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Veröffentlicht am 09.10.2017

Royal über Nacht

Paper Princess
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Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Mutter, muss Ella sich mit Aushilfsjobs und Strippen über Wasser halten, während sie nebenbei versucht, ihren Schulabschluss zu meisten. Doch dann steht plötzlich Milliardär ...

Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Mutter, muss Ella sich mit Aushilfsjobs und Strippen über Wasser halten, während sie nebenbei versucht, ihren Schulabschluss zu meisten. Doch dann steht plötzlich Milliardär Callum Royal vor ihr - und behauptet ihr Vormund zu sein. Gegen ihren Willen nimmt er Ella mit in sein Zuhause. Doch Callums fünf Söhne sind alles andere als begeistert vom Familienzuwachs. Vorallem der unverschämt aussehende Reed macht ihr das Leben schwer...

Meine Meinung:
Ich habe lange mit der Reihe gehadert - und konnte am Ende dann doch nicht widerstehen. Zum Glück!
Der Schreibstil ist sehr humorvoll und angenehm zu lesen. Schon nach wenigen Seiten ist man in die Geschichte eingetaucht und kann das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Ella ist eine wundervolle Protagonistin. Das Leben meinte es bislang nicht sonderlich gut mit ihr. Aber sie ist unglaublich stark, beißt sich durch und ist dadurch für ihr Alter unglaublich erwachsen. Sie ist intelligent und gutaussehend, aber kein bisschen eingebildet. Ich mag ihre direkte, kesse Art und ihre schlagfertigen Sprüche, die mich im Laufe des Buches des Öfteren zum Lachen gebracht haben.

Die Royal-Brüder waren mir durch ihr unfaires Verhalten Ella gegenüber zu Beginn alles andere als sympathisch. Doch nach und nach sind mir die Brüder dann doch immer mehr ans Herz gewachsen - allen voran Reed und Easton.

Der Plot ist abwechslungsreich und spannend. Sicher sind ein paar Sachen vorhersehbar, dennoch war ich zu jedem Zeitpunkt gespannt, wie es weitergehen wird und was hinter der nächste Ecke (oder besser gesagt auf der nächsten Seite) für gute und böse Überraschungen auf Ella warten. Intrigen, Lügen, Partys.... Langweilig wird es bei den Royals sicherlich nicht. Und nebenbei natürlich noch ganz viel Emotionen und eine Hand voll Erotik.

Fazit:
Unterhaltsam, spannend, voller Emotionen und Erotik. Die gutaussehenden Royal-Brüder haben es mir angetan. Aber vorallem Ella konnte mich mit ihrer direkten, kessen Art und ihrer Stärke verzaubern. Kann es kaum erwarten, Teil 2 zu lesen...

Veröffentlicht am 09.10.2017

Audrey & Griff

True North - Wo auch immer du bist
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Inhalt:
Nachdem Audrey Kidder bei ihrer Arbeit im Sterne-Restaurant einer großen Kette mehrere Fehler unterlaufen sind, wird sie "strafversetzt". Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie nach Vermont ...

Inhalt:
Nachdem Audrey Kidder bei ihrer Arbeit im Sterne-Restaurant einer großen Kette mehrere Fehler unterlaufen sind, wird sie "strafversetzt". Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie nach Vermont fahren, um dort frische Lebensmittel für geringe Preise direkt bei den ortsansässigen Farmern zu erwerben. Gleich auf der ersten Farm trifft sie den attraktiven Griffin Shipley wieder - eine ehemalige Affäre aus Collegezeiten. Er soll ihr seinen selbstgemachten Cider zum halben Preis verkaufen - doch Griffin ist alles andere als begeistert über Audreys Auftauchen. Wäre da nur nicht diese Anziehungskraft zwischen den beiden...

Meine Meinung:
Das Setting der Geschichte hat mir besonders gefallen: eine Farm in Vermont mit zig tausend Apfelbäumen... Einfach traumhaft! Hinzu kommen die bildhaften Beschreibungen der Autorin, die dem Leser das Gefühl vermitteln, selbst entlang der zahlreichen Reihen an Apfelbäumen zu spazieren.

Die Geschichte ist abwechselnd aus Audreys und Griffiths Sicht geschildert. So bekommt der Leser von beiden Charakteren und ihr Gefühlsleben ein sehr genaues Bild. Mir waren die beiden sehr sympathisch. "Grummel-Griff", wie Audrey ihn aufgrund seiner besonders zu Beginn sehr grummeligen Art nennt, ist ein gut aussehender Mann, der zupacken kann, harte Arbeit nicht scheut und über einen ausgeprägten Beschützerinstinkt verfügt. Er wird aber keinesfalls dem Klischee eines ungebildeten Bauerns gerecht - denn er ist intelligent und hat einen Abschluss in Chemie. Und zudem kann er auch sehr gefühlvoll sein.Audrey hingegen verfolgt verbissen ihren Traum von einem eigenen Restaurant. Sie ist sehr quirlig und humorvoll. Mit ihrer sympathischen Art und ihrer Liebe zu frischen, natürlich angebauten Lebensmitteln verzaubert sie Leute (zumindest in Vermont) innerhalb kürzester Zeit.
Aber auch die restlichen Charaktere - sei es Griffs liebenswerte Familie oder die fleißigen Mitarbeiter auf der Farm - sind allesamt unglaublich authentisch und vielschichtig.

Der Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Natürlich ist klar, worauf es am Ende hinauslaufen wird, dennoch empfand ich das Lesen insbesondere Dank der tollen Charaktere und dem schönen Setting durchgängig als spannend und fesselnd. Griffs und Audreys Neckerei oder auch die Sprüche zwischen Griff, seinen Geschwistern und den Mitarbeitern auf der Farm haben mich sehr gut unterhalten.
Natürlich gibt es auch die eine oder andere leidenschaftliche Sexszene im Buch. Diese sind jedoch sehr niveauvoll und erotisch geschrieben.

Fazit:
Ein tolles Setting und sehr sympathische, authentische Charaktere machen die teils vielleicht etwas vorhersehbare Handlung mehr als wett. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und freu mich auf hoffentlich noch viele weitere Teile!

Veröffentlicht am 08.10.2017

Das Leben mit einem fremden Herzen

Die Tage, die ich dir verspreche
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Inhalt:
Gwen ist krank - doch dann wird ein passendes Spenderherz für sie gefunden. Während ihr Umfeld erleichtert über die erfolgreiche Herzplantation ist und sich für Gwen freut, tut sie selbst sich ...

Inhalt:
Gwen ist krank - doch dann wird ein passendes Spenderherz für sie gefunden. Während ihr Umfeld erleichtert über die erfolgreiche Herzplantation ist und sich für Gwen freut, tut sie selbst sich schwer darüber glücklich zu sein, das Herz eines anderen, verstorbenen Menschen in sich zu tragen. In einem Internetforum für Herzkranke bietet sie an, ihr neues Herz zu verschenken. Moderator Noah hält dies alles zunächst für einen morbiden Witz und geht obwohl er selbst kerngesund ist auf Gwens Angebot ein. Doch als diese kurze Zeit später vor seiner Tür steht, wird ihm klar, dass es alles andere als ein Scherz war... Und er setzt alles daran, sie davon zu überzeugen, dass das Leben schön und lebenswert ist.

Meine Meinung:
Mit "Die Tage, die ich dir verspreche" ist der Autorin Lily Oliver ein berührender, aber gleichzeitig auch schöner Roman gelungen.
Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt den Lesern schonungslos, was es wirklich heißt mit einem fremden Herzen zu leben. Doch trotz des ernsten, bewegenden Themas lässt sich das Buch leicht und flüssig. Neben den deprimierenden, traurigen Szenen gibt es auch viele Lichtblicke und schöne Momente, die nicht nur Gwen zeigen, wie lebenswert das Leben ist...

Die Protagonisten Gwen und Noah haben mir sehr gefallen. Sie sind authentisch und der Leser kann sich gut in sie hineinversetzen.
Besonders Gwen habe ich im Laufe des Buches ins Herz geschlossen. Ihre Gefühle und Gedanken, insbesondere ihre Ängste und Schuldgefühle, werden dem Leser sehr gut vermittelt. Am liebsten hätte ich ihr beigestanden und ihr geholfen, wieder einen Sinn im Leben zu sehen. So wie es Noah tut, obwohl er Gwen doch eigentlich gar nicht kennt. So einen Freund wie Noah kann man nur jedem Wünschen, der irgendwann man in eine vergleichbare Situation wie Gwen gerät.

Das Thema des Buches fand ich persönlich sehr bewegend und aufwühlend.
Auf der einen Seite die Freude der Angehörigen und Freunde, dass Gwen durch das Herz die endlich Chance auf ein neues, annähernd normales Leben hat.
Aber auf der anderen Seite Gwens Schuldgefühle und Albträume. Denn ein neues Herz bedeutet nicht nur ein neues Leben, sondern auch, dass jemand anderes es nicht mehr benötigt.... Hinzu kommt die Angst, das Herz zu stark zu belasten und auch davor, dass ihr Körper das neue Organ noch immer einfach abstoßen könnte. Daher fällt es ihr schwer, zurück ins normale Leben zu finden.
Keine leichte Situation - weder für Gwen noch für ihre Familie, die doch eigentlich nur das Beste für sie will und gleichzeitig den Wunsch nach einem normalen, alltäglichen Leben verspürt.
Mich hat das Buch sehr mitgenommen, gegen Ende kamen mir sogar die Tränen. Auch noch lange nach dem Lesen hat mich das Thema beschäftigt und dazu gebracht, selbst endlich einen Organspendeausweis auszufüllen..


