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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2018

spannendes Erbrecht

Die Erbin
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Ich liebe die Bücher von John Grisham und auch, dass jedesmal ein anderer Aspekt der Justiz beleuchtet wird. Diesmal hat er sich das Erbrecht vorgenommen.

Ein Millionär setzt seine schwarze Haushälterin ...

Ich liebe die Bücher von John Grisham und auch, dass jedesmal ein anderer Aspekt der Justiz beleuchtet wird. Diesmal hat er sich das Erbrecht vorgenommen.

Ein Millionär setzt seine schwarze Haushälterin zur Haupterbin ein, seine Kinder sollen leer ausgehen, und das im tiefsten Süden von Amerika. Natürlich stürzen sich die Anwälte wie die Aasgeier darauf, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen und unterstützen die Familie. War der Alte überhaupt zurechnungsfähig, als er das Testament schrieb ? Hat seine Haushälterin ihn beeinflußt oder genötigt, sie in sein Testament zu schreiben ? Es entbrennt ein harter Kampf zwischen den Parteien, wo auch nicht mit faulen Tricks gegeizt wird.

Es bleibt bis zum Schluß spannend und ich möchte hier nicht zuviel verraten. Die Sprache liest sich wie immer leicht und wie von selbst. Allerdings ist dieses Buch - trotz aller Spannung - nicht eins seiner Besten. Ich mag zwar die Charaktere, hier besonders den Richter, aber es zieht sich teilweise etwas in die Länge und man wartet darauf, dass man endlich weiß, wie es ausgeht. Vielleicht war ich auch nur zu ungeduldig.

Auf jeden Fall lohnt es sich zu lesen.

Veröffentlicht am 02.01.2018

besser als erwartet

Mordsgifte
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Habe mir das Buch mal vom Wühltisch geholt, weil ich mich etwas für Forensik interessiere. Womit ich nicht gerechnet habe, ist, dass es ganz toll über diverse Drogen informiert. Heroin, Kokain, Amphetamine, ...

Habe mir das Buch mal vom Wühltisch geholt, weil ich mich etwas für Forensik interessiere. Womit ich nicht gerechnet habe, ist, dass es ganz toll über diverse Drogen informiert. Heroin, Kokain, Amphetamine, KO Tropfen usw. Über Legal Highs habe ich aus diesem Buch mehr gelernt als auf einer Fortbildung neulich über dieses Thema.

Der Anfang ist etwas zäh und langatmig, da über historische Giftmorde 18hundertund berichtet wird. Dann aber werden die Todesfälle interssanter und immer aktueller, bis hin zu bekannten heutigen politischen Giftmorden. Es gibt auch ein längeres Kapitel über Patiententötungen durch Pflegepersonal. Bei einigen der Fälle ist der Autor selbst der untersuchende Toxikologe gewesen. Insgesamt ein sehr interssantes, wissenschaftlich und geschichtlich fundiertes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. Werde es im Gegensatz zu den meisten Büchern behalten, denn es ist auch zum Nachschlagen geeignet. Dennoch sind die Geschichten gut geschrieben und es läßt sich leicht lesen.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Überleben in Polen zur Nazizeit

Lügen in Zeiten des Krieges
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Ein schönes Buch, bei dem ich erst Bedenken hatte, nicht schon wieder Greueltaten, Folter, Demütigungen und Sadismus, aber von einem kleinen Abschnitt zu Beginn des Buches abgesehen, blieb man davon verschont. ...

Ein schönes Buch, bei dem ich erst Bedenken hatte, nicht schon wieder Greueltaten, Folter, Demütigungen und Sadismus, aber von einem kleinen Abschnitt zu Beginn des Buches abgesehen, blieb man davon verschont. Es ist auch so gut geschrieben, dass es sich wie von selbst liest.

Ein Junge und seine Tante versuchen als Juden in Polen zu überleben. Mit falschen Ausweisen, wechselnden Unterkünften, Klugheit und Glück, entgehen sie den Progromen und Ghettos. Aber sie leben eine Lüge und müssen sich als Christen ausgeben, was zumindest beim Jungen zu Gewissenskonflikten führt. Schaffen sie es, bis zum Ende des Krieges am Leben und zusammen zu bleiben ? Es bleibt bis zum Schluß spannend, ist aber in schlichter Sprache aus Sicht des Jungen geschrieben, sodaß es nichts Reißerischens an sich hat.

Zwischendurch (ich glaube 3x) werden philosphische Gedanken über Dante geäußert, die kursiv gedruckt sind. Ob es Gedanken des Vaters oder des Autors sind, weiß ich nicht, denn da ich diesen Gedanken nicht folgen konnte und nicht verstanden habe, worum es ging, habe ich diese Abschnitte nur überflogen, was dem Buch aber keinen Abbruch tat.

Ein interessanter Einblick in einen Teil unserer Geschichte, der sich sehr schnell liest, da er so gut geschrieben ist. Sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 23.12.2017

nicht so witzig, wie es klingt

Wenn möglich, bitte wenden
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"Humorvoll, scharfsinnig und sensationell unterhaltsam" wird dieses Buch über das Autofahren beschrieben. Ja, es ist stellenweise ganz witzig, aber irgendwann sind die Übertreibungen einfach zu viel. ...

"Humorvoll, scharfsinnig und sensationell unterhaltsam" wird dieses Buch über das Autofahren beschrieben. Ja, es ist stellenweise ganz witzig, aber irgendwann sind die Übertreibungen einfach zu viel. Es ist einfach zu dick aufgetragen und bedient sich zu vieler Klischees. Auch wenn man schmunzeln muß, wie "Mann" mit den neuen technischen Ausstattungen der modernen Autos überfordert ist, oder wie es eine Weltverschwörung geben muß, denn anders ließen sich die unüberholbaren Müllwagen vor einem, immer, wenn man es eilig hat, nicht erklären, so ist sehr schnell die Luft aus diesem Büchlein raus. Und auch wenn mir der Humor anfangs noch gefallen hat, z.B. der Frust an der Tankstelle, so hat man schnell keine Lust mehr weiterzulesen, denn das ewige Gejammer geht mir auf den Keks. Es ist halt eines dieser vielen, vielen Bücher, die z.Z. den Markt überschwemmen mit einem Thema (Auto, Handwerker, Deutsche Bahn, Behörden usw.), über das dann ausgiebigst, meist mit dem Anspruch witzig zu sein, hergezogen wird. Alle Mißstände und Ärgernisse werden seitenlang ausgewalzt, sodass man bald keine Lust mehr auf dieses Gemecker hat, auch wenn die Zustände wirklich oft so sind. Und der Humor, der sich auf Wiederholungen und Übertreibungen stützt, nutzt sich auch schnell ab.

Veröffentlicht am 23.12.2017

tolle Idee, mäßig umgesetzt

Good Night Stories for Rebel Girls
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Die Idee ist sehr gut ! Berühmte Frauen werden Kindgerecht vorgestellt. Ob Sportlerinnen, Politikerinnen, Künstlerinen, Pionierinnen, Wissenschaftlerinnen, Erfinderinnen, Nobelpreisträgerinnen oder Frauen, ...

Die Idee ist sehr gut ! Berühmte Frauen werden Kindgerecht vorgestellt. Ob Sportlerinnen, Politikerinnen, Künstlerinen, Pionierinnen, Wissenschaftlerinnen, Erfinderinnen, Nobelpreisträgerinnen oder Frauen, die Geschichte schrieben, jeder ist eine Seite gewidmet. Ob die Frau, die als erste den Atlantik im Alleinflug überquerte oder die Malerin Frida Kahlo, ob Sophie Scholl oder Malala Yousafzai, circa 100 Frauen werden hier vorgestellt.

Wie gesagt, eine schöne Idee, aber von der Umsetzung war ich etwas enttäuscht. Die Texte sind nicht gut, sie sind weder spannend, fesselnd noch besonders informativ und neugierig machen sie auch nicht. Sie sind ziemlich langweilig und wie ich finde auch schlecht geschrieben. Die Bilder sind furchtbar. Kann man den wenigstens bei der Malerin Frida Kahlo nicht eins der vielen Selbstportraits nehmen ? Ich finde die Bilder häßlich und lieblos dahingefuddelt.

Schade, man hätte das Ganze mit etwas mehr Mühe bei Text und BIldern wirklich schöner gestalten können. Auch als Nachschlagewerk ist es ungeeignet und um Interesse an einzelnen Frauen zu wecken auch. Echt schade, eine so schöne Idee so in den Sand zu setzen.