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Veröffentlicht am 11.01.2026

Das Großstadtmädel und der hinterwäldliche Schotte...

Winter auf Schottisch
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„Winter auf Schottisch“ bringt einen wie es der Titel so schön verrät ins wunderschöne, raue und vor allem winterlichen Schottland und es ist mein erstes Leseerlebnis der Autorin, obwohl schon so viele ...

„Winter auf Schottisch“ bringt einen wie es der Titel so schön verrät ins wunderschöne, raue und vor allem winterlichen Schottland und es ist mein erstes Leseerlebnis der Autorin, obwohl schon so viele Bücher geschrieben hat. Eine humorvolle, knisternde und beruhigende Geschichte voller kurzweiliger Lesezeit, Überraschungen und leisen tapsenden Gefühlen am schottischen Loch Ness.

Es geht direkt hinein zu Ava nach London, die einen lukrativen Auftrag als Innenarchitektin hereinbekommt. Dieser ist auch wichtig, da ihr Geschäft unbedingt wieder Aufschwung benötigt, da sie sonst vor dem direkten Aus steht. Doch sie muss dafür ins ländliche Schottland reisen. Dort gibt es ein Schloss, das neues Leben eingehaucht bekommen und ein Teil zu einem Hotel erleben soll. Das bedeutet viel Aufwand, ständige Reisen und ein Masterplan für ihren Freund. Doch das ist eine andere Geschichte. Kurzerhand nimmt sie Sack und Pack und begibt sich nach Schottland und auf dem Weg dort hin trifft sie auf den wortkargen und mürrischen Colin, ihr Reisebegleiter und neuer Nachbar. Beiden haben mit dem ersten Blick einen Stempel im Kopf über den jeweils anderen. Das sich diese Meinung im Laufe der Geschichte ändern wird, nimmt seinen ganz eigenen Lauf.
Er ist der typische einsiedlerische Hinterwäldler in Avas Augen und sie das versnobte, wohlhabende Großstadtmädchen im feinen Fummel aus Colins Sicht. Es hat so ein wenig Mr. Crumphy und Miss Sunshine Feeling, was sich neckt das liebt sich und die Funken sprühen gewaltig.
Ava blüht in Schottland wieder auf und findet zu ihrem alten, neuen Ich zurück und erkennt die wirklichen Werte und Sehnsüchte, die tief in ihr stecken. Colin ist ein hilfsbereiter Mann, ist immer da, wo er gebraucht wird und kann zuhören. Sein Lebensstil war vor ein paar Jahren noch ein anderer, doch seine Familie ist ihm wichtiger. Er erkennt jedoch, dass er auch mal an sich selbst denken sollte und ab und an seine Sturheit beiseite legen sollte. Es endet in einem Epilog.

Die Handlung zieht sich über wenige Wochen vom Herbstende, über Silvester und den Wintermonaten. Es ist humorvoll, lebhaft, freundschaftlich und ein energischer Schlagabtausch zwischen Mann und Frau ist auch nicht zu verachten. Die Lust knistert ordentliche und auch sinnliche Momente dürfen nicht fehlen. Es geht um neue Chancen, Weitblick, Engstirnigkeit, neue Ziele, Heimatliebe und das Gefühl nach Hause zu kommen.

Der Schreibstil ist wunderbar angenehm, locker und mit einem amüsanten Humor mit einem Hauch zu Sarkasmus versetzt. Man liest sich fließend leicht von einem zum nächsten Kapitel, die unterschiedlicher Leselänge sind. Die Geschichte wird aus der Sicht der beiden Protagonisten in der Erzählperspektive wiedergegeben. Die mitwirkenden Charaktere ergeben ein wunderbares buntes Bild ab. Es geht herzlich, störrisch sowie neckend zu. Die kleinen landschaftlichen Beschreibungen geben ihr übriges hinzu.

Mein Fazit: Ein herzlich, neckender und gefühlvoller Roman inmitten der Highlands am Loch Ness. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und hatte des öfteren ein Schmunzeln im Gesicht. Brodelnde Leidenschaft auf allen Ebenen und bunte Charaktere.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Licht am Ende des Tunnel...

Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen / Für dich strick ich bunte Zeiten
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Alle Geschichten rund um den kleinen Weihnachtsmarkt in den Bergen spielen in der Vorweihnachtszeit und sind einzeln genießbar. Manche Protagonisten begegnen dir in den anderen Büchern als charmante Nebencharaktere ...

Alle Geschichten rund um den kleinen Weihnachtsmarkt in den Bergen spielen in der Vorweihnachtszeit und sind einzeln genießbar. Manche Protagonisten begegnen dir in den anderen Büchern als charmante Nebencharaktere wieder. „Für dich strick ich bunte Zeiten“ ist ein hoffnungsschenkender weihnachtlich-winterlicher Roman im verschneiten Bergdorf Sternmoos in Südtirol.
Ein herzerwärmender Wohlfühlroman für alle, die „Grumpy meets Sunshine“ lieben, romantische Weihnachtsgeschichten mit Humor suchen – und sich in verschneite Bergdörfer voller Herzenswärme träumen möchten.


Ein tristes grau trifft auf ein fröhliches bunt. So lernen sich André und Gitti kennen. Die beiden wären nie im Leben aufeinandergetroffen, wenn Gitti für ihren Strickladen nicht neue Werbung in Auftrag gegeben hätte. Beide könnten in ihrem Gemüt nicht unterschiedlicher sein. Natürlich ist nicht immer alles Sonnenschein, nur nicht jeder zeigt das. Andrés graue Tage überwiegen jedoch und sein Freund Max macht sich zusehend sorgen um ihm. André probiert es sogar mit Stricken bei Gitti. Ganz schnell sprühen Funken, doch beide haben sich nicht zur richtigen Zeit getroffen. André muss erst seine eigenen Dämonen bekämpfen und Gitti muss Geduld üben. Es endet in einem Epilog.

Dieser Roman aus dem süßen Sternmoos hat mir sehr gefallen. Zwei Menschen treffen aufeinander und empfinden tiefe Gefühle füreinander, doch jeder hat zunächst mit seinen eigenen Gefechten zu kämpfen. Dieser Roman ist heimelig, wohlfühlend, humorvoll und erzählt seine Geschichte ganz leicht wie Schneeflocken, trotz der mit schwebenden Melancholie. Das Leben ist nicht immer leicht, manchmal holt es dich ein, doch man ist nicht allein. Hilfe ist da, man muss sie nur zulassen. Und ein kleiner Sonnenstrahl schafft es auch sich im grauen Nebel einzunisten und einen Regenbogen zu hinterlassen.
Die einzelnen Szenen, die Dialoge und bildlichen Vorstellungen sind wunderbar transparent und machen stetig neugierig auf den Fortgang der Story.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, es ist locker, leicht, zum schmunzeln, emotional und gefühlvoll hinterlegt und man fühlt sich direkt bei jeder Szene mit dabei. Die einzelnen Kapitel habe eine unterschiedliche Leselänge und tragen kleine Überschriften. Beide Protagonisten erzählen aus der Ich-Perspektive im sichtbaren Wechsel.

„In anderen Teilen der Welt heißt es, dass man für immer mit dem Menschen zusammenbleibt, mit dem man den Schneeflocken beim Fallen zusieht.“

Mein Fazit: Ein Roman der zur jetzigen Jahreszeit und den anstehenden Feiertagen unheimlich gut hineinpasst. Sternmoos und die anderen Charaktere machen Lust auf mehr.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Verborgene Orte sind immer einem näheren Blick wert...

Verborgene Orte
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Zwölf Kurzgeschichten die sich rund um den Körper, das persönliche Wohlbefinden, geheime Wünsche und Fantasien sowie Tagträumen bewegen.

Diese zwölf Kurzgeschichten haben alle eins gemeinsam, erst erzählt ...

Zwölf Kurzgeschichten die sich rund um den Körper, das persönliche Wohlbefinden, geheime Wünsche und Fantasien sowie Tagträumen bewegen.

Diese zwölf Kurzgeschichten haben alle eins gemeinsam, erst erzählt die körperliche und vor allem sinnliche Leidenschaft an einem geheimen oder verborgenen Ort von einer Mann und einer Frau, einem Paar. Diese kennen sich auch schon länger und nehmen sich gerne kleine und gezielte Auszeiten aus dem Alltag und beleben ihr Liebesleben immer wieder neu. In einigen Geschichten gibt es auch andere Beobachter, Mitwirkende oder die gezielt gewünschte Außenfigur.

Erzählt wird dabei aus der männlichen Sicht und man wird direkt angesprochen. Ich fühlte jetzt nicht unbedingt mich direkt angesprochen, aber diese Erzählart lässt alles noch intimer, näher und direkter wirken. Im Grund ist man der stille Beobachter.

Der Sammelband umfasst insgesamt 193 Seiten, wobei die einzelnen Geschichten eine ungefähr gleichbleibende Leselänge beibehalten. Unter den 12 Geschichten befinden sich 2 Trilogien. Der Inhalt der Geschichten fokussiert sich auf das Wesentliche und man kommt sofort sehr gut in die einzelnen hinein. Man wird mitgenommen, geführt und als Zuschauer wie willkommen geheißen. Es liest sich leicht davon und man kann sich das Buch schön einteilen und jede einzelne Story auf sich wirken lassen. Jede hat etwas Besonderes an sich und es gab keine, wo ich dachte, nein das geht ja gar nicht. Es geht um Vertrauen, die tiefe und innige Verbundenheit sowie Liebe. Es geht ums Ausprobieren, aber auch immer um das Wohlbefinden des Anderen.
Der Schreibstil hat mir dabei sehr gefallen und war sehr angenehm. Er hatte etwas leichtfüßiges an sich, mit viel Gefühl und ohne jeder Hetzerei. Besonders hat mir dabei gefallen, dass es eine sehr sinnliche und harmonische erotische Darstellung war. Es fühlte sich echt an und kommt ohne jede Art von Zwang oder Wortakrobatik aus. Die Beschreibungen sind nachzuempfinden, fühlen sich einfach gut an und es muss auch nicht die derbe erotische Sprache haben, denn es geht auch anders.

Mein Fazit: Eine wunderschöner Ausflug in die sinnliche Erotik an verschiedenen Orten und deren Sehnsüchten. Der Sammelband lässt keine Wünsche übrig. Am besten und wohlsten fühlte ich mich dabei im geheimen Garten.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Du wirst deinen Weg finden...

Die kleine Nymphe
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„Die kleine Nymphe“ ist ein phantastisches Kinderbuch mit zauberhaften Illustrationen für Kinder ab 8 Jahren und auch für alle erwachsene Märchenliebhaber.

Es geht direkt zur kleinen Nymphe, die an einem ...

„Die kleine Nymphe“ ist ein phantastisches Kinderbuch mit zauberhaften Illustrationen für Kinder ab 8 Jahren und auch für alle erwachsene Märchenliebhaber.

Es geht direkt zur kleinen Nymphe, die an einem Waldsee mit den Bewohnern der Natur lebt. Dort steh auch eine alte Weide. Deren letzter Zweig wird abgebrochen und der Täter dabei ertappt. Der letzte große Wunsch der Weide ist es, das Meer zu sehen. Kurzer Hand macht sich die kleine Nymphe auf ins große Unbekannte und möchte den letzten Zweig der Weide zum Meer bringen. Es beginnt eine Reise ins Ungewisse, immer dem kleinen Flusslauf nach, der aus dem Waldsee der Nymphe entsprungen ist. Begleitet wird sie dabei von dem kleinen Fledermauser. Auf ihrer Reise erleben die beiden einige Abenteuer, es wird gefährlich, es vergehen einige Wochen und Monate und sie treffen dabei auf einige Weggefährten.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, es ist spannend, verspielt und auch lehrreich. Man liest sich sehr leicht durch die unterschiedlichen Kapitellängen. Die tragen zusätzliche kleine Überschriften. Die Handlung wird in der Erzählperspektive wiedergegeben. Die erzählende Darstellung ist wunderbar bildlich und wird durch die zusätzlichen Illustrationen unterstützt.
Das Buchcover ist sehr passend und farbenfroh zu der Natur um sie herum. Die kleine Nymphe wächst an ihren taten und Erfahrungen und lässt dies auch auf dem Cover widerspiegeln.

Mein Fazit: Ein beindruckende und auch nachdenkliche Geschichte für jedes Lesealter.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Zu Kämpfen lohnt sich immer wieder...

Perfect Redemption
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„Perfect Redemtion“ ist eine heiße Enemies to Lovers-Romance über Leidenschaft und Vergebung. Diesmal bekommt Jax seine eigene Story mit Blaire. 

Über einen Prolog geht es direkt in die gegenwärtige Story ...

„Perfect Redemtion“ ist eine heiße Enemies to Lovers-Romance über Leidenschaft und Vergebung. Diesmal bekommt Jax seine eigene Story mit Blaire. 

Über einen Prolog geht es direkt in die gegenwärtige Story zu Jax, der nach Los Angeles geflüchtet ist. Dort lebt auch sein Vater, jedoch hält er sich lieber fern von ihm. Jedoch bringt sich Jax einmal mehr in Schwierigkeiten und sein Vater holt ihn dort heraus, bevor er schlimmeres anstellt. Er setzt ihm die Pistole auf die Brust und stellt im Blaire an die Seite. Diese hat zwar ihre eigenen Sorgen, dennoch soll sie auf Jax aufpassen und ihn von den schlechten Dingen ablenken. Nach den ersten Fehlpässen schließen die beiden einen Pakt aufeinander aufzupassen. Was beide da noch nicht wissen, das sie einander gut tun, auch wenn das Chaos um sie herum ausbricht. Es endet in einem Epilog.

Die Handlung selbst spielt sich über mehrere Wochen ab. Die Kampfsport MMA (Mixed Martial Arts) tritt hier zwar in den Hintergrund, aber sie ist nicht weg und findet auch ihren Weg zurück. Die Charaktere haben diesmal ihre Kämpfe auf einen anderen Weg auszutragen und zu besiegen. Die Anziehungskraft zwischen den Protagonisten ist zu spüren, dennoch nicht sie eher eine Lauerstellung ein, da sie vielmehr mit sich selbst auszutragen haben. Es wird wieder dramatisch und schonungslos. Es ist nicht die typische Locestory, aber sie entwickelt zu etwas viel tieferen.

Den Schreibstil habe ich wieder als ist sehr angenehm empfunden. Auch die Gefühlslage sowie die Zerrissenheit der Protagonisten war immer zum greifen nah, auch wenn mich diese beiden Protagonisten weniger berührt haben. Es gibt aufregende und auch humorvolle Momente. Die einzelnen Kapitel haben unterschiedliche Leselängen. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive aus den beiden Sichtweisen von Jax und Blaire im sichtbaren Wechsel wiedergegeben.
Das Buchcover wechselt diesmal zum rötlichen Hintergrund und passt sich dennoch zu seinem Vorgänger an.

Mein Fazit: Auf die Fortsetzung und die eigene Story von Jax habe ich mich sehr gefreut. Dennoch kann diese Geschichte nicht mit dem Vorgänger mithalten oder hat mich nicht so sehr berührt. Dennoch waren es gute Lesestunden und vergebe 3,5 von 5 Sterne.

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