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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2018

Zwei Romanzen zum enstpannen

Zwei wie du und ich
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Inhalt

Annie hat in Ihrer Kindheit Schlimmes erlebt und ist seit dem traumatisiert. Im Alltag kommt Sie zwar so zurecht, sie hat aber permanent Angst, vor allem, wenn es darum geht, Männern zu vertrauen. ...

Inhalt

Annie hat in Ihrer Kindheit Schlimmes erlebt und ist seit dem traumatisiert. Im Alltag kommt Sie zwar so zurecht, sie hat aber permanent Angst, vor allem, wenn es darum geht, Männern zu vertrauen. Dann tritt Stephen Flint in Ihr Leben und bietet ihr einen geregelten Arbeitsplatz für Ihre Praxis in seiner Firma an. Prompt verliebt sie sich in ihn und kann ihr Glück kaum fassen. Dieser reiche Unternehmer legt ihr die Welt zu Füßen und erscheint wie ein Traumprinz, bei dem Sie endlich Vertrauen zu einem Mann fassen kann und sich dort geborgen fühlt.

Auch Katy verliebt sich in Ihren Cheff, obwohl sie gerade das versucht hat, zu verhindern. Sie wollte eine Auszeit nehmen und ist in die Provinz auf einen Reiterhof gegangen um dort eine Weile zu arbeiten. Und das bei einem berühmten Springreiters Mark Waverley. Endlich kann sie durch die freie Natur und die anstrengende Arbeit gedanklich abschalten, doch ihr Cheff Mark wird immer Charmanter in Ihren Augen. Sie kann aber nicht zulassen, dass sie sich in ihn verliebt.

Bewertung
Lucy Robinson hat einen sehr flüssigen Schreibstil und auch ihre Charaktere sind gut ausgearbeitet. Ihre Figuren in dem Buch wachsen einem ans Herz und man fiebert mit ihnen mit. Es gibt viele Gefühlsausbrüche in der Geschichte, die ganz gut nachzuvollziehen sind. Leider konnte ich manche Handlungen der Protagonisten nicht ganz nachvollziehen, es schien mir ein wenig überzogen. Trotz allem war es eine schöne Geschichte zum Abschalten. Die Romantik kam nicht zu kurz und auch die Gefühle wurden gut beschrieben. Katy und Mark haben mich sofort für sich überzeugt und ich habe ihren Weitergang der Geschichte wirklich genossen. Aber auch Annie war sympatisch, wenn auch nicht ganz so überzeugend. Trotzdem bin ich mit Stephen nicht warm geworden, denn der schien mir dann doch ein wenig zu viel des Guten zu sein. Bei ihm klang alles anfangs so, wie bei einem Märchenprinzen. Ein Held ohne Fehl und Tadel mit viel Geld und super Aussehen…

Fazit
Bei diesem Buch kann man durch einen flüssigen Schreibstil und viel Gefühl wunderbar abschalten.

Veröffentlicht am 26.11.2018

Ein Einblick in die gesellschaftliche Ordnung der goldenen Zwanziger

Das Palais Reichenbach
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Inhalt
Die Familie Reichenbach ist eine adelige Familie aus Berlin in den goldenen Zwanzigern. Für sie ist es eine sehr schwere Zeit und sie stehen kurz vor dem Ruin, da das Volk nach der Enteignung des ...

Inhalt
Die Familie Reichenbach ist eine adelige Familie aus Berlin in den goldenen Zwanzigern. Für sie ist es eine sehr schwere Zeit und sie stehen kurz vor dem Ruin, da das Volk nach der Enteignung des deutschen Adels verlangt. Die Familie versucht mit aller Macht, Ihre missliche Lage und Geldnot vor allen anderen adligen Familien zu verbergen. Der Fürst will den Ruin abwenden, indem er versucht, sein Geld von Banken oder Freunden geliehen zu bekommen, allerdings ist die Familie nicht mehr Kreditwürdig, da schon der Palais Raichenbach schon fast der Bank gehört. Auch die Fürstin Juliane versucht ihre Familie zu retten und schnmiedet Hochzeitspläne für ihre Söhne, damit die Mitgift der Ehefrauen die Raichenbachs vor dem Bankrott retten können. Doch leider haben alle drei Kinder ihre ganz eigenen Pläne. Prinz Georg hat ein Geheimnis, das ein Skandal im Adelsgeschlecht bedeutet, Prinzessin Ina verliebt sich in den mittellosen Schriftsteller Theodor Barbach und Prinz Fridolin möchte Karriere in der Deutschnationalen Volkspartei mitmachen und begeht einen schrecklichen Fehler. Die Katastrophe scheint.

