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Veröffentlicht am 22.05.2021

Eine Frau kämpft für Gerechtigkeit

Träume von Freiheit - Ferner Horizont
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Inhaltsangabe:
Florence de Meli lebt zusammen mit ihrem Mann Henri und den beiden Kindern in der ame-rikanischen Kolonie in Dresden, aber glücklich ist sie nicht. Grund dafür ist, dass es Henri gar nicht ...

Inhaltsangabe:
Florence de Meli lebt zusammen mit ihrem Mann Henri und den beiden Kindern in der ame-rikanischen Kolonie in Dresden, aber glücklich ist sie nicht. Grund dafür ist, dass es Henri gar nicht gerne sieht, wenn seine Ehefrau feiert, tanzt und so umschwärmt wird. Dieses, in seinen Augen zügellose Verhalten, führt zu diversen Streitereien, aber genau dieses Leben liebt Florence. Als Henri eines Tages keinen Ausweg mehr weiß, wie er seine Ehefrau noch zügeln kann, schmiedet er einen Plan und lässt Florence kurzerhand in eine Nervenanstalt stecken. Ab diesen Augenblick weiß sie eins: sie wird um ihre Kinder und für Gerechtigkeit kämpfen! Zuerst muss sie die Anstalt verlassen und als ihr dies gelingt, beginnt eine aben-teuerliche Flucht, die sie bis nach New York führt. Von dort aus beginnt sie den Kampf…
Wird sie diesen Gerichtsprozess gewinnen oder muss sie wieder zu ihrem Ehemann nach Dresden zurück?

Träume von Freiheit – Ferner Horizont ist der zweite Roman von Silke Böschen. Vor ca. zwei Jahren habe ich mit großer Begeisterung ihr erstes Buch Träume von Freiheit – Flam-mendes Meer gelesen und seitdem wartete ich mit voller Spannung auf den zweiten Teil die-ser Trilogie, der jetzt im Gmeiner Verlag erschienen ist. Nachdem ich den Klapptext gelesen habe, wusste ich, dass mich diese Geschichte auf eine sehr emotionale Reise mitnehmen würde und so war es auch.

Erneut konnte mich Silke Böschen mit ihrem flüssigen und leichten Schreibstil voll und ganz überzeugen und so tauchte ich in die Geschichte um Florence de Meli ein und ab. Wäh-rend des Lesens merkte ich recht schnell, wie mich Florence Leben immer tiefer in ihren Bann zog und dieses Buch kaum noch aus den Händen legen konnte und wollte. Wie schon beim ersten Teil „Träume von Freiheit - Flammendes Meer“ basiert auch diese Handlung auf eine wahre Begebenheit, die der Autorin sehr am Herzen lag. In akribischer Kleinstarbeit hat sie sämtliche historische Fakten über Personen und Handlungsstätten zusammengetragen, um diese einzigartige Geschichte zum Leben zu erwecken. Angefangen über die ausdrucks-starken und facettenreichen Charaktere, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Hinzu kommt die Kulisse um 1875, die sehr detailliert eingefangen und wieder gespiegelt worden ist. Besonders die Verhältnisse in den Heilanstalten und deren Heilungsmethoden haben mich schockiert zurückgelassen.
Wie ich bereits oben erwähnt habe, basiert die Handlung auf eine wahre Begebenheit. Ich muss gestehen, dass ich noch nie etwas über Florence de Meli (1853-1933) und deren Schicksal gehört bzw. gelesen habe. Dank Silke Böschen, durfte ich nun mehr über das be-wegte und emotionale Leben dieser Frau kennenlernen. Die zweifache Mutter Florence hatte es wahrlich nicht leicht, denn ihr Ehemann Henri liebte lieber den Alkohol als einer geregel-ten Arbeit nachzugehen. Das Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter Antoinette de Meli wurde zunehmend schwieriger, denn sie gab Florence die Schuld, dass ihr Sohn Henri immer mehr dem Alkohol verfiel. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde Florence aus der gewohnten Umgebung herausgerissen und in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Von dort aus begann eine Odyssee, die sie bis nach New York brachte. Von dort aus, versuchte sie mit allen Mitteln das Sorgenrecht für die Kinder zu bekommen und sich von ihrem Ehemann scheiden zu lassen. Ausdrucksstark, einfühlsam und sehr emotional berichtet Silke Böschen über das schicksal-hafte Leben der Florence de Meli. Ab der ersten Seite durfte ich sie begleiten und durchlitt alle Stationen. Ich merkte, mit wieviel Kraft und Mut sie sich ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter widersetzte, ihren Freundinnen anvertraute, wie sie gegen das Unverständ-nis ankämpfte, die Wut, die sie in der Heilanstalt mehrfach begleitete, ihre wiedergewonne-ne Stärke und Hoffnung auslebte und auch der harte Kampf für ihrer Kinder und die Gerech-tigkeit. Dank zahlreicher Unterstützungen und ihre Willensstärke ließ sie sich nicht entmuti-gen, um diesen steinigen Weg gehen zu wollen.

Am Ende des Buches befindet sich ein Personenregister, der mir die einzelnen Charaktere und ihre Lebensstationen nochmals ein wenig näherbrachte.


Träume von Flammen – Ferner Horizont ist ein emotionaler und historisch gut recherchier-ter Roman, der mich nicht nur bewegt zurückgelassen hat, sondern auch beeindrucken konn-te. Für mich war es ein weiteres Lesehighlight 2021.
5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung gibt es auch noch!

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Veröffentlicht am 12.05.2021

Humor - Fehlanzeige

Ans Vorzelt kommen Geranien dran (Die Online-Omi 14)
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Inhaltsangabe:
Der Urlaub steht vor der Tür und diesmal sollte es mal was Ausgefallenes sein: Renates Freunde Ilse und Kurt wollen campen. Für Renate ist dies Neuland, denn sie bevorzugt im-mer ein Hotelzimmer ...

Inhaltsangabe:
Der Urlaub steht vor der Tür und diesmal sollte es mal was Ausgefallenes sein: Renates Freunde Ilse und Kurt wollen campen. Für Renate ist dies Neuland, denn sie bevorzugt im-mer ein Hotelzimmer und da bedurfte es schon etwas Überredungskunst und Kompromisse. Als erstes wollte Renate kein Zelt, es sollte schon ein Wohnmobil mit einigen Komfort sein. Ihre Geranien müssten ebenfalls mit und das allerwichtigste war, das Kurt nicht selber fuhr. Renates Neffe Stefan sollte den Camper zum Platz bringen. Ilse und Kurt gaben ihr Okay und Die Reise zum Campingplatz konnte losgehen.

Ans Vordach kommen Geranien dran von Renate Bergmann war mein erstes Buch von die-sem Autor. Da ich schon soviel Gutes über diese Buchreihe von der Online Oma gehört habe und ich humorvolle Bücher liebe, war meine Neugierde mehr als nur geweckt. Ich habe eine unterhaltsame und lustige Geschichte über einen außergewöhnlichen Camper Urlaub erwar-tet. Leider blieb dieser Roman hinter meinen Erwartungen. Der Schreibstil fand ich recht gut, aber die Erzählungen waren sehr langatmig. Ich kann ja verstehen, dass ältere Menschen von öfters vom Thema abschweifen und über das berühmte Stöckchen hin zum Steinchen kommen, aber das war mir dann doch ein bisschen zu viel des Guten. Wie ich schon oben erwähnt habe, liebe ich humorvolle Geschichten, leider suchte ich den Humor vergeblich (vielleicht war dieser gerade auch im Urlaub, wer weiß) und wenn mal eine lustige Situation oder Wortwechsel stattfand, war er mir zu gewollt. Die Leichtigkeit und Spontanität fehlen mir. So setzte ich alle Hoffnungen auf den eigentlichen Campingurlaub. Bunt zusammenge-würfelte Charaktere, die mit witzigen Situationen und Wortwitz überzeugen. Tja, leider auch hier Fehlanzeige. Bei den Personen fehlte mir die Authentizität und Vielseitigkeit und so kamen sie eher farblos daher. Der Urlaub an sich war megalangweilig und es passierte nicht viel. Das Wohnmobil wurde heimisch hergerichtet, die Nachbarschaft erkundet und der eine oder andere Grillabend fand statt. Wahnsinn….mehr Langeweile passt wirklich nicht in 256 Seiten rein.
Sorry, aber dieser Roman war definitiv nicht meins. Irgendwann werde ich noch das eine Buch, dass hier noch liegt, lesen und hoffe, dass dies besser sein wird.

Für diese Story gibt es nur 2 von 5 Sterne. Konnte mich absolut nicht überzeugen!










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Veröffentlicht am 07.05.2021

Dorfpolizist Jupp Backes ermittelt wieder

Nur Helga schwamm schneller
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Inhaltsangabe:
Käthes beste Freundin Margot Engelhardt feiert ihren runden Geburtstag und genau diese Festlichkeit nutzt die Jubilarin, um ihrer Familie zu eröffnen, dass sie den Verkauf ihres Backwaren-Imperium ...

Inhaltsangabe:
Käthes beste Freundin Margot Engelhardt feiert ihren runden Geburtstag und genau diese Festlichkeit nutzt die Jubilarin, um ihrer Familie zu eröffnen, dass sie den Verkauf ihres Backwaren-Imperium erwägt. Das diese Hiobsbotschaft nicht gerade großen Anklang bei den Anwesenden findet, kann man sich sehr gut vorstellen. Kaum ist die Neuigkeit verklungen, da steht die nächste ins Haus: Margot Engelhardt wird leblos im Pool gefunden! Dieser Fall schreit nach Dorfpolizisten Jupp Backes und nicht nur der steht auf der Matte. Ehefrau Inge und Schwiegermutter Käthe wittern wieder einen Einsatz und so kommt es, dass das Ermitt-lertrio Backes einen Mörder jagt.

Nur Helga schwamm schneller von Dany R. Wood ist bereits der vierte Fall für Dorfpolizist Jupp Backes. Seit „Nur Gisela sang schöner“ (Fall 1) bin ich ein großer Fan dieser Krimirei-he und kaum ist das Buch ausgelesen, warte ich voller Vorfreude auf den nächsten Band, der jetzt erschienen ist. Der Klapptext versprach mir wieder spannende Unterhaltung gepaart mit einer großen Portion Humor.

