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Veröffentlicht am 11.04.2025

Schöne Zeitreise

Die Telefonistinnen - Stunden des Glücks
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Klappentext:

Köln, 1948. Der Wiederaufbau ist in vollem Gange. Es sind vor allem die Frauen, die für sich und ihre Familien in der zerstörten Stadt ein neues Leben aufbauen. Als Telefonistinnen sorgen ...

Klappentext:

Köln, 1948. Der Wiederaufbau ist in vollem Gange. Es sind vor allem die Frauen, die für sich und ihre Familien in der zerstörten Stadt ein neues Leben aufbauen. Als Telefonistinnen sorgen , Gisela, Hannelore und Julia in einer großen Versicherung für die richtigen Verbindungen zwischen innen und außen. Jede hat ihre eigene Geschichte, für jeden von ihnen ist die Arbeit lebenswichtig, jede hat Geheimnisse. Auch Charlotte, die neue Kollegin, die auftritt, als gehörte ihr das Unternehmen.Während die junge Republik entsteht und in den Bars wieder getanzt wird, gehen die Frauen gemeinsam Schritt für Schritt voran in eine neue Welt, die von Umbrüchen, Sehnsüchten und Träumen geprägt ist…



Meine Meinung:



Die Autorin hat gekonnt ein Bild der damaligen Zeit gezeichnet und nimmt ihre LeserInnen mit auf eine Zeitreise. Die Protagonistinnen wurden einzeln vorgestellt, ich hatte von Anfang an klare Bilder im Kopf und fühlte mich den drei Frauen sehr nahe. An viele Sachen erinnert man sich noch, teils aus eigener Erfahrung, teils aus Erzählungen, anderes wurde wieder ins Bewusstsein gerückt. Auch wenn es im Beruf, die ein oder andere Querele gibt, steht man zusammen, wenn es gefordert wird. Das wird besonders deutlich, als eine der Protagonistinnen von einem großen Unglück betroffen ist.Am Ende des Buches gibt es kleine Lichtblicke, so dass ich sehr gespannt auf den nächsten Band bin.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Viel Drama,sehr oberflächlich behandelt

Die Garnett Girls
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Im Mittelpunkt, der von Drama geprägten Familiengeschichte,welche größtenteils auf der Isle of Wights spielt,stehen die exzentrische Margo und ihre drei Töchter. Ihr Mann, Richard, ihre große Liebe, war ...

Im Mittelpunkt, der von Drama geprägten Familiengeschichte,welche größtenteils auf der Isle of Wights spielt,stehen die exzentrische Margo und ihre drei Töchter. Ihr Mann, Richard, ihre große Liebe, war Alkoholiker und hat die Familie vor über 20 Jahren verlassen. Margo wurde damit nicht fertig und griff selber zur Flasche, ihre drei Töchter überließ sie mehr oder weniger sich selbst. Dass so etwas Spuren in einem Menschen hinterlässt, ist offensichtlich und somit ist klar, dass alle ihre Töchter therapeutische Hilfe benötigten und ihr Leben nicht wirklich in den Griff bekamen.
Am Anfang hat mir die Geschichte gut gefallen,obwohl ich zu keiner der Personen eine Bindung aufbauen konnte,am wenigsten zu Margo. dann jedoch wurde die Geschichte immer oberflächlicher, Nichtigkeiten wurden ausgewalzt, wichtige Themen kamen kaum vor. Was mich außerdem massiv gestört hat, war der Umgang mit Alkohol, der sehr verharmlosend dargestellt wurde.Ein Satz ist mir dabei ( sinngemäß) besonders im Gedächtnis geblieben „Es war eine gelungene Party, alle waren mehr oder weniger stark betrunken“Ich kann nicht verstehen, wie man nach so einer Vorgeschichte ein solches Verhältnis zu dieser Droge und der damit verbundenen Krankheit, haben kann.
Insofern läßt mich das Buch ziemlich unzufrieden zurück,eine Leseempfehlung vermag ich nicht auszusprechen.
Positiv möchte ich jedoch anmerken,dass Yara Blümel das Buch sehr gut gelesen hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Lebenswege

Verheiratete Frauen
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Gabriela, eine der Protagonistinnen dieses Buchs, liegt in den Armen ihres Liebhabers Pablo, einem renommierten Schriftsteller, denkt darüber nach, die Affäre zu beenden. Sie möchte nicht länger ein Leben, ...

Gabriela, eine der Protagonistinnen dieses Buchs, liegt in den Armen ihres Liebhabers Pablo, einem renommierten Schriftsteller, denkt darüber nach, die Affäre zu beenden. Sie möchte nicht länger ein Leben, als Geliebte führen, sondern seine Frau werden,er möchte das nicht.
So beginnt das Buch, um dann in die Vergangenheit zu wechseln.Gabriela,Cósima und Silvia lernen sich über ihre Tätigkeit bei der Frauenzeitschrift La Femme kennen und sind. schon bald miteinander befreundet. alle drei Frauen stehen mitten im Leben, finden Erfüllung in ihrem Beruf und sind auf unterschiedliche Weise nicht glücklich in ihrer Partnerschaft.

Meine Meinung:
In schonungsloser Offenheit nimmt die Autorin ihre Leserinnen mit in das Leben der unterschiedlichen Frauen. Sie beschreibt ihre Wünsche, ihre Sehnsüchte, ihre geheimen Gedanken und vieles mehr.Als Leserin begleitet man die unterschiedlichen Frauen über einen langen Zeitraum, durchlebt mit Ihnen viele Facetten ihres Lebens, Schicksalsschläge, Umbrüche, Zweifel, Hilfsbereitschaft und einiges mehr. Obwohl es sehr viel um Liebe geht, kann man es nicht als reinen Liebesroman ansehen. Das Buch ist an keiner Stelle übertrieben kitschig, sondern geht in die Tiefe der menschlichen Seele und ist dabei sehr direkt. Natürlich spielt auch die Sexualität eine Rolle, was mir persönlich an einigen Stellen etwas zu viel war.Mich hat das Buch sehr bewegt ,es läßt mich nachdenklich zurück.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Warum in die Ferne schweifen?

Zwischen Ende und Anfang
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Im Leben der Protagonisten Lila läuft gerade nichts rund,die Autorin von Beziehungsratgebern steckt in einer tiefen Krise. Ihre Mutter ist gestorben, ihr Vater kann ihren Tod nicht verwinden und zieht ...

Im Leben der Protagonisten Lila läuft gerade nichts rund,die Autorin von Beziehungsratgebern steckt in einer tiefen Krise. Ihre Mutter ist gestorben, ihr Vater kann ihren Tod nicht verwinden und zieht vorübergehend bei ihr ein, ihr Mann verlässt sie für eine andere Frau, mit der er ein Kind erwartet ,ihre Teenagertochter spricht nicht mit ihr und verhält sich im übrigen so, wie es Teenager nun einmal tun. Als wäre das nicht genug, taucht plötzlich ihr leiblicher Vater, ein etwas abgehalfterter Schauspieler, bei ihr auf, nachdem er sich Jahrzehnte nicht um seine Familie gekümmert hat, Lila ist am Ende ihrer Kraft. Als dann noch plötzlich zwei neue Männer in ihrem Leben auftauchen, nimmt das Chaos seinen Lauf.



Obwohl ich großer Fan dieser Autorin bin und ihre bisherigen Bücher förmlich verschlungen habe, muss ich sagen, dass mich dieses Buch über weite Strecken nicht begeistert hat. Lag es an der Protagonistin? Ich weiß es nicht.Die Art ,wie sie immer wieder in totales Selbstmitleid verfällt und ihrer Umgebung dadurch gehörig auf die Nerven geht, hat auch mich über eine längere Strecke wenig begeistert.Dann jedoch bekam Lila noch mal die Kurve und es gab eine positive Wendung, sowohl in ihrem Leben als auch im weiteren Verlauf der Geschichte.Sie legte die Scheuklappen, mit denen sie eine ganze Zeit durchs Leben ging ,ab und setzte neue Akzente in ihrem Leben.Das letzte drittel des Buches war so, wie ich es von dieser Autorin gewohnt bin. Leider kann ich aufgrund der beschriebenen Kritikpunkte, diesmal nur drei Sterne vergeben.

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