Neben dem Thema Organspende spielt aber auch die Liebe eine sehr große Rolle. Dadurch wird das Buch ein wenig aufgelockert und bekommt eine schöne, romantische Seite, die mir - auch wenn natürlich mehr oder weniger abzusehen ist, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird - ebenfalls gut gefallen hat.

Fazit:
Ein sehr schöner Liebesroman über Organspende, der mich sehr aufgewühlt und mitgenommen hat, aber sich trotz des ernsten, bewegenden Themas leicht und flüssig lesen lässt. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 26.09.2017

Rabbits Kampf ums Leben

Die letzten Tage von Rabbit Hayes
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„Als alle nach Hause gegangen waren, lag Rabbit still im Bett und versuchte, mit ihrem bevorstehenden Tod ins Reine zu kommen. Sie war nicht wütend, nicht einmal frustriert. Sie hatte weder Angst, noch ...

„Als alle nach Hause gegangen waren, lag Rabbit still im Bett und versuchte, mit ihrem bevorstehenden Tod ins Reine zu kommen. Sie war nicht wütend, nicht einmal frustriert. Sie hatte weder Angst, noch war sie beunruhigt. Nicht verbittert und nicht rachsüchtig. Sie war nur traurig, die Menschen verlassen zu müssen, die sie am meisten liebte, vor allem ihre Tochter. Sie hatte lange gekämpft, aber sie wusste, dass der Kampf jetzt vorbei war.“ (S.257)

Inhalt:

Mia „Rabbit“ Hayes ist gerade einmal 40 Jahre alt, als sie ins Hospiz geht um zu sterben. Sie hat Brustkrebs im Endstadium, ihr bleiben nur noch wenige Tage. Ihre Familie, allen voran ihre kleine Tochter Juliet, und Freunde weichen kaum eine Sekunde von ihrer Seite und stehen ihr in dieser schweren Zeit bei.

Meine Meinung:

Dieses Buch sollte man wirklich in Ruhe lesen. Vielleicht mit einem heißen Kakao auf dem Sofa oder im Garten in der Hängematte. Auf jeden Fall aber mit einer Packung Taschentücher in Reichweite. Denn die Geschichte über Rabbits letzte Tage im Hospiz, im Kreise ihrer Liebsten, voll mit Liebe und schönen Erinnerungen, trifft den Leser direkt ins Herz.

Die Tage, die Rabbit im Hospiz verbringt, werden abwechselnd aus verschiedenen Sichten geschildert. Aus ihrer eigenen, sowie aus der ihrer Tochter, ihrer Mutter und ihrer zwei Geschwistern, und auch ihrer besten Freundin Marjorie. Dadurch lernt man nicht nur Rabbit gut kennen, sondern man erfährt auch hautnah, was in den Menschen, die sie lieben, vorgeht.
Doch das Buch spielt nicht nur in der Gegenwart. Hin und wieder gibt es Rückblenden in Rabbits Jugend, in denen man Rabbits erste und einzige große Liebe Johnny kennenlernt und ihre gemeinsame Geschichte erfährt.

Mia Hayes, die von allen liebevoll Rabbit genannt wird, ist eine bewundernswerte junge Frau, die man einfach mögen muss. Sie ist stark und unabhängig, hat ihren eigenen Kopf und vertritt ihre Meinung, auch wenn sie damit hin und wieder aneckt. Rabbit hat eine 12jährige Tochter, Juliet, die sie über alles liebt. Sie ist alleinerziehend und versucht so gut wie möglich für sie da zu sein, auch wenn ihr das durch die Krankheit nicht immer leicht fällt. Durch den Krebs ist Rabbit nicht mehr sie selbst, doch in manchen Augenblicken blitzt die humorvolle, lebenslustige Frau, die sie vorher war, durch, die einen zum schmunzeln und lachen bringt. Ich habe sie in mein Herz geschlossen und mit ihr gemeinsam gekämpf, gelitten und geweint.

Neben Rabbit, Rabbits Eltern und Geschwistern und ihrer besten Freundin lernt der Leser auch ihre Tochter Juliet kennen. Sie ist wirklich süß und für ihre 12 Jahre schon sehr erwachsen. Aufopfernd und liebevoll kümmert sie sich um Rabbit und übernimmt dabei selbst oft die Mutterrolle. Juliet glaubt noch immer fest daran, dass ihre Mutter den Kampf gegen den Krebs gewinnen wird, und sie will sich (verständlicher Weise) nicht eingestehen, dass sie ihre Mutter bald verlieren wird. Für ihre Mutter versucht Juliet stark zu sein, doch eigentlich ist sie voller Trauer, Verzweiflung und Sorge. Genauso wie der Rest Rabbits Familie. Es ist wirklich schön und gleichzeitig traurig zu sehen, wie sehr sie mit Rabbit mitleiden, um sie kämpfen, nichts unversucht lassen, für sie da sind und versuchen, ihre letzten Tage so schön wie nur möglich zu machen.

Anna McPartlin hat mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eine wunderschöne und zugleich unendlich traurige Geschichte geschrieben. Realistisch, authentisch und mit wundervollen Charakteren. Über Trauer, Schmerz und die große Liebe. Die Diagnose Krebs kann das Leben zerstören, aber es lohnt sich zu kämpfen, so lange es nur geht.

Mein Fazit:

Eine wundervolle, traurige Geschichte über eine starke, bewundernswerte, liebevolle Mutter, deren Leben viel zu früh endet. Ich habe selten ein so emotionales, mitreißendes Buch gelesen, das mich selbst zu Tränen gerührt und stark mitgenommen hat. „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ ist ein echter Schatz, den ich nur jedem ans Herz legen kann.

Veröffentlicht am 26.09.2017

Spannender 2. Teil der Jan-Römer-Reihe

Und am Morgen waren sie tot
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Inhalt:

Oktober 1997: Zwei junge Pärchen campen im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Am nächsten Morgen werden die Leichen des einen Pärchens gefunden – das andere ist bis heute spurlos verschwunden. Was ...

Inhalt:

Oktober 1997: Zwei junge Pärchen campen im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Am nächsten Morgen werden die Leichen des einen Pärchens gefunden – das andere ist bis heute spurlos verschwunden. Was ist damals in der Nacht wirklich passiert? Diese Frage stellt sich auch der Kölner Journalist Jan Römer im Rahmen der Rubrik „Ungelöste Kriminalfälle“. Als er dann einen Anruf von einem Mann bekommt, der behauptet zu wissen, was in jener Nacht geschah, macht sich Jan – zusammen mit seiner besten Freundin Mütze – auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit...


Meine Meinung:

Mit seinem ersten Teil rund um den Kölner Reporter Jan Römer („Die Lichtung“) hat Linus Geschke die Messlatte für die Fortsetzung sehr hoch gelegt, die er mit „Und am Morgen waren sie tot“ aber mit Bravour überspringt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die Schauplätze sind atmosphärisch und bildhaft beschrieben. Zudem wird die Geschichte von Beginn an sehr spannend und fesselnd sowie mit einigen ungeahnten Wendungen und Überraschungen erzählt, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Dazu tragen auch die immer wieder geschickt platzierten Spannungsspitzen bei.
Jan Römer, der Protagonist des Buches, ist ein sympathischer und authentischer Charakter mit Ecken und Kanten, ganz alltäglichen Sorgen und Problemen. Ebenso wie seine quirlige, beste Freundin Stefanie „Mütze“ Schneider, die ihm bei seinen Ermittlungen meist zur Seite steht. Die beiden sind ein tolles Team! Es macht Spaß, sie als Leser zu begleiten und ist zudem immer unterhaltsam.

Der Plot ist gut durchdacht, spannend und interessant. Die Handlung spielt größtenteils in der heutigen Zeit, dennoch erfährt der Leser durch einige Abschnitte aus dem Jahr 1997 nach und nach auch immer mehr über das, was in jener Nacht wirklich passiert ist. Auch aus Sicht des Täters gibt es im Verlauf des Buches einige Szenen, die dem Leser einen Einblick in dessen Psyche ermöglichen und zusätzlich für Spannung sorgen. Besonders gefallen hat mir auch der Bezug zum Dritten Reich. Hier hat der Autor in meinen Augen eine gute Balance gefunden: die deutsche Geschichte spielt eine wichtige Rolle und ist dennoch nicht zu dominant oder belehrend.

Immer mal wieder werden dem miträtselnden Leser kleine „Puzzleteile“ der Wahrheit serviert, die er dann selbst nach und nach zusammensetzen kann. Dennoch ist die schlussendliche Auflösung nicht zu Gänze vorhersehbar und hält noch die eine oder andere Überraschung bereit. Ein gelungenes Ende!


Fazit:

Auch mit dem 2. Teil rund um den sympathischen Journalisten Jan Römer ist Linus Geschke erneut ein absolut spannender und fesselnder Krimi gelungen, der dem ersten in nichts nachsteht. Ein besonderes Highlight ist der sehr gut recherchierte und interessante Bezug zum Dritten Reich. Linus Geschke wird immer mehr zu einem meiner absoluten Lieblingsautoren und ich bin jetzt schon gespannt auf Jan Römers nächsten „ungelösten Kriminalfall".