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Veröffentlicht am 14.12.2020

Berührend, aber auch triggernd

Making Faces
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- Ganz am Ende gibt es Triggerwarnungen, da diese wieder einmal fehlten... -

Okay, das ist definitiv eine Premiere für mich, dass ich eine Rezension 2x schreibe, weil die 1. nicht mehr ganz stimmt. Und ...

- Ganz am Ende gibt es Triggerwarnungen, da diese wieder einmal fehlten... -

Okay, das ist definitiv eine Premiere für mich, dass ich eine Rezension 2x schreibe, weil die 1. nicht mehr ganz stimmt. Und es war auch eine Premiere, dass ich das Buch direkt 2x hintereinander gelesen habe, weil ich mir nach dem 1. Durchgang dachte „Man, das Buch hatte eigentlich diesen gewissen Reiz… versuch dich nochmal in Ambrose´Lage hineinzuversetzen…“ Also hab ich das Buch nochmal gelesen und genau das getan – und ich war schockiert, als ich realisiert habe, dass ich fast alles, was ich ihm in meiner vorherigen Rezension vorgeworfen hatte, genauso getan und empfunden hätte… deshalb gibt es nun eine neue Rezension zu diesem Buch. Und es bekommt auch nicht nur 3,5 Sterne von mir, sondern verdiente 4,5 Sterne. Es wäre sogar ein 5-Sterne-Buch für mich gewesen, wenn ein paar Sachen anders gewesen wären…

Dieses Buch war wirklich eine besondere Geschichte wie ich finde, denn Bailey und Fern haben es dazu gemacht. Die enge Verbundenheit der beiden war so toll, ich habe es genossen, von ihrer Freundschaft zu lesen.
Fern hat mich ein wenig an mich selbst erinnert, zumindest die Schul-Version von ihr. So wie Fern war auch ich in einen beliebten, gutaussehenden Jungen verliebt und beide haben wir eine Abfuhr kassiert, weil wir nicht „vorzeigbar“ waren. Sie wegen ihrer dicken Brille, dürren Figur und ich wegen meiner üppigen Figur.
Was dieses Buch so traurig macht, ist, dass es einige schwerwiegende Probleme unserer Gesellschaft realistisch aufzeigt - nämlich Oberflächlichkeit und Stolz.
Im Buch gibt es 3 Klassifizierungen unter den Mädels und Jungs – hübsch, schön oder so wunderschön wie Rita Augen verdreh
Fern und ich gehören noch in eine andere Kategorie – liebevoller Mensch, mit angeblich nicht präsentablem Freundinnen-Aussehen.
Es ist echt so herzzerreißend, aber auch so verdammt realistisch, wie sich die Jugendlichen im Buch verhalten. Ich wette, dass viele von uns ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wir wissen, dass wir mehr Grips als manche Topmodels haben, aber werden nicht beachtet, obwohl wir so viel Liebe zu geben hätten.

Als Ambrose herausfindet, dass Fern die Briefe an ihn geschrieben und er sich IHR entblößt hat, ist er verständlicherweise sauer und schockiert.
Aber was ich ihm hoch anrechne, ist, dass er kein schlechtes Wort über sie verloren oder sie beleidigt hat.
Die Autorin war von Anfang an darauf aus, dem Leser aufzuzeigen, dass Ambrose nicht so krass oberflächlich und widerlich von der Art her ist wie z.B. seine Freunde Beans und Jesse.
Doch trotzdem waren auch seine Gedanken von Oberflächlichkeit verseucht. Er fand die Briefe toll… aber Fern war halt „kein Vergleich zu Rita“ - so steht es 1:1 im Buch und das hat mich sauer gemacht… Denn wenn Fern so „wunderschön wie Rita“ gewesen wäre, dann wäre sie der Jackpot und viel zu gut für jeden gewesen, aber Ambrose hätte sich für sie interessiert… so denkt er zwar immer wieder über ihren Austausch und dieses „unscheinbare“ Mädchen nach, doch er hätte sie niemals wie Rita vor allen in der Schule geküsst, denn seine Freunde machten sich dauernd über Fern lustig und zogen ihn mit ihr auf, was einfach widerlich war.

