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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2021

Einfach Gut!

Beastmode 1: Es beginnt
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"Beastmode" hat mich schon alleine vom Cover her absolut gecatcht. Ich mag diesen dunklen Hintergrund mit dem schimmernd goldenen "Totenkopf" darauf, denn es sieht einfach schon sehr fesselnd aus.
Dementsprechend ...

"Beastmode" hat mich schon alleine vom Cover her absolut gecatcht. Ich mag diesen dunklen Hintergrund mit dem schimmernd goldenen "Totenkopf" darauf, denn es sieht einfach schon sehr fesselnd aus.
Dementsprechend war relativ schnell klar, dass ich diese Dilogie lesen möchte und ich habe mir dann direkt den ersten Band in einer Buchbox bestellt.
Und ich muss sagen ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Das Buch startet schon direkt unglaublich spannend im Prolog mit der Vorstellung der 5 Hauptprotagonisten, welcher jeder für sich etwas absolut besonderes ist. Und das nicht nur im normalen Sinne, sondern tatsächlich hat jeder der Jugendlichen eine besondere Fähigkeit, wie beispielsweise das Damon Grey ein Dämon ist, welcher eine Art Licht/Feuer-Energiestrahl abschießen kann.
Dadurch, dass das Buch, ab dem ersten Kapitel dann immer wieder abwechselnd aus der Sicht eines der Protagonisten erzählt ist, lernt man auch jede der Personen noch besser und intensiver kennen und lernt auch so langsam aber stetig die Gefühle, Gedanken und die Vergangenheit der jeweiligen Person kennen.
Diese 5, welche die Welt vor der Auslöschung durch eine Art "Wurmloch" retten sollen, springen in eben dieses und erleben ein Abenteuer nach dem anderen. Dabei kommen sich einige natürlich auch etwas näher, wobei ich sagen muss, dass man in diesem Buch keine ausgefeilte Liebesgeschichte erwarten darf. Die Beziehungen, welche sich bilden, sind relativ vorhersehbar und schlicht, was mich jedoch gar nicht gestört hat, da es sich ja um ein Fantasy Buch gehandelt hat und es da meiner Meinung nach nicht unbedingt eine Liebesgeschichte braucht.
Dennoch war es ein schöner Nebeneffekt und hat auch Spaß gemacht zu verfolgen.
"Beastmode" lässt sich sehr schön und flüssig lesen und war durchgehend spannend erzählt. Dementsprechend schnell hatte ich den Schmöker auch verschlungen! :D
Ich werde diese Dilogie auf jeden Fall weiter lesen, denn Band 1 endet mit einem relativ bösen Cliffhanger und ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergehen wird.

Fazit:
Ich kann "Beastmode" von Herzen sehr empfehlen. Es bietet vielseitige und vielschichtige Charaktere, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Außerdem die Spannung, dass die Welt vor dem Aus steht und in den Händen von einer Handvoll Jugendlichen liegt, die sich bis vor kurzer Zeit nicht einmal kannten. Gekrönt von einem Hauch Romantik, ist Beastmode ein schöner und spannungsreicher Zeitvertreib!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

unglaublich schön!

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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"Meeresglühen" von Anna Fleck ist schon rein optisch ein absoluter Hingucker! Das schlichte weis mit dem Schuppenmuster, kombiniert mit dem schillernden Blau-Grün der Shilouette eines Mädchens, ist einfach ...

"Meeresglühen" von Anna Fleck ist schon rein optisch ein absoluter Hingucker! Das schlichte weis mit dem Schuppenmuster, kombiniert mit dem schillernden Blau-Grün der Shilouette eines Mädchens, ist einfach wunderschön! Und schon durch diese und die zusätzlichen Fragmente in Gold, in Form von Schnecken oder Muscheln, wird klar, welches Thema das Buch beherrschen wird: Nämlich das wunderbare und geheimnisvolle Meer.
Das Buch beginnt erstmal relativ "normal" und unscheinbar, mit der Ankunft der Hauptprotagonistin Ella auf Cornwall, wo sie seit ihrer Kindheit regelmäßig ihre Sommerferien verbringt.
Doch sehr schnell gewinnt die Geschichte schon an Fahrt, denn Ella findet einen Surfer, welcher leblos auf dem Meer treibt und dieser trägt so einige Geheimnisse mit sich herum... Und schon kurz nachdem der Junge, namens Aris, aufwacht, wird klar, dass er wohl nicht von dieser Welt zu kommen scheint, denn er kennt beispielsweise keine Nudeln und Hunde hat er anscheinend auch noch nie gesehen.
Mir gefiel es richtig gut, wie schnell das Buch dann an Spannung und Geschehen zugenommen hat und so ging es auch durchgehend weiter. Es gab keinen Abschnitt des Buches, welchen ich als langwierig oder langweilig empfunden hätte. Natürlich gibt es auch immer wieder zwischendurch ein paar ruhigere und entspanntere Szenen, vor allem die Liebesszenen bieten immer wieder eine Insel der Wärme und des Wohlfühlens inmitten des Trubels, welchem sich die Protagonisten stellen müssen.
Die Protagonisten konnte ich alle relativ gut leiden. Sie haben alle ihre positiven Seiten und auch ein paar Eigenarten, welche mich ein wenig gestört haben. Beispielsweise war Ella mir teilweise etwas zu naiv und gutgläubig. Obwohl Aris sich, gerade zu Beginn, wirklich sonderbar verhält, hinterfragt sie das kaum und wenn dann nur in ihren Gedanken, sie fragt jedoch fast nie Aris direkt was Sache ist. Und wenn sie es dann doch einmal tut und Aris sich dagegen verwehrt, stimmt sie ihm direkt zu keine Fragen mehr zu stellen, anstatt dass sie skeptisch wird.
Aris selbst ist von Beginn an bis zum Ende hin einfach nur liebevoll und sympathisch und man fühlt seinen inneren Zwiespalt, aufgrund seiner Herkunft und seinen Gefühlen zu Ella.
Som war mir erst richtig unsympathisch und ich hätte nie gedacht, dass ich ihn jemals mögen würde, jedoch hat es sich dann doch relativ schnell so entwickelt, dass er mir ans Herz gewachsen ist und ich wünschte mir ich hätte einen besten Freund wie ihn!

Ganz grundsätzlich muss ich die Autorin Anna Fleck auf jeden Fall mal loben für die Beschreibung "ihres" Atlantis! Ich habe es einfach nur geliebt und ich wünschte ich könnte auch mal dorthin reisen und alles mit eigenen Augen sehen! Es ist so wunderbar und bildlich beschrieben, so dass ich mich richtig dorthin träumen konnte.

Das Ende das Buches hat mir dann tatsächlich ein wenig Herzschmerz verursacht und ich muss die Reihe unbedingt sobald wie nur irgend möglich weiter lesen!

Fazit:
Auch wenn es ein paar kleinere Schwachstellen im Buch gab (Beispielsweise mochte ich die dauernden inneren Zwiegespräche von Ella mit ihrem Gewissen nicht so gerne) war das Buch für mich ein absolutes Highlight! Gerade das Ende konnte mich nochmal so richtig einfangen und ich kann es kaum erwarten die Reihe weiterzulesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2021

Ein Märchen für Erwachsene <3

Das Mädchen und der Winterkönig
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Als ich erfahren habe, dass es eine Fortsetzung zu „Der Bär und die Nachtigall“ gibt, war ich erst überrascht, denn mir war nicht klar, dass das Buch keine Einzelband ist, sondern der Auftakt einer magischen ...

Als ich erfahren habe, dass es eine Fortsetzung zu „Der Bär und die Nachtigall“ gibt, war ich erst überrascht, denn mir war nicht klar, dass das Buch keine Einzelband ist, sondern der Auftakt einer magischen Trilogie. Es war mir dann direkt klar, dass ich diese Reihe auf jedenfall weiterlesen muss, denn Band 1 hat mir richtig gut gefallen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch „Das Mädchen und der Winterkönig“ konnte mich mit seiner russischen Sagenwelt wieder voll in seinen Bann ziehen!
Auch in diesem Roman, begleitet man als Leser, wieder die unzähmbare Wasja, welche mit allen Regeln der damaligen Etikette für eine Frau bricht und sich definitiv nicht in ein Kloster oder als Frau eines Fürsten in einen Palast einsperren lassen will. Sie möchte lieber frei sein und mit ihrem wundersamen Hengst Solowej auf Reisen gehen und etwas erleben. Dabei muss sie sich einigen Gefahren stellen und trifft ganz unverhofft einen Teil ihrer Familie wieder, welchen sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Ich fand das Abenteuer, welches Wasja in diesem Buch erlebt fast sogar noch spannender als die Geschichte des ersten Bandes und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wenn ich mal angefangen habe darin zu versinken. Außerdem ist es unglaublich schön zu lesen, wie Wasjas Familie, trotz aller Widrigkeiten zu ihr steht und sie, auch wenn es zwischendurch ein paar Reibereien untereinander gibt, dennoch immer unterstützt und ihr weitestgehend vertraut.
Richtig toll fand ich wieder das Geschehen rund um Wasja und Morosko, den Winterkönig - oder bei uns eher als „Väterchen Frost“ bekannt – welcher Wasja regelmäßig in seinen Bann zieht und ihr das Herz schmelzen lässt.
Auch mir wurde immer das Herz weich, wenn ich gelesen habe, wie hingebungsvoll dieser, wohl doch nicht so kalte, Winterdämon Wasja immer wieder beisteht und sie vor allen Gefahren beschützt.
Das Ende hat mich dementsprechend wirklich mit einem Splitter im Herzen zurückgelassen und ich werde definitiv den Abschluss der Trilogie lesen müssen, um zu erfahren, wie bzw ob dieses sonderbare Paar zu seinem Happy End kommt.

Fazit:
Die Reihe von Katherine Arden zieht mich einfach immer wieder voll und ganz in ihren Bann. Für mich liest sie sich wie ein Märchen für Erwachsene, mit den vielen magischen Sagengestalten, Dämonen und Zaubern. Zusätzlich dazu ist jedes Buch der Trilogie wirklich spannend und kurzweilig geschrieben. Ich freue mich schon auf den krönenden Abschluss!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2021

Zwischen Krieg und Frieden

CAPTUM
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"Captum" hat mich als Leser absolut mitgerissen. Es war für mich mal ein ganz anderes Buch als ich sonst so lese und allgemein hatte ich mit dem Thema "Krieg" oder vor allem "Drogenkrieg" bisher wenig ...

"Captum" hat mich als Leser absolut mitgerissen. Es war für mich mal ein ganz anderes Buch als ich sonst so lese und allgemein hatte ich mit dem Thema "Krieg" oder vor allem "Drogenkrieg" bisher wenig Berührungspunkte. Mein Freund hat schon ein paar Serien in diese Richtung geschaut aber ich persönlich habe mich währenddessen anderweitig beschäftigt und mich nie so richtig dafür interessiert, weil es mir einfach zu gewalttätig war. Dementsprechend überrascht war ich, dass mir "Captum" so gut gefallen hat! Natürlich gibt es auch in diesem Psychothriller ein paar kleiner Szenen, bei welchen man als Leser aktiv an einer Mission teilnimmt und dieses furchtbare Geschehen "hautnah" miterlebt, jedoch wirklich nur selten und gestreut.
Das Hauptaugenmerk des Buches, lag meines Erachtens, eher darin, zu zeigen, welche psychischen Auswirkungen auf alle Beteiligten, der Krieg und das Töten haben kann.
Isabels Schreibstil ist angenehm und gut lesbar und machte mir den Ausflug in diese Welt ein wenig angenehmer.
Der Hauptprotagonist ist Sam bzw. David, wie wir ihn zu Beginn kennenlernen. Der Anfang erinnerte mich ein bisschen an "Slumdog Millionaire", denn es zeigte auf, wie waise Kinder in Mexiko ihr Leben fristen und das ist wirklich ein "Leben am Limit". Ein täglicher Kampf ums Überleben, welcher mir als Leser direkt die Tränen in die Augen getrieben hat. Ein tragischer Unfall, der Davids Freundin das Leben kostet, und ihn sein ganzes Leben lang verfolgen wird, ist der Startschuss für die folgenden Ereignisse, welche dafür sorgen, dass David als "Sam" nach Amerika kommt, um dort ein neues Leben zu beginnen. Es ist unglaublich interessant, dass alles aus Kinderaugen zu lesen und auch aufrüttelnd. Der ganze Überfluss den "wir" haben und uns so selbstverständlich ist, der für David/Sam erstmal das Gefühl aufkommen lässt, im Paradies angekommen zu sein.
Sam widmet sein Leben in Amerika der Army und dem Wunsch die Welt zu verändern, zu verbessern.
Was ihm scheinbar auch erst gelingen mag aber nachdem er zum Bekämpfen des Drogenkriegs, in seiner alten Heimat Mexiko, eingesetzt wird, wird ihm schnell klar, dass nicht alles Gold ist was glänzt und er hinterfragt die Army, den Krieg und seine Rolle darin.
Als Leser von "Captum" erfährt man nicht nur die Geschichte von Sam, sondern auch die seiner Kameraden. Ich habe mit allen gebangt, gehofft und gezweifelt. Es ist ein unglaublich aufrüttelndes Buch, denn nicht nur Sam, sondern auch seine Kameraden, haben damit zu kämpfen, was sie erlebt haben im Kampf für den Frieden, welcher doch nie erreichbar zu sein scheint.
Ich habe häufig beim Lesen ein paar Tränchen verdrückt, sei es aus Trauer um die Gestorbenen, Zweifel am Leben, Krieg und Frieden, oder auch aus Wut, dass dieser Kampf nie zu enden scheint.
Fazit:
Der Psychothriller "Captum" ist für mich ein wirkliches Meisterstück, welches aufzeigt, welche Auswirkungen der Krieg auf die menschliche Psyche der Beteiligten haben kann. Man trauert und zweifelt und ist wütend und fühlt mehr Emotionen beim Lesen, als für einen Menschen möglich ist.
Isabel macht mit diesem Buch auf ein wirklich wichtiges Thema aufmerksam, welches dauerhaft präsent und doch so aus unseren Gedanken verdrängt ist. Absolut lesenswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.01.2021

Guter und kurzweiliger Jugendroman

Delete Me
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Das Jugendbuch "Delete me" habe ich durch lovelybooks vom Ueberreuter Verlag zugesendet bekommen und fand es optisch direkt ansprechend. Wie schon auf dem Cover abgebildet, gibt es auch innerhalb des Buches ...

Das Jugendbuch "Delete me" habe ich durch lovelybooks vom Ueberreuter Verlag zugesendet bekommen und fand es optisch direkt ansprechend. Wie schon auf dem Cover abgebildet, gibt es auch innerhalb des Buches immer wieder diese "Chatblasen" oder ähnliche Gestaltungsarten, wenn über Handy oder eben auch Email etc kommuniziert wurde. Diese interaktive Gestaltung hat mir wirklich gut gefallen, weil ich mich dann noch intensiver mit der Geschichte verbunden fühlte, als würde ich diese Nachricht gerade selbst auf meinem Handy empfangen.
Der Anfang von "Delete me" ist schon sehr stark und konnte mich direkt begeistern. Alleine der Prolog, aus welchem mein Lieblingszitat stammt, macht schon super gespannt auf den Inhalt des Buches und gerade die ersten paar Kapitel sind absolut fesselnd. Leider hat das Buch, für mich persönlich, dann etwas nachgelassen. Das Geschehen an sich war eine richtig gute Idee und auch an sich spannend gestaltet aber der richtige "Funke", der mich in Bann schlägt, hat mir leider etwas gefehlt.
Hansjörg Nessensohn hat einen sehr einfachen und auch für junge Jugendliche leicht lesbaren Schreibstil gewählt, der für mich, leider für so eine Geschichte zu wenig Tiefgang hatte. Dennoch als Jugendthriller passend, denn er kann damit ein breites Klientel an Leser ansprechen und das Buch ist deshalb nicht nur etwas für die eingefleischten Thriller-Leser, sondern auch für diejenigen, welche mit diesem Genre überhaupt nicht vertraut sind und es womöglich auch nicht so gerne mögen.
Die Hauptprotagonisten sind zum Großteil auch Jugendliche und Erwachsene kommen nur als "Bösewichte" oder "Helfer in Not" vor. Die Gruppe Jugendlicher, mussten schon in ihrem jungen Alter einen sehr schlimmen Schicksalsschlag ertragen, den es zu verkraften und zu verarbeiten gilt.
Und gleichzeitig müssen sie auch noch gegen die Unterdrückung der Menschheit durch ein Computerprogramm und dessen Eigentümern kämpfen.
Definitiv eine gute Geschichte für junge Jugendliche oder für zwischendurch.
Fazit:
Eine an sich gute Geschichte, die durch ihren einfachen Schreibstil und nur leichten Tiefgang definitiv für junge Jugendliche oder als Zeitvertreib für zwischendurch geeignet ist. Mich hat das Buch unterhalten und ich bin dankbar, dass ich es lesen durfte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere