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Veröffentlicht am 16.11.2023

Auf nach Kanada

Wintertraum in Kanada
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Bei diesem Buch haben mich das schöne Cover mit der tollen Landschaft und der traumhaft gelegenen Hütte und der Schauplatz, das winterliche Kanada, direkt neugierig gemacht.

Die Protagonist:innen Sara ...

Bei diesem Buch haben mich das schöne Cover mit der tollen Landschaft und der traumhaft gelegenen Hütte und der Schauplatz, das winterliche Kanada, direkt neugierig gemacht.

Die Protagonist:innen Sara und Paul beschließen nach einer Kanada-Reise dorthin auszuwandern und kaufen von Deutschland aus ein Haus an einem See, das sie bisher aber nur von außen und von Bildern aus dem Internet kennen. Dort wollen sie ein Bed&Breakfast eröffnen, doch das Gebäude entpuppt sich als total marode. Zudem stehen kurz nach ihrer Ankunft dort auch schon diverse Überraschungsgäste aus ihrer alten Heimat vor ihrer Tür.

Die Umsetzung des Romans hat dann aber nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Ich habe mich auf einen winterlichen Liebesroman vor schöner Naturkulisse gefreut, bei dem dann auch nicht alles vollkommen realistisch sein muss, wenn es der Handlung gut tut. Aber leider waren mir Sara und Paul in ihrer Herangehensweise dann doch einen Tick zu naiv und unbeholfen, als dass ich mich noch wirklich in sie hineinversetzen konnte. Auch das mit den Überraschungsgästen war meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten, hier hätte auch ein überraschender Besuch gereicht und ich hätte mir stattdessen gewünscht, dass die Erlebnisse in und mit der unbeschreiblichen kanadischen Natur im Winter noch mehr Raum einnehmen. Zugutehalten muss man dem Roman, dass sich, insbesondere unter den Einheimischen auch sehr liebenswerte Nebenpersonen befinden. Was den Schreibstil der Autorin angeht, war dieser grundsätzlich gut lesbar, es wäre aber hilfreich gewesen, Zeitsprünge auch zu kennzeichnen. Für einen verregneten oder verschneiten Nachmittag auf dem Sofa ist der Roman sicher eine nette Lektüre für zwischendurch.



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Veröffentlicht am 12.11.2023

Durch Trauer verbunden

Selbst in dunkelster Nacht
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Liora hat früh ihre beste Freundin an eine Krankheit verloren, versucht aber, positiv zu bleiben und geht in ihrer Arbeit in einem Blumenladen, umgeben von netten Menschen, voll auf. Eines Tages bekommt ...

Liora hat früh ihre beste Freundin an eine Krankheit verloren, versucht aber, positiv zu bleiben und geht in ihrer Arbeit in einem Blumenladen, umgeben von netten Menschen, voll auf. Eines Tages bekommt sie mit Kieran einen neuen Nachbarn und Kollegen, der zunächst sehr abweisend ihr gegenüber ist, aber ihr dann doch recht bald offenbart, dass er ebenfalls viel zu früh geliebte Menschen verloren hat und quasi auf der Flucht vor der ständigen Erinnerung an sie in seiner Heimatstadt ist.

Bei diesem gut lesbaren Debütroman eines jungen, männlichen Autors handelt es sich um ein Buch der leisen Töne und die Stimmung ist einerseits traurig, wozu auch das in dunklen Farben gehaltene Cover passt und andererseits bringen der Blumenladen und die Menschen dort auch wieder kleine Lichtblicke mit sich. Die grundsätzliche Konstruktion der Geschichte, mit zwei jungen Menschen, die einen Verlust verarbeiten müssen, ist nun nichts vollkommen Neues in dem Genre und auch nicht die Tatsache, dass es teilweise recht dramatisch wird und die Protagonist:innen versuchen, ohne die (in solchen Fällen sicher angebrachte) therapeutische Hilfe klar zu kommen. Somit kommt es eher nicht zu richtig großen Überraschungen. Die Geschichte ist aber auch erst mit dem zweiten Band abgeschlossen. Liebhaber des Young Adult Genres erhalten sicher einen lesenswerten Roman für regnerische Herbsttage.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Nochmal von vorn

Mein schrecklich schönes Leben
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Cassandra Penelope Dankworth, Anfang 30, die Protagonistin dieses Romans, weist teilweise autistische Züge auf, wodurch sie oft sehr ehrlich ist und keine gute Miese zum bösen Spiel macht, was ihr, insbesondere ...

Cassandra Penelope Dankworth, Anfang 30, die Protagonistin dieses Romans, weist teilweise autistische Züge auf, wodurch sie oft sehr ehrlich ist und keine gute Miese zum bösen Spiel macht, was ihr, insbesondere in beruflicher Hinsicht, sie arbeitet ausgerechnet im oberflächlichen PR-Bereich, immer wieder Schwierigkeiten bereitet. Ihre längste Beziehung dauerte auch nur vier Monate und endete gerade, indem ihr Freund sie verließ, am gleichen Tag, an dem sie auch gekündigt wurde. Da stellt sie plötzlich fest, dass sie die Zeit immer wieder zurückdrehen kann. Sie steckt anscheinend in einer Zeitschleife fest und bekommt so immer wieder eine neue Chance, es diesmal "richtig" zu machen.

Der Roman ist sehr unterhaltsam und amüsant und die Protagonistin war mir mit ihrer Art sehr sympathisch. Ihre Ehrlichkeit war wirklich wohltuend und in vielen ihrer Ansichten konnte ich mich ihr nur anschließen. Im mittleren Teil wurde mir das mit der Zeitschleife dann aber etwas lang, hier hätte es etwas weniger sein dürfen. Das Finale hat mich dann aber wieder voll abgeholt und ich empfehle das Buch gerne weiter. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Einblicke in die glamouröse Modewelt der 60er und 70er Jahre

Der Glanz der Zukunft. Loulou de la Falaise und Yves Saint Laurent
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Im Mittelpunkt dieses Romans steht die junge, in London geborene und teils bei ihrer Großmutter aufgewachsene Loulou, die mit 19 einen etwa zehn Jahre älteren (verarmten) irischen Adeligen heiratet, der ...

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die junge, in London geborene und teils bei ihrer Großmutter aufgewachsene Loulou, die mit 19 einen etwa zehn Jahre älteren (verarmten) irischen Adeligen heiratet, der sie in die Londoner Partygesellschaft einführt, wodurch sie nach und nach auch Kontakte in die Modewelt knüpft, da Mode ihre Leidenschaft ist. So lernt sie irgendwann auch Yves Saint Laurent kennen und freundet sich mit ihm an. Später erhält sie sogar die Möglichkeit mit ihm zusammenzuarbeiten.

Ich fand die Einblicke in diese spannende Zeit, in der ich selbst noch nicht geboren war, sehr interessant. Viele der darin vorkommenden Persönlichkeiten (u. a. Mick Jagger oder Karl Lagerfeld) waren mir dennoch ein Begriff und Protagonistin LouLou war mir in ihrer unverkrampften Art sehr sympathisch und es hat mir gefallen, wie sie sich selbst treu bleibt und sich für niemanden verbiegt. Der Schreibstil der Autorin war anschaulich und gut verständlich, auch für Laien auf dem Gebiet der französischen Mode.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Andere Zeiten

In Liebe, deine Lina (Mühlbach-Saga 1)
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Nachdem mir schon die anderen Roman der Autorin sehr gut gefallen haben, hat natürlich auch ihr neuestes Werk mein Interesse geweckt. Diese Geschichte beginnt gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Mühlbach ...

Nachdem mir schon die anderen Roman der Autorin sehr gut gefallen haben, hat natürlich auch ihr neuestes Werk mein Interesse geweckt. Diese Geschichte beginnt gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Mühlbach in der Pfalz und beruht teilweise auf wahren Begebenheiten aus dem Leben der Vorfahren der Autorin.

Lina Borger stammt aus ärmlichen Verhältnissen und hat früh ihre Mutter verloren, während ihre Jugendliebe Albert Lehnert aus der reichsten Familie des Ortes stammt. Daher billigen dessen Eltern eine Heirat der beiden nicht mal dann, als Lina mit 19 von Albert schwanger wird und ihr blüht große Schande in dem kleinen Dorf. Doch der etwas ältere Karl Schäfer, selbst unehelich geboren und wie ein älterer Bruder für Lina bietet ihr einen Ausweg.

Mich hat die Geschichte sehr berührt. Der Autorin ist es gelungen, die einfachen und harten Bedingungen damals in dem kleinen pfälzischen Dorf eindrücklich zu schildern und auch das Verhalten der verschiedenen Bewohner. Lina war mir sehr sympathisch und ich habe mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut, wenn es positive Erlebnisse gab. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, wie es mit ihr und ihrer Familie im zweiten Teil weitergeht.

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