Genau aus diesem Grund konnte ich Beans und Jesse auch nie leiden – die beiden sind einfach abgrundtief oberflächlich und leisten sich so einiges im Buch, weshalb ich echt nicht um sie getrauert habe… Für mich sind das einfach keine Freunde, bei denen du nicht du selbst sein kannst. Ambrose hat sich nie getraut, ihnen zu sagen, dass ein solcher Druck auf ihm lastet dass er dem nur noch entkommen will. Dass er kurz vor einem Burnout steht. Er hat sich nicht getraut ihnen zu sagen, dass Fern ihm irgendwie seit ihrem Geständnis und den Briefen im Kopf herumspukt. Das ist einfach nur traurig und ist für mich keine echte Freundschaft.

Was mich dann noch mehr enttäuscht hat, zusätzlich dazu, dass er sie wegen ihres Aussehens nicht näher kennenlernen wollte, war, dass er sich einredete, dass er „unzurechnungsfähig“ gewesen sei, an dem Abend, als er sie aus heiterem Himmel geküsst hat. Way to go, Ambrose… Das fand ich echt sch***** von ihm.
Aber liebe Bücherfreunde „Hochmut kommt vor dem Fall“ und in diesem Fall lernt Ambrose auf eine sehr harte Weise, dass das Äußere nicht alles ist. Ein bisschen Schadenfreude meinerseits war da schon dabei...

Zugegeben ich konnte nicht richtig nachvollziehen, warum Fern Ambrose nach all den Jahren noch liebt, vor allem nachdem was beim Abschlussball war und was er sich am See geleistet hatte, aber es war im Buch nun mal so und wie der Klappentext bereits anteasert, versucht sie für ihn da zu sein, als er „gebrochen“ nach Hannah Lake zurückkehrt. Generell bekommen viele Charaktere im Buch das, was sie verdient haben. Bis auf Paulie, Bailey und Becker.

Wie die Story von da an fortschritt, fand ich ganz gut. Ich kann leider nicht viel mehr dazu sagen, weil es sonst zu sehr spoilern würde, aber ich mochte die Annäherungen der beiden. Wie Fern aber immer wieder mit der Tür ins Haus fiel, was ihre Gefühle betraf, da war ich erstaunt und kann nur meinen Hut vor ihr ziehen, hätte ich mich nicht getraut oder auch nicht gesagt, nach allem was gewesen war.

Es folgen nun ein paar Spoiler, da ich auf den Inhalt eingehe und erläutere, warum ich dem Buch keine 5 Sterne geben werde. Nach dem „ - SPOILER ENDE-“ könnt ihr dann gerne mein Fazit lesen :)

- SPOILER ANFANG -

Unter anderem werden es keine 5 Sterne, weil ich der Autorin Baileys Ende echt übel nehme. Es war unnötig grausam. Das war für mich unterste Schublade. Bailey hat schon diese furchtbare Krankheit, die ihm so viel nimmt, aber dass man ihn dann noch so leiden lassen muss… ich darf mir seine letzten Momente gar nicht vorstellen, sonst schmerzt mein Herz und ich fang an zu heulen… die Szene hat mich echt fassungslos zurückgelassen. Dieses Ende hätte Becker Garth verdient, aber sicher nicht Bailey Sheen.

