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Veröffentlicht am 02.02.2026

In den Schatten liegt mehr, als das Licht je geben könnte

Magic Drowned in Blood
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Magic Drowned in Blood von Christina Rain

Wo Licht ist, ist auch Schatten und ohne die Schatten gibt es kein Licht. Doch allzu oft glauben wir, dass das Licht Sicherheit bringt, Wärme und Glück, wohingegen ...

Magic Drowned in Blood von Christina Rain

Wo Licht ist, ist auch Schatten und ohne die Schatten gibt es kein Licht. Doch allzu oft glauben wir, dass das Licht Sicherheit bringt, Wärme und Glück, wohingegen die Schatten all das Gute verschlingen, wie ein unaufhaltsamer Orkan, der jeden noch so kleinen Partikel mit sich reißt.

In ebenjene Schatten gewährt uns Christina Rain einen Blick und fegt unaufhaltsam wie der Orkan durch jede noch so kleine Zelle, reißt alles an sich, Empfindungen, Emotionen, Nerven, Gefühle, nur, um sie am Ende, dem Urknall gleichkommend, zu entfesseln, wobei die schiere Kraft dahinter schlicht und ergreifend allumfassend erscheint.

„Magic Drowned in Blood“ schickt uns gemeinsam mit Lark in ein mysteriöses Spiel zwischen Licht und Schatten, doch schnell erkannte ich, dass das Licht nur einen glanzvollen Schein wob, wohingegen die Schatten eine unerträgliche Faszination und Besessenheit ausübten, der zu Erliegen mir nicht schwer fiel.

So war es auch kein Wunder, dass, selbst von Dunkelheit durchtränkt, Prinz Tarabas mich anzog wie das Licht die Motten. In seinem Charakter liegt ein Schmerz und Leid, den wohl nur Gleichgesinnte erkennen, doch ist auch Prinz Loras kein bloßer Spiegel strahlenden Lichts, was die beiden Protagonisten zweifelsohne zu einer gefährlichen, explosiven Mischung macht.

Neben ihnen zeichnet sich eine Handlung ab, die von einer seltsamen Ruhe bestimmt zu sein scheint, doch ist diese Ruhe trügerisch, denn hinter jeder Ecke lauern tödliche Offenbarungen, unheilverklingende Ereignisse und ein unaufhaltsamer Strom an Emotionen, den zu kontrollieren unmöglich gemacht wurde, dank Charakteren, die sich kaum aufhalten ließen.

Und am Ende zeigt „Magic Drowned in Blood“ auf imposante und atmosphärisch-dichte Art und Weise, warum der blendende Schein des Lichts niemals die Finsternis der Schatten einzunehmen vermag, denn in der Dunkelheit liegt Wahrheit, Stille und eine Welt, die die Faszination und den Glanz tausender Diamanten in sich trägt.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Intensiv und hoch emotional

Harpers Ferry. Lose Me Once
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Harpers Ferry. Lose Me Once von Christina Kaspar


Seit „Forget me Someday“ ist Christina Kaspar eine Romance All Time Favorit Autorin, deren Werke ich blind lese und kaufe, denn ihre zu Papier gebrachte ...

Harpers Ferry. Lose Me Once von Christina Kaspar


Seit „Forget me Someday“ ist Christina Kaspar eine Romance All Time Favorit Autorin, deren Werke ich blind lese und kaufe, denn ihre zu Papier gebrachte emotionale Tiefe, die unzähligen Facetten der Gefühle und die damit einhergehenden Empfindungen rauben schlichtweg den Atem.

Nun wagt sich die Autorin mit „Harpers Ferry“ an eine Romantic Suspense, die neben letzterem noch mit Gilmore Girls Vibes wirbt. Als ein langjähriger Fan der ersten Stunde und hundertfachen rewatches der Serie war ich natürlich wahnsinnig gespannt. Insbesondere, da meine Erwartungen im Suspense Bereich oft schon enttäuscht wurden.

Doch Christina Kaspar schafft nicht nur ein atemberaubendes, cozy Setting, das Gilmore Girls alle Ehre macht, ihr gelingt auch eine Geschichte, die geprägt ist von liebevollen Bewohner*innen, unerwarteten Twists, einer guten Harmonie aus Spice und Romance, sowie dem steten Wachstum an Suspense, welcher mich sprachlos machte.

Unerwähnt sollte auch nicht bleiben, dass „Harpers Ferry“ eine Zerreißprobe für jedwede Empfindung ist, denn Themen wie emotionale Konflikte, Schuld, Wahrheit und Zerrissenheit werden hier auf eine tiefgreifende Weise dargestellt, dass es mir, und ich wiederhole mich, den Atem raubte.

So ist Harpers Ferry. Lose Me Once am Ende keine stereotype Romance, sondern ein Buch über Vertrauen, Verlust und Wahrheiten, die alles zerstören könnten. Eindrucksvoll, intensiv und hoch emotional.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Ein Spektakel voller Emotionen und Schmerz

To Cage a Wild Bird
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To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben. Oder dein Herz von Brooke Fast


„To Cage a Wild Bird“ katapultierte mich in eine Welt, so einnehmend, schmerzhaft und doch hoffnungsvoll, dass ich die ungefilterten ...

To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben. Oder dein Herz von Brooke Fast


„To Cage a Wild Bird“ katapultierte mich in eine Welt, so einnehmend, schmerzhaft und doch hoffnungsvoll, dass ich die ungefilterten Empfindungen kaum zu benennen vermochte. Mit Raven begegnen wir einer jenen Figuren, deren Stärke aus Schmerz geboren wurde und dem ständigen Kampf ums Überleben.

Dividium und das dort herrschende System sind dunkel und besonders Endlock fühlte sich wie ein Albtraum an, der seine Klauen in mich schlug. Die beklemmende Stimmung und das stete Gefühl der Beobachtung erfassten mich und sorgten dafür, dass mein Brustkorb sich zuschnürte.

Mit Vale löste sich zwar der Knoten und ersetzte die Bedrohlichkeit durch Spannung und Kribbeln, nicht jedoch ohne diese Gefährlichkeit im Nacken beizubehalten, die er mit sich brachte. Und so ist diese Welt geprägt von tiefen Emotionen, die kaum benannt werden können und zeigen, dass es eine Welt gibt, die vergessen zu haben scheint was Menschlichkeit bedeutet.

Mit erbarmungsloser Kälte und Faszination schreibt sich Brooke Fast ins Leser Herz und zwingt dich jeden noch so kleinen Augenblick zu fühlen. Zwischen den Zeilen wartet ein Abgrund, der die tiefste Schwärze einer jeden Finsternis bei weitem übersteigt und am Ende bleibt ein Nichts, das keine Worte kennt.

Phänomenal, herausragend, verschlingend - To Cage a Wild Bird ist eine Zerreißprobe fürs Nervenkostüm und ein Spektakel voller Emotionen und Schmerz, in einem Abgrund, der keine Fehler verzeiht.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Atmosphärisch, magisch und mit einem unvergesslichen Sidekick

Seven Deadly Thorns – Ein Herz so schwarz wie Ebenholz
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Seven Deadly Thorns – Ein Herz so schwarz wie Ebenholz von Amber Hamilton


Eine Akademie voller Intrigen, ein Mord und ein Wettlauf gegen die Zeit - mit diesen Elementen bildet Amber Hamilton in „Seven ...

Seven Deadly Thorns – Ein Herz so schwarz wie Ebenholz von Amber Hamilton


Eine Akademie voller Intrigen, ein Mord und ein Wettlauf gegen die Zeit - mit diesen Elementen bildet Amber Hamilton in „Seven Deadly Thorns“ die perfekte Grundlage für eine düstere Gothic Romantasy, in der sich besonders ein kleiner Gargoyle ins Herz der Leser schleicht.

Schon von Beginn an versprüht die Geschichte eine dunkle Atmosphäre, nicht zuletzt ausgelöst durch eine verbotene Schattenmagie, einen tödlichen Auftrag und eine Königin, die den Begriff Skrupellosigkeit neu definiert. Emotionen und Spannung pur sind das Endergebnis.

Zwischen alldem stehen zwei Figuren, die sich eigentlich nicht näher kommen sollten und so sorgte der sieben Tage Countdown für reichlich Tempo. Gerade die Tension zwischen Viola und Roze schaffte ein permanentes Kribbeln und schuf eine Kluft zwischen Misstrauen und unausgesprochen Gefühlen.

Charme kommt während des ruhigeren Mittelteils gerade recht in Form von Saint Waffles, dem kleinen Gargoyle, der es immer wieder schafft, das Herz zu verzaubern. Denn waren es fehlende Hintergründe und etwas mehr Tiefe, die die einzige Kritik bilden.

Trotz alldem bleibt ein atmosphärischer Roman zurück, voller Magie, Romantik und einem unvergesslichen Sidekick.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Faszinierende Welt, aber konnte mich nicht so richtig catchen

Die Spur der Vertrauten
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Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos


Christelle Dabos stellt in ihrem neuen Roman das „Wir“ über das „Ich“ und schafft eine Geschichte, die sowohl anspruchsvoll als auch komplex ist und von ...

Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos


Christelle Dabos stellt in ihrem neuen Roman das „Wir“ über das „Ich“ und schafft eine Geschichte, die sowohl anspruchsvoll als auch komplex ist und von der Frage begleitet wird: Was können wir überhaupt selbst bestimmen, wenn Instinkte über allem stehen?

Wenngleich diese Thematik eine durchaus interessante Perspektive und Tiefe schafft, so habe ich lange gebraucht, um überhaupt in der Geschichte anzukommen, denn zwischen den Zeilen steht hier der wahre Kern. Die vielen Handlungsstränge und die eher nebenher beschriebene Welt sind dabei noch nicht mal der größte Kritikpunkt.

Denn die Charaktere sind keine klassischen „auf Anhieb Sympathie“ schaffenden Persönlichkeiten, wenngleich Ecken und Kanten durchaus glaubwürdig sind. Aber mir fehlte es einfach an Nähe zu ihnen und auch die Längen sorgten immer wieder für Aufruhr in meinem Inneren.

ABER! Wenn wir all das mal außer Acht lassen steht hier eine faszinierende Gesellschaft in einer fremden Welt vor uns, die zwar Geduld und Aufmerksamkeit fordert, zugleich aber auch Raum zum nachdenken gibt. So bleibt keine stereotype Dystopie zurück, die weniger auf Action und mehr auf Tiefe setzt.

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