Lebensfreude dank Mäuserich
Eine Maus namens MerlinIch gestehe, ich bin gar nicht anfällig für diese Art von cosy Geschichten und bin entsprechend skeptisch an die Lektüre herangetreten.
Helen Cartwright eine 83jährige, mürrische Dame, die eigentlich ...
Ich gestehe, ich bin gar nicht anfällig für diese Art von cosy Geschichten und bin entsprechend skeptisch an die Lektüre herangetreten.
Helen Cartwright eine 83jährige, mürrische Dame, die eigentlich schon mit ihrem Leben abgeschlossen hat, holt sich eines verregneten Abends ein altes Aquarium aus dem Sperrmüll ins Haus und stellt dann fest, dass sie eine kleine Maus mit eingeschleppt hat.
Diese will sie zunächst ganz schnell wieder loswerden, doch töten will sie sie dann doch nicht.
Dieses kleine Wesen bringt sie dazu aus dem Haus zu gehen und Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, z.b. mit dem Eisenhändler Cecil, der sich mit Mäusefallen auskennt und mit anderen nützlichen Dingen, oder mit der Bibliothekarin, die für sie Bücher mit Mäusewissen heraussucht. Es kommt wie es kommen muss. Die Maus wächst Helen schnell ans Herz, und sie fühlt sich auch gar nicht mehr so einsam mit ihr.
Die Geschichte ist schon ganz zauberhaft, das muss ich zugeben. Zum Glück bleibt die Maus eine ganz normale Maus und fängt nicht an zu sprechen, oder so.
Helen gibt sich große Mühe es sich mit ihrem neuen Haustier nett zu machen. Das ist schon allerliebst beschrieben und gar nicht so unrealistisch. Manchmal plätschert die Geschichte etwas dahin, es passiert nicht viel, ganz genau wie in Helen‘s Leben. Doch dann gibt es eine Wendung, die die alte Dame nochmal richtig fordert.
Keine Spur mehr von Todessehnsucht!
Ich mochte den hoffnungsvollen Ton dieses Textes, den leichten Humor ohne alberne Note und fand das Hörbuch sehr schön eingesprochen von Frauke Poolman.
Mein Fazit:
Ein nettes Buch für zwischendurch, gut geeignet als Seelenwärmer und als Ablenkung vom Alltag.