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Lin8208

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2024

Weniger entspannend als erwartet

Skye In Our Hearts
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Zu Beginn des Buchs habe ich eine entspannte Geschichte erwartet, die wie auch das schlichte Cover vermuten lässr, vielleicht die zauberhafte, schöne Seite Schottlands thematisiert, in der zwei Charaktere ...

Zu Beginn des Buchs habe ich eine entspannte Geschichte erwartet, die wie auch das schlichte Cover vermuten lässr, vielleicht die zauberhafte, schöne Seite Schottlands thematisiert, in der zwei Charaktere die große Liebe finden. Ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass das Land selbst gar kein so großer Teil der Story einnimmt. Abgegesehn vom schottischen Whisky, der sich wie ein Leitfaden durch das Buch zieht, und der örtlichen Distanz zu London, wo die weibliche Protagonistin herkommt, nimmt diese Seite Großbritanniens weniger Raum ein als erwartet. Dafür stehen jedoch zwischenmenschliche Beziehungen und das eigene innere Empfinden im Vordergrund. Sehnsüchte, Ängste und Unsicherheiten sind von Beginn an präsent, werden aber durch eine Leichtigkeit und Entspanntheit im Umgang mit anderen Charakteren abgeschwächt. Malcolm hingegen zeigt sich mit seiner mürrischen und zurückgezogenen Art als Kontrast zur lebensfrohen April. Durch die Whiskybrennerei verbringen die beiden unausweichlich mehr und mehr Zeit miteinander, beginnen sich zu öffnen und vor allem Malcolm lernt für sich selbst einzustehen und über sich hinauszuwachsen. Gerade dies hat die Autorin sehr geschickt einfließen lassen. Malcolm durchläuft mehrere Prozesse, in denen er seine raue, ruppige Seite langsam überwindet und auf andere zugeht. Leider muss ich selbst jedoch auch zugeben, dass die Annäherung sehr viele explizite Szenen mit sich gebracht hat, die ich von dem Buch zuvor nicht erwartet habe. Normalerweise habe ich damit kein Problem, jedoch erschien es mir an mancher Stelle zu viel zu sein. Das Leben außerhalb scheint völlig in den Hintergrund gerückt zu sein und nur die Zweisamkeit im Schlafzimmer wichtig zu sein. Auch wenn dies für Malcolm ein größerer Schritt zu sein scheint, muss ich es für mich leider trotzdem negativ anmerken, da ~⅓ des Buchs sehr stark davon beeinflusst ist.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Einer für alle, alle für einen!

Skyhunter – A Silent Fall
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Während das Cover zwar ansprechend, aber nicht überragend auffällt, hebt sich die Geschichte allein durch die stumme Protagonistin hervor. Talin tritt als charakterstarke Person auf, die für ihre Ziele ...

Während das Cover zwar ansprechend, aber nicht überragend auffällt, hebt sich die Geschichte allein durch die stumme Protagonistin hervor. Talin tritt als charakterstarke Person auf, die für ihre Ziele kämpft und nicht bereit ist aufzugeben. Diese Standhaftigkeit zeigt sich auch im Verlauf der Geschichte deutlich. Wie Talin erscheinen auch die anderen Charaktere ausgereift und vielschichtig. So schafft die Autorin ein Konzept, bei dem die Charaktere an pasender Stelle harmonisch miteinander interagieren oder an anderer aneinander anecken. Die Story im allgemeinen ist rund. Durch die eigens für diese Reihe geschaffene Welt, die sich im Krieg befindet und in der jeder versucht, einfach nur zu überleben und seine Nation über Wasser zu halten, baut sich die Spannung immer weiter auf. Hinzu kommt der gleichmäßige Schreibstil, der sich durch die eingebaute Gebärdensprache besonders hervorhebt. Im Gesamten wurde hier eine spannende und mitreisende Geschichte geschrieben, die mir an mancher Stelle jedoch doch etwas zu eintönig war. Deshalb gibt es von mir auch einen kleinen Abzug. Sonst trotzdem klare Empfehlung für alle High Fantasy-Liebhaber.

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Veröffentlicht am 10.07.2024

Charaktere mit geheimnissvoller Vergangenheit

Unlock My Heart. Golden-Heights-Reihe, Band 1 (Dein-SPIEGEL-Bestseller | New-Adult-Romance für alle Fans von Stella Tack)
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"Unlock my heart" ist das erste Buch von Saskia Louis, das in meinem Regal einziehen darf. Dementsprechend bin ich ohne große Erwartungen an die Geschichte gegangen. Zum Beginn des Lesens kannte ich weder ...

"Unlock my heart" ist das erste Buch von Saskia Louis, das in meinem Regal einziehen darf. Dementsprechend bin ich ohne große Erwartungen an die Geschichte gegangen. Zum Beginn des Lesens kannte ich weder Klappentext noch Tropes. Doch schon der Prolog konnte eine große Spannung aufbauen. Durch die kriminellen und geheimnisvollen Hintergründe im Leben der Geschwister Lexie und Ty ist diese Spannung auch im Laufe des Buches nicht abgeflacht, hat wenn dann noch weiter zugenommen. Das bestätigt auch der irgendwie unerwartete Cliffhanger im Epilog. Überrascht hat mich zudem die Harmonie der Charaktere und der Witz mit dem die Geschichte erzählt wurde. Emotionen der Leser werden an passender Stelle erzeugt, ohne übertrieben zu sein. Lexie und Logan liefern sich zu Beginn regelmäßig einen Schlagabtausch, der auch bei weiterer Annäherung nicht abebbt. Bich begeistert, dass die Charaktere sich gegenseitig treu bleiben und keiner versucht den anderern zu verändern. Unterstrichen wird das ganze durch einen äußerst angenehmen Schreibstil, der mir nicht anspruchsvoll erscheint. Klare Empfehlung für alle College-Romance-Liebhaber, die Charaktere mit geheimnisvoller Vergangenheit mögen.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Wenn Hoffnung so nah am Abgrund liegt...

