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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Anders als erwartet – ein interessanter Roman in Briefform

Die Worte, die ich niemals schrieb
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Minnesota, 1944: eine Kleinstadt in ländlicher Gegend, ein Lager für deutsche Kriegsgefangene, dass schon im Vorfeld für Diskussionen und Ablehnung sorgt… Als man im Lager eine Übersetzerin, die gut deutsch ...

Minnesota, 1944: eine Kleinstadt in ländlicher Gegend, ein Lager für deutsche Kriegsgefangene, dass schon im Vorfeld für Diskussionen und Ablehnung sorgt… Als man im Lager eine Übersetzerin, die gut deutsch kann, braucht, scheint Linguistikstudentin Johanna Berglund die geeignete Person dafür und so kehrt die junge Frau unfreiwillig in ihre Heimatstadt zurück. Die Arbeit im Lager, aber auch die Stimmung in der Stadt stellen Johanna vor viele Herausforderungen, besonders als sie beginnt sich für die Gefangenen einzusetzen…. Wie gut, dass Jo mit ihren Freund Peter in regen Briefwechsel steht und ihm von Alltäglichen und Besonderen berichten und ihre Gedanken mit ihm teilen kann.

Auf diesen Roman bin ich durch das gelungene Cover, dass gut zum Inhalt passt, aufmerksam geworden. Ebenso hat mich der Klappentext angesprochen. Allerdings war ich überrascht, dass es sich im Buch ausschließlich um Briefe, Zeitungsartikel und Notizen handelt. Das hat mir das Lesen schwer gemacht, da mein Lesefluss immer wieder unterbrochen wurde und ich die verschiedenen Absender und Empfänger erst einordnen musste. So war ich mehrfach kurz davor das Buch beiseite zu legen.
Interessant ist der intensive Briefwechsel zwischen Johanna und Peter. So lernt man Johanna sehr gut kennen, erlebt ihre inneren Kämpfe und die Veränderung ihrer Einstellungen gut mit. Mir persönlich ist Jo und ihre oft schroffe Art aber bis zum Ende des Romans fremd geblieben und ich war eher Beobachter. Sympathisch war mir Peter, der sich trotz eigener Herausforderungen, immer Zeit für Johanna genommen hat und ihr manch vorsichtigen Rat gab. Auch Pastor Sorenson war ein guter Ansprechpartner für Johanna. Interessant fand ich über die Situationen im Lager und über die deutschen Kriegsgefangenen zu lesen…

Wer gern Romane in ungewohnter Form und mit herausfordernder Thematik mag, dem sei „Die Worte, die ich niemals schrieb“ empfohlen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Eine Bergwanderung mit der Einladung zum Erinnern an die eigene Lebensgeschichte

Hirtenzeit
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Eine Tageswanderung in den Graubündener Alpen…. Weg- und Naturbeschreibungen, Gespräche und Tierbeobachtung, Gedanken und Erinnerungen… Pfarrer und Autor Daniel Zindel nimmt seine Leser mit in die Berge, ...

Eine Tageswanderung in den Graubündener Alpen…. Weg- und Naturbeschreibungen, Gespräche und Tierbeobachtung, Gedanken und Erinnerungen… Pfarrer und Autor Daniel Zindel nimmt seine Leser mit in die Berge, lässt sie teilhaben an seinem Erleben, seinen Erinnerungen, seinen Gedanken…. Die zwölf Kapitel des Buches sind mit einer Station des Weges, mit dem Namen eines Ortes überschrieben und beinhalten jeweils einen Aspekt des Erinnerns, lädt ein das Erlebte zu betrachten, zu würdigen und auch loszulassen. Dabei lenkt der Autor den Blick immer wieder zu unserem guten Hirten. Jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Foto und endet mit einem selbst formulierten Gebet des Autors. Das Buch ist hochwertig, gebunden und mit Lesebändchen. Der Schutzumschlag zeigt eine karge Berglandschaft.

Nachdem ich das Buch „Hüttenzeit“ mit Gewinn gelesen habe, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Daniel Zindel. Gern habe ich den Autor auf seiner Wanderung begleitet. Neben den direkten Beschreibungen der unmittelbaren Natur, teilt D. Zindel auch viele persönliche Erinnerungen. Dabei lädt er den Lesenden zu einer Reise in die eigene Vergangenheit ein… Schönes und Schweres, Freude und Enttäuschungen…. Und bei all dem was war, darf man auch immer Gottes Fürsorge und Leitung erkennen. Gut gefällt mir, dass neben den Erinnerungen in den letzten beiden Kapitel auch Gegenwart und Zukunft ihren Platz finden.

„Hirtenzeit“ hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mir viel Zeit genommen für dieses Buch, es Kapitel für Kapitel gelesen, mir manche Notiz in ein Heft geschrieben...
Sehr gern empfehle ich das wertvolle Buch weiter.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

vererbt, verstrickt, verliebt...

Ostseebriefe
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Ein Strickladen am Meer als Handlungsort…. Oh, das ist genau der richtige Roman für mich! Und so habe ich voller Neugier und Vorfreude das neue Buch von Jane Hell zu lesen begonnen. Erzählt wird die Geschichte ...

