Toller und gelungener Trilogieauftakt
HeartbreakerMir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und nimmt den Leser mit. Man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt ...
Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und nimmt den Leser mit. Man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Es ist sehr gut vorstellbar, dass der Mann auf dem Cover Sawyer ist. Das hier mitgedacht wurde, gefällt mir ausgesprochen gut, denn nur so kann ein Buch für den Leser rundum perfekt werden.
Clover hat mir ebenso wie Sawyer sehr gut gefallen. Beide sind willensstarke Charaktere, denen das Verhandeln im Blut liegt. Sawyer erfährt somit auch etwas Gegenwind, den er so nicht kennt, aber als angenehm empfindet. Clover macht ihn durch ihre doch recht quirlige Persönlichkeit zu einem anderen Menschen. Einem Menschen, der nicht nur für die Arbeit lebt, sondern neue Erfahrungen auf neuen Gebieten sammelt und gewissen Spaß dabei hat. Es ist beim Lesen unverkennbar wie gut die beiden zusammenpassen, sie kennen sich zwar noch nicht gut aber sie ergänzen sich wie zusammengehörige Puzzleteile.
Da Sawyer durch und durch ein Arbeitstier ist, hat er wenig Umgang mit Frauen und ist auch nicht auf eine Beziehung aus. Das wird am Ende bewiesen, als er (aus seiner Sicht) unbewusst auf die Heartbreaker Falle zuläuft. Zwar hat er in seinen ersten Anläufen seine Gefühle Clover gegenüber nicht offenbart, allerdings gesteht Clover Sawyer ihre Gefühle auch nicht. Das fehlte mir irgendwie, denn so wirkte es auf mich doch recht einseitig. Warum sagt sie ihm nicht, was sie empfindet? Denn im Gegensatz zu Sawyer hat Clover schneller verstanden, was sie fühlt. Von ihr hätte ich erwartet, dass sie in der Lage ist den ersten Schritt zu machen. Über Gefühle sprechen die beiden nie, daher war es für mich etwas schwer nachzuvollziehen woher sie sich schon lange vor dem Antrag sicher ist, dass er sie nicht liebt.
Der plötzliche Krankenhausaufenthalt von Clovers Vater hat mich etwas überrascht. Bis zu diesem Zeitpunkt wird er kaum erwähnt, wenn Clover sich zu Hause meldet, wird immer nur davon gesprochen, dass sie mit ihrer Mutter telefoniert. Daher bin ich fest davon ausgegangen, dass ihre Mutter Witwe ist. Sprachlich hätte mir mein Denkfehler auffallen können, aber das Leben von Clovers Mutter und wie es geworden ist wie es ist, ist Teil von Clovers Wesen und somit nicht unwichtig. Damit nimmt es einen gewissen Raum in der Geschichte ein, wodurch automatisch ihre Vater in den Hintergrund rückt.
Die zunächst letzte Nacht von Sawyer und Clover mit dem anschließenden Konflikt (ich möchte das hier nicht spoilern, alle die das Buch gelesen haben, werden wissen was ich meine), fand ich übertrieben. Die Geschichte hätte das nicht gebraucht.
Hudson, der Bruder von Sawyer hat mir in seiner Rolle gut gefallen, er bleibt geheimnisvoll, so dass jetzt schon Vorfreude auf seine Geschichte entsteht. Die Mutter der beiden Brüder ist ebenfalls eine Größe, lange wusste ich nicht wie ich sie einschätzen sollte. Ebenso schwer einzuschätzen war für mich Tyler, ein weiterer Nebendarsteller über den wir nur Häppchen bekommen haben. Ich hoffe, wir erfahren zu ihm und seiner langen ehemaligen Freundschaft mit Sawyer bald mehr. Daphne, Clovers bester Freundin, muss man einfach gernhaben. Man merkt sehr deutlich, wie eng die beiden wirklich miteinander befreundet sind.
Durch und durch hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es hat eine spannende Story, der Einstieg in die Geschichte auf den ersten 50 Seiten ist spannend und lockt den Leser, mehr lesen zu wollen. Die Charaktere sind stimmig und die Protagonisten der Folgebände werden bereits in die Geschichte integriert, so dass diese uns mit ihrem Charme und geheimnisvollem Sein schonmal um den Finger wickeln konnten.
Auf Grund der kleinen Mankos, die ich in der Geschichte sehe, gebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung.