürlich keine Grenze; ich kann auch Erwachsenen die „Blackthorn-Code“-Reihe sehr ans Herz legen.
Ich hoffe ja, dass es noch einen dritten Band geben wird. Da dieser Teil hier in sich abgeschlossen ist, weist nichts eindeutig auf eine weitere Fortsetzung hin. Da müssen wir uns also wohl überraschen lassen. Ich würde einen dritten Band, der dann auch so schön als Hörbuch umgesetzt wird, auf jeden Fall sehr begrüßen!
Fazit: Absolute Hörempfehlung! Sehr spannend, temporeich und phantasievoll. Dazu wurde hier wirklich toll recherchiert und man kann sich von dem mittelalterlichen London ein sehr genaues Bild machen. Vorgelesen wird dieser tolle Hörspaß von Oliver Rohrbeck, dem es wunderbar gelingt, uns Zuhörern mit seiner unverkennbaren Stimme in seinen Bann zu ziehen. Eine wirklich sehr gut gelungene Fortsetzung, der ich gerne 5 von 5 Sterne gebe!

Veröffentlicht am 13.06.2017

Super Fortsetzung! Sehr zu empfehlender Hörspaß für Jung und Alt!

Wie Kater Konrad seinen Freund wiederfand und den Rattenkönig besiegte
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Ich war ja von dem ersten Band der „Kater Konrad“-Reihe hellauf begeistert gewesen und habe mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Da mir bei Teil 1 die Lesung mit Oliver Rohrbeck so gut gefallen ...

Ich war ja von dem ersten Band der „Kater Konrad“-Reihe hellauf begeistert gewesen und habe mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut. Da mir bei Teil 1 die Lesung mit Oliver Rohrbeck so gut gefallen hat, habe ich mich auch beim zweiten Band wieder für das Hörbuch entschieden.

Als Kater Konrad von einem Raben einen Zettel erhält auf dem Hilfe! steht, weiß Konrad sofort, diese Nachricht kann nur von Marie Antoinette stammen. Diese hat er, obwohl sie manchmal eine ziemliche Nervensäge ist, in seinem ersten Abenteuer sehr lieb gewonnen, daher zögert der kleine Kater nicht lange und beschließt seiner Freundin zu helfen. Da Marie Antoinette auf der anderen Flussseite bei den Hunden lebt, baut sich Konrad ein Floss und paddelt über den Fluss zum Land der Hunde. Marie Antoinette ist dann auch schnell gefunden, nur braucht sie gar nicht seine Hilfe. Dafür benötigt diese sein Hundefreund Hubsi umso mehr. Denn im Hundeland hat sich Ratfried, der gemeine Rattenanführer, zum Herrscher ernannt und sperrt alle ein, die sich ihm widersetzen. So ist auch der arme Hubsi im Gefängnis gelandet. Für Kater Konrad steht fest: dieser fiese Ratfried muss verschwinden! Mit Marie Antoinette an seiner Seite versucht der mutige Kater, das Hundeland von Ratfried und seiner Meute zu befreien.

Ich hatte auch beim zweiten Band jede Menge Spaß beim Zuhören. Da ich mir den ersten Teil kurz zuvor noch einmal angehört hatte, habe ich in den zweiten Band wunderbar hineingefunden und mich sofort pudelwohl gefühlt.
Das Hörbuch beginnt schon am Anfang sehr unterhaltsam, als Kater Konrad seine Schwester nachts hört, wie sie heimlich Essen aus dem Kühlschrank mopst. Denn eigentlich ist Katinka ja auf Diät, wie sie immer behauptet. Daher verspürt Konrad eine gewisse Schadenfreude dabei, ihr bei nächster Gelegenheit unter die Nase zu reiben, dass er sie bei ihren heimlichen Kühlschrankplünderungen erwischt hat.
Auch in der Schule geht es dann witzig weiter. Besonders gut gefallen hat mir da der Musikunterricht, in dem die Schüler eigentlich das Lied „Vogelhochzeit“ singen sollen. Nur ist das den beiden Katzenjungen Kurt und Kaspar zu langweilig und sie beschließen Konrad ein wenig zu ärgern und dichten das Lied etwas um. Diese neue Version von „Vogelhochzeit“ wird Kindern ganz besonders gut gefallen. Aber auch ich musste bei dem Wort „Pipiknallala“ sehr schmunzeln.

Doch das zweite Abenteuer von Kater Konrad ist nicht nur sehr lustig, sondern auch recht spannend. Schließlich ist der gemeine Rattenchef Ratfried ins Hundeland eingefallen und sorgt dort für Unruhe und Chaos. Ich habe der Geschichte ganz gebannt gelauscht und war eifrig am Mitfiebern, als Kater Konrad und seine Freunde versuchen, Ratfried aus dem Hundeland zu vertreiben.
Sabine Ludwig ist auch beim zweiten Band der „Kater Konrad“-Reihe eine perfekte Mischung aus Witz, Spannung und verrückten Einfällen gelungen. Über die Namen der Katzennahrung habe ich mich ja bereits im ersten Band köstlich amüsiert und zu meiner Freude tauchen auch hier wieder welche auf wie zum Beispiel „Mäusemett“. Auch die Idee, dass die Katzen nur Namen haben, die mit K beginnen, Hunde nur H-Namen haben und Mäuse nur Namen mit den Anfangsbuchstaben M finde ich richtig klasse. Und schön übersichtlich. So weiß man bereits am Namen, um welches Tier es sich handelt.

Sehr humorvoll und grandios wird dieses witzige Abenteuer von Oliver Rohrbeck gelesen, der für diese Reihe einfach die perfekte Besetzung ist! Ich höre ihn ja immer sehr gerne, sowohl in Hörspielen als auch als Hörbuchsprecher. Er hat eine angenehme und markante Stimme, die er sehr gut verstellen kann. So erhält jede Figur ihre eigene Stimme und es macht richtig viel Spaß dieser Lesung zu lauschen. Leider ist dieses schöne Hörvergnügen wieder viel zu schnell vorbei, da das Hörbuch nur eine Länge von 2,5 Stunden hat. Aber man kann es ja dann wie ich machen und es sich einfach ein weiteres Mal anhören. Mir würde dieses tolle Hörbuch auch bestimmt nach mehrmaligen Anhören nicht langweilig werden.

Wie schon in Band eins erzählt auch die Fortsetzung eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Auch wird der Punkt Freiheit thematisiert. Jedes Tier bzw. jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit und das verdeutlicht die Autorin hier sehr gut und kindgerecht. Auch schön finde ich, dass die beiden Katerjungen Kurt und Kaspar, die Konrad im ersten Band ziemlich gehänselt haben, im zweiten Teil viel netter sind und Konrad nicht mehr so gemein behandeln. Man kann Konrad, Kurt und Kaspar sogar fast schon als Freunde bezeichnen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die drei mit der Zeit noch eine richtig gute Kumpelfreundschaft verbinden wird.

Fazit: Einfach nur toll! Absolute Hörempfehlung! Eine zauberhaft schöne und sehr unterhaltsame Abenteuergeschichte über Freundschaft, Mut und das Recht auf Freiheit. Sehr humorvoll und grandios vorgelesen von Oliver Rohrbeck. Empfohlen wird dieses schöne Hörerlebnis ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Allerdings ist die „Kater Konrad“-Reihe auch Erwachsenen sehr ans Herz zu legen. Ich hatte sehr viel Spaß beim Hören und gebe „Wie Kater Konrad seinen Freund wiederfand und den Rattenkönig besiegte“ nur zu gerne volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 12.06.2017

Im Zauberwald wird gefeiert!

Maluna Mondschein
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Obwohl ich ja ein sehr großer Kinderbuchliebhaber bin und ganz besonders gerne Bücher mit schönen, farbigen Illustrationen mag, kannte ich von der „Maluna Mondschein“-Reihe bisher nur den Weihnachtsband. ...

Obwohl ich ja ein sehr großer Kinderbuchliebhaber bin und ganz besonders gerne Bücher mit schönen, farbigen Illustrationen mag, kannte ich von der „Maluna Mondschein“-Reihe bisher nur den Weihnachtsband. „Maluna Mondschein – Der Zauberwald feiert!“ ist daher mein zweites Buch aus der Reihe. Ich war schon sehr gespannt auf die darin enthaltenden neun Geschichten, die von des Festen im Zauberwald erzählen und habe erwartungsvoll mit dem Lesen begonnen.

In diesem Band befinden sich neun schöne und in sich abgeschlossene Geschichten, die allesamt vom Feiern und von Festen handeln. Denn anders als bei uns wird im Zauberwald sehr oft gefeiert. Ein paar dieser Anlässe werden uns in diesem Buch vorgestellt. So gibt es zum Beispiel das Schokoladenfest, das Fest der Dunkelmunkelschunkel oder auch das Zack-Wutsch-Weg-Fest. Aber natürlich gibt es auch Feste, die wir Menschen nur zu gut kennen, wie das Geburtstagsfest. Im Zauberwald gibt es also wirklich eine Menge schöner Partys, bei denen alle Bewohner des Waldes zusammen kommen und Spaß haben!

Wie bereits oben erwähnt, kenne ich außer diesem Band nur noch das Weihnachtsbuch von „Maluna Mondschein“. Ich habe daher keinen großen Vergleich zu den anderen Bänden, weiß aber, dass in diesen die Gutenacht-Fee Maluna Mondschein die Hauptfigur ist. „Maluna Mondschein“ Fans werden daher vielleicht etwas enttäuscht von diesem Band sein, da er etwas anders ist als die anderen. Im „Der Zauberwald feiert!“ ist Maluna nämlich nur eine Randfigur und taucht in vielen der neun Geschichten auch gar nicht so richtig auf. Dafür treffen wir auf andere schöne Figuren, die vermutlich auch in den anderen Bänden vorkommen wie der kleine Drache, der kleine Bär oder Malunas Freundin Ranunkel Krakelei.
Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass die Fee Maluna nur eine recht kleine Rolle in den Geschichten hat. Die Erzählungen der verschiedenen Feste sind so fantasievoll und schön, dass sie meiner Meinung nach auch wunderbar ohne Maluna als Protagonistin auskommen. „Maluna Mondschein“ Fans werden das wahrscheinlich anders sehen, aber ich kann denen diesen Band dennoch sehr ans Herz legen, da man viel Neues aus dem Zauberwald erfährt und die neun Geschichten über die verschiedenen Feste richtig schön und lustig sind.

Besonders gut gefallen hat mir die Erzählung über das Fest der Dunkelmunkelschunkel. Da dieses Fest in der Nacht stattfindet, sind dementsprechend auch Illustrationen in dunklen Tönen gehalten und die Schrift weiß, damit sie weiterhin gut lesbar ist. Die Zeichnungen zu diesem Fest fand ich richtig klasse und auch das Fest an sich wird mit sehr viel Fantasie und Liebe erzählt.
Aber natürlich sind auch alle anderen Feste toll. Sehr schön fand ich auch das ZWFWBW Fest, bei dem sich die Bewohner des Zauberwaldes und des Finsterwaldes treffen und zusammen feiern. Bei diesem verdeutlicht die Autorin sehr schön, wie wichtig Toleranz ist.

Die neun Geschichten laden zum Lachen, Schmunzeln und Mitmachen ein. Denn am Ende jeder Geschichte gibt es immer noch tolle Anleitungen, mit denen man die Feste zu Hause nachfeiern kann. So gibt es Rezepte, Tipps zum Verkleiden oder kreative Basteltipps. Diese werden allesamt immer sehr liebevoll und kindgerecht erklärt, sodass die Zielgruppe dieser Kinderbuchreihe keine Schwierigkeiten haben sollte, den Erklärungen zu folgen. Auch der Schreibstil ist altersgerecht und liest sich sehr leicht und angenehm.

Hellauf begeistert bin ich ja von den vielen schönen Illustrationen von Tina Kraus. Schon wenn man nur den Buchdeckel aufklappt, wird man auf der allerersten Doppelseite von einer traumhaft schönen Zeichnung eines Sonnenunterganges empfangen. In dem Buch befinden sich dann noch viele weitere dieser schönen Zeichnungen, die ich alle mit großer Freude betrachtet habe. Das tolle farbenfrohe Cover verspricht also nicht zu viel, denn zwischen den Buchdeckeln erwarten einen noch viele weitere Illustrationen in diesem Stil.

Was mir beim Lesen ja auch sofort aufgefallen ist, ist die Art, wie das Buch erzählt wird. Man wird als Leser direkt angesprochen, wobei der Erzähler in erster Linie das junge Publikum, also die Kinder, anspricht. Mir hat diese Art des Erzählens sehr gut gefallen, da man so das Gefühl hat, mittendrin in den Geschichten zu sein und sie hautnah mitzuerleben. Auch zum Vorlesen eignet sich dieser Stil perfekt. „Maluna Mondschein -Der Zauberwald feiert!“ ist ein super Vorlesebuch, bei dem nicht nur Kinder ihren Spaß haben werden. Auch Erwachsene werden ganz sicher begeistert von diesen liebenswerten Geschichten sein und staunend die wunderschönen Zeichnungen betrachten.
Man kann diesen Band übrigens auch unabhängig von den anderen Bänden lesen. Zumindest ich hatte keinerlei Verständnisprobleme. Ich möchte nun auf jeden Fall noch weitere Bücher der „Maluna Mondschein“-Reihe lesen, da mir dieser Band sehr gut gefallen hat und mich richtig neugierig auf die anderen Abenteuer der Gutenacht-Fee Maluna gemacht hat.

Fazit: Ein tolles Vorlesebuch mit wunderschönen Illustrationen, welches ich sehr empfehlen kann! Kindern ab 4 Jahren wird hier ein toller Vorlesespaß geboten. Auch ich als Erwachsene hatte große Freude beim Lesen und gebe dem Buch gerne 5 von 5 Sterne!