Ein Strickladen am Meer als Handlungsort…. Oh, das ist genau der richtige Roman für mich! Und so habe ich voller Neugier und Vorfreude das neue Buch von Jane Hell zu lesen begonnen. Erzählt wird die Geschichte von Mira, die das Stricken liebt und den Laden Wollmaus auch nach dem Tod der Besitzerin vorerst weiterführt. Ingeborgs Enkel Elias hat dagegen schon genaue Pläne für das Haus der Oma und der Strickladen hat darin keinen Platz. Doch dann überrascht das Testament von Ingeborg beide, denn Mira bekommt die Wollmaus. Das kann Elias nicht hinnehmen und so bezieht er die kleine Wohnung von Ingeborg über der Wollmaus…

Ich lasse mich gern von Jane Hell’s Romanen nach Eckernförde entführen und „Ostseebriefe“ hat es auch schon auf den ersten Seiten geschafft mich zu fesseln. Die Atmosphäre in der Wollmaus und die sympathische, strickverrückte Mira mochte ich sofort. Als dann Elias zur Testamentsverlesung auftaucht, nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf, denn Mira und Elias sind sehr unterschiedlich. Als Leser werde ich Zeuge von hitzigen Wollknäul- und Wortgefechten, gegenseitiger Anziehung, Strickversuchen… bis ein Brief alles verändert.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und lässt sich gut lesen. Da abwechselnd aus der Perspektive von Mira und Elias erzählt wird, lernt man die Hauptcharaktere mit ihren Gedanken und Gefühlen gut kennen. Schön finde ich, dass beide sich im Roman weiterentwickeln. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Wunderschön und wertvoll – ein Buch für chronisch Kranke

Dennoch gehalten
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„Dennoch gehalten – Wenn der Körper schmerzt und die Seele weint“ ist ein wunderschön gestaltetes Geschenkbuch mit wertvollen Texten. Die Autorin Debora Sommer ist seit vielen Jahren Schmerzpatientin und ...

„Dennoch gehalten – Wenn der Körper schmerzt und die Seele weint“ ist ein wunderschön gestaltetes Geschenkbuch mit wertvollen Texten. Die Autorin Debora Sommer ist seit vielen Jahren Schmerzpatientin und so kennt sie die tiefen Täler voller Schmerz, Einsamkeit und Fragen, aber auch die kleinen Lichtblicke und die Hoffnung. In ihrem Buch teilt sie kurze, oft poetische Texte, tiefe Gedanken und Bibelverse, die Hoffnung schenken. Schöne, zu den Texten passende Fotografien laden zum Betrachten ein.

Mir gefällt das Buch sehr gut, ja, es streichelt meine Seele. Als chronisch Kranke fühle ich mich verstanden, getröstet und zugleich ermutigt. So nehme ich das Buch immer wieder zur Hand, um zu blättern und zu verweilen, um die Fotos und Texte wirken zu lassen.
Freunde und Angehörige von chronisch Kranken finden in dem Buch Impulse für besseres Verständnis für die besondere Situation des Erkrankten und wie Nähe und Hilfe gut ankommen kann.

„Dennoch gehalten“ ist ein Buch, dass gut tut und dass zum Blättern, Schauen, Lesen, Nachspüren einlädt. Ich werde es sicher immer wieder zur Hand nehmen. Es eignet sich auch wunderbar als Geschenk.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Geschichten von Hoffnung und Vertrauen

Momente der Hoffnung
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In „Momente der Hoffnung“ erzählen 30 Frauen aus ihrem Leben. Es sind Geschichten, die in schweren Zeiten erlebt wurden und die von Krisen, Krankheit und Schicksalsschlägen, aber eben auch von neuer Hoffnung ...

In „Momente der Hoffnung“ erzählen 30 Frauen aus ihrem Leben. Es sind Geschichten, die in schweren Zeiten erlebt wurden und die von Krisen, Krankheit und Schicksalsschlägen, aber eben auch von neuer Hoffnung und Heilung, von Gottes Hilfe und vom Getragen sein im Glauben erzählen. Die Autorinnen berichten offen und ehrlich von ihren Erlebnissen und geben so Zeugnis von Gottes Eingreifen, von Ermutigung und Wundern. Das Buch ist in vier Bereiche gegliedert:
- Bedürfnisse und Wünsche
- Herausforderndes Miteinander
- Geschichten der Heilung
- Vertrauen üben

Mir gefällt das Buch sehr gut. Das Cover ist ansprechend gestaltet und das Covermotiv findet man auch im Buch jeweils am Kapitelanfang wieder. Die Geschichten erzählen ganz unterschiedliche persönliche Erfahrungen, die Mut machen auch in schwierigen Situationen auf Gott zu vertrauen. Es ist ein Buch voller guter Erfahrungen und ich möchte den Frauen danken, die so offen ihre Geschichte geteilt haben.

„Momente der Hoffnung“ ist eine Sammlung von ermutigenden Erzählungen – Geschichten, die gut einzeln gelesen werden können und die sich zum Vorlesen eignen. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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