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Veröffentlicht am 23.02.2020

Farbexplosion der Gefühle

A Wish for Us
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Das New-Adult Genre gehört zu meinem Lieblingsgenre. Und bei all den Büchern, die ich bisher gelesen habe, habe ich das Handlungsmuster durchschaut:
Das super nette underrated Mädchen von Nebenan, das ...

Das New-Adult Genre gehört zu meinem Lieblingsgenre. Und bei all den Büchern, die ich bisher gelesen habe, habe ich das Handlungsmuster durchschaut:
Das super nette underrated Mädchen von Nebenan, das nebenbei sehr hübsch ist, verliebt sich in den größten Idioten der Universität, der sie nebenbei wie Dreck behandelt, aber in der Rege ist das okay, denn er ist ja heiß. Und wer steht nicht darauf, wie Dreck behandelt zu werden?
Die Beiden kommen zusammen, dann entsteht ein Streit (meistens weil einer der Beiden eine super dramatische Vergangenheit) hat; 30 Seiten lang Funkstille, bis sie bemerken, dass sie ohne einander nicht können.

Versteht mich nicht falsch, aber die meisten Bücher mochte ich auch sehr, aber manchmal sehnt man sich nun mal auch nach Variation. Und das ist der Punkt, an dem dieses Buch auftaucht:

Zu beginn wirkt es wie eine Durchschnittshandlung mit ein paar kleinen Abwandlungen. Der Schreibstil jedoch sorgt dafür, dass es sich wie Butter lesen lässt. So war es einem als Leser möglich Ereignisse nachzuvollziehen mit denen man vorher vielleicht wenig anfangen oder sich nichts darunter vorstellen konnte.
Allein dafür hat die Autorin ein großes Lob verdient.

Doch mit der Zeit ändert sich die Handlung radikal und entwickelt sich in eine Handlungen, die etliche Überraschungen offen hält. So konnte ich mir beispielsweise nicht erschließen, ob das Buch ein Happy End haben wird oder nicht, bis ich das Ende selbst erreicht habe.

Sowohl das Cover und der Titel fügen sich perfekt, beinahe makellos, in die Geschichte ein, das mich im Nachhinein dich sehr beeindruckt. Denn auch ohne groß etwas hineinzuinterpretieren erkennt man die Bedeutung des Covers, gerade wegen der veilchenblau ähnlichen Farbe.

Die Charaktere waren beide in gewisser Hinsicht eigen aber nicht in negativer Sicht. Für beide hatte ich etwas Zeit gebraucht, um mich mit ihnen anzufreunden. So fande ich beispielsweise Bonnie nur aus der Schreibperspektive von Cromwell sympathisch und Cromwell mochte ich erst als er aufhörte seine negativen Eigenarten so stark auszuleben wie er es zu beginn tat.
Besonders mochte ich den Nebencharakter Easton, auch wenn ich sein Sexualleben und sein Alkoholkonsum etwas Fragwürdig fand. Es ist nur Schade, dass er in dieser Geschichte etwas zu kurz kam.

Was mir besonders an dem Buch gefiel war, dass es mit der Zeit immer besser wurde. So hatte ich gerade die letzten Hundert Seiten geradezu verschlungen, obwohl es schon spät abends war.

Bevor ich jetzt aber alle Rahmen hier sprengen werde, denn über dieses Buch könnte ich noch stunden weiter schreiben, komme ich jetzt aber lieber zum Schluss:

Das Buch ist sehr herzzerreißend gerade auch, weil es in die Tiefe geht. Es ist wie eine Mischung aus typisch New-Adelt mit einer Prise "All-In" von Emma Scott. Das Buch kratzt ziemlich emotionale Themen an, ist aber nur zu empfehlen. Jedoch solltet Ihr lieber sicherheitshalber eine Taschentücherpackung bereit halten .

  • Gefühl
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.11.2019

10 Blind Dates und ein vorhersehbares Ende

10 Blind Dates für die große Liebe
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Sophie hat eine riesige Familie, die sie unterstützt. Vor allem nachdem sie sich von ihre vermeintlich großen Liebe getrennt hat. Um sie von ihrem Herzschmerz abzulenken, hat ihre Familie einen Plan geschmiedet. ...

Sophie hat eine riesige Familie, die sie unterstützt. Vor allem nachdem sie sich von ihre vermeintlich großen Liebe getrennt hat. Um sie von ihrem Herzschmerz abzulenken, hat ihre Familie einen Plan geschmiedet. Zehn Dates an zehn verschiedenen Tagen mit zehn unterschiedlichen Typen. Und das alles wird von der Familie organisiert. Nur der Familie.

Auch wenn allein der Klappentext für mich schon schnulzig Klang, musste ich das Buch lesen. Denn immerhin Klingt die Story sehr unterhaltsam Und auch jetzt im Nachhinein, nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, dass es witzig war und gleichzeitig auch schön.
Aber wie alles im Leben ist nichts perfekt. Und auch nicht dieses Buch, denn immerhin gibt es einen Grund, warum ich nur 3,5 Sterne gegeben habe.

Ein kleiner Störfaktor war für mich die Tatsache, dass man spätestens auf Seite Hundert schon weiß, wie das Buch endet. Mir fehlte ein Plot Twist und wenigstens ein Überraschungsmoment, aber den gab es einfach nicht. Stattdessen war alles einfach vorhersehbar...
Auch mit dem Schreibstil konnte ich mich nur schwer anfreunden. Auf Sophies Gefühle oder Gedanken ist man nur so semi eingegangen. Ich hätte mir da etwas mehr gewünscht, weil ich mit Sophie mitfühlen wollte.
Was für mich jedoch der größte Störfaktor war, war jedoch, dass einige Szenen (vor allem einige Abläufe der Dates) einfach nur übertrieben und überspitzt war. Auf mich hat es nur noch gestellt gewirkt und unrealistisch.

Auch wenn ich jetzt viel kritisiert habe, mochte ich das Buch. Zwar ist es kein Favorit, aber ich bin sowieso ein kritischer Mensch. Der Zusammenhalt der Familie ist schön dargestellt und auch gefällt es mir, dass allgemein die Familie bei diesem Buch im Mittelpunkt steht. Immerhin ist Familie mindestens genauso wichtig, wie der Lebenspartner.
Das Buch ist lesenswert, gerade wenn man mal was lesen will, was weniger deprimierend oder super dramatisch ist.

Aber ich gebe mal einen Tipp:
Schreibt euch am besten eine Liste wer wer ist! Das sind viele Charaktere, die man gerne vermischt. ^^

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2019

Grausame Realität

Vergesst unsere Namen nicht
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Es fiel mir ehrlich gesagt schwer diese Rezension zu “Vergesst unsere Namen nicht” von Simon Stranger zu schreiben. Diese Geschichte erhält viele Szenen, die einem auf Grund von der Respektlosigkeit und ...

Es fiel mir ehrlich gesagt schwer diese Rezension zu “Vergesst unsere Namen nicht” von Simon Stranger zu schreiben. Diese Geschichte erhält viele Szenen, die einem auf Grund von der Respektlosigkeit und der Brutalität einfach nur sprachlos ist. Das schlimmste daran ist, dass auf eine wahre Erzählungen beruht.

Das Buch erzählt die Geschichte von einer jüdischen Familie in der Nazizeit und die Auswirkungen auf die Kinder und Enkel.
Einer, der eine große Rolle im Buch spielt, weil er höchst wahrscheinlich Einfluss auf diese Familie hatte, ist Henry Rinnan. Ein Monster wie aus dem Bilderbuch.
Grausame Szenen, die so oder ähnlich sich auch in der Realität stattfanden, sind in dem Buch enthalten und verleihen dem ganzen beim Lesen einen bitteren Beigeschmack. Um ehrlich zu sein, war das aber auch ein Punkt, der mich extrem gestört hat. Man hat so viel über diesen Mann erfahren, aber am Ende wusste man über die eigentliche Hauptrolle immernoch nichts. Persönlich fand ich das sehr schade, weil ich das Buch lesen wollte, um mehr über die Menschen zu erfahren, die zu dieser Zeit nichts mehr waren außer Juden. Aber was ich in diesem Buch bekam war eine halbe Biografie über jemanden, über den ich nichts wissen wollte und die Garantie nun niemals seinen Namen wieder vergessen werden zu können. Dabei sollte man doch die “andere Seite” auch in Erinnerung behalten, gerade weil der Klappentext einem darauf hinweist.

Die Kapiteleinteilung in diesem Buch ist wirklich einzigartig!
Für diese Idee hat Simon Stranger ein dickes Lob verdient!
Die Idee mit dem Alphabet bringt Abwechslung mit und die Worte, die mit dem jeweiligen Buchstaben anfangen, geben dem Buch eine gewisse Tiefe.
Aber der ständige Szenenwechsel ist sehr anspruchsvoll, wenn man nichts verpassen will. Deshalb sollte man das Buch nur dann lesen, wenn mein dem auch seine vollste Aufmerksamkeit widmen kann.

Allem in allem kann ich das Buch nur empfehlen, jedoch sollte man auch eine dicke Haut haben...
Die brutalen Szenen sind nicht ohne, gerade wegen dem Bezug zur Realität.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Authentizität
  • Geschichte
Veröffentlicht am 05.08.2019

Auf ein gutes Buch gehofft und ein gutes Buch bekommen

Hope Again
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Ich kann mit Stolz sagen, dass ich alle Vorgänger der Again-Reihe bereits gelesen habe. Und obwohl mich nicht jedes Buch davon überzeugt hatte, habe ich mich riesig auf diesen Teil gefreut.

Ich erspare ...

Ich kann mit Stolz sagen, dass ich alle Vorgänger der Again-Reihe bereits gelesen habe. Und obwohl mich nicht jedes Buch davon überzeugt hatte, habe ich mich riesig auf diesen Teil gefreut.

Ich erspare euch mal die Zusammenfassung des Buches, denn die steht hier auf der Seite sowieso obendrüber

Everly wurde uns schon in Trust Again vorgestellt und ich mochte sie damals schon; Nolan allerding war mir ein bisschen suspekt. Zumindest konnte ich mir nicht ganz vorstellen, wie da eine romantische Interaktion entstehen sollte. Allgemein konnte ich mir nicht vorstellen, wie eine authentische Liebesgeschichte zwischen Studentin und Dozent entstehen sollte. Gerade weil ich solche Lehrer-Schüler beziehungen in Büchern meistens "weird" statt süß finde.
Hier war es allerding überhaupt nicht so; ganz im Gegenteil. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, was Everly an Nolan fand und Nolan war mir in diesem Buch selbst so viel sympatischer. Und ich habe die beiden geshippt.^^
Aber einer meiner Favoriten war Blake. Ich liebe seinen Humor einfach und als ich gelsen habe, dass Dream again von ihm handelt, war ich so glücklich.

Der Einstieg in die Geschichte war echt gut! Ich konnte mich problemlos einfinden und trotz monaterlanger Leseflaute konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
In jeder New-Adult Geschichte gibt es mindestens bei einem Protagonisten eine super dramatische Vergangenheit, die der Beziehung immer irgendwie im Weg steht.
Aber Mona Kasten hat er hervoragend geschafft dieses Thema geschickt einzubauen, ohne dass man das Gefühl bekommt niemals zu erfahren, was los ist, weil das Thema millionanmal aufgegriffen wird, aber man erst auf Seite 500 die Lösung bekommt.

Das Einzige, was ich an dem Buch auszusetzten habe, was eigentlich das Ende (der Epilog). Das war mir dann doch eine Nummer zu kitschig. Warum muss jedes Buch von Mona Kasten immer mit einer überglücklichen Party enden?
Aber diese Zehn Seiten konnten die 460 Seiten zuvor nicht so weit runterziehen, dass es jetzt nur deshalb einen halben Stern abgezogen bekommt. Denn dieses Buch hat die volle Sternzahl wirklich verdient!

Veröffentlicht am 04.05.2019

Von einer Dramawelle erschlagen

Wenn Donner und Licht sich berühren
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Als ich von dem Buch das erste Mal erfahren habe, war ich eigentlich total begeistert. Ich hatte von der Autorin bereits gehört und wollte nun auch mal eines ihre Bücher lesen. Aber mit jeder zusätzlichen ...

Als ich von dem Buch das erste Mal erfahren habe, war ich eigentlich total begeistert. Ich hatte von der Autorin bereits gehört und wollte nun auch mal eines ihre Bücher lesen. Aber mit jeder zusätzlichen Seite musste ich feststellen, dass mir ihr Stil und vor allem dieses Buch nicht sonderlich gut gefallen.

Jasmine verliebt sich in in den stotternden Elliott. Obwohl ihr Leben gegnsätzlicher nicht sein könnte, verlieben sie sich ineinander. Das Schicksal jedoch ist nicht auf deren Seite und stellt ihnen etliche Hindernisse in den Weg, weshalb sich deren Wege fürs erste trennen.

Am Anfang waren Jasmines Handlungen einfach nur naiv und in meinen Augen unrealistisch. Elliott war eigenlich süß und sympatisch. Mir gefiehl, wie gegensätzlich sie waren. Da passt wirklich das Zitat: "Gegensätze ziehen sich an"
Gegen Mitte des Buches blieb die Handlung ultradramatisch und war für meinen Geschmack einfach zu viel, sodass es mich irgendwann einfach nur noch genervt hatte.
Im Laufe des Buches ist mir Elliott auch immer unsympatischer geworden und Jasmin hat sich auch nie wirklich weiterentwickelt. Zwar ist ihr Charakter nicht nervig oder schlimm, aber sie ist einfach nichts besonderes und bleibt einem auch nicht im Kopf hängen.
Erst gegen Ende wurde das Buch besser, aber ich hätte so weit wahrscheinlich gar nicht erst gelesen, wenn ich nicht bei der Leserunde dabei sein durfte, was ich wirklich schade finde. Da hilf ein gutes Ende auch nicht viel.
Am traurigsten jedoch war für mich der Schreibstil der Autorin. Zwar hat sie hin und wieder schöne Zitate rausgehauen, jedoch wirkten manche auf mich eher wie bei einem Moralapostel. Als dann die Gefühle des Lesern angesprochen werden sollten, hatte mich ihr Schreibstil gar nicht erreicht. Das hat mich sehr entäuscht, nachdem die Autorin für ihre emotionalen Bücher bekannt ist.

Das Buch ist keine Katastrophe aber leider auch alles andere als ein Hit, obwohl es anfangs so vielversprechend klang.
Man kann es lesen, muss aber nicht sein.
Für mich war es einfach zu viel Drama.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl