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Veröffentlicht am 20.04.2021

Alles nur kein Thriller

Girl A
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Inhalt:
„Eltern sollten ihre Kinder lieben und beschützen. Was, wenn sie das Gegenteil tun?

»Mein Name ist Alexandra Gracie, ich bin 15 Jahre alt. Bitte rufen Sie die Polizei.« Unzählige Male hat sich ...

Inhalt:
Eltern sollten ihre Kinder lieben und beschützen. Was, wenn sie das Gegenteil tun?

»Mein Name ist Alexandra Gracie, ich bin 15 Jahre alt. Bitte rufen Sie die Polizei.« Unzählige Male hat sich Lex Gracie vor ihrer Flucht aus dem Elternhaus diesen Satz vorgesprochen, angekettet an ihr Bett, vor Dreck starrend, bis auf die Knochen abgemagert. Mit ihrer Kindheit im Horrorhaus, wie die Presse das Elternhaus der sieben Geschwister bald nach Lex‘ Flucht taufen sollte, muss sich die mittlerweile erwachsene Anwältin konfrontieren, als ihre Mutter im Gefängnis stirbt und ihr das Elternhaus vermacht. Alles, was sie jahrelang verdrängt hat, bricht sich nun Bahn: der Hunger, die Angst – und ihre Identität als Girl A, das Mädchen, das entkam.“


Schreibstil/Art:
Das Buch beginnt mit der Befreiung von Lex, die es als erste geschafft hat zu fliehen. Die darauffolgenden Handlungen drehen sich um das Leben im Hier und Jetzt sowie einigen Rückblicken in die Kind- und Jugendzeit im Horrorhaus. Die späteren Krankenhausaufenthalte, Adoptionen und der „Zusammenhalt“ zwischen den Geschwistern werden hier ebenfalls thematisiert.

Mit Lex, die uns durch die Geschichte begleitet, konnte ich nicht warm werden. Sie war für mich nicht greifbar und eher unsympathisch. Zwar kommen auch die anderen Geschwister zu Wort und man erfährt, wie das Verhältnis untereinander ist und was aus allen geworden ist, aber das Ganze wirkte auf mich dennoch sehr distanziert. Die stockende und stückweise Erzählart hat mir nicht gefallen.


Fazit:
Ich habe den Eindruck, dass der Klappentext mehr Schein als Sein ist. Denn die Beschreibung trifft zwar zu aber ansonsten passiert irgendwie wenig. Natürlich ist es hart was diese Kids durchmachen mussten aber es hat für mich nichts aber auch gar nichts mit einem Thriller zu tun. Hier geht es eher um das Spektrum der Psyche. Denn, dass die Psyche dadrunter gelitten hat und die Seelen kaputt sind, sollte jedem klar sein.

Ich hatte mich auf eine Geschichte eingestellt die sich mehr in der Vergangenheit abspielt, schockiert und sprachlos zurücklässt. Durch die fehlenden Emotionen und Gefühle, konnte mich diese Geschichte leider nicht berühren.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Einfach und gut lesbar aber trotzdem nicht meine Geschichte

Bluteiche
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Inhalt:
„In der Walpurgisnacht 1985 wird ein 16jähriges Mädchen im Wald neben einem Schloss in Österlen ermordet. Alles wirkt, als habe man sie bei einem Ritual geopfert. Ihr Stiefbruder wird schließlich ...

Inhalt:
„In der Walpurgisnacht 1985 wird ein 16jähriges Mädchen im Wald neben einem Schloss in Österlen ermordet. Alles wirkt, als habe man sie bei einem Ritual geopfert. Ihr Stiefbruder wird schließlich für die Tat verurteilt, und kurz darauf verschwindet die ganze Familie spurlos.

Im Frühling 2019 zieht die Ärztin Thea Lind im Schloss ein. Nachdem sie einen seltsamen Fund in einer uralten Eiche gemacht hat, steigt ihre Faszination für die Tragödie aus der Vergangenheit, die sich direkt neben ihrem neuen Zuhause zutrug. Je mehr Ähnlichkeiten sie zwischen der Kindheit des getöteten Mädchens und ihrer eigenen schmerzhaften Vergangenheit entdeckt, desto mehr ist sie überzeugt davon, dass die Wahrheit über diese Nacht nie ans Licht kam.

Und dass der Frühling 1985 vielleicht mehr Opfer gefordert hat …“


Schreibstil/Art:
Die zwei Erzählstränge; einmal aus der Gegenwart und der Walpurgisnacht 1985 sind sehr gut ineinander verwoben und ergänzen sich perfekt in Gänze zusammen. Die Sprünge sind in richtigen Momenten eingesetzt und schaukeln die Spannung ein wenig hoch.

Mir persönlich wurde es im Verlauf zu viel mit den ganzen Namen. Bei längeren Lesepausen musste ich mich erst wieder in die Geschichte einlesen. Thea Lind als Protagonistin ist aber dennoch relativ authentisch dargestellt und wird eins mit der Geschichte. Die Sprache, ist wie bereits aus den anderen Vorgängern des Autors bekannt, sehr einfach zu lesen.


Fazit:
Ein unblutiger Kriminalroman, dessen Fall mich einfach nicht packen wollte. An und für sich hab ich wenig Kritik aber irgendwie hab ich mich mit der Geschichte schwer getan bzw. haben mich die Ereignisse aus der Walpurgisnacht 1985 nicht interessiert.

Meine Bewertung bezieht sich deshalb lediglich auf meinen persönlichen Geschmack. Andere Bücher von Anders de la Motte konnten mich bisher immer überzeugen.

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Auseinandersetzungen mit Elternschaft und Weiblichkeit

Nie, nie, nie
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Inhalt:
„»Ich will keine Kinder, nicht mit ihm, mit niemandem. Schon gar nicht mit mir selbst.«

Sie ist fünfunddreißig – und hat sich schon vor Jahren entschieden, keine Kinder zu bekommen. Davon, wie ...

Inhalt:
»Ich will keine Kinder, nicht mit ihm, mit niemandem. Schon gar nicht mit mir selbst.«

Sie ist fünfunddreißig – und hat sich schon vor Jahren entschieden, keine Kinder zu bekommen. Davon, wie sich diese Entscheidung auf ihre Beziehungen zu Freunden, den Eltern und nicht zuletzt dem Partner auswirkt, berichtet die Ich-Erzählerin in diesem Buch: Ihr Umfeld hat Schwierigkeiten, ihre Haltung zu akzeptieren, immer wieder wird sie mit diesem Thema konfrontiert. Da ist ihr langjähriger Partner Philip, der sich zunehmend unsicher ist, ob er mit der Einstellung seiner Freundin leben kann. Ihre Mutter strickt ohnehin seit Jahr und Tag Babykleidung in der Hoffnung auf ein Enkelkind. Als dann die beste Freundin Anniken Nachwuchs bekommt, verändert sich alles.
Aber kann man wirklich nur mit Kind eine Familie sein? Wieso wird von jeder Frau erwartet, dass sie Mutter werden will? Und warum fällt es vielen Menschen so schwer, andere Lebensentwürfe zu akzeptieren?

Linn Strømsborgs Erzählerin beschäftigt sich mit Fragen, die sich jede Frau – ob Mutter oder nicht – irgendwann stellt. ›Nie, nie, nie‹ ist ein Buch der Stunde, das sich mit Elternschaft und Weiblichkeit auseinandersetzt, und zwar auf ehrliche, warmherzige und anrührende Weise.“


Schreibstil/Art:
Die etwas eigenwillige Ich-Erzählerin in diesem Buch argumentiert stellenweise mit klugen und weisen Antworten warum sie keine Kinder haben möchte. Die immer wiederkehrendenden Rechtfertigungen machen zu schaffen und hinterlassen einen nachdenklich. Dass auch eine Beziehung drunter leidet, macht die Autorin gut deutlich. Der Erzählstil beinhaltet vereinzelt unausgesprochene Momente bzw. vergangene Zeit. Als Leser wird man also mit Infos nicht überladen, muss sich aber die eine oder andere Handlung denken. Schnelle Zeitsprünge behalten einen guten Rhythmus bei, man hat also nicht das Gefühl etwas zu verpassen.


Fazit:
Da ich, genau wie die Protagonistin, keine Kinder haben möchte, hab ich mich sehr verstanden gefühlt. Ihr Standpunkt ist deutlich und trotzdem machen es die Menschen um einen rum, es nicht einfach. Die ewigen Auseinandersetzungen strapazieren die Nerven und zerren an den Beziehungen/Freundschaften.
Die vielen Botschaften sind gut vermittelt allerdings empfand ich manche Szenen unsinnig. Dass das Thema „Kinderkriegen“ hier im Vordergrund steht, ist mir klar, ich hätte mir nur zwischendurch mal Pausen von dem Thema gewünscht. Ich hatte einfach oftmals das Gefühl, dass sich manche Passagen wiederholen.

Die Thematik ist dennoch hochaktuell und Bücher solcher Art sehr im Trend. Mich hat die Geschichte zwar an das ein oder andere gelesene Buch erinnert aber trotzdem zufriedenstellend zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Sorry aber grottenschlechte Umsetzung

Die vierte Schwester
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Inhalt:
„In einer heißen Sommernacht verschwindet die kleine Olivia spurlos. Die Familie, deren absoluter Liebling sie war, zerbricht an diesem Unglück. Vor allem für die drei älteren Schwestern dreht ...

Inhalt:
„In einer heißen Sommernacht verschwindet die kleine Olivia spurlos. Die Familie, deren absoluter Liebling sie war, zerbricht an diesem Unglück. Vor allem für die drei älteren Schwestern dreht sich fortan alles um diesen Verlust und die Beantwortung der Frage nach dem Warum. Dreißig Jahre später taucht Olivias Lieblingsspielzeug wieder auf. Sie beauftragen den Privatdetektiv Jackson Brodie, der jedoch kaum Hoffnung hat, den Fall nach all den Jahren lösen zu können. Für die drei Schwestern ist Olivias Verschwinden das Drama ihres Lebens. All ihre Träume und Sehnsüchte haben sich verflüchtigt, die kleine Schwester dagegen ist allgegenwärtig. Brodie rührt es zu sehen, wie die Frauen um ein normales Leben für sich kämpfen. Er kennt dies nur allzu gut, denn auch er hat seine Schwester auf schreckliche Weise verloren. Pflichtbewusst trägt er seine mageren Ermittlungsergebnisse zusammen – und stößt auf einen Hinweis, der das ganze Ausmaß der Tragödie sichtbar werden lässt.“


Schreibstil/Art:
Bereits zu Anfang des Buches ist beim gefühlt jeden zweiten Satz entweder eine Bemerkung, irgendeine nebensächliche Info oder ein nerviger Kommentar in Klammern gesetzt ist. Dieser Stil zieht sich leider durch das komplette Buch durch. Mich persönlich hat es vom schnellen und mühelosen Lesen abgehalten und einfach nur genervt. Hinzu kommt noch, dass ich mit der Übersetzung nicht zurechtgekommen bin. Manche Sätze hatten einen seltsamen Satzbau, sodass ich ihn mehrmals lesen musste.

Sprunghafte Zeitsprünge (stellenweise zwischen den Sätzen) kamen aus dem Nichts und ließen mich oftmals stutzen, da ich mich in der Zeit zurechtfinden musste. Hier hätte ich mir mehr Abstände gewünscht.

Zu den Charakteren: hier muss ich gestehen, fand ich durchweg alle unsympathisch und anstrengend. Diese konnte man sich zwar gut vorstellen aber genützt hat es mir leider auch nichts.


Fazit:
Sorry aber dieser Thriller konnte mich weder packen noch überzeugen. Die großzügigen 2 Punkte gibt es für die Gestaltung des Covers und die Idee. Die gut gemeinten Cliffhanger haben leider nicht dazu beigetragen, dass ich fesselnd weiter lesen wollte. Die vielen Perspektiven dazwischen ließen mich das Gelesene oftmals fast schon wieder vergessen. Die Geschehnisse haben sich einfach gezogen und mir den Lesespaß verdorben.
Kann das Buch daher nicht weiterempfehlen, so leid es mir tut.

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Veröffentlicht am 05.04.2021

Eine Chance auf Glück

All This Time – Lieben heißt unendlich sein
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Inhalt:
„Manche Wunden kann nur Liebe heilen …


Kyle und Kimberly sind seit der 9. Klasse das perfekte Paar. Doch am Abend des Abschlussballs bricht Kyles Welt brutal in sich zusammen: Nachdem Kimberly ...

Inhalt:
Manche Wunden kann nur Liebe heilen …


Kyle und Kimberly sind seit der 9. Klasse das perfekte Paar. Doch am Abend des Abschlussballs bricht Kyles Welt brutal in sich zusammen: Nachdem Kimberly ihm eröffnet hat, dass sie die Beziehung beenden will, haben sie auf dem Heimweg einen Autounfall. Kyle erwacht im Krankenhaus aus seiner Bewusstlosigkeit – aber Kim hat den Unfall nicht überlebt. Kyle versinkt in unendlicher Trauer und Schuldgefühlen … bis er Marley begegnet. Marley hat ebenfalls einen großen Verlust erlitten, für den sie sich verantwortlich macht. Sie verstehen einander und können den Schmerz des anderen lindern, während sie sich immer näherkommen. Doch Kyle muss befürchten, dass er diese zweite Chance auf Glück erneut verlieren könnte …“


Schreibstil/Art:
Ungewöhnlicherweise ist Kyle der Protagonist dieser süßen Lovestory. Zwar stockte die Erzählung zu Anfang, doch seine Erzählstimme ist dem Autorenduo dennoch gelungen da man ihn versteht, als jungen Mann wahrnimmt und seine Person auf Anhieb mag.

Die große Themenvielfalt kommt definitiv gut zur Geltung. Bereits auf den ersten Seiten wird bildhaft der Autounfall beschrieben. Die Trauerbewältigung sowie die darauffolgende Selbstfindung in der weiterdrehenden Welt kann man sehr gut nachvollziehen. Emotional und bewegend verarbeiten er und Marley den Schmerz zusammen. Ihr, von nun an gemeinsamer Weg ist einfach nur zauberhaft und niedlich. 



In der Clique hab ich mich wohlgefühlt. Auf die Freunde konnte sich Kyle zu jeder Zeit verlassen. Die Aktionen im letzten Drittel haben mich schmunzeln lassen.


Fazit:
Eine Liebesgeschichte dessen Verfilmung ich mir richtig gut vorstellen kann. Bereits mit „Drei Schritte zu dir“ erlangte eine der Autorinnen einen Bestseller. Aber auch die Geschichte von Kyle und Marley kann da locker mithalten.

Die plötzliche Wendung zum Ende hin hat mich sprachlos zurückgelassen. Ich muss gestehen, dass das Buch an dieser Stelle für mich hätte zu Ende sein können. Die darauffolgende Handlung ließ das Ganze etwas kitschig und klischeehaft zurück.


Nichtsdestotrotz hab ich ansonsten wenig zu beanstanden und kann das Buch jedem Liebesroman-Fan wärmsten empfehlen.

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