Außerdem kam ich um den Gedanken nicht umher, dass Ambrose sich nur in Fern verliebt hat, weil sie sich äußerlich verändert hatte… es hatte einfach einen bitteren Beigeschmack, denn meine Frage ist – hätte er sich auch in sie verliebt, wenn sie so wie vorher ausgesehen hätte? Und wenn ja, dann vielleicht nur, weil er auch nicht mehr wie ein Topmodel aussah? Hätte er sich erlaubt, sie zu lieben, wenn seine Freunde noch am leben gewesen wären? Um diese Gedanken kam ich nicht drum herum… Ich würde auch keinen Menschen zum Partner haben wollen, der mir mal das Gefühl vermittelt hat, nicht gut genug für ihn zu sein :/

(Ich lese gerade nebenbei meine vorherige Rezi durch, um zu schauen, welche Punkte ich übernehme und ich muss echt lachen… Ich muss sehr sauer und sarkastisch drauf gewesen sein, als ich die 1. Rezi verfasst habe haha)

Was ich übertrieben fand, war halt wirklich, dass alle bis auf Ambrose im Krieg sterben… zumindest Paulie und Grant hatten das nicht verdient… Ich fands auch komisch, dass Ambrose alle dazu überredet hat, mit ihm zur Armee zu gehen… Dachte er, das wird gemütlich dort? Wieso überredet man seine Freunde dazu, ihr Leben zu riskieren, wenn einige von ihnen es gar nicht wollen? Nur, um nicht allein dahin zu müssen… das fand ich auch alles andere als gut von Ambrose.

- SPOILER ENDE -

Making Faces ist auf jeden Fall mein Cover-Highlight 2020 – ich liebe die Gestaltung und die Farbgebung so sehr!
Die Story hat mich zum einen an „Beastly“ von Alex Flinn, und zum anderen an „Bring Down the stars“ von Emma Scott erinnert – letzteres, weil Rita und Fern eine ähnliche Sache mit Ambrose abgezogen haben wie Connor und Wes mit ihrem love interest…

Das Buch hat mich auf jeden Fall gefesselt – ich wollte es gar nicht weglegen und wollte jedes Mal wissen, wie es weitergeht. Amy Harmon hat einen flüssigen und anregenden Schreibstil, der das Lesen sehr angenehm gestaltet hat.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele dieses Buch lieben werden. Es ist eine wirklich gute Geschichte, die einen berührt.
Deshalb gibt es von mir auch eine Leseempfehlung an dieser Stelle :)
Aber macht euch drauf gefasst, dass dieses Buch auch einige schwierige Themen behandelt… hierbei handelt es sich um Oberflächlichkeit, Mobbing, Kriegsopfer, Trauerverarbeitung, häusliche Gewalt und Ungerechtigkeit.
Denn das Ende von Becker Garth war alles andere als befriedigend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2020

Leider nicht das, was ich mir versprach

Sweet Little Lies
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Mir schwirrt der Kopf.
Das ist das erste, was mir zu dem neuen Buch von Kylie Scott einfällt und das ist leider kein positives Zeichen :/

Beginnen wir mit dem Positiven – ich meine, wie schön ist bitte ...

Mir schwirrt der Kopf.
Das ist das erste, was mir zu dem neuen Buch von Kylie Scott einfällt und das ist leider kein positives Zeichen :/

Beginnen wir mit dem Positiven – ich meine, wie schön ist bitte dieses Cover?! Ich bin absolut verliebt und möchte es für immer in meinem Regal stehen haben, doch da ich aufgrund des Platzmangels nur Bücher behalten kann, die ich irgendwann nochmal lesen möchte und die ein Highlight für mich waren, wird „Sweet little lies“ leider ausziehen müssen :/

Ich kam mit dieser Geschichte auf mehreren Ebenen nicht klar. Für mich war Betty, unsere Protagonistin, ihren Gefühlen und Gedanken nicht treu.
Da es bereits im Klappentext angesprochen wird, zähle ich das kommende nicht als Spoiler, aber wenn dein „Verlobter“ dir ein Leben vorgegaukelt hat, das so niemals existiert hat, dann bricht doch erstmal etwas in einem zusammen, zumindest wenn man denjenigen liebt. Doch bei Betty wusste ich nicht, woran ich war – am Anfang meinte sie, sie würden sich nicht lieben, aber dann gibts ja doch ein Happy End, das ergibt für mich nicht unbedingt Sinn, VOR ALLEM wenn man sich Thom, ihren Verlobten, anschaut.

Er war für mich ein unglaublich unzugänglicher Charakter, zu dem ich keinerlei Sympathie oder Verbindung aufbauen konnte. Er war soo distanziert, was mit seiner Kindheit und seinem Job begründet wurde, aber das machte ihn für mich zu einem Charakter, der undurchschaubar war. Als relativ schnell sein wahres Leben aufflog… die Art und Weise wie er Betty da behandelte war lieblos. Da war keine richtige Fürsorge, obwohl gerade ihre Wohnung in die Luft geflogen war und sie sich in einem fremden Haus befand. Er hat ihr keinerlei Trost gespendet, also habe ich ihm wirklich nicht abgekauft, dass er sie liebt. Er kam für mich wie eine Steinmauer rüber, die keinerlei Emotionen zeigt.

Mit seinem Job konnte ich mich ebenfalls nicht anfreunden, was ja schon sehr viel vom Buch einnahm. Betty tat mir eigentlich sehr leid, weil alles, woran sie geglaubt hatte, eine einzige Lüge war und man, das muss unendlich geschmerzt haben. Ihre Wut war berechtigt, aber irgendwie kam sie nicht komplett raus, sondern kam nur in manchen zufälligen Momenten hervor. Ich hätte Thom kein Stück mehr über den Weg getraut, denn eigentlich kannte sie ihn kein bisschen und das hätte mir persönlich Angst gemacht.

Vom Klappentext her hatte sich das Buch soo gut angehört – ich freute mich auf eine Geschichte mit Humor, denn hallo? Der Verlobte entpuppt sich plötzlich als Geheimagent? Vielleicht war ich die einzige, die annahm, dass es eine Geschichte mit Humor werden würde, aber ich lag da leider falsch. Es war alles andere als lustig, als Thom sich als Geheimagent entpuppt. Betty bezeichnete diesen neuen Thom einmal als „bösen Zwilling“ und ich finde das traf es schon ganz gut.

Am Schreibstil kann man absolut nichts aussetzen – er war flüssig, anregend und das Buch las sich auch aufgrund der geringen Seitenzahl ziemlich zügig. Für mich waren es eher die Charaktere und zum Ende hin auch die Story, weshalb ich der Geschichte nicht mehr als 2 Sterne gebe.
Betty schien mir irgendwie widersprüchlich in ihrem Charakter, Thom war wie zuvor erwähnt unnahbar und dann war das Happy End etwas, mit dem ich mich nicht anfreunden konnte. Ich hätte beinahe unrealistisch geschrieben, aber eine Autorin sagte mal, dass es soo viele verschiedene Menschen mit so vielen verschiedenen Einstellungen gibt, dass nichts unrealistisch ist und da gebe ich ihr recht. Deshalb war das Ende etwas, was für mich persönlich niemals passiert wäre, wenn ich an Bettys Stelle gewesen wäre. Aber es war nun mal Bettys Entscheidung, diesen Weg zu gehen und ich muss es nicht gutheißen, aber akzeptieren. Dennoch fand ich, dass die beiden noch einen langen Weg vor sich haben, vor allem Thom, der lernen muss, sich zu öffnen und Gefühle zu zeigen. Ich persönlich hätte jedoch, nach allem was passiert ist, kein Happy End für die beiden gesehen…

Aufgrund all dieser Faktoren kann ich keine direkte Leseempfehlung aussprechen, so leid es mir tut :/ Ich hätte es gerne getan… aber leider habe ich zu oft mit dem Kopf geschüttelt oder die Stirn gerunzelt, weil ich Bettys Verhalten nicht nachvollziehen konnte.
Deshalb müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr dem Buch eine Chance gebt oder nicht ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2020

Konnte mich nicht abholen

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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Leider habe ich das Buch nach knapp 80 Seiten abgebrochen. Ich kam absolut nicht in die Geschichte rein bzw. habe ich nicht geahnt, dass so sehr die Rede von chemischen Verbindungen und Reaktionen sein ...

