Romantasy mit viel Spannung, aber (zu) kitschigem Ende
Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)"Bite the bride" ist der erste Roman der Darkthorn Archives-Reihe von Penny Juniper. Katherine ist menschliche Studentin an einer Uni für Paranormale (Feen, Werwölfe, Vampire,...) und versucht ein Zauberbuch ...
"Bite the bride" ist der erste Roman der Darkthorn Archives-Reihe von Penny Juniper. Katherine ist menschliche Studentin an einer Uni für Paranormale (Feen, Werwölfe, Vampire,...) und versucht ein Zauberbuch zu entwenden. Leider funktioniert es nicht, wie geplant und sie wird vom Vampir und Chefbibliothekar Ethan gerettet. Doch sie ist verflucht und nur die Ehe rettet sie. Kann sie den Schein wahren oder verliebt sie sich in ihren Mann - den verhassten Ethan.
Schon von Anfang an hat mich das Buch gefesselt. Romantasy, Enemy to Lovers, starke Charaktere - alles nach meinem Geschmack und auch noch in Mitten der 20er Jahre (für das Rollenbild wichtig). Erzählt wird die Handlung aus beiden Perspektiven (Katherine und Ethan). Das lies mich wunderbar in die Handlung und die Erlebenswelten der beiden eintauchen. Beide Charaktere haben mir gut gefallen. Ethan als reservierter und kühler Mann zeigt zunehmend Gefühle und erkennt die Verbindung zu Katherine. Katherine ist eine selbstbewusste, junge Frau, die für Gerechtigkeit kämpfen will. Manchmal wirkte sie dann noch recht naiv. Die Dialoge zwischen den beiden sind spritzig, neckend und romantisch. Es ist schön der aufkeimenden Liebe zu folgen. Zum Ende hin war mir Katherines schneller Wechsel in ihren Einstellungen nicht ganz nachvollziehbar und zu romantisierend-kitschig. Das hat irgendwie nicht ganz zum zuvor beschriebenen Charakter gepasst.
Zwischen den Charakteren knistert es sehr und es gibt auch einige erotische Szenen, die es in sich haben. Das hat zur aufkeimenden Romanze auf jeden Fall beigetragen. Allerdings fand ich vor allem die Szene in der "Hochzeitsnacht" recht krass und fragwürdig.
Die Handlung war spannend, aber größtenteils vorhersehbar (was aber gar nicht schlimm war). Es ist wirklich viel passiert und so konnte ich auch gut die Nebenfiguren kennenlernen. Irgendwie gab es für mich am Ende noch einige ungeklärte Fragen und ich dachte in Band 2 geht es weiter - leider aber nicht mit den beiden, sondern mit Grace.
Das Ende war insgesamt etwas langgezogen und viel zu kitschig. Der Epilog war für mich gar nicht mehr notwendig und hat meinen, vorher sehr positiven Eindruck irgendwie geschmälert.