Der flüssige und leichte Schreibstil des Autors ließ mich sofort wieder in Geschichte um Familie Backes ein und abtauchen. Für mich ist es schon eine Art nach Hause kommen. Je-des Mal freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Dorfpolizist Jupp Backes, seiner Ehefrau Inge und Schwiegermutter und Oma Käthe. Diese Konstellation ist einmalig und verspricht geballte Situationskomik und mit dem dazugehörigen Schlagabtausch. An manchen Stellen konnte ich mich vor Lachen kaum halten, geschweige denn mehr weiterlesen. Einfach gran-dios und nichts für Leute, die zum Lachen in den Keller gehen.
Die Handlung ist ziemlich einfach. Auf ihrer Geburtstagsfeier lässt Margot Engelhardt die Bombe platzen und eröffnet der Familie den Verkauf ihres Backwaren-Imperium. Das diese Neuigkeit nicht auf großem Jubel stößt, kann sich bestimmt jeder gut vorstellen. Am nächs-ten Tag liegt die Firmenchefin tot im Pool. War es ein Familienmitglied, der den Verkauf verhindern wollte? Kaum ist der neue Fall publik, steht auch schon Dorfpolizist Jupp Backes auf der Matte. Seine Ermittlungsmethoden mögen zwar skurril wirken und für Außenstehen-de ein wenig unschlüssig sein, aber dennoch sind sie erfolgreich. Seine Erfolgsbilanz ist nicht ganz allein sein Verdienst. Inge und Käthe stehen im tatkräftig zur Seite und helfen ihm, wo sie nur können. Auch wenn es sich hierbei um einen Krimi dreht, stehen auch noch private Ereignisse im Fokus und bereichern die Geschichte. So muss sich Jupp zudem noch mit den Eheproblemen seiner Bekannten rumplagen oder mit Oma Käthe, die ein wenig „verrückt“ spielt. Somit hat er wieder einmal alle Hände voll zu tun, um Ordnung zu schaf-fen. Ich liebe das Zusammenspiel von Fall und privaten Ereignissen, das unterstreicht seine Authentizität. Letzteres bekommt noch durch den eingestreuten saarländischen Dialekt das berühmte i-Tüpfelchen aufgesetzt, aber keine Angst. Selbst der oder diejenige, der dieser Redensart nicht gewachsen ist, wird ihn verstehen oder kann am Ende dieses Buches im saarländisches ABC für Anfänger nachlesen. In jedem seiner Bücher beweist Dany R. Wood, dass er sein Handwerk versteht. Immer wieder schafft er es, mich mit seinen Geschichten in den Bann zu ziehen. Seine Krimis kommen ohne großes Blutvergießen oder Massenmorden aus und dennoch schafft der Autor es, seine Handlungen so zu konstruieren, dass es mehrere Verstrickungen und Verdächtige gibt. Man schafft es kaum, den Täter vor Beendigung des Buches heraus zu finden. Auch im aktuellen Fall hatte ich einige Tatverdächtige, aber keinen Täter und genau das liebe ich. Spannung bis zum Schluss!

Nur Helga schwamm schneller ist genau nach meinem Geschmack: Humorvoll, spannend mit einer unverwechselbaren Situationskomik. Grandioses Kopfkino und die Lachtränen dürfen ungehindert in die Augen erobern!
5 von 5 Sternen und ein Muss für alle Krimifans, die auch gerne unterhalten werden möch-ten!

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Romy geht ihren Weg

Romy und der Weg nach Paris
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Inhaltsangabe:
1958: Die Sissi- Filme haben die junge Schauspielerin Romy Schneider zum Weltstar ge-macht, aber jetzt ist sie es leid immer nur auf dieses Sissi Klischee, das brave Mädchen von nebenan, ...

Inhaltsangabe:
1958: Die Sissi- Filme haben die junge Schauspielerin Romy Schneider zum Weltstar ge-macht, aber jetzt ist sie es leid immer nur auf dieses Sissi Klischee, das brave Mädchen von nebenan, reduziert zu werden. Sie möchte endlich als ernsthafte Schauspielerin wahrge-nommen werden und anspruchsvolle Rollen spielen. Bei Dreharbeiten lernt sie den völlig unbekannten französischen Schauspieler Alain Delon kennen. Er ist das komplette Gegenteil von ihr: rebellisch, draufgängerisch und liebt die Freiheit. Genau das ist es, was Romy so beeindruckt und sie magisch anzieht. Gegen den Willen ihrer Eltern zieht Romy der Liebe wegen nach Paris. Ob sie dort ihr Glück finden wird?

Romy und der Weg nach Paris ist bereits der vierte Roman den Michelle Marly über be-rühmte Persönlichkeiten geschrieben hat. Wie ich aus dem Klapptext des Buches erfuhr, ist dies aber das erste Buch über eine Person, die sie selbst kennenlernen durfte. Ich kenne Ro-my Schneider aus diversen Filmen, unter den sich u.a. Sissi – die junge Kaiserin einreihen darf. Als ich dieses Buch entdeckte, wusste ich sofort, dass ich dieses unbedingt lesen muss. Auf das Leben der jungen und erfolgreichen Schauspielerin, die leider viel zu früh starb, war ich einfach neugierig.

Namentlich kenne ich zwar die Bücher von Michelle Marly, aber habe, bis dato, noch keins von ihr gelesen. Der flüssige und bildhafte Schreibstil hat mich positiv überrascht und ließ mich sofort in die Geschichte von Romy Schneider ein- und abtauchen. Sofort hatte ich das Bild der jungen Schauspielerin vor Augen und sowie das auch ihrer Mutter Magda Schnei-der, die in einigen Filmen mit ihrer Tochter zusammen vor der Kamera stand. Romy Schnei-der wuchs in einer Schauspieler-Dynastie auf. Nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihr Vater und Großvater standen schon vor der Kamera bzw. auf einigen Theaterbühnen, wo sie ihre Erfolge feiern durften. Romys Durchbruch kam mit der Sissi- Verfilmungen, wo sie an der Seite von Karl-Heinz Böhm die junge Kaiserin spielte. Nicht nur die Filme waren ein großer Erfolg, beide Hauptdarsteller wurden zu Weltstars. Schnell wurde Romy das brave Mäd-chenimage zu viel und sie wollte lieber Charakterrollen spielen und als ernste Schauspiele-rin wahrgenommen werden. Auf ihren Weg dorthin lernte sie den unbekannten Schauspieler Alain Delon kennen, der ihr das Leben mit all seinen Facetten präsentierte. Michelle Marly beschreibt in diesem Roman, wie hart es für Romy war, sich aus der elterlichen Obhut zu befreien und ihr Leben zu leben. Zudem erfährt der Leser wie schwer es für Romy war, die-ses brave Sissi-Image loszuwerden, um dann die eine oder andere ernste Rolle angeboten bzw. spielen zu können. Der Weg, in Paris als Schauspielerin arbeiten zu dürfen war mehr als mühsam und steinig und genau von diesen Strapazen erzählt die Autorin. Der Leser be-kommt den Romys Ehrgeiz mehr als nur einmal zu spüren. Immer wieder rappelt sie sich auf, um weiterzugehen. Aufgeben war nicht ihre Art. Aber nicht nur von ihrer schauspieleri-schen Karriere handelt dieses Buch, sondern auch von ihrer einzigen und wahren Liebe zu Alain Delon. Auch wenn beide später getrennte Wege gegangen sind, die Liebe blieb. Scha-de, dass hier nur 4 Jahre ihrer Karriere erfasst worden sind. So gerne hätte ich dieses kurze Leben bis zu ihrem Tod weiter verfolgt.

Eine einzigartige und sehr interessante Zeitreise, die ich in das Leben der jungen Romy Schneider machen durfte. Perfekt wird die Geschichte mit einem Nachwort in dem u.a. zahl-reiche wichtige Fakten und berufliche Stationen über Romy stehen, abgerundet.
Ein tolles Buch über eine mehr als nur begabte Schauspielerin, die leider, mit nur 42 Jahren, viel zu früh verstarb.

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Veröffentlicht am 25.04.2021

Eine mutige Frau, die ihren Weg geht

Die Bildhauerin
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Inhaltsangabe:
Paris 1881: Schon früh weiß die junge Camille Claudel was sie werden möchte: Bilderhaue-rin! Leider weiß sie auch, wie schwierig bzw. fast unmöglich es ist, als Frau sich in einer Männerdomäne ...

Inhaltsangabe:
Paris 1881: Schon früh weiß die junge Camille Claudel was sie werden möchte: Bilderhaue-rin! Leider weiß sie auch, wie schwierig bzw. fast unmöglich es ist, als Frau sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Ihre Bewerbung an der Ecole des Beaux-Arts wird abgelehnt, aber Aufgeben ist nichts für Camille. Gemeinsam mit ihren Freundinnen mieten sie sich ein Atelier und dank Camilles ungewöhnlicher Begabung erregen ihre ersten Skulpturen Auf-merksamkeit. Wenig später wird sie dem großartigen Künstler Auguste Rodin vorgestellt, der recht bald ihr Lehrmeister wird. Zudem wird Camille Rodins Muse und Geliebte. Eine außergewöhnliche Reise beginnt
Die Bildhauerin von Pia Rosenberger ist bereits der Fünfte Band der Reihe „Außergewöhnli-che Frauen zwischen Aufbruch und Liebe“. Diese Reihe hat schon des Öftern meine Neu-gierde geweckt und letztendlich hat mich dieser Klapptext überzeugen können, endlich eins davon zu lesen.

Ab der ersten Seite konnte mich der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin überzeu-gen, der mich rechtschnell in die Geschichte ein und abtauchen ließ. Während des Lesens merkte ich, mit wieviel Herzblut Pia Rosenberger diesen Roman geschrieben hat. In akribi-scher Kleinstarbeit hat sie Fakten und Informationen recherchiert und zusammengetragen, um daraus diesen biografischen Roman zu schreiben.
Die einzigartige Kulissenbeschreibung sorgte nicht nur für das nötige französische Flair, sondern entführte mich in die Welt der Bilderhauerei. Einzigartige beschreibt Pia Rosenber-ger das Atelier, Modellsitzungen oder gar die Entstehung von Skulpturen bzw. Büsten. Manchmal hatte ich das Gefühl den Staub von Gips in der Nase zu spüren oder den nassen Ton zu riechen. Ich muss gestehen, dass ich bis zu diesem Buch keine Ahnung von der Bild-hauerei hatte. Dank der Autorin, die mir einen brillanten Einblick in diese Welt vermittelt hat, ist mein Interesse geweckt worden. Ich flog nur so durch die Seiten, denn ich konnte und wollte dieses Buch einfach nicht aus den Händen legen. Die ganzen Details über diesen Kunstzweig sog ich förmlich ein und begab mich sehr gerne auf diese spannende Reise. Aber nicht nur die Kunst fand großen Anklang, sondern auch Camilles weiterer Werdegang ver-folgte ich mit großer Begeisterung und fieberte mit, wie es mit ihr und Auguste weitergehen wird.
Alle Charaktere wurden authentisch und lebendig gezeichnet, was dazu führte, dass ich mich sehr gut in ihr Handeln und Tun hineinversetzen konnte. Besonders Camille Claudel gefiel mir sehr gut. Ihre selbstbewusste Art, ihr Talent und ihr Durchsetzungsvermögen wurden sehr gut eingefangen und wiedergegeben. Recht schnell wird klar, dass es sich hierbei um eine mutige und starke Persönlichkeit handelt, die ihren Weg findet und auch geht.
Die Handlung ist eine biografische Geschichte über den Werdegang Camille Claudel. Die Autorin erzählt von dem Ehrgeiz der jungen Frau, die unbedingt in die Welt der Bildhauerei einsteigen will, um dort Fuß zu fassen. Der recht steinige Weg geht über das verwehrte Stu-dium, das eigene Atelier, die ersten Plastiken und die Begegnungen mit den großen Künst-lern wie z.B. A. Rodin, für den sie ja letztendlich arbeitet. Nicht nur als Bildhauerin, auch als Muse und später seine Geliebte wird. Auch wenn einige meinen, dass Kunstgeschichte lang-weilig oder sogar öde ist, dem kann ich widersprechen. Ich fand diese Reise weder langatmig oder langweilig. Eher das Gegenteil war der Fall.

Einen Minuspunkt muss ich leider vergeben, denn ich fand das Ende nicht gut ausgearbeitet. Zu gerne hätte ich erfahren, wie das Leben bis zu Camilles Tode weiterging. Schade, so muss anderwärtig informieren.
Die Bildhauerin ist eine historische, spannende und emotionale Reise in das Leben der Camille Claudel, die mich begeistern konnte.
4 von 5 Sternen und ein Muss nicht nur für Kunstliebhaber!

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