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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2021

Berührende Frauenschicksale - über Generationen verbunden.

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Die junge Studentin Hannah ist auf der Suche nach ihren Wurzeln. Bei Großmutter Evelyn, die in einem Seniorenheim lebt, hofft sie auf eine spannende Familiengeschichte. Doch Evelyn ist verschlossen und ...

Die junge Studentin Hannah ist auf der Suche nach ihren Wurzeln. Bei Großmutter Evelyn, die in einem Seniorenheim lebt, hofft sie auf eine spannende Familiengeschichte. Doch Evelyn ist verschlossen und entzieht sich der Befragung immer wieder. Erst als Hannah mit eigenen Nachforschungen aufwarten kann, erzählt die Großmutter aus einer bewegenden Vergangenheit… und hilft Hannah, endlich ihren eigenen Weg zu finden.
Alena Schröder ist ein wundervolles (Frauen)-Buch gelungen! Ein Buch zum Eintauchen, wohl fühlen und schaudern, staunen und mitfiebern.
Ausgehend von Hannah, die nichts unversucht lässt, mehr über ihre Familie zu erfahren, gleitet man in die Vergangenheit und wandelt mit Hannahs Ahnen durch eine sehr bewegte, aber auch nationalistisch geprägte Zeit, die an allen ihre Spuren hinterlässt. Traurige Begebenheiten wechseln mit Lebensfreude ab, und nicht selten wird man nachdenklich, so viele Schicksale, so viele Verkettungen, so viele Entscheidungen…
Alena Schröder schreibt sehr lebendig, detailliert, gefühlvoll und doch ruhig. Dabei auch sehr realistisch, überzeugend – keine Spur von Kitsch und übertriebener Romantik. Als Leser kann man sich dem Sog dieser Geschichte kaum entziehen.
Für mich ein ganz leises und bewegendes Buch, das sehr oft zum Nachdenken anregt und am Ende auch ein bisschen Glück verbreitet. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 09.02.2021

Zu Herzen gehende Frauen-Schicksale mit Happy-End!

Der Lavendelgarten
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Emilie ist selbständige Tierärztin im quirligen Paris und hat sich ihr eigenes Leben aufgebaut. Da stirbt ihre Mutter Valérie, mondäne Diva, bekannt in den höchsten Kreisen, und Emilie steht vor den Scherben ...

Emilie ist selbständige Tierärztin im quirligen Paris und hat sich ihr eigenes Leben aufgebaut. Da stirbt ihre Mutter Valérie, mondäne Diva, bekannt in den höchsten Kreisen, und Emilie steht vor den Scherben ihres Erbes. Das alte, brüchige und renovierungsbedürftige Familienschloss birgt wahre Schätze, Gemälde und einen Weingarten – aber wie soll Emilie sich entscheiden: verkaufen oder bleiben? Da kommt völlig unerwartet Hilfe. Sebastian, illusterer Agent für Antiquitäten, springt ihr zur Seite…
Lucinda Riley schreibt so anschaulich schön, so romantisch und zu Herzen gehend! Wäre Emilie in den ersten Szenen nicht gar so zimperlich und mimosenhaft, würde man sie sofort ins Herz schließen – so aber stellt sich die Sympathie ein wenig später ein und man lauscht voller Hingabe der sonorigen, ruhigen Stimme von Simone Kabst, die eine rührende Geschichte erzählt. Von Liebe und Leidenschaft, von Krieg und Leid, von Menschen, die durchhalten und sich nicht unterkriegen lassen – und von einer familiären Verbindung, die die Zeiten übersteht und zu einem guten Ende führt. Sehr berührend, sehr liebevoll, aber auch spannend entwickelt sich hier eine Story, die den Hörer in eine andere Welt, eine andere Zeit entführt. Eine wunderschöne Geschichte für alle Romantiker!

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Veröffentlicht am 07.02.2021

Super spannend, geschickt konstruiert, absolut fesselnd!

Grenzfall - Der Tod in ihren Augen
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Alexa Jahn, junge Oberkommissarin, wird bei ihrem Dienstantritt in der Kripo Weilheim mit einem Leichenfund konfrontiert. Am Brauneck wird ein Teil einer grausam zugerichteten, entstellten Frauenleiche ...

Alexa Jahn, junge Oberkommissarin, wird bei ihrem Dienstantritt in der Kripo Weilheim mit einem Leichenfund konfrontiert. Am Brauneck wird ein Teil einer grausam zugerichteten, entstellten Frauenleiche gefunden – und kurz danach weitere Teile am Achensee im nahe gelegenen Tirol. Es gibt kaum Indizien, nur geringste Spuren und die Ermittler arbeiten akribisch sämtliche Möglichkeiten ab. Alexa wird mit der Leitung der Ermittlung betraut und hofft auf die Hilfe von Chefinspektor Krammer aus Innsbruck – der sich als wenig hilfreich erweist…
Anna Schneider präsentiert einen Regionalkrimi, der in einer zauberhaften Umgebung spielt. Lenggries im Isartal wird zum Schauplatz eines grausamen, unerklärlichen Verbrechens, dessen Spuren bis zum Tegernsee und hinüber nach Tirol führen.
Sehr beeindruckend beschreibt sie die Ermittlungen, die zunächst keine bedeutenden Ergebnisse zu Tage bringen und im Team eher zu Reibereien führen. Dabei zeichnet sie ihre Protagonisten sehr lebendig und mit echten Gefühlen von Anspruchsdenken bis Selbstzweifel, die Szenen sind detailreich und lassen großes Kopfkino entstehen.
Und Anna Schneider spielt mit dem Leser: winzige Indizien lassen rätseln, unvorhersehbare Wendungen überraschen – Langeweile kommt nie auf! Eingebettet in die mystische Bergwelt kommt es zu einem Showdown, der erschauern lässt. Und auch ganz zum Schluss erwartet den Leser noch eine Überraschung…
„Grenzfall - Der Tod in ihren Augen" ist für mich ein super spannender Krimi, geschickt konstruiert, mit ausgewogenem Lokalkolorit und sehr sympathischen Protagonisten, deren Ecken und Kanten einfach überzeugen. Für mich undurchsichtig bis zum Schluss, fesselnd und ein wahrer Pageturner!

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Veröffentlicht am 05.02.2021

Abartiger, fieser Stalker – folgenschwerer Albtraum – Spannung pur!

Das Opfer
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Ashley ist eine junge, hübsche Studentin und lässt sich auf ein Abenteuer ein: Aber dieser harmlose One-Night-Stand mit Michael O’Connell verändert ihr Leben. Er mutiert zum Stalker und Verfolger mit dem ...

Ashley ist eine junge, hübsche Studentin und lässt sich auf ein Abenteuer ein: Aber dieser harmlose One-Night-Stand mit Michael O’Connell verändert ihr Leben. Er mutiert zum Stalker und Verfolger mit dem einzigen Ziel, Ashley zu besitzen. Furchtbare Angst und Panikattacken treiben Ashley in die Arme ihrer Familie und diese beschließt, ihr zu helfen… nicht ahnend, in welch perfiden, albtraumhaften Strudel sie geraten!
John Katzenbach liefert hier einen unglaublich spannenden, fiesen und wirklich albtraumhaften Thriller ab, in dessen Verlauf die Protagonisten immer wieder an ihre Grenzen geraten. In die Enge getrieben, schmieden sie verzweifelte Pläne, die sie direkt ins Grauen geraten lassen. Atemlos verfolgt man das Geschehen, fühlt die Panik, den Hass und hofft hilflos, das Gute möge siegen…
Simon Jäger ist der perfekte Sprecher. Er verleiht den Personen Lebendigkeit und kann deren Gefühle ausdrücken, wie kein Anderer. Als Hörer vergisst man die Zeit, fiebert mit und fühlt das Grauen!
Dieser Thriller bietet eine wahrhaft albtraumhafte Szenerie und atemlose Spannung!

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Veröffentlicht am 31.01.2021

Eine spannende Geschichte – leider für mich total einschläfernd gelesen.

Bastard
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Während Kay Scarpetta noch letzte Lesungen in Dover hält, bricht in ihrer Heimat ein junger Mann vor den Augen mehrerer Zeugen tot zusammen. Als sein Leichensack am nächsten Morgen in der Anatomie geöffnet ...

Während Kay Scarpetta noch letzte Lesungen in Dover hält, bricht in ihrer Heimat ein junger Mann vor den Augen mehrerer Zeugen tot zusammen. Als sein Leichensack am nächsten Morgen in der Anatomie geöffnet wird, finden sich Unmengen Blut darin. Wie kann ein Toter bluten? War er noch am Leben? Fragen über Fragen tun sich auf und Kay Scarpetta macht sich, gerade heimgekehrt, sofort an die Arbeit…
Ich bin ein großer Patricia-Cornwell-Fan und kenne viele ihrer Bücher. Mit diesem Hörbuch hätte ich mir gerne spannende Stricknachmittage gegönnt – aber ganz ehrlich, nach der dritten CD habe ich aufgegeben. Die Geschichte, der Plot, die vielen Informationen zur Army und viele Rückblicke auf Dr. Scarpettas Leben waren zwar spannend, aber Nina Petri liest dieses Hörbuch für mich unerwartet langweilig und eintönig. Sämtliche Personen haben gefühlt dieselbe Stimmlage, bei den Dialogen sind die Abstände der Aussagen so gering, dass man erst überlegen muss, wer jetzt gerade spricht und bei Fortdauer der Lesung und dem gleichmäßigen Ton schaltet man relativ schnell ab. Ich hoffe, andere Hörer haben einen besseren Eindruck – mich konnte es leider nicht überzeugen.

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