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Veröffentlicht am 05.03.2026

4 Generationen Frauen

Das gute Leben
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Nadine Schneider nimmt uns in ihrem Buch "Das gute Leben" mit zu vier Generationen Frauen.
Christina, die jüngste, ihre Mutter Helene, Großmutter Anni und die Urgroßmutter.

Anni ist in den 60er Jahren ...

Nadine Schneider nimmt uns in ihrem Buch "Das gute Leben" mit zu vier Generationen Frauen.
Christina, die jüngste, ihre Mutter Helene, Großmutter Anni und die Urgroßmutter.

Anni ist in den 60er Jahren schwanger von Rumänien nach Deutschland zu ihrem Bruder ausgewandert, um hier ein besseres Leben für sich und ihre Tochter zu beginnen. Ihre Mutter lässt sie alleine in Rumänien zurück und besucht diese meist zweimal im Jahr. Ihre Tochter Helene zieht sie alleine groß.
Auch Helene wird früh Mutter und auch sie wird alleinerziehend, entscheidet sich aber nach Amerika auszuwandern und lässt Christina bei ihrer Mutter in einem kleinen Dorf bei Nürnberg zurück. Dort wächst Christina auf und als Erwachsene zieht sie nach Berlin und Anni bleibt alleine zurück.

Nach Annis plötzlichem Tod erbt Christina das kleine Haus und muss sich nun Gedanken darüber machen was sie damit macht. Dabei kommen viele Erinnerungen zu Tage und wir erfahren viel über das Leben von Anni, Helene und der Urgroßmutter in Rumänien.

Ich lese sehr gerne Romane , welche über mehrere Generationen berichten. Auch hier habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Allerdings konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Ich fand es stellenweise etwas langatmig und mir fehlte etwas Spannung oder etwas was einem überraschen konnte. Die Geschichte plätscherte etwas vor sich hin und ich hatte oft das Gefühl man kommt nicht vor ran.
Ich wurde auch mit keiner der Frauen so richtig warm und manchmal war mir alles etwas zu negativ dargestellt.

Die Geschichte hatte viel Potenzial, aber dieses wurde für meinen Geschmack nicht ausgeschöpft, so das es für mich nur für drei Sterne gereicht hat.



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Veröffentlicht am 16.02.2026

Sehr bewegend

Der letzte Sommer der Tauben
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Im Buch "Der letzte Sommer der Tauben" nimmt uns Abbas Khider mit in den nahen Osten zu der Zeit als von dem Regime der Mudschahedin, der Kalifat ausgerufen wird.

Wir begleiten dabei den vierzehnjährigen ...

Im Buch "Der letzte Sommer der Tauben" nimmt uns Abbas Khider mit in den nahen Osten zu der Zeit als von dem Regime der Mudschahedin, der Kalifat ausgerufen wird.

Wir begleiten dabei den vierzehnjährigen Noah und seine Familie und Freunde.
Anfangs noch optimistisch von der neuen Regierung des Landes erfahren sie schnell immer mehr Verbote, welche in das ganze Leben eingreifen. Frauen dürfen nicht mehr arbeiten, nur noch voll verschleiert vor die Tür, Handys müssen abgegeben werden, Im Laden von Noahs Vater darf nur noch ausgewählte Kleidung verkauft werden, ....
Wer sich nicht an die Regeln hält wird bestraft oder im schlimmsten Fall öffentlich hingerichtet.

Noah beobachtet mit Schrecken wie sich sein Land verändert. Zuflucht findet er bei seinen Tauben, die er von seinem Onkel Ali übernommen hat und die seine ganze Leidenschaft sind. Doch dann wird auch das verboten und die Tauben dürfen nicht mehr fliegen und müssen eingesperrt werden. Doch das ist noch nicht das schlimmste das Noah erwartet.

Mich hat das Buch sehr bewegt. Es ist mein erstes Buch das ich von Abbas Khider gelesen habe und der Schreibstil finde ich grandios. Das Buch wirkt in kurzen Kapiteln und diese haben die richtigen Längen, um einem zu berühren und im Gedächtnis zu bleiben.
Sehr prägnant und authentisch , aber dennoch mit einer gewissen Ironie, welche etwas Leichtigkeit in das doch sehr schwere Thema bringt.

Besonders gut gefallen hat mir das die Tauben, als Friedenssymbol eine große Rolle im Buch spielen und für mich auch als Hoffnung auf bessere Zeiten stehen.

Ich kann das Buch nur empfehlen.


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Veröffentlicht am 08.02.2026

Nichts neues

Gemüsepower
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Ich habe mich so auf das Buch gefreut und leider konnte es diese Vorfreude dann nicht erfüllen.
Erhofft habe ich mir jetzt vor der Aussaat meines Gemüses ein paar richtige gute Tipps zu bekommen, die mir ...

Ich habe mich so auf das Buch gefreut und leider konnte es diese Vorfreude dann nicht erfüllen.
Erhofft habe ich mir jetzt vor der Aussaat meines Gemüses ein paar richtige gute Tipps zu bekommen, die mir helfen das ich dieses Jahr alles richtig mache. Egal ob bei der Anzucht, dem richtigen Platz, bis zur Ernte.

Leider konnte mir das Buch nichts neues vermitteln. Dazu fand ich den Aufbau sehr durcheinander und irgendwie fehlt mir der rote Faden. Es wird alles nur kurz erwähnt, aber nichts geht in die Tiefe. Daher muss man sich genaueres Wissen doch wieder woanders suchen.

Die Bilder sind sehr schön und auch die Rezepte finde ich toll. Gut gefallen hat mir auch der Erntekalender und die Übersicht der Mischkulturen. Das hat aber nicht ausgereicht mich zu überzeugen.

Für etwas fortgeschrittene Gärtner ist das Buch allerdings nicht geeignet, da es nichts neues bereithält. Von mir gibt es daher leider nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Auch Teil 2 überzeugt

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Ich habe mich so gefreut das es nun mit Irida und den Furchtlosen weitergeht. Teil 1 war ein Fünf Sterne Buch und hatte mich sehr begeistert. Daher war ich sehr gespannt ob mich die Fortsetzung auch begeistert. ...

Ich habe mich so gefreut das es nun mit Irida und den Furchtlosen weitergeht. Teil 1 war ein Fünf Sterne Buch und hatte mich sehr begeistert. Daher war ich sehr gespannt ob mich die Fortsetzung auch begeistert. Was soll ich sagen, auch im zweiten Teil hat es Markus Heitz geschafft, einen ganz tollen Jugend Fantasy Roman zu schreiben.

Um den zweiten Teil zu verstehen, sollte der erste Band zuerst gelesen werden, da die Geschichte aufeinander aufbaut.

Irida und ihre Freunde, die Furchtlosen genannt, sind weiterhin auf der Suche nach dem Eingang zur Anderswelt. Hohenburg und auch die Anderswelt sind in Gefahr. Die Gestaltwandler wollen die Anderswelt erobern und schrecken auch nicht davor zurück, sich mit uralten Teuflischen Wesen zu verbünden. Sie suchen nicht nur in Hohenburg und der Umgebung nach Antworten auf ihre Fragen, sondern reisen auch nach Norwegen. Dort erhoffen sie sich mehr über die Wechselbälger zu erfahren.

Der zweite Band ist noch spannender und das Tempo rasant. Markus Heitz schafft es auch hier wieder Sagen und Mythologie mit einer tollen Geschichte zu verbinden. Sehr atmosphärisch und voller Nervenkitzel. Am Ende bleiben noch ein paar Fragen offen, die wir dann hoffentlich im Sommer mit Band 3 beantwortet bekommen.

Auch Band zwei ist für mich ein Fünf Sterne Buch und ich kann die Reihe sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Etwas viel Drama

Die Insel meiner Schwester
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"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur. Das Cover des Buches ist sehr stimmungsvoll und dennoch sieht man dunkle Wolken aufziehen, was hervorragend zum ...

"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur. Das Cover des Buches ist sehr stimmungsvoll und dennoch sieht man dunkle Wolken aufziehen, was hervorragend zum Roman passt. Es gefällt mir optisch sehr.

Im Buch begleiten wir Mirijam und ihre Halbschwester Nia. Die beiden haben erst im Alter von 14 Jahren voneinander erfahren und sind nur wenige Monate auseinander. Anfangs sind sie die allerbesten Freundinnen doch dann leben beide ihr eigenes Leben und sehen sich nur noch selten. Man merkt aber schon gleich zu Beginn, das Mirijam mehr an der Beziehung hängt als Nia.

Beide haben gerade in ihrem Leben Probleme. Mirijam wurde am 40. Geburtstag nach über 10 Jahren verlassen und Nia hängt in einer toxischen Beziehung fest. Kontakt haben sie schon lange keinen mehr. Da kommt überraschend eine Einladung zu Mirijams 40. Geburtstag, den sie auf Tallholmen, der Insel ihrer Kindheit feiern möchte. Mirijam sagt zu, nichtsahnend was sich dort für eine Tragödie abspielt.

Ich möchte zum Inhalt gar nicht mehr sagen, da man das Buch ohne viel Infos zum Inhalt lesen sollte. Allerdings fände ich eine Triggerwarnung angebracht, da es hier um häusliche Gewalt geht.

Noch immer bin ich etwas hin und hergerissen was meine Bewertung angeht. Eigentlich fand ich das Buch spannend und einige Themen wurden auch sehr gut ausgearbeitet. Allerdings war mir dann vieles zu konstruiert und vorhersehbar. Stellenweise war es mir auch etwas viel Drama. Auch hat mich gestört, das bis auf Juan, der Ex von Mirijam alle Männer im Buch negativ beschrieben werden. Ja es gibt schlimme Männer, aber doch nicht nur. Dann haben beide Schwestern keine besonders intensive Beziehung zu ihren Müttern, Freundinnen sind oberflächlich und es fließt immer viel Alkohol. Für mich war das alles etwas viel gewollt und weniger wäre hier definitiv etwas besser gewesen.

Der Schreibstil hat mir aber gut gefallen und ich hatte auch keine Probleme damit, das wir immer in der Zeit gesprungen sind. Im großen Ganzen wurde ich gut unterhalten. Daher gibt es von mir drei Sterne für das Buch.

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