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Veröffentlicht am 21.11.2021

Gelungene Fortsetzung

Teufelsnetz
1

Inhalt:

Die beiden wohl bekanntesten Blogger Finnlands verschwinden spurlos. Doch was zunächst nach einem PR-Gag aussieht, entspuppt sich schnell als bitterer Ernst, als auf ihren Profilen Todesnachrichten ...

Inhalt:

Die beiden wohl bekanntesten Blogger Finnlands verschwinden spurlos. Doch was zunächst nach einem PR-Gag aussieht, entspuppt sich schnell als bitterer Ernst, als auf ihren Profilen Todesnachrichten auftauchen und zudem eine Frauenleiche gefunden wird, die mit dem Verschwinden der beiden Blogger in Zusammenhang zu stehen scheint. Jessica Niemi übernimmt die Leitung der Ermittlungen und steht dabei enorm unter Druck. Denn schon der kleinste Fehler kann das Ende ihrer Karriere bedeuten..

Meine Meinung:

"Teufelsnetz" ist der zweite Teil der Reihe um Jessica Niemi und ihre Kollegen von der Helsinkier Kriminalpolizei. Obwohl die Fälle in sich abgeschlossen sind, empfiehlt es sich, zunächst den Vorgängerband zu lesen, da die dortigen Ereignisse einen großen Einfluss auf Jessicas Entwicklung und Privatleben haben.

Nachdem mir "Hexenjäger" bereits sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Und wurde nicht enttäuscht. Auch "Teufelsjäger" konnte mich von beginn an fesselnd. Der Schreibstil ist temporeich und trotzdem angenehm zu lesen, wodurch man schnell in die Handlung hineinfindet.

Die Charaktere sind sehr speziell, sie haben Ecken und Kanten und dadurch einen gewissen Wiedererkennungswert. Dies gilt auch für die Protagonistin Jessica Niemi, die in diesem Buch erneut mit einigen sowohl privaten als auch beruflichen Problemen zu kämpfen hat. Nach außen man sie einen sehr taffen und zielstrebigen Eindruck. Sie geht ihren eigenen, gerne mal etwas unkonventionellen Weg und lässt sich dabei auch nicht so schnell beirren. Doch in ihrem Inneren sieht es teilweise ganz anders aus... Jessica ist kein absoluter Sympathieträger, den man auf Anhieb in sein Herz schließt, trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb gefällt sie mir als Protagonistin sehr gut.

Der Plot des Buches ist spannend und fesselnd. Die Verbindung zu Mangas hat mir sehr gut gefallen. Zudem hält die Handlung die eine oder andere überraschen Wendung bereit, die durchgehend für Spannung sorgen und den Leser mitfiebern und -rätseln lassen. Die schlussendliche Auflösung konnte mich überraschen und zufrieden stellen, auch wenn am Schluss doch so einige Fragen offen bleiben, auf deren Auflösung ich im hoffentlich nächsten Band der Reihe bereits gespannt bin.

Fazit:

Mit "Teufelsnetz" legt Max Seeck erneut einen temporeichen und fesselnden Thriller mit überraschender Auflösung vor. Ein gelungener zweiter Teil der Reihe, der Lust und neugierig auf eine hoffentlich baldige Fortsetzung macht.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 17.11.2021

Eine Nacht, die alles veränderte..

The Nothing Man
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Inhalt:

Vor beinahe 20 Jahren drang der von der Presse als Nothing Man bezeichnete Killer nachts in das Haus der Familie Black ein. Er tötete die Eltern sowie eine der beiden Töchter der Famile, nur die ...

Inhalt:

Vor beinahe 20 Jahren drang der von der Presse als Nothing Man bezeichnete Killer nachts in das Haus der Familie Black ein. Er tötete die Eltern sowie eine der beiden Töchter der Famile, nur die 7jährige Eve blieb wie auf wundersame Weise verschont. Bis heute wurde der Täter, der danach nie wieder zuschlug, nicht gefasst. Doch Eve hat bis heute nicht aufgegeben. Um den Täter endlich zu überführen, hat Eve ein Buch über die Ereignisse jener Nacht geschrieben, die ihr Leben von einem Tag auf den nächsten veränderten und sie zur Waise machten.
Das Buch wird innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller. Auch Supermarkt-Wachmann Jim Doyle hat sich ein Exemplar gekauft. Denn er ist niemand anderes als der Nothing Man. Doch je mehr er liest, umso größer wird seine Wut auf Eve. Und er realisiert, dass es ein großer Fehler war, Eve damals am Leben zu lassen, denn Eve ist der Wahrheit gefährlich nah...