Leider habe ich das Buch nach knapp 80 Seiten abgebrochen. Ich kam absolut nicht in die Geschichte rein bzw. habe ich nicht geahnt, dass so sehr die Rede von chemischen Verbindungen und Reaktionen sein würde. Der Klappentext erwähnte dies ja bereits, aber im Buch war das alles sehr verwirrend für mich, da ich keine Ahnung von den chemischen Reaktionen der verschiedenen Elemente habe und es hat mich im Buch ziemlich gestört :/ Auch unter den Schlangenmedaillons und den daraus entspringenden Schlangen konnte ich mir nicht wirklich etwas vorstellen, es erschienen einfach keine Bilder in meinem Kopf, die sich für mich richtig anfühlten sprich, dass es in meinem Kopf so aussah wie im Buch beschrieben. Normalerweise habe ich nicht solche Schwierigkeiten, da bilden sich die Szenerien von allein in meinem Kopf beim Lesen, aber bei Kaleidra kam es wirklich zum ersten Mal vor, dass ich mir gar nichts sinnvolles oder "schönes" darunter vorstellen konnte. Ob es mir nur an Vorstellungskraft fehlte, keine Ahnung... aber mir jetzt durch die Luft wirbelnde Schlangen vorzustellen, fand ich jetzt auch keine schöne Vorstellung... Ich hatte aber auch mit den Namen im Buch meine Probleme - ich hatte glaube ich bisher immer Bücher mit deutschen, englischen oder in seltenen Fällen mal mit französischen und russischen Namen gelesen. Aber die Auswahl an italienischen Namen im Buch gefiel mir leider so gar nicht :S Auch das Verhalten der Protagonistin, als sie auf Ben trifft, war für mich suspekt. So wie er sich gegeben hat, hätte ich ihn für einen Stalker gehalten und spätestens beim 3. Mal um Hilfe geschrien, aber sie drohte es immer nur an, lieferte sich dann aber lieber Wortgefechte mit diesem aufdringlichen, düsteren Typen. Da war für mich keine Chemie... Wie man wohl bereits erkennen kann, konnte mich das Buch leider in keinem einzigen Punkt abholen, was ich sehr schade finde. Die Götter Dilogie von Kira Licht war lustig und gut, aber Kaleidra... ich konnte mich weder mit der Protagonistin, noch mit den Namen der Charaktere, mit ihren Fähigkeiten oder den chemischen Reaktionen, die beschrieben wurden, anfreunden :/ Leider nicht mein Buch gewesen...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2020

Grandios trotz anfänglicher Zweifel

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Wow, dieses Buch hat mich so sehr gefesselt, obwohl ich keine allzu hohen Erwartungen hatte.
Ich war sehr skeptisch, weil ich das Konzept nicht wirklich verstanden habe, wieso es abwechselnd von Laura ...

Wow, dieses Buch hat mich so sehr gefesselt, obwohl ich keine allzu hohen Erwartungen hatte.
Ich war sehr skeptisch, weil ich das Konzept nicht wirklich verstanden habe, wieso es abwechselnd von Laura Kneidl und Bianca Iosivoni geschrieben wird und wieso es in den Büchern von Laura Kneidl um andere Charaktere geht – ich fand es ziemlich verwirrend und muss zugeben, dass ich bereits jetzt traurig bin, dass der Folgeband so lange auf sich warten lässt, denn Band 1 lässt einen mit noch soo vielen Fragen zurück!

Was ist Shaws Herkunft? War sein komischer Traum eine Erinnerung oder eben nur ein Traum? Wird Roxy es schaffen, alle befreiten Seelen einzufangen oder nicht? Und was passiert, wenn sie es nicht schafft? Wo sind ihr Bruder, Dina, Ripley usw? Und wieso hat Giselle so komisch reagiert, als sie Shaw berührt hat? Hat sie etwas gesehen?

Ich hab so viele Fragen nach diesem Buch, was ich eigentlich total toll finde, weil ich deshalb so gespannt auf Band 2 bin!
Zugegeben – ich habe Band 1 nicht gelesen, sondern als Hörbuch bei Bookbeat gehört. Ich habe zweieinhalb Tage lang nur noch zugehört – in der Bahn, beim Frühstück, beim Backen usw. Die Geschichte hat mich einfach so in ihren Bann gezogen, es blieb wirklich die ganze Zeit über spannend. Es gab keinen Zeitpunkt, wo es mir in die Länge gezogen oder langweilig vorkam.

Einige kleinere Sachen haben mir nicht so gut gefallen, das waren zum einen Roxys ständigen Schuldgefühle… gefühlt machte sie sich für alles verantwortlich, was mir irgendwann nur noch auf den Keks ging. Auch, dass sie Shaw sich selbst überließ, nachdem sie ihn gerettet hatte, war für mich unverständlich und machte sie mir nicht gerade sympathisch.
Zum anderen waren Nebencharaktere wie Finn oder Ripley manchmal nicht gerade sympathisch mit ihren Sprüchen. Gerade Finn hatte meine Sympathie verloren, als er am Frühstückstisch einmal eine Bemerkung bzgl. Sex von sich gab, die einfach nur vor Egoismus strotzte. Zum Schluss, als ich mitbekam, wie er sich um Giselle kümmerte, wurde ich wieder etwas warm mit ihm.

Ganz am Anfang gab es auch mal einen Zeitsprung von 3 Monaten, den ich nicht nachvollziehen konnte, da er für mich zu einem zu frühen Zeitpunkt kam und mir die Zeitspanne zu lang war. Roxy und Shaw hatten sich gerade erst kennengelernt und gerade, weil Shaw ja nichts mehr wusste, er sich entscheiden musste, ob er Hunter werden wollte oder nicht, konnte ich den Zeitsprung nicht nachvollziehen.

Jetzt wo ich das Buch beendet habe, kann ich sagen, dass der Zeitsprung der Story keinen Schaden zugefügt hat. Aber es hat mich doch ziemlich gestört gehabt, weil es für mich zu einem falschen Zeitpunkt kam.

Was ich wiederum toll fand, war der Humor im Buch. Der wurde nachher etwas von der Spannung und den Ereignissen verschluckt, doch vom Anfang bis knapp zur Mitte des Buchs war er sehr präsent und brachte mich des Öfteren zum Lachen oder Schmunzeln. Ich hoffe wir bekommen davon im Folgeband wieder mehr zu sehen.

Ich kann dieses Buch definitiv nur weiterempfehlen! Es war für mich eine sehr solide, spannende Geschichte, die Lust auf mehr macht. Ich wünschte, ich könnte direkt weiterlesen, aber das ist das ärgerliche an Reihen :D hehe

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Ganz gut bis auf ein paar Punkte

It was always you
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„It was always you“ habe ich in einer Leserunde zusammen mit vielen anderen tollen Bookstagrammerinnen gelesen und leider habe ich nur 2 oder 3 Abschnitte durchgehalten, dann musste ich das Buch durchsuchten, ...

„It was always you“ habe ich in einer Leserunde zusammen mit vielen anderen tollen Bookstagrammerinnen gelesen und leider habe ich nur 2 oder 3 Abschnitte durchgehalten, dann musste ich das Buch durchsuchten, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht.
Ich wollte unbedingt den Grund dafür erfahren, weshalb Ivy all die Jahre sozusagen von ihrer Familie verstoßen wurde.