An Optimist's Guide to Heartbreak
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Nach der Leseprobe war ich von der Protagonistin fasziniert, ihre Art durchs Leben zu gehen und dieses zu sehen, hat mich innehalten und zu diesem Buch greifen lassen. Ich wollte unbedingt herausfinden, ...

Nach der Leseprobe war ich von der Protagonistin fasziniert, ihre Art durchs Leben zu gehen und dieses zu sehen, hat mich innehalten und zu diesem Buch greifen lassen. Ich wollte unbedingt herausfinden, wie sie es schafft, sich nicht unterkriegen zu lassen, sich selbst zu sein, so erwachsen zu wirken, trotz naiver Seiten. Cal gilt als Gegenstück, ein verschlossener junger Mann, der alle auf Abstand hält, nur lebt, weil es einfach sein muss, nicht weil er das leben liebt. Er scheint alle Hoffnungen aufgegeben zu haben. Die Vergangenheit hat beiden nicht gut zugespielt und doch machen beide unterschiedliche Sachen daraus. Beim Lesen wird immer wieder diese Zwiespalt deutlich, dieses flehen einander nach langer Zeit wieder näher zu kommen, nachdem sich beide in jungem Alter aus den Augen verloren haben. Auch wenn der erste Band bis auf das letzte Kapitel aus Lucys Sicht geschrieben ist, erhält man äußerlich trotzdem große Einblicke auf Cal, nur ohne seine genauen Gedanken und Beweggründe zu kennen. Der Schreibstil unterstützt dies zusätzlich und wirkt durch die Einträge von Cals Schwester Emma zwischen den Kapiteln abwechslungsreich. Mit großem Leiden endet der erste Band mit einem riesen Cliffhanger, weshalb ich jetzt sofort zu Band zwei übergehen werde. Auf Englisch, weil das Deutsche noch nicht draußen ist.

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Veröffentlicht am 04.04.2024

Ergreifend!

That Girl
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Das Buch hatte meine Aufmerksamkeit durch seine erzählende Weise ziemlich schnell erregt. Dem Schreibstil hat es an emotionaler Tiefe ebenfalls nicht gefehlt. Durch das Wiederholte Auftauchen eines Manuskripts ...

Das Buch hatte meine Aufmerksamkeit durch seine erzählende Weise ziemlich schnell erregt. Dem Schreibstil hat es an emotionaler Tiefe ebenfalls nicht gefehlt. Durch das Wiederholte Auftauchen eines Manuskripts der Protagonistin sowie von Textnachrichten, Briefen und Beitragen auf Social Media, wird Abwechslung in das Buch gebracht und gleichzeitig Gefühle deutlicher vermittelt. Hinzu kommen die kurzen Kapitel, die fast schon wie Aussagen eindringlich in Erscheinung treten.
Dieses Buch beginnt fast schon unspektakular und doch ziemlich direkt. Ein Buch, in dem eine junge Frau allen nur ihre Fassade präsentiert, ein Leben spielt, das von anderen gemocht, geradezu beneidet wird. Jemand zu sein, von der andere denken, wie schön sie sei und was für ein perfektes Leben sie zu führen scheine. Doch das erste Kapitel beginnt und man bemerkt die Zweifel um die eigene Person, man sieht den Schmerz ein Leben zu führen, das eigentlich gar nicht das eigene ist. Durch das Kennenlernen mit Leo und die Einblicke in das Manuskript von Tess, der Protagonistin, wird ein innerer Widerstreit deutlich, eine Zerissenheit bezüglich der bisherigen Lebensweise und zeitgleich dem, was die Gesellschaft von einem verlangt, bzw. was wir daraus machen. Tess macht sich an allen möglichen Normen und Erwartungen fest, sucht bestätigung auf jeder Seite, redet sich ein ein gutes Leben zu führen, obwohl sie auf diese Weise niemals wahrhaftig glücklich sein wird. Es ist eine Fassade die vor negativen Kommentaren, Scham, u. a. schützen soll. Doch all dies tritt trotzdem auf, also versucht sie sich noch vehementer an der Fassade festzuklammern, bis diese zu einem wird und man gar nicht mehr bemerkt, dass das eigentlich nicht das Leben ist, das man gerne führen möchte. Tess fängt an zu sehen, was sie selbst beeinflusst, indem sie Leo kennenlernt, der ihr Herz berührt, obwohl die Erfahrungen diesbezüglich immer enttäuschend waren. Sie verändert sich, macht Fehler, lernt und versucht wieder zu ihrem Weg zurückzufinden, den sie augrund verschiedener Einflussfaktoren in der Vergangenheit verlassen hat. Während des Lesens denkt man, man wüsste, worüber Gabriella Santos de Lima schreibt, was sie uns sagen möchte. Beziehungen, Routinen, das perfekte Leben, Erwartungen, Männer...die ungelesenen Seiten werden weniger und das Buch schließt sich ab mit dem Vorwort eines neuen Manuskripts der Protagonistin. Ein Vorwort über Liebe. Und dabei war das gar kein Liebesroman, sondern "nur" ein Roman über die Liebe.

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