Meine Meinung:

"The Nothing Man" war mein erstes Buch der irischen Autorin Catherine Ryan Howard, aber sicher nicht mein letztes. Selten hat mich ein Thriller so gefesselt wie dieser, sodass ich ihn in kürzester Zeit regelrecht verschlungen habe.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und wird aus Sicht von Jim Doyle, bei dem es sich um niemand anderes als den Nothing Man selbst handelt, erzählt. Nachdem dieser sich die letzten Jahre in Sicherheit gewähnt hat, wird er durch das Erscheinen von Eves Buch aus der Bahn geworfen...

Zusammen mit Jim Doyle liest der Leser Eves Buch, in dem Eve sowohl die Erlebnisse der Nacht schildert, in der ihre Familie starb, als auch die restlichen Verbrechen des Nothing Man sowie ihre Recherchen zum Fall, wie z.B. Gespräche mit damaligen Zeugen bzw. vorherigen Opfern des Nothing Man. Durch den Schreibstil von Eves Buch und die realistischen Schilderungen hat man als Leser tatsächlich das Gefühl, die wahre Berichterstattung eines Opfers zu lesen, obwohl es sich "nur" um reine Fiktion handelt.

Der einzigartige Plot des Buches ist spannend und absolut fesselnd, obwohl der Leser bereits auf den ersten Seiten erfährt, dass Jim Doyle der Nothing Man ist und vor 20 Jahren mehrere Vergewaltigungen und Morde beging, bis seine Verbrechensserie nach dem Mord an Eves Familie plötzlich endete. Man möchte als Leser unbedingt mehr über die Verbrechen des Nothing Mans erfahren, insbesondere über das an Eves Familie. Darüber hinaus stellt man sich beim Lesen natürlich die Frage, welche Beweise es gegen Doyle gibt bzw. ob und wenn ja welche neuen Informationen Eve bei ihren Nachforschungen ans Licht bringen konnte. Zudem ist man natürlich gespannt, ob bzw. wie es Eve gelingt, den Nothing Man aus seinem Versteck zu locken. Und ob es Doyle gelingt sein damaliges Versäumnis nachzuholen: Eve zu töten.

Besonders gefallen hat mir, dass nicht nur die Opfer, insbesondere natürlich Eve selbst, durch Eves Buch zu Wort kommen, sondern der Leser auch den Täter und dessen Leben abseits der Verbrechen kennenlernt, da ein Großteil der Handlung aus seiner Sicht erzäht wird. Natürlich ist Doyle - schon allein durch die von ihm begangenen Verbrechen - kein sympathischer Zeitgenosse, trotzdem bekommt man einem Einblick in seine Gedanken und Gefühle und erlebt ihn stellenweise sogar als "ganz normalen" Menschen, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Fazit:

Ein absolut fesselnder Thriller, der mich von Anfang bis Ende absolut begeistern konnte und dem ich nur jedem Thriller- und True Crime Fan ans Herz legen kann. Für mich gehört "The Nothing Man" zu den Lesehighlights 2021.

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Eher unaufgeregter, aber angenehm zu lesender Roman

Piz Palü
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Inhalt:

Das Grand Arnold, ein Luxushotel in den Schweizer Alpen, das sich seit Generationen in Familienbesitz befindet, ist beliebt bei den Reichen und Schönen. Namhafte Gäste reisen an, um ihre Sommerfrische ...

Inhalt:

Das Grand Arnold, ein Luxushotel in den Schweizer Alpen, das sich seit Generationen in Familienbesitz befindet, ist beliebt bei den Reichen und Schönen. Namhafte Gäste reisen an, um ihre Sommerfrische in den Bergen zu verbringen - so auch dieses Jahr. Doch während man nach außen hin den Anschein einer heilen Welt wahren will, ist die Realität hinter den Kulissen von Missgunst, Neid und Affären geprägt. Doch dann verschwinden die Kinder der Hoteliersfamilie spurlos und kurz darauf geschieht auch noch ein Mord. Als sich Kommissar Tschudi von der Mordkommission Graubünden auf die Suche nach der Wahrheit macht, droht das Kartenhaus endgültig zusammenzustürzen...

Meine Meinung:

Bei "Piz Palü" handelt es sich - auch wenn der Klappentext vielleicht mehr in diese Richtung verspricht - nicht um einen Krimi. Wer hier also einen spannenden Pageturner erwartet, wird enttäuscht sein. Stattdessen wird einem ein (zumindest in der ersten Hälfte) eher unaufgeregter, aber (insbesondere in der zweiten Hälfte) durchaus spannender Roman geboten, der mich persönlich gut unterhalten hat.

Der Schreibstil der Autorin Marie Brunntaler ist nüchtern, aber trotzdem angenehm zu lesen. Die Kapitel sind recht kurz was zusammen mit den wechselnden Perspektiven und Zeitebenen für Abwechslung und eine gewisse Spannung sorgt. Das Setting - ein Hotel in den Schweizer Alpen im Jahr 1957, also in der Nachkriegszeit - ist interessant. Die Wortwahl der Autorin ist dazu passend, sodass man sich als Leser in die Zeit zurückversetzt fühlt. Auch die im Hotel herrschende Atmosphäre hat mir gut gefallen. Man merkt, dass etwas unter der Oberfläche brodelt, das mit aller Macht nach oben drängt...

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Hoteliersfamilie Kälin, bei der mehr Schein als Sein ist, sowie ihre Gäste. Die Autorin gewährt dem Leser dank wechselnder Perspektiven einen guten Einblick in das Leben und die Gefühls- und Gedankenwelt der Charaktere. Nach und nach erfährt der Leser mehr über ihre Vergangenheit und die Verstrickungen untereinandern. Immer mehr (Familie-)Geheimnisse und Affären kommen ans Licht und menschliche Abgründe tun sich auf. Nicht zuletzt dank Kommissar Tschudi, der als Außenstehender auch mal zwischen den Zeilen liest, Sachen hinterfragt und sich nicht zu leicht hinters Licht führen lässt. Am Schluss fügt sich tatsächlich alles - auch die kleinste, noch so unwichtig erscheinende Kleinigkeit - zu einem stimmigen Ganzen zusammen.

Fazit:

Unaufgeregter, sehr angenehm zu lesender Roman, der durch den Kriminalfall an Spannung gewinnt.

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Mittelalterliche Morde

Angstrichter (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 4)
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Inhalt:

Nürnberg. An den vier Stadttoren verteilt hängen Körperteile einer Leiche. Doch damit nicht genug: Kurze Zeit später taucht im Internet ein Livestream auf, in dem eine gefesselte Person mit einer ...

Inhalt:

Nürnberg. An den vier Stadttoren verteilt hängen Körperteile einer Leiche. Doch damit nicht genug: Kurze Zeit später taucht im Internet ein Livestream auf, in dem eine gefesselte Person mit einer schwarzen Kapuze über dem Kopf auf dem Boden kauert. Und hinter ihr im Bild ein Scharfrichter mit einer Axt. Jemand scheint sich selbst zum Richter aufzuschwingen und dabei über Leichen zu gehen.
Die Profiler Jan Grall und Rabea Wyler werden gebeten, sich auf die Jagd nach dem brutalen Killer zu machen. Und geraten dadurch selbst ins Visier des Täters...

Meine Meinung:

"Angstrichter" ist der mittlerweile vierte Teil der Reihe um die Profiler Jan Grall und Rabea Wyler. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, lässt sich dieser Band aber auch problemlos ohne Vorwissen lesen.

Der Schreibstil des Autors ist temporeich, aber angenehm zu lesen. Dank wechselnder Erzählperspektiven und kurzer Kapitel vergehen die Seiten wie im Flug und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Einige Szenen sind jedoch nichts für zartbesaitete Leser, denn Lars Schütz nimmt wie gewohnt kein Blatt vor den Mund wie sich beispielsweise bei den recht detailreichen Beschreibungen der grausamen Morde und brutal zugerichteten Opfer zeigt.

Die Protagonisten der Reihe, die beiden Profiler Jan Grall und Rabea Wyler, sind mir bereits aus den vorherigen Bänden der Reihe bekannt und sypathisch. Vorallem Jan ist sehr scharfsinnig und stellt Zusammenhänge her, die die Polizei übersieht. Nicht zuletzt dadurch macht es Spaß, Jan und Rabea bei der Aufklärung des Falls zu begleiten und dabei selbst ein wenig mitzurätseln.

Der Plot ist wie bereits bei den vorherigen Teilen der Reihe durchweg spannend und fesselnd. Schon die ersten Seiten haben es in sich, sodass man einfach weiterlesen MUSS! Besonders gefallen hat mir der Bezug der Morde zum Mittelalter, der den Plot noch interessanter werden lässt. Die schlussendliche Auflösung ist stimmig und kann - auch wenn man durchaus selbst die richtigen Schlüsse ziehen kann - zum Teil noch überraschen.

Fazit:

Spannender vierter Teil der Reihe mit Bezug zum Mittelalter. Definitiv nichts für schwache Nerven! Aber gerade dadurch absolut fesselnd.

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Ein schwarzes Schaf in den eigenen Reihen?

Abgetrennt
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Inhalt:

Rechtsmediziner Paul Herzfeld wird gebeten bei der Begehung eines privaten medizinischen Lehrinstituts teilzunehmen, dem vorgeworfen wird, unerlaubterweise an echten Leichenteilen zu obduzieren. ...

Inhalt:

Rechtsmediziner Paul Herzfeld wird gebeten bei der Begehung eines privaten medizinischen Lehrinstituts teilzunehmen, dem vorgeworfen wird, unerlaubterweise an echten Leichenteilen zu obduzieren. Tatsächlich finden sich vor Ort echte Leichenteile. Unter anderem ein Arm, den Herzfeld aufgrund eines markanten Tattoos samt Narben wiedererkennt. Er selbst hat diesen Arm vor gar nicht allzu langer Zeit auf dem Seziertisch gehabt. Herzfeld drängt sich ein ungeheurlicher Verdacht auf: Verkauft einer seiner Kollegen illegal Leichenteile? Herzfeld beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Meine Meinung:

"Abgetrennt" ist der dritte und damit letzte Teil der A-Trilogie von Michael Tsokos, in der der Rechtsmediziner Paul Herzfeld im Zentrum des Geschehens steht (Kurzgeschichten nicht mitgerechnet). Obwohl die "Fälle", in denen Herzfeld mal mehr, mal weniger freiwillig ermittelt, in sich abgeschlossen sind, empfiehlt es sich, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da Herzfeld in diesem Band auf einen alter Widersacher trifft.

Der Rechtmediziner Paul Herzfeld ist ein sympathischer Protagonist mit einer sehr guten Spürnase. Es macht Spaß und ist sehr interessant, ihm bei seiner Arbeit und seinen Nachforschungen über die Schultern zu schauen. Allerdings besitzt er auch das Talent sich durch seine Hartnäckigkeit selbst in Gefahr zu bringen, was er auch dieses Mal wieder unter Beweis stellt...

Der Schreibstil des Autors ist - obwohl stellenweise eher nüchtern und sachlich - flüssig und angenehm zu lesen. Besonders gefallen haben mir die Szenen im Sektionssaal und die damit einhergehenden detailreichen und interessanten Beschreibungen der Obduktionen, Untersuchungen etc. Hier merkt man einfach den enormen Sachverstand des Autors! Dass einige Schilderungen bzw. Szenen tatsächlich auf echten Ereignissen bzw. Fällen beruhen, sorgt noch einmal mehr für Authentizität.

Der Plot des Buches ist zwar spannend, aber insgesamt leider schwächer als bei den vorherigen Teilen der Reihe. Es gibt kaum überraschende Wendungen, sodass man als Leser das Ende bzw. die Auflösung vorhersehen kann. Trotzdem hat mich das Buch - insbesondere das actionreiche und brenzlige letzte Drittel - sehr gut unterhalten.

Fazit:

Spannender, wenn auch etwas zu vorhersehbarer Abschluss der Trilogie um Rechtmediziner Paul Herzfeld, der den Leser mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück lässt.

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