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Veröffentlicht am 07.02.2021

Was wäre wenn?

Die Mitternachtsbibliothek
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Entscheidungen verändern unser Leben. Butterfly Effekt ist uns allen schon lange kein Fremdwort mehr. Und das Gefühl "Was wäre wenn...?" Kennen wohl die meisten von uns auf die ein oder andere Weise.

Matt ...

Entscheidungen verändern unser Leben. Butterfly Effekt ist uns allen schon lange kein Fremdwort mehr. Und das Gefühl "Was wäre wenn...?" Kennen wohl die meisten von uns auf die ein oder andere Weise.

Matt Haig gelingt es, um dieses Gefühl herum einen wunderbaren fiktionalen Roman zu spinnen, der zu Recht als Bestseller gehyped wird. Ich bin bei solchen "Vorhersagen" ja gerne auch mal etwas kritisch, doch diesemal hats mich einfach umgehauen. Er schreibt spannend und auf den Punkt kommend. Jedes Kapitel baut auf dem nächsten auf, ich habe eher das Gefühl der Entstehung eines Kunstwerkes beizuwohnen als einen Roman zu lesen. Oder mehr der Entstehung eines Lebens? Denn darum geht es letztendlich für die Protagonistin, die Frage, wie ein perfektes Leben für sie entstanden wäre.

Meine Lieblingsstellen waren die Worte zu der Katze Voltair und das Ende, das für mein Gefühl zu hundertprozent gepasst hat.

Verbunden mit viel Weisheit und Humor, emotionalität und Tiefgang führt er uns Seite für Seite durch ein ganz besonderes Erlebnis: Eine Bibliothek zwischen den Zeiten. Die Mitternachtsbibliothekt.

Fazit: Ein echter Klassiker, von dem ich noch lange zehren werde!

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Veröffentlicht am 22.01.2021

Valkyren Power in Kanada

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Mit Biancas neuem Werk begegnen wir echter Valkyren Power in Kanada.
Anfangs beginnt das Buch natürlich, wie erwartet. So, wie viele Bücher des Romantasy-Genres. Dennoch ist mir die Protagonstin gleich ...

Mit Biancas neuem Werk begegnen wir echter Valkyren Power in Kanada.
Anfangs beginnt das Buch natürlich, wie erwartet. So, wie viele Bücher des Romantasy-Genres. Dennoch ist mir die Protagonstin gleich sympathisch. Ich mag ihre anfängliches "gewöhnliches Mädchen" sein sehr, und auch die Kraft, für ihre Überzeugungen einzustehen, sehr. Sie ist einfach echt tough in Situationen, wo die meisten einfach den Kopf in den Sand gesteckt hätten.
Mir gefällt auch sehr, welche Valkyren Power die Autorin unserer Protagonistin mitgegeben hat, das fühlt sich nach was Besonderem an.

Die meisten Kapitel lesen wir aus ihrer Sicht. Andere aus der ihres besten Freundes. Zu ihm konnte ich leider nicht so die Sympathie aufbauen. Auch wenn wir einen Einblick in seine Sicht bekommen und er auf mich einen sehr bemühten Eindruck macht, bleibt er mir als Mensch zu flach ausgearbeitet. Ich erlebe ihn eher in seiner Funktion in der Geschichte.

Die Geschichte an sich ist natürlich, wie erwartet, ein Hammer! Besonders die Umsetzung der Valkyren Mythologie in die Neuzeit finde ich genial. Da hat sich Bianca schon was Feines ausgedacht und alleine um das Schicksal der Welt will ich unbedingt weiterlesen!

Fazit: ein Hit wie erwartet!

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Veröffentlicht am 15.01.2021

unerwartete Perspektiven

Der Mädchenwald
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Das Hörbuch Mädchenwald handelt von der eigenwilligen Beziehung zwischen der 13 Jährigen Ellyssa, die bei einem Schachturnier entführt und dem "Ghul" in eine kleine Hütte des "Mädchenwaldes" gesperrt wird, ...

Das Hörbuch Mädchenwald handelt von der eigenwilligen Beziehung zwischen der 13 Jährigen Ellyssa, die bei einem Schachturnier entführt und dem "Ghul" in eine kleine Hütte des "Mädchenwaldes" gesperrt wird, und dem Jungen Elija, der in diesem Wald zu wohnen scheint und langsam eine Freundschaft zu dem gefangenen Mädchen aufbaut. Beide Seiten spielen ein doppeltes Spiel und es ist schwer durchblickbar, wer hier die wirklich die Guten, und wer die Bösen sind. Wir stoßen auf eine Reihe vielschichtiger Charaktere und Nebenprotagonisten, die nicht durch Sympathie, doch mit durchdachter Persönlichkeit bestechen und zur Verwirrung beitragen.
Bei mehr als einer Szene lief es mir eiskalt den Rücken herunter und ich habe besonders mit dem Mädchen Elyssa und der Kommissarin, die auch eine Rolle in dem Geschehen erhält, mitgefiebert.
Hervorragend gelungen finde ich die vielschichtigen Wendungen, die uns erwarten. So gefiel mir die zweite Hälfte des Buches deutlich besser, als die erste, in der ich zeitweise aufgrund der beschriebenen einseitigen Grausamkeit kurz davor war, das Buch beiseite zu legen. Nun bin ich froh, dass ich es nicht gemacht habe, und die Auflösung und Ende erfahren durfte.
Fazit: Ein echter Thrill, es lohnt sich dranzubleiben, aber eindeutig nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Grandioser Auftritt in eiskaltem Schnee

Frostgrab
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Seit nunmehr zehn Jahren trägt Milla ein düsteres Geheimnis im Herzen. Zehn Jahre ist es her, seit die Clique das letzte Mal zusammentraf. Nun sind sie wieder vereint. Gemeinsam, einsam in einer verlassenen ...


Seit nunmehr zehn Jahren trägt Milla ein düsteres Geheimnis im Herzen. Zehn Jahre ist es her, seit die Clique das letzte Mal zusammentraf. Nun sind sie wieder vereint. Gemeinsam, einsam in einer verlassenen Skistation. Was als lustiges Spiel beginnt, verwandelt sich bald in einen brutalen Psychothriller und es wird schnell klar, dass Milla nicht die Einzige ist, die hier etwas zu verbergen hat.

Um es ganz klar vorweg zu nehmen: Ich bin begeistert!
In nur wenigen Tagen habe ich diesen hinreißenden Thriller verschlungen! Alli Reynolds versteht es, Hinweise gezielt zu streuen, Spuren zu verwischen um dann erneut an den richtigen Fäden zu ziehen. Dabei ist die Story dual aufgebaut. Wir lesen je ein Kapitel "Heute" und eines "Vor zehn Jahren".

Bereits am Anfang hatte ich viele Theorien wer und was wie ineinander verstrickt sein könnte, und ja, sogar auch gewisse romantische Hoffnungen. Mit einigen meiner Vermutungen lag ich richtig, jedoch keineswegs im Bereich der Vorhersehbarkeit, was der Lektüre für mich nur noch mehr Schwung verlieh und ich mit jedem Kapitel mein munteres Miträtseln erweitern konnte.

Die Charaktere sind alles andere als rund. Sie haben überaus sympathische Ecken und Kanten, sind nach außen hin geschliffen, schillernd,doch hinter der Maske hinken sie verloren durch den Schnee. Es ist eben keiner einfach nur "böse", jeder hat sein Motiv. Meine drei Favoriten sind hier Curtis, Milla und Saskia. Curtis aufgrund seines loyalen Charakters, der ruhig scheint, doch bereits zu Beginn des Spiels zeigt, das eine ganze Menge mehr Feuer in ihm steckt. Milla, klar, weil wir die Geschichte hauptsächlich aus ihrer Sicht erleben und sie mir dadurch von ihren Wünschen her so nah scheint. Ich mag ihren inneren Zwiespalt zwischen moralischer Korrektheit und dem unbedingten Wunsch zu siegen unheimlich gerne. Und Saskia, einfach weil sie Saskia und genau ist, wie sie ist, mich oft mit einem wirklich ungläubigen Kopfschütteln da sitzen lies.

Und was ich auch auf jeden Fall noch betonen möchte: Allie Reynolds hat Ahnung. Das Snowboardfahren ist in diesem Thriller nicht nur irgendein Setting. Man merkt einfach in und zwischen vielen Zeilen das umfangreiche Know How der Snowboardszene, mit dem sie eine packende Echtheit der Atmosphäre erschafft.

Fazit: Dieser spannende Debüt-Roman rangiert in meinen Top-Leseerlebnissen auf jeden Fall in den oberen Plätzen und ich bin jetzt schon gespannt, was wir von Allie Reynolds als nächstes zu lesen bekommen. Eine ganz klare Leseempfehlung, vor allem für den eisigen Winter!

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Veröffentlicht am 12.11.2020

Absolutes Lesehightlight voller Gefühl

All das Ungesagte zwischen uns
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Als Stamm-Leserin von Colleen Hoover habe ich mich total auf und über dieses neue Werk gefreut! Die Geschichte hat mir total gut gefallen und ist Colleen Hoover pur, wie man sie kennt: Gefühlvoll, originell ...

Als Stamm-Leserin von Colleen Hoover habe ich mich total auf und über dieses neue Werk gefreut! Die Geschichte hat mir total gut gefallen und ist Colleen Hoover pur, wie man sie kennt: Gefühlvoll, originell und witzig. Denn ihre Bücher verbindet zwar alle eine große und dramatisch romantische Tiefe, die volle Dosis Gefühl einfach, entscheiden sich aber gravierend in den in ihnen verpackten Themen. Diesmal wurde ich mit einer wirklich rührenden Mutter-Tochter Story, Hoher Minne, Familienbande und Tragödien überrascht.

Wir lesen die Geschichte abewechselnd aus der Sicht von Mutter Morgan und Tochter Clara. Die Frauen teilen dabei miteinander nicht nur einen erlebten Schicksalsschlag, sondern auch das Erwachen neuer (oder alter?) Liebe und sind dabei, jede für sich, herauszufinden, was sie im Leben eigentlich wollen.
Dabei ist es nicht wunderlich, dass es zwischen den Beiden auch mal so richtig kracht. Clara, jung und aufstrebend, will ihren eigenen Weg finden und als Waschechte Teenagerin zickt sie sich manchmal sehr sympathisch durch die Seiten, während Morgan gegen ihren beschützenden Mutter-Kontrollmodus ankämpft und nebenbei versucht, ein dunkles Geheimnis zu bewahren. Es ist herrlich, beide Seiten zu kennen, und den Entwicklungen dieser beiden Frauen so hautnah beizuwohnen.

Doch das ist nicht das einzige, was mir unter die Haut ging. Colleen Hoover schreibt Traummänner. Manchmal hätte ich gerne etwas mehr aus Jonas oder Millers Sicht erfahren. Jonas konnte mich zwar nicht so erreichen, Miller dafür umso mehr. Ich mochte seine Art unglaublich gerne und auch sein Verhältnis zum Grandpa war einfach nur herzerweichend.

Fazit: Ein absolutes Lesehighlight voller Gefühl

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