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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein Taxifahrer ermittelt in Valencia

Gefährliches Wasser
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Mit viel Flair und Detailwissen über Valencia ist dieser Krimi die perfekte Urlaubslektüre. Der ehemalige Inspektor Vicente Alapont fährt nun Taxi durch seine Heimat Valencia. Trotz seines beruflichen ...

Mit viel Flair und Detailwissen über Valencia ist dieser Krimi die perfekte Urlaubslektüre. Der ehemalige Inspektor Vicente Alapont fährt nun Taxi durch seine Heimat Valencia. Trotz seines beruflichen Wechsels kann er das Ermitteln nicht lassen. Bald wird er mit einem neuen Fall konfrontiert, der seine ganze Aufmerksamkeit auf seinen ehemaligen Beruf lenkt.

Der Krimi sorgt mit unheimlich viel Lokalkolorit und Wissen über das Leben in Valencia für ein ganz besonderes Urlaubsflair. Das ich selbst diese Stadt kurz besuchen durfte, kann ich (wenn auch nur als Tourist) die beschriebenen Orte sowie Verhaltensweisen der Einwohner bzw. der Einheimischen sehr gut nachvollziehen. Valencia ist ein lebensfroher und lustvoller Ort, der immer eine Reise wert ist. Im Krimi kommt dieses Flair sehr deutlich rüber.

Des Weiteren konnte ich mich sehr gut mit Alapont identifizieren. Er liebt die Kulinarik und seine Stadt und ist ein Familienmensch. Dabei versucht er neben seinen Freundschaften stets den Kontakt zu den Menschen zu halten, um zu verstehen, was diese z.B. erfreut bzw. belastet. Der Schreibstil ist locker, flüssig und sehr gut lesbar. Die Seiten fliegen nur so dahin. Der Krimi lebt von seiner besondere Art. Es ist ein Krimi der etwas leiseren Seiten, was der Spannung aber überhaupt keinen Abbruch tut.

Ein lockerer Krimi mit einem sympathischen Ermittler, der sehr viel über das Leben der Menschen von Valencia verrät.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein Sommerroman zum Träumen

Sommerhimmel über dem Möwenhof
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Ein Sommerroman so wie ich ihn mag, sich wegträumen an die See und der Liebe nachspüren.

Maren ist eine wunderbar authentische Protagonistin, mit Fehlern und Schwächen, auch wenn sie vielleicht auf den ...

Ein Sommerroman so wie ich ihn mag, sich wegträumen an die See und der Liebe nachspüren.

Maren ist eine wunderbar authentische Protagonistin, mit Fehlern und Schwächen, auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick ein wenig perfekt daherkommt. Sie ist eine Mutter, die ihre Kinder über alles liebt und daran zweifelt, ob sie das richtige tut. Sie weiß ihrer Mutter und ihre Tante auf ihrer Seite, dies gibt ihr Halt und auch die nötige Portion Gelassenheit. Ihre Schwester bringt sie auf andere Gedanken und schafft es, dass sie sich wieder Ziele setzt.

Der Roman wird größtenteils aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, die andere Stimme des Romans, ist die von Henning. Auch er erzählt aus der Perspektive des Ich-Erzählers und hadert manchmal ebenso wie Maren mit dem Leben und was das Schicksal für ein bereit hielt.

Es geht um das Familienleben, die Trennung von Marens Ex-Mann, wie es ist eine alleinerziehende Mutter zu sein, aber auch um die Pension und einen Neuanfang. Wunderbare Lektüre für eine gemütliche Auszeit auf der Couch, der Sonnenliege oder wo auch immer. Man kann sich wunderbar nach St. Peter Ording träumen. Ein Urlaubs-Liebesroman wie ich ihn sehr gerne lese. Auch wenn ich mir das “Ende” fast so gedacht hatte.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Brutale Mordserie auf Pomegués

Die Marseille-Morde - Stille Schreie auf Pomègues
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Eine junge Frau wird auf der Insel Pomegues tot und übel zugerichtet aufgefunden. Ihr wurde der Kopf vom Rumpf getrennt. Alsbald geschieht ein zweiter Mord. Nadja Aubertin, Lietenant de Police in Marseille ...

Eine junge Frau wird auf der Insel Pomegues tot und übel zugerichtet aufgefunden. Ihr wurde der Kopf vom Rumpf getrennt. Alsbald geschieht ein zweiter Mord. Nadja Aubertin, Lietenant de Police in Marseille übernimmt die Ermittlungen. Doch dieser Fall wird sie an den Rand ihrer Ermittlungskünste führen.

Nadja wirkt auf den ersten Blick sehr karriereorientiert und klammert sich sehr zum Leidwesen ihrer Lebensgefährtin an ihren Job. Als ihr dann noch ein sehr motivierter Kollege aus Paris zugeteilt wird, sinkt ihre Laune noch mehr. Sehr dramatisch entwickelt sich ein Fall, der für mich aber leider etwas zu vorhersehbar war. Die Charakteristik der Geschichte war gut und ich konnte mich gut in die Story einfinden. Was mir gefehlt hat, waren die Spuren, die gelegt wurden, um die oder den Verdächtigen näher einzugrenzen oder auf eine falsche Fährte gelockt zu werden. Auch ein entscheidender Turn hat mir in der ganzen Geschichte leider etwas gefehlt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut lesbar. Überhaupt empfand ich die Beschreibung der Region als gut und ich konnte mich als lesende Person in dieser wiederfinden. Ich konnte leider sehr schnell die schuldige Person feststellen. In Summe hätte ich mir mehr Fallstricke gewünscht. Ein solider Krimi mit Urlaubsflair, den ich aber trotz der Einschränkungen empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Was hat Churchill mit einem Mord zu tun?

