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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Erdgeschichte

Aschesommer
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Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Krähentage“, die Gruppe 4 für Serienverbrechen ermittelt wieder und mit ihr natürlich Mila und Jakob.

Nachdem mich der erste Teil absolut begeistert hat, ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Krähentage“, die Gruppe 4 für Serienverbrechen ermittelt wieder und mit ihr natürlich Mila und Jakob.

Nachdem mich der erste Teil absolut begeistert hat, hatte ich sehr hohe Erwartungen, die leider nicht ganz erfüllt worden sind.

Dieses Buch ist auch absolut mitreißend geschrieben und hält durchaus die Spannung, aber die Geschichte ist dieses Mal etwas vorhersehrbar und beinhaltet weniger überraschende Wendungen und unvorhergesehene Überraschungen.

Allerdings finde ich die erdgeschichtlichen Hintergrundinformationen sehr gut dargestellt und freue mich, hier nebenbei etwas dazuzulernen.
Auch das Ermittlerduo ist gewohnt sympathisch und interessant und entwickelt sich weiter und der Leser erfährt weitere Hintergründe.

Insgesamt also wirklich ein prima Thriller, nur nicht ganz so umwerfend wie sein Vorgänger.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Das Dorf wird aufgemischt

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Renate Bergmann ist immer wieder eine gute Unterhaltung zwischendurch. In diesem Buch zieht das Berliner Urgestein zu seinem Neffen auf das Dorf, hütet dort die Familie und mischt die örtliche ...

Renate Bergmann ist immer wieder eine gute Unterhaltung zwischendurch. In diesem Buch zieht das Berliner Urgestein zu seinem Neffen auf das Dorf, hütet dort die Familie und mischt die örtliche Gesellschaft samt der Gemeindepolitik ordentlich auf.

Das Buch ist fesselnd und spritzig geschrieben, der eingedeutschte Slang und die Umschreibungen der Onlineomi sind meiner Meinung nach wie immer etwas drüber, aber sie gehören dazu.
Diese Protagonistin ist einfach sehr herzlich und liebenswert.

Ich mag dieses Buch als satirische Abrechnung mit dem Dorfleben, dem Generationenkonflikt und dem Wahlkampf. Auf überspitze Weise werden hier sehr reale Missstände dargestellt, von der Terminproblematik in städtischen Ämtern über die fehlende Infrastruktur auf den Dörfern bis zu der fehlenden Integration Neuzugezogener in bestehende Gemeinschaften.

Insgesamt ein wirklich unterhaltsames Buch, ich habe oft herzhaft gelacht.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Selbstwert

Himmel ohne Ende
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Himmel ohne Ende ist ein sehr ruhiges und zartes Buch.
Die Geschichte handelt von einer Teenagerin, ist in Ich-Perspektive geschrieben und erzählt von ihrer Selbstwahrnehmung als schüchternes ...

Himmel ohne Ende ist ein sehr ruhiges und zartes Buch.
Die Geschichte handelt von einer Teenagerin, ist in Ich-Perspektive geschrieben und erzählt von ihrer Selbstwahrnehmung als schüchternes und gefühlt unbeliebtes Mädchen.
Sie nimmt ihre Umwelt wie hinter einer Glasscheibe wahr, findet keinen Anschluss, fühlt sich überflüssig.

Dieses Buch ist sehr poetisch und gefühlvoll geschrieben, Charlie ist ein sehr nahbarer und sympathischer Charakter.

Im Verlauf der Geschichte wird das Buch heller und hoffnungsvoller, weniger melancholisch. Pommes, auch ein sehr liebenswerter Protagonist, zeigt Charlie, dass man anders und trotzdem dabei sein kann.

Ein tolles Buch über Freundschaft, Jugend, Familie und auch über Verlust, Abschied und Trauer.

Julia Engelmsnn hat hier ein großartigen, warmherzigen Debütroman geschrieben. Das Lesen hat mir große Freude bereitet.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Solide

Gerächt sein sollst du
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Dieses Debüt hat mir ganz gut gefallen.

In Vergleich zu anderen finnischen Krimis ist dieser sehr leise und sehr wenig gruselig, aber durchaus spannend.
Die Autorin ist recht jung, ich finde, ...

Dieses Debüt hat mir ganz gut gefallen.

In Vergleich zu anderen finnischen Krimis ist dieser sehr leise und sehr wenig gruselig, aber durchaus spannend.
Die Autorin ist recht jung, ich finde, das schlägt sich im Schreibstil nieder, mitunter war der mir etwas facettenlos.

Die Geschichte ist interessant und gut konstruiert. Ein ruhiger Roman über die viele Facetten und Abgründe von Gewalt und das vor dem Setting einer idyllischen Kleinstadt. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, ihr Verhalten ist aber etwas klischeehaft und die Entwicklung mit unter ein bisschen vorhersehbar.

Insgesamt ist dies ein solides Buch, das mich gut unterhalten, aber nicht absolut begeistert hat.
Da mag ich es doch etwas düsterer, mehr Spannungsbögen und schnellere Entwicklungen und Protagonisten mit mehr Ecken und Kanten.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Naja

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Der Weg ist ein Thriller, der auf dem Kungsledenwanderweg spielt.

Die Freundinnen Nicki und Julia begeben sich spontan auf eine Wanderung. Hier fängt mein Unwille eigentlich schon an. Wer geht ...

Der Weg ist ein Thriller, der auf dem Kungsledenwanderweg spielt.

Die Freundinnen Nicki und Julia begeben sich spontan auf eine Wanderung. Hier fängt mein Unwille eigentlich schon an. Wer geht spontan auf eine Wanderung, wenn er mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt? Mit jemandem, den er jetzt lange nicht mehr getroffen hat?

Die gesamte Geschichte ist für mich sehr konstruiert und schwer nachzuvollziehen.

Der Aufbau mit den zwei Zeitebenen ist eigentlich das Highlight, aber auch hier verwirrt mich einiges.

Das feministische Thema finde ich gut, aber die Umsetzung gefällt mir überhaupt nicht.
Auch die Charaktere sind mir allesamt unsympathisch, daher konnte ich auch keine richtige Verbindung zur Geschichte herstellen, alles blieb auf Distanz.
Der Spannungsbogen war da, ich wollte auch unbedingt wissen, wie es ausgeht, habe allerdings eher widerwillig zu Ende gelesen, weil mich das Gesamtpaket in diesem Buch nicht überzeugt.

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