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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2017

Autsch! Das tut weh!

Happy Aua
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Für mich ist die deutsche Sprache einfach wunderschön, auch wenn sie viele Tücken hat. Fehler laufen mir ständig zu und es macht mich halb wahnsinnig, wenn die Verursacher einfach nur mit der Schulter ...

Für mich ist die deutsche Sprache einfach wunderschön, auch wenn sie viele Tücken hat. Fehler laufen mir ständig zu und es macht mich halb wahnsinnig, wenn die Verursacher einfach nur mit der Schulter zucken. In der Dorfbäckerei steht seit Jahren ein Schild mit „Holzluckenbrot“. Meine Finger jucken, es einfach abzureißen! Wen wundert es also, dass ich über diese Sammlung hellauf begeistert bin?

Bastian Sick ist mein Held – er kämpft für die Einhaltung der Rechtschreibung und macht mir immer wieder Mut. Nein, das meine ich keinesfalls ironisch! Solange es seine Kolumne und seine Bücher gibt, besteht noch die Hoffnung, dass die Leute doch noch ein paar Rechtschreibregeln lernen und/oder zum Wörterbuch greifen, wenn sie unsicher sind. Mal im Ernst: Gurge, Blaubärmarmelade, Bohlingtaschen, Reberaturen und Führsprecher sind schon krass. Falsch gesetzte Apostrophe und mehr oder weniger witzige Schilder gibt es noch on top.

Der Wahnsinn kennt keine Grenzen, denn nicht nur handgeschriebene Fehler sind gesammelt, sondern auch jede Menge Fehler aus Zeitungsberichten und Onlinetexten. Da mir viele dieser Fehler tatsächlich körperliche Schmerzen bereiten ist „Happy Aua“ schon ein doppelt gut gewählter Titel.

Von mir fünf Sterne!

Veröffentlicht am 13.11.2017

Der dritte Fall von Klara Walldéen

Der Freund
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Jacob ist in der schwedischen Botschaft in Beirut als Praktikant. Die Arbeit gefällt ihm, das Leben im Libanon trotz allem eigentlich auch. Und obwohl es sehr gefährlich ist, verliebt sich Jacob hier auch ...

Jacob ist in der schwedischen Botschaft in Beirut als Praktikant. Die Arbeit gefällt ihm, das Leben im Libanon trotz allem eigentlich auch. Und obwohl es sehr gefährlich ist, verliebt sich Jacob hier auch – in Yassim, der immer wieder verschwindet. Auch die Drohungen von Miriam ändern nichts an Jacobs Gefühlen. Trotz aller Angst will er an Yassims Ehrlichkeit glauben.

Zeitgleicht erlebt Klara Walldéen in Stockholm einen wahren Albtraum: kurz nach der Beerdigung ihres Großvaters wird ihre beste Freundin Gabriella verhaftet. Diese muss das vorhergesehen haben, denn Klara findet eine seltsame Nachricht von ihr. Nach und nach ergeben sich Ereignisse, die Klara und Jacob in Brüssel aufeinandertreffen lassen …

Dies ist mein drittes Hörbuch um Klara Walldéen. Ihre Entwicklung ist zögerlich, aber vorhanden. Es gefällt mir, dass sie nicht von jetzt auf gleich eine völlig andere wird. Für mich persönlich ist eine Steigerung erkennbar. Von „Der Schwimmer“ über „Der Bruder“ bis jetzt „Der Freund“ bin ich immer tiefer in Klaras Welt eingetaucht. Die einzelnen Stränge von „Der Freund“ haben mich kaum bis gar nicht verwirrt, ich konnte immer sehr gut folgen. Manchmal trat die Story etwas auf der Stelle, doch nie so lange, dass ich den Faden verloren hätte. Es ist eine durchgehende Spannung da. Die Ereignisse sind in sich stimmig und logisch aufgebaut. Jacobs Gefühle und Gedanken gehen mir sehr nahe. Dieser Part des Hörbuchs hat mir besonders gut gefallen. Es war fast, als hätte ich Jacob beistehen wollen. Klara ist trotz allem, trotz Alkoholsucht und psychischer Probleme, eine starke Frau, die schafft das auch ohne Hilfe. Dennoch war es super spannend, mitzuverfolgen, wie sie Schritt für Schritt die Gründe für Gabriellas Verhaftung aufdeckt und dann auf Jacob trifft.

Immer wieder nimmt Zander Bezug auf die Anschläge von 2015 in Paris. So wurde ich immer wieder hin- und hergerissen zwischen Glaube und Zweifel. Wie Jacob war auch ich nicht sicher, was nun die Wahrheit ist.

Ulrike Hübschmann und Roland Wolf lesen dieses Hörbuch sehr passend ein. Gefühle und Stimmungen kommen perfekt beim Hörer an. Die Kürzungen konnte ich nicht bemerken. Es sind für mich keine Lücken in der Handlung feststellbar.

Insgesamt bleibt noch zu bemerken, dass ich mit nordischen Thrillern oft ein kleines Problem habe, da sie allgemein schon düsterer als amerikanische sind. Joakim Zander lässt mich aber nicht mehr los. Schon jetzt warte ich gespannt auf sein nächstes Werk. „Der Freund“ hat mir sehr gut gefallen. Nicht perfekt aber nicht weit davon entfernt. Deshalb bekommt er vier Sterne von mir.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Mephy und die Liebe

Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben
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Mephistopheles, kurz Mephy, führt seit seiner Strafversetzung die Hölle vorbildlich. In seiner Freizeit sieht er gerne romantische Komödien. Genau deshalb wächst in ihm der Wunsch, um seiner selbst willen ...

Mephistopheles, kurz Mephy, führt seit seiner Strafversetzung die Hölle vorbildlich. In seiner Freizeit sieht er gerne romantische Komödien. Genau deshalb wächst in ihm der Wunsch, um seiner selbst willen geliebt zu werden. Frauen werfen sich ihm reihenweise an den Hals, doch stets mit dem Hintergedanken, dadurch den Höllenqualen zu entkommen. Das will er nicht mehr, er will echte Liebe. Und so bittet er den Chef um Urlaub. Den will er auf der Erde verbringen und dort sein Glück finden. Mit seinem Diener Azazel macht er sich auf und stellt fest, dass Partnersuche die Hölle ist …

Sebastian niedlich hat eine wunderbare Art, mit Tod und Teufel umzugehen. All seine Bücher haben das gewisse Etwas und sind trotz einer Extraportion Humor nie billig oder niveaulos. Im Gegenteil – er schafft es wie kein Zweiter, respektvoll und humorvoll gleichzeitig zu sein. Trotz aller Kritik an Gott und Teufel, an Himmel und Hölle, an Glaube und Nichtglaube wird er nie moralisch oder pocht auf eine bestimmte Sichtweise. Gerade deshalb kommt man ins Grübeln und ist bereit, seine Einstellungen noch einmal zu überdenken. So bleibt immer ein Stück der Story im Hinterkopf und hallt sehr lange nach.

Der Stil ist lebendig: mal flott und mitreißend komisch, dann wieder ruhiger und besinnlicher. Ganz so, wie das Leben eben gern spielt. Doch auch in den schwierigsten Momenten ist ein kleines Körnchen Humor zu finden, und sei es auch nur durch einen Wortwitz. Diese entstehen quasi von ganz allein und ziehen sich durchs ganze Buch.

Die Figuren sind herrlich gezeichnet. Auch unsympathische Charaktere machen hier Spaß, denn irgendwie erkennt man von jeder Charakterart irgendjemanden aus dem eigenen Leben wieder. Die Gesamtheit der Figuren ergibt ein erstaunlich reales Bild, auch wenn darin einige Himmel- und Höllenbewohner vorkommen. Die Gedankengänge aller Charaktere, ihre Handlungsweisen und die Folgen finde ich jedenfalls absolut nachvollziehbar. Besonders schön ist dargestellt, wie schwer es ist, den richtigen Partner zu finden. Oder ganz krass: überhaupt jemanden, der „kompatibel“ ist. Da lobe ich mir die gute alte Zeit, in der ich völlig ohne Facebook, Partnerbörsen und ähnlichen Katastrophen meinen Mann gefunden habe. Ganz schlicht und ergreifend in einem Music-Pub. Und als Teenager ging das auch so herrlich „technikfrei“. Mephy tut mit da echt leid, hat er doch von vorn herein ganz schlechte Ausgangsvoraussetzungen, noch dazu nur 66 Tage Zeit und – verständlicher Weise – auch ein paar Vorstellungen, wie seine Traumfrau denn sein soll.

Sebastian Niedlich hat es aber zusätzlich geschafft, ganz andere Themen noch mit einzuflechten. Es geht auch um die Frage, ob Gott wohl wirklich so gut und gnädig ist und der Teufel so böse und gemein. Da geraten die Gedanken ins Rotieren und nehmen völlig neue Wege. Nein, ich bin nicht Agnostiker, aber ich frage mich schon, wie ein so gütiger Gott so viel Böses zulassen kann und ob der Teufel tatsächlich so böse ist – straft er doch nur diejenigen, die im Leben Böses getan haben. Doch das nur am Rande!

Viele weitere Themen wurden vom Autor mit eingebaut. Sei es da Transgender, Satanismus, Feminismus, Krankheit oder Arroganz – Sebastian Niedlich legt den Finger immer in die Wunde, aber nicht um zu quälen, sondern um zu heilen!

Mephis Suche und Erkenntnisse gefallen mir extrem gut. Ich bin gespannt, womit Sebastian Niedlich mich mit seinem nächsten Buch verzaubert. Keiner geht Themen dieser Art so außergewöhnlich und respektvoll an, wie er. Ganz klar: fünf Sterne!

Veröffentlicht am 07.11.2017

Schulwechsel und Mathe

Rechnen und Textaufgaben - Realschule 5. Klasse
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Ich bin von diesen Lernhilfen total entzückt! Und total neidisch, dass ich die als Kind nicht hatte! Da macht das Lernen wirklich Spaß, noch dazu lernen die Kids, wie man lernt – also dass nicht nur die ...

Ich bin von diesen Lernhilfen total entzückt! Und total neidisch, dass ich die als Kind nicht hatte! Da macht das Lernen wirklich Spaß, noch dazu lernen die Kids, wie man lernt – also dass nicht nur die Lehrer etwas wissen, sondern andere auch, und dass Lernen einen Sinn hat, Spaß machen kann und das Gelernte auch anwendbar ist!

Ja, ich bin begeistert und schwärme total von den Hauschkaverlag-Lernheften! Gerade der Schritt von der Grundschule auf die Realschule ist mit Stress für die Kids verbunden. Neue Schule, neue Umgebung, neue Klassenkameraden, neue Lehrer – alles neu! Und da fühlt sich der neue Lehrstoff noch mal so schwierig an, ganz klar. Wenn Kids die Lernhilfen vom Hauschkaverlag schon von der Grundschule her kennen, ist es ein Stückchen vom Gewohnten, wenn sie diese Hefte dann auch für die neue Schulart bekommen. Die Aufgaben werden anspruchsvoller, dennoch bleiben ein wenig Spiel und Spaß dabei.

Besonders schön ist, wie bereits erwähnt, dass es nicht um bloße Zahlen geht, sondern die Kids auch sehen, wofür diese Rechnerei denn gut sein soll. Ein Bezug zu ihrem Leben ist in meinen Augen immer der beste Weg, den Lernstoff greifbar und nachvollziehbar zu machen. Das ist hier sehr gut gelungen.

Wie gewohnt ist der Lösungsteil in der Mitte des Heftes. Wer mag, trennt ihn heraus, dann besteht auch keine Spick-Gefahr.

Wie immer: eine Lernhilfe, die funktioniert! Die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 07.11.2017

Mit Molly, dem Eichhörnchen, Rechtschreibung üben

Deutsch 3. Klasse Übungsheft - Rechtschreiben und Diktate
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Ich bin von diesen Lernhilfen total entzückt! Und total neidisch, dass ich die als Kind nicht hatte! Da macht das Lernen wirklich Spaß, noch dazu lernen die Kids, wie man lernt – also dass nicht nur die ...

Ich bin von diesen Lernhilfen total entzückt! Und total neidisch, dass ich die als Kind nicht hatte! Da macht das Lernen wirklich Spaß, noch dazu lernen die Kids, wie man lernt – also dass nicht nur die Lehrer etwas wissen, sondern andere auch, und dass Lernen einen Sinn hat, Spaß machen kann und das Gelernte auch anwendbar ist!

Ja, ich bin begeistert und schwärme total von den Hauschkaverlag-Lernheften! Wie gewohnt ist der Lösungsteil in der Mitte des Heftes. Wer mag, trennt ihn heraus, dann besteht auch keine Spick-Gefahr.

Das sympathische Eichhörnchen Molly gibt den Kids zusätzliche Tipps, wie sie z.B. bei Zweifeln, welche Buchstaben zu schreiben sind, herausfinden können, was richtig ist. Diese kleinen Hilfestellungen prägen sich durch die Comicfigur gut ein und bleiben so besser hängen. Die Hefte sind immer alters- und klassenstufengerecht gestaltet. Mit zunehmendem Alter der Kids werden sie weniger spielerisch, aber immer sind sie willkommene Helfer.

Das Heft ist kein Drill, sondern eine Hilfe. Gerade in der heutigen Zeit wird von den Kids sehr viel gefordert in der Schule. Zusätzliche Hilfen machen das Lernen daheim angenehm und vermitteln spielerisch Wissen. Hier ist der Hauschkaverlag in meinen Augen ziemlich konkurrenzlos. Mir persönlich ist korrektes Deutsch sehr wichtig. Vielleicht bin ich deshalb von diesem Heft besonders angetan.

Wie immer: eine Lernhilfe, die funktioniert! Die vollen fünf Sterne!