Was am Ufer lauert
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Ein Kriminalroman, der interessant konzipiert ist, aber der meiner Meinung nach zu viel wollte.

Die junge Journalistin Gianna Pitti findet eine Frauenleiche im Wasser mit einer mysteriösen CD-ROM-Hülle ...

Ein Kriminalroman, der interessant konzipiert ist, aber der meiner Meinung nach zu viel wollte.

Die junge Journalistin Gianna Pitti findet eine Frauenleiche im Wasser mit einer mysteriösen CD-ROM-Hülle mit der Beschriftung “Churchills Geheimnis”. Was hat der ehemalige und bereits verstorbene britische Politiker mit diesem Mord zu schaffen? Alsbald ermittelt Gianna auf eigene Faust zusammen mit ihrem Vater und Onkel, warum die Frau sterben musste. Doch die Gefahr lauert an jeder Ecke. Gianna wirkte auf mich manchmal etwas verbissen, auch wenn sie mir ansonsten jedoch sympathisch war. In ihrer Familie gibt es eine Vergangenheit und mit der Zeit erfährt man so einiges über die Geheimnisse dieser. Ihr Onkel, der Marchese ist ein sehr spezieller Charakter, der mir aber gut gefallen hat. Dieser sonderbare Kauz sorgte für sehr lustige Elemente in dem Krimi.

Was mir nicht so gut gefallen hat war die Struktur der Story. Für mich wirkte es manchmal etwas zu gehetzt. Ich hätte mir mehr ruhigere Passagen gewünscht. Außerdem spielt die ermittelnde Polizei in diesem Roman eine äußerst passive Rolle und man hat das Gefühl, dass die Familie machen kann, was sie möchte, was ich etwas zu übertrieben fand. Die Grundidee der Geschichte ist aber gut und ich konnte dieser einiges abgewinnen. Die Spannung des Romans ist in Ordnung, wirkt aber manchmal etwas zähflüssig.

Ein guter Turn am Ende hätte der Geschichte gutgetan. Ein solider Krimi, der aber meiner Meinung noch Ausbaupotential in Spannung und Handlung hat. Die Charakterzeichnung der Figuren ist aber gut gelungen.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein Buch was sich wie Urlaub anfühlt

Zypressensommer
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“Nur wenn wir uns erinnern, können wir die Fehler der Vergangenheit meiden. […] Denn die Schatten der Vergangenheit lösen sich nicht auf, indem man die Augen vor ihnen verschließt.” (S. 273)

Ein Buch, ...

“Nur wenn wir uns erinnern, können wir die Fehler der Vergangenheit meiden. […] Denn die Schatten der Vergangenheit lösen sich nicht auf, indem man die Augen vor ihnen verschließt.” (S. 273)

Ein Buch, dass sich wie Urlaub anfühlt und doch so viel mehr zu erzählen hat. Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei mutige Frauen, Julia auf der Zeitebene 1998 und Giulia 1943-1945.

Julias Großvater hat ihr ein Vermächtnis hinterlassen, welches sie in seine alte Heimat Italien führt. Dort kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, was nicht nur für sie sehr überraschend ist. Giulia muss die letzten Kriegstage miterleben, doch sie will nicht tatenlos zusehen, wie die Deutschen ihre Heimat drangsalieren. Sie schließt sich mit einigen anderen, dem Widerstand an. Die Resistenza hat eine wichtige Rolle gespielt. Auf der anderen Seite werden Italiener nach Deutschland verschleppt und dort als “Arbeitssklaven” missbraucht. Zudem buhlen gleich drei Männer um ihre Liebe, doch ihr Herz gehört nur einem und der wurde nach Deutschland verschleppt.

Über die IMI, die italienischen Militärintervenierten, sind wenig bekannt, dennoch gibt es dieses Schicksal und Teresa Simon setzt ihnen mit dieser Geschichte ein Denkmal. Zudem ist der Roman gespickt mit vielen kleinen Details über das Leben in Italien zur Zeit des zweiten Weltkriegs, aber auch in den 90er Jahren. Kulinarisch bietet der Roman auch so einiges und man bekommt direkt Lust durch die engen Gassen zu schlendern und das Leben in Italien zu feiern.

Um so richtig in Urlaubstimmung zu kommen, gibt es im Anhang viele Rezepte, die man nachkochen kann. Ein Nachwort rundet das gute Gesamtbild ab und erklärt noch einmal ein paar wichtige Dinge zum historischen Hintergrund.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, die vielen italienischen Ausdrücke fördern die Authentizität, aber auch wer nicht des Italienischen mächtig ist kann dem Roman problemlos folgen, da die meisten Sätze übersetzt werden bzw. in Gedanken auf deutsch wiederholt werden. Der Roman wird größtenteils aus drei Perspektiven erzählt.

Für mich mal wieder ein überzeugender Roman aus der Feder von Brigitte Riebe / Teresa Simon, der direkt Lust macht auf den nächsten Italien Urlaub.

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