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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2024

Hat mich leider nicht überzeugt

Drei Tage im Juni
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Da ich Anne Tylers Romane sehr mag, war ich gespannt auf ihr neuestes Werk, „Drei Tage im Juni“.

Max und Gail sind seit vielen Jahren getrennt. Nun heiratet ihre gemeinsame Tochter Debbie, und Max reist ...

Da ich Anne Tylers Romane sehr mag, war ich gespannt auf ihr neuestes Werk, „Drei Tage im Juni“.

Max und Gail sind seit vielen Jahren getrennt. Nun heiratet ihre gemeinsame Tochter Debbie, und Max reist zur Feier an. Eigentlich sollte er bei Debbie unterkommen, doch da er eine Katze im Gepäck hat und Debbies zukünftiger Mann Kenneth gegen Katzen allergisch ist, quartiert sich Max kurzerhand samt Katze bei Gail ein. Gail arrangiert sich notgedrungen damit. Das ungewollte Zusammenleben bringt für Gail, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, Herausforderungen mit sich. Sie erinnert sich an früher, an Eigenschaften, die sie schon damals an Max gestört haben, aber auch an Liebenswertes. Auch die eine oder andere Veränderung stellt sie an Max fest.
Das Buch ist eingeteilt in drei Kapitel und erzählt die Ereignisse am Tag vor der Hochzeit, dem Hochzeitstag und dem Tag danach. Hierbei werden immer wieder Rückblenden zu früher eingebunden.

Von Beginn an konnte ich mich sehr gut in Gail hineinversetzen. In ihrer direkten, manchmal etwas unbeholfenen Art erkannte ich mich ein bisschen selbst wieder. Auch Max wirkt auf mich grundsätzlich sympathisch, auch wenn ich in der Realität mit einem Mann wie ihm wahnsinnig werden würde, da mir seine Inkonsequenz auf die Nerven ginge. Das erste Drittel begann sehr vielversprechend, und ich war gespannt, wie sich die Situation bei Max und Gail entwickelt. Auch bei Debbie und Kenneth zeichnet sich eine Herausforderung ab. Im zweiten Drittel flachte die Handlung für mich allerdings zunehmend ab, und das letzte Drittel ließ mich mit einem „Und das war jetzt alles?“-Gefühl enttäuscht zurück. Eine echte Entwicklung konnte ich bei den Figuren nicht feststellen, alles wirkt recht lauwarm und ohne Biss. Ich konnte die Entscheidungen der handelnden Personen nicht nachvollziehen, und ich habe mich lange gefragt, was mir die Autorin mit dieser Geschichte sagen möchte. Die Kernbotschaft, die ich in diesem Buch erkenne, kann ich nicht unterstützen. Mag sein, dass die inzwischen über achtzigjährige Autorin einen altersmilderen Blick auf das Leben und Beziehungen hat als ich.

Mich konnte dieser Roman leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Ein hervorragendes Sachbuch!

Steine und Gebeine
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Bereits das tolle Cover macht richtig neugierig auf das Buch, und der gute Ersteindruck setzt sich im Buch fort. Kleine, aber feine Details wie das hübsche Vorsatzpapier mit den Dino-Gebeinen zeigen, mit ...

Bereits das tolle Cover macht richtig neugierig auf das Buch, und der gute Ersteindruck setzt sich im Buch fort. Kleine, aber feine Details wie das hübsche Vorsatzpapier mit den Dino-Gebeinen zeigen, mit wie viel Liebe hier gearbeitet wurde. Die farbenfrohe, aber dennoch dezente Gestaltung und der skizzenhafte Zeichenstil passen hervorragend zu der „Notizbuchoptik“ mit den angedeuteten „Klebezetteln“, die als kompakte und übersichtliche Textboxen fungieren. Das gesamte Buch wirkt einladend und man bekommt sofort Lust, darin zu schmökern.

Auch inhaltlich kann das Buch überzeugen. Es beginnt mit einem einleitenden Kapitel über Fossilien, beleuchtet dann die einzelnen Erdzeitalter und schließt mit einem Kapitel über Paläontologie. Die Texte sind sehr informativ und vermitteln detailreiches Wissen. In kleine Blöcke aufgeteilt und locker über die Seiten platziert, haben sie genau die richtige Länge für die Zielgruppe ab acht Jahren. Auch als Erwachsene habe ich noch einiges gelernt (so hatte ich noch nie von Mary Anning gehört).

Sehr praktisch ist auch das Glossar am Ende des Buches, das Fachbegriffe erklärt und zum Nachschlagen einlädt.

Ein inhaltlich und optisch rundum gelungenes, gehaltvolles Sachbuch zur Erdgeschichte. Perfekt für alle Jung-Paläontolog/innen!

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Perfekt für Neu- und Wiedereinsteiger/innen

Geheimes Häkelwissen
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Ich habe vor vielen Jahren in meiner Jugend gerne gehäkelt, und nun Lust, das wieder aufzufrischen. Dafür ist dieses Buch ideal. Es beginnt mit den Grundlagen des Häkelns, der Auswahl der richtigen Häkelnadel ...

Ich habe vor vielen Jahren in meiner Jugend gerne gehäkelt, und nun Lust, das wieder aufzufrischen. Dafür ist dieses Buch ideal. Es beginnt mit den Grundlagen des Häkelns, der Auswahl der richtigen Häkelnadel und des Garns sowie den Basis-Techniken, bevor es dann zu fortgeschritteneren Themen wie perfekten Streifen und nahtlosen Farbwechseln übergeht. Natürlich darf auch ein Kapitel mit Tipps und Tricks zu Amigurumi nicht fehlen. Besonders gut gefällt mir, dass Anna Leyzina den Fokus auf sehr sauberes Arbeiten legt und hier hilfreiche Ratschläge gibt, um häufige Fehler zu vermeiden, saubere Kanten und Übergänge zu häkeln und Wellen und Einrollen zu vermeiden bzw. korrigieren. Ihre Erklärungen sind sehr gut verständlich und anschaulich und werden durch viele hilfreiche Fotos ergänzt. Besonders die Kapitel zum Verbinden von Werkstücken und dem Verzieren von Kanten haben mir manches Aha-Erlebnis beschert. Auch die Fransen ohne Schneiden werde ich demnächst gleich umsetzen!

Ich kann dieses Buch ganz besonders für Häkelanfänger/innen und alle, die ihre Kenntnisse wieder auffrischen wollen, wärmstens empfehlen. Aber auch fortgeschrittene Häkler/innen finden sicher noch den ein oder anderen Tipp im Buch!

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Ein hervorragendes Buch zum Thema Empfängnisverhütung!

So geht Verhütung heute
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Als ich den Buchtitel las, war mein erster Gedanke: Ein ganzes Buch zum Thema Verhütung? Lässt hierzu wirklich so viel sagen? Doch ich war neugierig, und als Mutter auch auf der Suche nach einem fundierten ...

Als ich den Buchtitel las, war mein erster Gedanke: Ein ganzes Buch zum Thema Verhütung? Lässt hierzu wirklich so viel sagen? Doch ich war neugierig, und als Mutter auch auf der Suche nach einem fundierten Buch zu dieser Thematik, das am Puls der Zeit ist.

Die Gynäkologin Dr. Mirjam Wagner trifft von Anfang an den richtigen Ton, schreibt locker und auch für Teenager verständlich, ohne anbiedernd zu wirken. Sie legt viel Wert auf eine geschlechtergerechte und inklusive Sprache und verwendet neben „Mann“ und „Frau“ immer wieder „spermienbildende Menschen“/“Menschen mit Hoden“ bzw. „Menschen mit Gebärmutter“.

Nach einem einleitenden Kapitel zur Begriffserklärung und den Grundlagen des Menstruationszyklus folgt ein interessanter Abriss über die Geschichte der Verhütung, bei der die Autorin auch mit riskanten Mythen aufräumt. Im folgenden Kapitel geht Mirjam Wagner ausführlich auf die verschiedensten Verhütungsmittel und –methoden ein, und zwar objektiv und ohne ideologischen Überbau bezüglich hormoneller oder natürlicher Methoden. Sie bemüht sich sehr um größtmögliche Objektivität und legt Wert darauf zu betonen, dass diese Entscheidung nur individuell getroffen werden kann, auch abhängig von der jeweiligen Lebenssituation und –phase. Die Verhütung in verschiedenen Lebenslagen wird im vierten Kapitel thematisiert. Hierauf folgt in Kapitel 5 ein kurzer Ratgeber, um zur individuell passenden Verhütungsmethode zu finden, inklusive Selbsttest. Letzterer ist ohne „Ergebnis“, da in einem Buch keine ärztliche Empfehlung ausgesprochen werden darf, sondern dient vor allem der persönlichen Reflexion der Leser/innen. Das Buch schließt mit Kapitel 6, in dem die Autorin auf häufige Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen eingeht.

Etwas verwundert war ich, dass die Autorin, die sich sonst sehr um Geschlechtergerechtigkeit bemüht, in der Einleitung beim Thema „Schutz vor sexueller Gewalt“ ausschließlich auf sexuelle Übergriffe gegenüber Mädchen und Frauen eingeht und entsprechend nur das Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen“ als Anlaufstation nennt. Hier ist mir unverständlich, warum sie männliche Personen als Opfer sexueller Übergriffe komplett ausnimmt.

Abgesehen davon empfinde ich dieses Buch als sehr gelungen. Die Autorin geht mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen auf das Thema Verhütung ein, und durch den sehr persönlichen und lockeren Schreibstil wirkt das Buch trotz der umfangreichen wissenschaftlichen Informationen niemals trocken.

Fazit: Genau dieses Buch hätte ich mir in meiner eigenen Jugend gewünscht! Ein rundum empfehlenswertes Buch für Jugendliche und junge Erwachsene!

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Stimmungsvoll und abwechslungsreich

Weihnachten rund um die Welt
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„Weihnachten rund um die Welt“ ist ein sehr abwechslungsreiches Weihnachtsbuch, das Bräuche, Rezepte, kleine Bastelideen, Geschichten und Gedichte aus vierundzwanzig Ländern beinhaltet. Gleich zu Beginn ...

„Weihnachten rund um die Welt“ ist ein sehr abwechslungsreiches Weihnachtsbuch, das Bräuche, Rezepte, kleine Bastelideen, Geschichten und Gedichte aus vierundzwanzig Ländern beinhaltet. Gleich zu Beginn ist eine Weltkarte abgedruckt, auf der diese Länder markiert sind, samt der zugehörigen Seitenzahl im Buch.
Die dezente Gestaltung mit den stimmungsvollen, aber nicht kitschigen Abbildungen gefällt mir sehr gut. Hinsichtlich der Auswahl der Texte und Rezepte sowie der optischen Aufmachung richtet sich das Buch in erster Linie an Erwachsene, aber auch ältere Kinder finden sicher Gefallen daran, das eine oder andere über Weihnachtstraditionen in ferneren Gefilden zu lesen. Etwas schade finde ich, dass nur zu vierzehn der vierundzwanzig Länder ein Rezept abgedruckt wurde und viele Rezepte Alkohol enthalten. In Amerika etwa hätte es sicher anstatt dem Egg Glogg (Eierlikör) etwas Familientauglicheres gegeben. Schön fand ich die Bastelidee mit den Weihnachtssternen aus Stoff, die auch mit kleineren Kindern gut umgesetzt werden kann.
Insgesamt bietet das Buch eine tolle Möglichkeit, sich in der Adventszeit auf Weihnachten einzustimmen, sich zu besinnen und dabei gleichzeitig ein bisschen über den eigenen Tellerrand zu blicken. Auch als Geschenk kommt das Buch sicher gut an!

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