Profilbild von GROSSSTADTHELDIN

GROSSSTADTHELDIN

Lesejury Profi
offline

GROSSSTADTHELDIN ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit GROSSSTADTHELDIN über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2020

Bricht Herzen und macht neugierig zugleich!

Mondorchidee
0

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Ich folge Yvonne Merschmann schon sehr lange auf Instagram, wo sie über Bücher bloggt. Ihre Postings gefallen mir immer sehr gut. Auf ihrem Account teilte Yvonne ...

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Ich folge Yvonne Merschmann schon sehr lange auf Instagram, wo sie über Bücher bloggt. Ihre Postings gefallen mir immer sehr gut. Auf ihrem Account teilte Yvonne auch Informationen zu ihrem Erstlingswerk und machte mich neugierig auf ihr Buch. Als die Lovelybooks-Leserunde zu ihrem E-Book startete, bewarb ich mich direkt. Nochmal ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar, ich habe mich sehr gefreut, bei der Leserunde dabei zu sein.

Handlungsüberblick:

Der Urban Fantasy Roman wird aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt und entführt den Leser in eine magische Welt voller Orchideen-Zauber.

Lea weiß noch nicht, welche Magie in ihr schlummert. Die des Feuers, die des Wassers oder die der Erde? Sie kann ihre Verwandlung kaum erwarten, muss diese aber vor ihrem Vater geheimhalten. Als ihr Freund Schluss macht, erfindet sie eine Ausrede für ihren Vater und macht sich kurzerhand auf den Weg nach Encantador. Sie freut sich auf ihre Verwandlung, die gläserne Akademie und eine rauschende Orchideen-Nacht. Doch nicht nur sie reist nach Encantador...

Mein E-Book-Eindruck:

Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Die geheimnisvolle Akademie erstrahlt im Mondschein und man hat das Gefühl, den magischen Zauber von Wasser, Feuer und Erde zu spüren.
Besonders süß finde ich die drei kleinen Zeichnungen der drei Elemente im Titel, die man erst beim zweiten Blick erkennt.

Mein Leseeindruck:

Ich bin gut im Buch angekommen. Ich fand es toll, dass die Handlung gleich zu Beginn an Fahrt aufnahm und man im Prolog direkt in die magische Welt hineingeworfen wurde. Mir fällt es oft schwer, in Fantasywelten anzukommen, aber hier war meine Aufmerksamkeit von der ersten Sekunde an gefesselt. Wer ist nur dieser Slate, was sind seine Kräfte und was genau bezweckt er mit seinem Tun? Die offenen Fragen drängten mich sofort zum Weiterlesen.

Nach dem Prolog hat man dann noch etwas Zeit, sich in der Welt zurechtzufinden und die Figuren näher kennenzulernen. Das fand ich sehr gelungen. So konnte man sich erst auf die Figuren konzentrieren und dann im nächsten Leseabschnitt auf die fantastische Welt, was das Ankommen im Buch nochmals erleichtert. Und Mensch, was hätte ich darum gegeben, bei der rauschenden Orchideen-Nacht dabei zu sein?

Schon nach wenigen Seiten hatte ich in Amalia und Vicky meine beiden Lieblingsprotagonistinnen gefunden. Das lag vor allem an Amalias Bücherliebe und Vickys Schneiderleidenschaft, die mich sehr begeisterten. Auch wenn ich die anderen Protagonisten nicht ganz so sehr ins Herz geschlossen hatte, konnte ich trotzdem bei den Schicksalen aller Figuren mitfiebern. An manchen Stellen hätte ich zwar gern noch ein Bisschen mehr über die anderen Figuren erfahren, damit sie mir mehr ans Herz wachsen, aber das kommt sicher noch in den Folgebänden, die dann bestimmt mehr auf die übrigen Figuren fokussieren. Beim Lesen hatte ich nämlich auch das Gefühl, dass der Fokus der Erzählung eher auf Lea und Amalia liegt.

Das Ende des E-Books hat mir tierisch das Herz gebrochen. Und trotzdem konnte ich die Hoffnung auf ein Happy End nicht ganz aufgeben, denn in einer Fantasy-Reihe ist doch nichts unmöglich. Seitdem ich das Buch beendet habe, bete ich ganz kräftig zum Mondorchideen-Gott, dass die Fortsetzung vielleicht alles wieder zurechtruckelt... ;)

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Mir gefiel gut, dass die Geschichte aus so vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Die Vielzahl an Erzählperspektiven hat mir sicher auch dabei geholfen haben, dass ich so gut in der Geschichte angekommen bin. Zudem sorgt der Wechsel für Spannung, Dynamik und Cliff-Hanger.

Außerdem fand ich es sehr gelungen, dass die Kapitel immer kürzer wurden, je mehr die Geschichte an Fahrt aufnahm. So wurde die aufgeregte Atmosphäre der Orchideen-Nacht noch besser zum Ausdruck gebracht.

Mein Abschlussfazit:

Ein Fantasy-Debüt, das mein Herz gebrochen hat und zugleich neugierig auf mehr macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2020

Überzeugender Schreibstil, aber weniger intensiv als der erste Teil.

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
0

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Da ich den ersten Band und den ersten Teil vom zweiten Band der Chances-Reihe bereits gelesen hatte, wollte ich natürlich auch den zweiten Teil des zweiten Bandes ...

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Da ich den ersten Band und den ersten Teil vom zweiten Band der Chances-Reihe bereits gelesen hatte, wollte ich natürlich auch den zweiten Teil des zweiten Bandes lesen. Ein herzliches Dankeschön an die Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Handlungsüberblick:

Achtung: Das Buch ist der zweite Teil vom zweiten Band der Chances-Reihe!
Shay hat die Trennung von Landon nie verwinden können und auch wenn es so aussieht, als wenn Landon sein Glück als erfolgreicher Schauspieler gefunden hat, konnte auch er Shay nie vergessen. Er schreibt ihr nach wie vor Briefe, die er nicht abschickt. Ob die beiden doch noch zueinander finden werden?

Mein E-Book-Eindruck:

Das Cover passt hervorragend zu dem ersten Band und dem ersten Teil des zweiten Bandes der Chances-Reihe. Man sieht sofort, dass die Bücher zusammengehören. Das gefällt mir sehr gut!

Mein Leseeindruck:

Die Handlung war an manchen Stellen ziemlich vorhersehbar. An andere Stellen wollte ich gar nicht weiter lesen, weil mir die Handlung zu nervig wurde.

Schon beim Beenden vom ersten Teil des zweiten Bandes fragte ich mich, ob die Geschichte von Landon und Shay denn unbedingt einen zweiten Teil erfordert. Ich versuchte offen für die Fortsetzung der Handlung zu bleiben, merkte aber beim Lesen, wie sich mein Eindruck immer mehr verstärkte. Das Ende des ersten Teils hätte mir vollauf ausgereicht. So hatte ich leider das Gefühl, dass die Geschichte nur unnötig in die Länge gezogen wurde. Dennoch blieben andere Fragen, die ich noch an die Geschichte hatte, offen, wie zum Beispiel das Schicksal von Shays Vater und andere Konflikte, wie zum Beispiel die Gefühlslage von Shays Mutter, wurde nur oberflächlich und kurz abgehandelt. Auch das Happy End zwischen Landon und Shay kam für mich dann sehr plötzlich und wenig nachvollziehbar.
Noch dazu fand ich dass das Buch die gesamte Reihe aus dem Gleichgewicht brachte, wenn man bedenkt, dass die Geschichte von Eleanor und Greyson in nur einem Buch und die Geschichte von Landon und Shay in zwei Büchern geschildert wurde.
Hätte Brittainy C. Cherry es bei dem ersten Teil belassen, wäre ich sehr begeistert von der Chances-Reihe gewesen. So ist die Begeisterung leider ein wenig verklungen. Schade. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über zu viele Worte von Brittainy C. Cherry beschweren würde, denn sonst konnte sie mich mit ihren Büchern immer sehr berühren.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Brittainy C. Cherry bleibt ihrem Schreibstil treu, sodass sich der Band gut in die vorhergehenden Bücher einfügt. Es ist so bittersüß und von Poesie durchströmt, wie wir es von ihr kennen.

Mein Abschlussfazit:

» Wie die Stille vor dem Fall - Zweites Buch « überzeugt mit seinem Schreibstil, ist aber leider nicht so intensiv wie das erste Buch. Meiner Meinung nach hätte es kein zweites Buch gebraucht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2020

Berührend, aber mit herausgezögertem Ende.

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
0

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Als großer Brittainy C. Cherry Fan habe ich natürlich ihre Neuerscheinungen immer im Blick. Als man ihr neustes E-Book bei der Netgalley als Rezensionsexemplar ...

Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Als großer Brittainy C. Cherry Fan habe ich natürlich ihre Neuerscheinungen immer im Blick. Als man ihr neustes E-Book bei der Netgalley als Rezensionsexemplar anfragen konnte, tat ich das natürlich sofort. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal für das Rezensionsexemplar.

Handlungsüberblick:

Achtung: Das Buch ist der zweite Band der Chances-Reihe!

Ist es möglich, dass aus einer Highschool-Feindschaft Liebe wird? Shay und Landon lassen sich auf eine Wetter ein. Wer sich als erster in den anderen verliebt, verliert. Beide sind fest davon überzeugt, die Wette zu gewinnen, aber schon bald bahnen sich Gefühle an, die keiner von Beiden vorhergesehen hat. Sie fühlen sich beieinander zu Hause und beginnen von einer gemeinsamen Zukunft zu träumen. Doch Shay und Landon sind wie Schatten und Licht. Und bevor sich sein Schatten, genährt durch seine Depressionen, so weit verdunkelt, dass er ihr Licht verschlingt, stößt Landon Shay lieber hinfort...

Mein E-Book-Eindruck:

Das Cover passt hervorragend zu dem ersten Band der Chances-Reihe. Man sieht sofort, dass die Bücher zusammengehören. Das gefällt mir sehr gut!

Mein Leseeindruck:

Ich habe mich unheimlich über Shay gefreut. Ihre Interessen sind meinen sehr ähnlich, daher konnte ich mich gut in ihr wiederfinden und war sehr gespannt, ihren beruflichen Weg weiterzuverfolgen. Sie schreibt unheimlich gerne und möchte später Drehbuchautorin werden. Aber auch Landon hat Pläne für seine berufliche Zukunft, die dem Buch einen zusätzlichen Spannungsbogen geben.

Das Buch ist sehr vielschichtig und verflechtet viele wichtige Themen miteinander, die in unserer Gesellschaft viel zu oft verschwiegen werden. So zum Beispiel die Themen Drogen, selbstverletzendes Verhalten und Depressionen.

Insgesamt besteht das Buch aus vielen losen Fäden, die nach und nach miteinander verknüpft werden. Nachdem ich schon einige Bücher von Brittainy C. Cherry gelesen habe, waren manche Handlungselemente und ihre Verknüpfungen allerdings etwas vorhersehbar. Das hat mich trotzdem nicht davon abgehalten, mich ausgesprochen wohl in der Geschichte zu fühlen. Zudem hat es mich gefreut, Eleanor und Greyson aus dem ersten Band wiederzusehen und noch ein Bisschen mehr über sie zu erfahren. Es fühlte sich ein Bisschen so an wie nach Hause kommen.

Tatsächlich hätte ich nicht erwartet, dass ich am Ende des Buches sagen würde, dass ich nicht unbedingt einen zweiten Teil brauche, da ich die Wörter von Brittainy C. Cherry unheimlich gern in mich aufsauge, aber das Ende des ersten Teils hätte für mich auch das wirkliche Ende sein können. In meinen Augen war es perfekt. Natürlich hatte ich schon ein paar Ideen, wie die Handlung vielleicht im zweiten Teil weitergehen könnte, aber das Verlangen weiterzulesen war nicht so groß wie erwartet. Das fand ich etwas schade.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil von Brittainy C. Cherry begeistert mich nach wie vor. Er ist so bittersüß und von Poesie durchströmt, wie wir es von ihr kennen.

Auch dieses Buch ist wieder auch zwei Perspektiven geschrieben, die sich gegenseitig ergänzen, sodass man sowohl die Selbst- als auch die Fremdwahrnehmung von Landon und Shay kennt und sich von beiden Charakteren ein eigenes Bild machen kann. Außerdem sorgt der Wechsel der Erzählperspektiven für zusätzliche Spannung.

Mein Abschlussfazit:

» Wie die Stille vor dem Fall - Erstes Buch « hat mich sehr berührt und mit einem perfekten Ende aufgewartet, das meiner Meinung nach keine Fortsetzung erfordert hätte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2020

unterhaltsam, konnte mich aber leider nicht begeistern.

Der Basar des Schicksals
0

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als großer Paris-Fan halte ich immer nach Büchern aus, die in meiner Herzensstadt spielen. Beim Stöbern im Bloggerportal von Random House bin ich dann vor ein paar ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als großer Paris-Fan halte ich immer nach Büchern aus, die in meiner Herzensstadt spielen. Beim Stöbern im Bloggerportal von Random House bin ich dann vor ein paar Wochen auf das Buch gestoßen. Ein herzliches Dankeschön nochmal an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

Handlungsüberblick:

Bei dem Buch "Der Basar des Schicksals" handelt sich um den Roman zur gleichnamigen Netflix-Serie. Beides basiert auf einer Brandkatastrophe im Jahr 1897 in Paris, als der Bazar de la Charité in Flammen stand. Seine Holzkonstruktion, die pompösen Kleider und ausladenden Hüte der Pariser Damen und die Dekoration der Stände fingen in kürzester Zeit Feuer, während sich die Türen nur nach innen öffnen ließen und von den panischen Menschenmassen blockiert wurden. Innerhalb weniger Minuten starben 120 Menschen. Doch für drei Frauen bot der Brand ungeahnte Möglichkeiten...

Mein Bucheindruck:

Das Cover ist auf der Vorderseite gut gelungen, auf der Rückseite und am Buchrücken ist leider irgendetwas bei der Bildretouche schief gelaufen, da man dort die Füße von dem eingefügten Eiffelturm sieht und es daher so wirkt, als wenn der Eiffelturm auf einem Hausdach stünde. Die kleine Perfektionistin in mir findet das etwas schade.

Mein Leseeindruck:

Das Buch hat sich ziemlich schnell weggelesen, da die Handlung rasch an Fahrt aufnimmt. Der historische Hintergrund wirkte auf mich sehr gut recherchiert. Doch leider holte mich das Buch nicht wirklich ab. Auch wenn die Geschichte gut endet, fällt man während der Lektüre eher von einem Unglück ins Nächste. Das fand ich ziemlich schade, vor allem, weil ich mir von dem Buch etwas mehr Pariszauber versprochen hatte, den ich ziemlich vermisste.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Den Schreibstil fand ich leider nicht ganz so geglückt. Es handelt sich um einen personalen Erzähler, der allerdings oft die Perspektive wechselt. Da es ziemlich viele Figuren in dem Buch gibt, fand ich es schwer, zuzuordnen, über welche Person gerade erzählt wurde. Es waren für mich etwas zu viele. Zudem waren die einzelnen Passagen oft auch nicht durch eine Leerzeile getrennt, was die Zuordnung für mich noch schwerer machte. Mehr Absätze hätten die Zuordnung meiner Meinung nach bereits wesentlich erleichtert. So fragte ich mich manchmal, ob ein Satz noch zu der Person davor oder zu der Person danach gehörte.

Mein Abschlussfazit:

Das Buch war unterhaltsam, konnte mich aber leider nicht vollständig begeistern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2020

Komplexität der Mutter-Tochter-Beziehung.

All das Ungesagte zwischen uns
0

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Colleen Hoover ist die einzige Autorin, die mich mit einigen Büchern sehr begeistert und gleichzeitig mit anderen Büchern sehr enttäuscht hat. Auch wenn mir nicht ...

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Colleen Hoover ist die einzige Autorin, die mich mit einigen Büchern sehr begeistert und gleichzeitig mit anderen Büchern sehr enttäuscht hat. Auch wenn mir nicht jedes ihrer Bücher gefällt, bin ich immer gespannt auf ihre Neuerscheinungen und bereit jedem ihrer Bücher eine Chance zu geben. Als Vorablesen.de Exemplare ihres neues Buches zum Rezensieren anbot, habe ich mich direkt beworben und mich sehr gefreut, als es geklappt hat.

Handlungsüberblick:

Das Leben von Morgan und ihrer sechszehnjährigen Tochter Clara gerät von einer Sekunde zur Nächsten komplett aus den Fugen, als Morgans Mann und ihre Schwester Jenny bei einem tragischen Unfall sterben. Beide Frauen trauern auf ihre Weise. Clara flühtet sich in ihre erste Liebesbeziehung, während sich zu Morgans Trauer noch eine furchtbare Erkenntnis gesellt: Ihr glückliches Familienleben war seit Jahren eine Lüge. Nun möchte sie zumindest für ihre Tochter die glücklichen Erinnerungen bewahren, doch je mehr sie es versucht, desto stärker werden die Konflikte mit Clara. Trost findet sie ausgerechnet bei der Person, bei der sie am allerwenigsten Trost suchen sollte...

Mein Bucheindruck:

Die Farbgestaltung des Covers aus dramatischem Rot, düsterem Schwarz und der edlen goldenen Prägung gefällt mir sehr gut. Allerdings besteht kein besonderer Bezug zwischen dem Cover und dem Inhalt.

Mein Leseeindruck:

Während die Liebesgeschichte der Mutter erzählt wird, wird gleichzeitig die Liebesgeschichte der Tochter erzählt, die so zu einem interessanten Vergleich einladen. Aber das Buch ist nicht nur eine doppelte Liebesgeschichte. Denn diese doppelte Liebesgeschichte wird durch den Aspekt der Mutter-Tochter-Beziehung ergänzt. Diesen Aspekt fand ich sehr gelungen. Er machte das Buch tiefgründiger und erwachsener als andere Bücher von Coleen Hoover, die mir nicht so gut gefallen haben, wie zum Beispiel "Weil ich Layken liebe", "Weil ich Will liebe" und "Weil wir uns lieben". Die Komplexität und die Konflikte dieser besonderen Beziehung wurden von Colleen Hoover sehr gut eingefangen.

"All das Ungesagte zwischen uns" ist keine Wohlfühllektüre, ich hatte eher das Gefühl von einem Albtraum in den nächsten zu fallen. Morgan wurde mir leider bis zum Ende des Buches nicht wirklich sympathisch. An so vielen Stellen des Buches hätte ich mich anders verhalten als sie und konnte oft ihre Handlungsweise nicht nachvollziehen. Es war schier herzzerreißend, dass die Geschichte auch hätte anders verlaufen können, wenn Morgan in ihrer Vergangenheit ehrlicher mit sich selbst und ihren Gefühlen umgegangen wäre. Manchmal musste ich mich wirklich zwingen weiterzulesen und war am Ende sehr erleichtert, dass das Buch doch ein positives Ende fand.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Die Wahl Erzähperspektiven fand ich sehr gelungen. Sie hebt das Buch von anderen Büchern des Genres ab, da eben nicht aus der Perspektive des Mannes und der Frau, die Teil der Liebesgeschichte sind, berichtet wird, sondern aus der Perspektive von Mutter und Tochter. Die jeweiligen Partner haben dabei keine eigene Stimme. Da die Spiegelung durch den Partner fehlt, bleibt vieles im Dunkeln, was zum Nachdenken anregt. Mutter und Tochter spiegeln sich ausschließlich gegenseitig, ohne männliche Sicht. Dadurch wirken die Charaktere der Frauen in der Geschichte sehr komplex, während die Männer eher untergeordnete Rollen spielen.

Mein Abschlussfazit:

Das Buch ist eines der tiefgründigeren und erwachseneren Bücher von Colleen Hoover, das hervorragend die Komplexität der Mutter-Tochter-Beziehung einfängt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere