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Veröffentlicht am 22.04.2019

Tausend Tränen

All In - Tausend Augenblicke
1

Nach all den fröhlichen Liebesgeschichten und Happy Endings brauchst Du mal wieder etwas was dich innerlich zerreist?

Dann ist "All In- Tausend Augenblicke" genaus das richtige!

Kacey ist Mitglied ...

Nach all den fröhlichen Liebesgeschichten und Happy Endings brauchst Du mal wieder etwas was dich innerlich zerreist?

Dann ist "All In- Tausend Augenblicke" genaus das richtige!

Kacey ist Mitglied einer Band, die kurz vor dem Durchbruch ist. Eigentlich sollte sie das glücklich machen, doch sie fühlt sich einsamer als jemals zuvor. Nach einem katastrophalen Konzert wacht sie auf der Couch ihres Limousinenfahrers Jonah auf. Sie freunden sich an und sie merkt, dass er ihr das gibt, wonach sie sich sehnte. Doch diese wünderscshönen Augenblicke sind beschränkt..

Das Buch hat mich emotional einfach zerissen! Es ist eine unglaublich schöne und tragische Geschichte, aber vor allem ist sie autenthisch. Obwohl Kacey vor allem am Anfang oft handelte, wie ich es in meinem Leben niemals tun möchte, konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und es hat auch zu ihr gepasst.
Jonah ist unglaublich liebenswert und hat leicht mein Herz erobert. Ich fand es schön, wie seine Gefühle dagestellt wurden und auch der Druck, den er sich wegen der Installation gemacht hat, passte einfach perfekt. Ich habe durchgehend mitgefiebert.

Als es dann losging habe ich mich genauso gefühlt wie Jonah: extrem nervös und ungutes Gefühl auf der Brust, obwohl das "nur" eine Geschichte ist. Während des Lesen habe ich mir so extrem die Tränen verkniffen, dass ich dadurch Halsschmerzen bekam. Und einige Male drohte diese Nichtweinenmauer einfach zu brechen! Es war so einfach Empathie für die Charaktere zu verspüren und ich war immer wieder so naiv und habe mir aufs neue vorgestellt wie sie sich fühlen. Nicht grade die besten Vorraussetzungen, wenn man deswegen eigetnlich nicht mehr kurz vor einer Heulattacke stehen will...
Sogar als ich das Buch beendet hatte, ließ es mich nicht mehr los und bereitete mir eine schlaflose Nacht.

Das Buch ist unglaublich schön und es gab meinerseits nichts zum kritisieren, weshalb es auch das Maximum der Sternverteilung verdient hat!

Veröffentlicht am 17.03.2019

Ein Meisterwerk :-D

VIRALS - Tote können nicht mehr reden
1

Als ich vor Jahren das Buch in meiner örtlichen Bücherei vorfand, war ich alles andere als eine Leseratte. Wenn ich ein Buch anfing, konnte man davon ausgehen, dass ich es nach dreißig Seiten zuklappen ...

Als ich vor Jahren das Buch in meiner örtlichen Bücherei vorfand, war ich alles andere als eine Leseratte. Wenn ich ein Buch anfing, konnte man davon ausgehen, dass ich es nach dreißig Seiten zuklappen und nie wieder anfassen würde. Das ich mich also an dieses fast funhündert seitige Buch wagen wollte, war eigentlich utopisch. Aber ich wurde psotiv überrascht!

Tory Brennan, die Nichte von Temperance Brennan, findet gemeinsam mit ihren Freunden die Gebeine einer Toten. Bei der Toten handelt es sich um Katherine Heaton, die jahre zuvor spurlos verschwunden ist. Dieses Geheimniss ist nie aufgeklärt worden, also beschließen Tory und ihre Freunde den Fall zu lösen. Aber dieser Fall scheint schwieriger als gedacht zu sein und führt sie an die sonderbarsten Orte. Darunter auch zu einem Labor, in dem geheime Experimente mit einem gefährlichen Virus gemacht werden.

Das Buch beginnt mit einer Szene, die erst später im Buch stattfindet. Somit wird man direkt mitten ins Geschehen hineinkatapuliert! Die Neugierde zwingt einem regelrecht zum weiterlesen. Im nächsten Kapitel kommt man dann schließlich zu dem wirklichen Anfang der Geschichte.
Mitten im Buch überraschte mich auch ein Plot Twist, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte. Dieser war alles andere als negativ, denn es verleihte dem Buch etwas besonderes.
Obwohl das Buch ein Spin- Off zu der Temperance Brennen Reihe ist, muss man diese Reihe jedoch nicht kennen, um "Virals" zu vestehen.
Die einzelnen Charaktere gefiehlen mir erstaunlich gut und jeder einzelne des Freundenkreises ist mir sofort ans Herz gewachsen!

Obwohl ich eigentlich damals absolut kein Lesefan war, hatte ich dieses Buch trotz der hohen Seitenzahl in zwei bis drei Tagen durch, was für meine darmaligen Verhältnisse beinahe an ein Wunder grenzte. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen und habe es mir sogar nochmal gekauft, obwohl ich es bereits gelesen hatte und es in der Bücherei verfügbar war!
Das Buch ist wirklich sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 09.03.2019

Es brodelt hier!

Pompeji
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Pompeji- Eine reiche Stadt am Golf des Neapels, die am 24. August (nach neusten Funden vielleicht sogar zwei Monat später) 79 n. Chr. zusammen mit Herculaneum verschüttet und alles Lebende dort ausgelöscht ...

Pompeji- Eine reiche Stadt am Golf des Neapels, die am 24. August (nach neusten Funden vielleicht sogar zwei Monat später) 79 n. Chr. zusammen mit Herculaneum verschüttet und alles Lebende dort ausgelöscht wurde. Eine tragische Geschichte, die den meisten Menschen bekannt sein dürfte und einige Geschichtsliebhaber in ihren Bann zog. Darunter auch mich. Obwohl ich jegliches Wissen über dieses Ereigniss regelrecht inhalierte, hatte ich von diesem Buch, als es mir vorgeschlagen wurde, noch nichts gehört. Zwar war ich anfangs skeptisch, weil ich bedenken hatte, dass es potentiell unrealistisch werden könnte, jedoch wurde ich positiv überrasch!

Der Wasserbaumeister Attilius wird nach Pompeji geschickt, nachdem das Aquädukt Aqua Augusta dank eines Erdbeebens beschädigt wurde, damit er dieses repariert. Unwissend über die Gefahren begiebt er sich dorthin und lernt dort auch Corelia kennen.
In der Stadt wimmelt es jeoch nur so von Gefahren und manche, die so gewaltig sind, dass kein Mensch sie aufhalten kann.

Ich kenne mich gut genug mit Pomoeji aus, um zu wissen, dass es für den Protagonisten kaum bis gar keine Überlebenschancen gab und ich war mir auch ziemlich sicher, dass der pyroklastische Strom die Todesursache sein würde, denn dieser war immerhin das Ende Pompejis. Zumindest war das die Einstellung mit der ich das Lesen begann. Das Buch begann aber schon zwei Tage vor dem Ausbruch, in denen man wie eine Art "Einblick in die Antike" bekam, was ich für meinen Teil sehr wertschätzte. Dazu wurden auch manche Teile aus der Sicht Plinius des Ältern geschrieben, was mich sehr beeindruckte. Aber diese Szenen beäugte ich erst recht kritisch, nicht weil sie schlecht waren, ganz im Gegenteil, sondern weil das mir manchmal aufgrund meines Totenrespekts eher ein Dorn im Auge war.
Attilius an sich mochte ich sehr und es tat mir fast schon leid, wenn ich an das Ende des Buches dachte.
Der Schreibstil an sich war fließend, was das Lesen umso fesselnder gestaltete.
Die Kapitel waren mit römischer Zeitangabe beschriftet, was ich wirklich sehr beeindruckend fand, vor allem, wenn man bedenkt wie viel Arbeit sich Robert Harris sicherlich damit gemacht hat.

Auch wennn das Buch hin und wieder etwas langatmig war, hatte ich es schnelll durch und war sehr zufrieden mit dem Inhalt. Am meisten beeindruckte mich dabei das Ende. Manches habe ich auch dazugelernt, vor allem in den kurzen Texten vor einem neuen Kapitel, in denen der innere Zustand des Vesuvs geschildert wurde. Das gab dem Buch noch ein gewisses Extra!
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, vor allem denjenigen, die wie ich ein großes Interesse an Pompeji haben.

Veröffentlicht am 09.03.2019

Tränenreiches Buch

P.S. Ich liebe Dich
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Obwohl ich nahe am Wasser gebaut bin, hat es bisher kein Buch geschaft Tränen aus meinen Augen hinaus zu zaubern.
Keyword: bisher

Das Buch "P. S. Ich Liebe dich" von Cecelia Ahern hat mich an den Rand ...

Obwohl ich nahe am Wasser gebaut bin, hat es bisher kein Buch geschaft Tränen aus meinen Augen hinaus zu zaubern.
Keyword: bisher

Das Buch "P. S. Ich Liebe dich" von Cecelia Ahern hat mich an den Rand meiner Emotionen gebracht.
Eine Geschichte von Seelenverwandten, die sich unendlichen Lieben, bis Gerry aufgrund eines Tumors stirbt. Und seine Frau Holly auf der Erde zurücklässt.
Und genau da setzt die Geschichte an. Mit einem mitreißendem Schreibstil führt die Autorin den Leser/in durch die Trauerphase der Protagonistin Holly und wie sie in dem einen Jahr lernt ohne ihren Mann zu leben.
Währenddessen erhällt sie monatllich einen Brief von ihrem verstorbenen Mann mit Aufgaben, die sie erledigen soll, um den Tod besser zu verarbeiten.
Persönlich fand ich es sowohl einfach als auch schmerzhaft Empathie für Holly zu empfinden, vor allem weil Holly oft diesselben Gedanken hatte, die mich auch schon oft quälten.
Vor allem die Ankuft der neuen Briefe am Anfang des neuen Monats waren herzzerreisend :´( .
Wäre ich nicht an einem öffenltichen Ort gewesen, als ich es gelesen habe, hätte ich sicherlich Rotz und Wasser geweint!
Zwischendurch überraschte das Buch auch mit witzigen Szenen, sodass ich als Leserin desöfteren schmunzeln musste :). Und es war gerade deshalb so besonders in dem Buch, weil es mir das Gefühl gab, dass es nicht nur düster nach dem Tod einer geliebten Person sein muss.
Besonders rührend war die Abschlussrede von Holly, die mir auch am meisten im Kopf blieb. Da hat Cecelia Ahern bewundernswerte Arbeit geleistet .

Alles in allem kann ich sagen, dass das Buch sehr empfehlenswert ist, zumindes wenn man sich mit einem traurigen Thema auseinandersetzten möchte.
Persönlich habe ich das Buch im wahrsten Sinne des Wortes mit einem weinenden und lachenden Auge beendet. .

Veröffentlicht am 07.03.2019

Niederschmetternd

Tote Mädchen lügen nicht
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"Tote Mädchen lügen nicht" ist ein durchaus bekannter Name. Nicht zuletzt wegen der gleichnamigen Serie. Zwar hatte ich die Serie nicht gesehen, als ich das Buch in meiner Dorfbücherei entdeckt hatte, ...

"Tote Mädchen lügen nicht" ist ein durchaus bekannter Name. Nicht zuletzt wegen der gleichnamigen Serie. Zwar hatte ich die Serie nicht gesehen, als ich das Buch in meiner Dorfbücherei entdeckt hatte, aber entschied mich dennoch dafür diese düstere Geschichte zu lesen.

Das Buch fängt damit an, dass der Protagonist Clay ein Paket entdeckt, in dem sich Audiokassetten befinden. Hannah Baker, eine Mitschülerin, in die Clay verliebt war, hinterließ die Kasseten mit den 13 Gründen warum sie kurze Zeit zuvor Suizid begannen hatte. Jede Kassette war einer anderen Person gewidmet, die irgendwie bei dem Selbstmord beigetragen hatte. Wenn man die Kassetten erhalten hat, bedeutete das auch, dass mein zu den 13 Gründen gehört.

Schon allein beim Klappentext bemerkt man, dass das kein fröhlliches Buch werden würde und das war es auch nicht. Es war ziemlich düster, depremierend und wurde mit jedem Kapitel immer markaberer.
Der Protagonist, der wie bereits erwähnt in sie verliebt war, hätte er ihr nie schaden wollen. Wie also war er an ihrem Selbstmord beteiligt?
Das ist nicht nur eine Frage, die sich Clay das halbe Buch über stellte, sondern ich, als Leserin, habe mich das die ganze Zeit über selbst gefragt. Denn trotz dieses erdrückenden Stimmung wirkte Clay wie ein netter junger Mann und nicht wie ein Rüpel, der auf dem Schuhlhof alle beleidigte.

Hannahs Gefühle konnte man sehr gut nachempfinden, was auch dem Protagonisten nicht schwer fiel. Einem wurden hin und wieder Situationen gezeig, in denen der Beteiligte anders reagieren hätte können und somit vielleicht ihr Leben "retten" können. Aber weil es nur eine Audiodatei ist, fühl man sich als Leser/In genau wie der Protagonist hilflos.
Jedoch muss ich auch sagen, dass ich gegen Ende hin ihre Handlungen nicht mehr nachvollziehen konnte oder vielleicht auch wollte und gerade der letzte Grund war etwas übertreiben. Aber gleichzeitig passte dieser Punkt perfekt ins Buch hinein.

Persönlich fand ich das Buch sehr gelungen trotz der düsteren Atmosphäre. Gerade weil der Autor auf einer gelungen Art und Weise zeigt, wie sehr Handlungen unbewusst einen anderen Menschen schaden können. Wie bereits erwähnt gab es hin und wieder Szenen, die ich etwas übertrieben fand. Aber wenn sie harmloser wären, wäre das Buch gleichzeitig niemals so schockierend geworden.
Ich empfehle es jedem, der eine gewisse mentale Belastbarkeit hat, weiter.
Falls jemand aber so schon mit z.B. Depressionen zu kämpfen hat, sollte er lieber die Finger davon lassen, weil es doch sehr deprimierend ist.