Nikola Hotels Schreibstil hat es einem definitiv leicht gemacht, dieses Buch durchzusuchten – der Schreibstil war sehr schön, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Ich fands toll, dass ich in ihrem Buch zu keiner Zeit dachte, dass sie ausschweift oder mir Beschreibungen zu viel wurden.

Ivy empfand ich als eine verunsicherte, zweifelnde, aber auch bodenständige Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck trug.
Sie begeisterte mich mit dem Handlettering-Aspekt, denn sie hielt mit nur wenigen Worten Erinnerungen eines ganzen Tages fest, was mich verblüffte. Aber oftmals traf sie genau ins Schwarze mit den Worten, die sie auswählte, deshalb fand ich diesen Aspekt nicht nur sehr gelungen, sondern auch abwechslungsreich, da es im Buch immer wieder Illustrationen dieser Letterings gab. Das fand ich richtig super, da man es sich als Leser dann auch vorstellen konnte, wie dieses oder jenes Lettering aussah.

Als Ivy nach all den Jahren endlich auf dem Weg zu ihrer „Familie“ war, bekam ich mit ihr Bauchschmerzen, da sie mir mega leidtat. Sie wusste nicht, weshalb sie auf einmal dorthin zitiert wurde, nachdem man sie vor Jahren weggebracht und nie wieder eingeladen hatte.

Wie dieses ganze Drama am Ende aufgelöst wurde, habe ich so nicht vorhergesehen, doch irgendwie fand ich es auch nicht „stark“ genug.

Achtung, ab hier wird es Spoiler geben, da ich auf inhaltliche Aspekte eingehen werde!

Asher kam von Anfang an nicht mega sympathisch, sondern wie der typische Ar*** rüber, der mir mit seiner teils herablassenden Art wirklich ungeheuerlich gegen den Strich ging.
Als ich dann nachher erfuhr, weshalb er sich ihr gegenüber so widersprüchlich und oft auch unfreundlich verhalten hatte, konnte ich es schon irgendwie nachvollziehen, aber ich bin immer ein Fan von offener Kommunikation. Er hätte sie einfach gerade raus fragen sollen, was ihm auf der Seele brannte und nicht einfach nur annehmen, aber das machen wir Menschen ja leider viel zu oft.

Es gab so viele Missverständnisse in diesem Buch und irgendwann war ich an einem Punkt, wo ich mir dachte „Setzt euch jetzt mal endlich hin und sprecht euch aus, verdammt nochmal.“ Als dann endlich eine Szene kam, wo vor allem Asher sich öffnete, da war ich erstaunt, aber die Szene war leider schnell vorbei und es ging danach mit seinem widersprüchlichen Verhalten weiter.

Wer mir in dieser Geschichte gar nicht gefiel, das war der Vater von Noah und Asher, denn nein, für mich ist er kein Vater für Ivy gewesen. Der Vorfall, der ihn damals dazu veranlasst hatte, seinen Sohn zu schlagen und seine Stieftochter fortzuschaffen, war zwar heftig, aber wenn mein Sohn einen so üblen Unfall hat, dann bin ich bei ihm im Krankenhaus und fahre nicht meine Stieftochter stundenlang durch die Nacht nach New York und verbanne sie dorthin von jetzt auf gleich – vor allem so kurz, nachdem sie ihre Mutter schon verloren hatte.
Das war sehr, sehr herzlos und auch die Tatsache, wie er ihr am Ende ins Gesicht sagt, dass sie für ihn nur Leid über Asher bringt… ich fand diesen Mann kein bisschen gut. Entweder er hatte es sich in seinem wirren Kopf wirklich so eingeredet, dass Ivy quasi der Teufel war, der alles Unheil über sie brachte, oder er ist einfach kaltherzig und abgehärtet, empathielos… Ich fands auf jeden Fall weder schön, noch fair und an Ivys Stelle hätte ich mich gewehrt oder zumindest lange einen Groll gegen ihn gehoben, da er der Grund dafür war, dass sie, Noah und Asher jahrelang unter der Trennung gelitten haben.
Manche spekulierten, ob es ein zu ausgeprägter Beschützerinstinkt oder doch eher eine Kurschlussreaktion war, da er nach dem Tod seiner Frau überfordert war… aber allein, dass er Ivy nach all den Jahren diesen Vorwurf macht, zeigt mir, dass er sie nicht wirklich lieben kann.

Asher wird leider auch nie jemand sein, den ich als Wunsch-Bookboyfriend angeben würde, dafür hatte er sich zu oft blöd und ignorant gegenüber Ivy verhalten. Und die Szene, wo sie diesen Gefühlen zwischen sich nachgeben? Sollte das Lagerfeuer für Romantik sorgen? Denn die Szene empfand ich überhaupt nicht als romantisch, für mich war noch längst nicht alles geklärt zwischen den beiden und es kam so übereilt rüber… mal ganz ehrlich – auf einer Matratze neben dem Lagerfeuer, während ein paar Meter weiter ihre Freunde im Zelt schlafen und alles mitanhören können? Das war mir zu viel des Guten…

Ich glaube, ich hätte es noch besser gefunden, diese Geschichte abwechselnd aus Ashers und Ivys Sicht zu lesen. Ich hätte gerne seine Gefühle zu einigen Zeitpunkten gekannt, z.B. wo er mehrfach sein Leben aufs Spiel setzte…

Was mich ebenfalls sehr gestört hat, waren die Andeutungen zwischen Noah und Harper, denn Harper ist nicht nur Sams Freundin, sondern auch nicht die Protagonistin in Band 2, das ergab für mich überhaupt keinen Sinn. Sam tat mir eher leid, denn Harper schien zwar nett, aber irgendwie auch egoistisch. Sie schenkt Sam diesen Campingtrip, weil SIE dorthin will, obwohl sie weiß und gesagt bekommt, dass er das Geschenk nicht mögen wird. Dann möchte Sam ein Spiel spielen, weil ER es mag, doch sie lehnt dann ab… also irgendwie passen die beiden für mich nicht zusammen und dann die komischen Szenen zwischen ihr und Noah… oh man, unnötiges Drama.

INSGESAMT hat mir das Buch aber trotzdem gut gefallen, vor allem nachdem die Wahrheit endlich mal raus war und ich fand es toll, dass Noah nicht lange brauchte, um mit Ivy wieder warm zu werden.
Ich bin schon auf seine Geschichte gespannt, da er ja auch nicht gerade „perfekt“ ist und auch einige Schwächen aufweist. Aus Band 1 wissen wir ja schon, dass Aubree manchmal Trouble mit ihrer Familie hat, das wird wahrscheinlich in Band 2 näher begründet werden.
Aber um zurück zu Ivy und Asher zu kommen – wenn man von der Tatsache absieht, dass Asher am Ende wiedddddeeerr sein Leben aufs Spiel setzte, fand ich das Ende ganz okay. Natürlich fand ich es nicht schön, wie Richard sich verhielt und dass Ivy ihm irgendwie auch einfach so vergab, aber es war immerhin ein Happy End…
Übrigens hat mir der Humor im Buch auch ziemlich gut gefallen :) Es machte einige Szenen sehr amüsant ;D

Ich würde das Buch trotz all meiner Kritikpunkte weiterempfehlen, weil es trotz allem eine schöne und teils herzzerreißende Geschichte war, die einen berührte und man wollte eigentlich immer weiterlesen, um dieses große Geheimnis zu lüften.
Also, gebt dem Buch ne Chance :)
Ich freue mich auf jeden Fall auf Band 2 :D

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