Gute Unterhaltung
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?Emily Rudolfs Büchern leben von klug angelegten Plots und einem sprachlich und stilistisch wiedererkennbaren Schreibstil. Viele Dialoge und „Selbstgespräche“, versteckte Geheimnisse bei den Protagonisten ...
Emily Rudolfs Büchern leben von klug angelegten Plots und einem sprachlich und stilistisch wiedererkennbaren Schreibstil. Viele Dialoge und „Selbstgespräche“, versteckte Geheimnisse bei den Protagonisten und immer wieder eingestreute Sexszenen. So schließt sich „Die Housesitterin“ nahtlos an die bisher erschienenen Bücher an.
Hier erleben wir die Geschichte aus der Perspektive von 3 Hauptpersonen, die alle einen Grund haben, einander zu schaden. Welche Gründe das sind und wie weit die einzelnen Personen gehen, wird im Buch nach und nach enthüllt. Dabei ist der Leser (fast) immer mit allen Informationen versorgt, so dass man viele Wendungen vorherahnen kann.
Angelegt ist das Buch wie ein Kammerspiel. Die meisten Szenen finden in einem Haus auf einer einsamen Insel statt, wobei immer eine andere Hauptperson ihre Gedanken teilt. Nur bei den Rückblenden (auch ein typisches Stilmittel) verlassen wir den Handlungsort. In dem Wechsel der Perspektiven liegt für mich der Reiz des Buchs, allerdings entstehen dadurch auch Längen, weil man viele Wiederholungen hat und die Handlung manchmal überhaupt nicht vorankommt.
Optisch ist das Buch der Hammer, die Farben des Einbands leuchten. Der Blick aus dem Fenster spielt auch im Buch eine Rolle. Es macht einfach Freude, dieses Buch in die Hand zu nehmen.