Bewertung
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und gut beschrieben. Mit den Figuren Ina und Georg bin ich richtig warm geworden, allerdings nicht wirklich mit Fridolin den Titelerben. Alles in allem ist die Geschichte des Adels sehr gut beschrieben in diesem Buch und Josephine Winter hat diese Zeit gut recherchiert. Es ist erschreckend, wie der Adel damals hauptsächlich nach dem äußeren Schein beurteilt hat und nicht bereit war, auf ihren Reichtum zu verzichten, selbst wenn man kurz vor dem Ruin steht. In solchen Situationen wurde halt beim Personal eingespart, wo man nur konnte – Gehaltskürzungen, schlechteres Essen, bzw. weniger und günstiger. Aber bei der Adelsfamilie musste alles wie gewohnt weiterlaufen. Hier konnte das Essen nicht teuer genug sein. Auch wurden Kelider bestellt, die kaum noch zu bezahlen waren, damit kein Zweifel in der Gesellschaft aufkam, dass die Famile Raichenbach kurz vor dem Ruin steht. Mit allen Mitteln versucht man, an Geld zu kommen. Aber die Adelsfamilie hat nur Ideen für eine kurzfristige Finanzspritze, auf die Idee, ihre Einnahmen zu erhöhen, kommen sie gar nicht erst. Es werden lieber Schulden gemacht.
Josephine Winter bewegt sich durch die Zeit, als wäre sie selbst dabei gewesen. Sie versteht es gut, die Probleme des Adels hervorzuheben, aber auch die des Personals wird nicht ausgelassen.
Aus dem Buch hätte man meiner Meinung nach noch viel mehr rausholen können, da viele Sachen offen bzw. ungeklärt geblieben sind, wo ich mir ein wenig mehr zu gewünscht hätte. Trotz allem ein gutes Buch.

Fazit
Eine Geschichte mit viel Einblick in die gesellschaftliche Ober- und Unterschicht der goldenen Zwanziger.

Veröffentlicht am 26.11.2018

Vorsicht, Suchtgefahr! :o)

Cinder & Ella
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Inhalt

Cinder & Ella von Kelly Oram

Ella und Ihre Mutter hatten einen Autounfall, wobei ihre Mutter ums Leben gekommen ist. Ella selbst hat schwerste Brandwunden erlitten und nur knapp mit dem Leben ...

Inhalt

Cinder & Ella von Kelly Oram

Ella und Ihre Mutter hatten einen Autounfall, wobei ihre Mutter ums Leben gekommen ist. Ella selbst hat schwerste Brandwunden erlitten und nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Auch nach mehreren Operationen ist sie nicht wieder ganz hergestellt und muss nach einem Jahr feststellen, dass das Leben außerhalb der Klinik für sie die Hölle geworden ist. Sie hat niemanden mehr außer ihren Vater, der sie damals im Stich gelassen hat. Und Ella vermisst ihren alten Chattfreund Cinder, der ihr bester Freund war. Mit ihm könnte sie ihre Probleme bewältigen….

Cinder ist ein angehender Hollywoodstar und heißt Brian. Doch Ella weiß nichts davon. Brian lebt im Glanz und Ruhm, doch auch er ist nicht glücklich. Das Leben als Prominenter hat viele Schattenseiten. Zwar hat er viele „Freunde“, doch das sind eher alles Fans von ihm und keine wirklichen Freunde. Er vermisst Ella, seine Chattfreundin, doch die ist vor Monaten schon von heute auf morgen von der Bildfläche verschwunden. Brian ist sehr unglücklich und wünscht sich nichts mehr, als wieder mit Ella reden zu können. Sie war für ihn eine echte Freundin, die nicht vor ihm gekatzbuckelt hat. Als sie sich dann nach einem Jahr wieder bei ihm meldet, geht in Brians Leben wieder die Sonne auf und er will mehr von Ella.

Bewertung
WOW! Das ist es, was mir zu dem Buch einfällt. In der einen Minute lacht man, in der nächsten weint man mit den Protagonisten. Kelly Oram hat die Charaktere wirklich toll ausgearbeitet und ihnen viel Eigensinn eingehaucht. Die Geschichte lässt sich in einem durch lesen, man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß, wie sie zu Ende geht. Die Gefühle kommen wahnsinnig gut rüber und auch Ellas Probleme mit den Folgen des Autounfalls sind sehr realistisch dargestellt. Es werden viele Probleme angesprochen, die ein Laie gar nicht bedenken würde. Also hat Kelly in dieser Sache wirklich gut recherchiert. Meinen großen Lob und Respekt! Dieses Buch kann ich nur wärmstens empfehlen, denn auch wenn es teils echt traurig ist, so ist es doch ebenso romantisch und gefühlvoll erzählt. Aber Vorsicht, wer einmal damit anfängt, muss es am selben Tag noch zu Ende lesen – Suchtgefahr! :o)

Fazit
Eine wahnsinnig gefühlvolle Geschichte mit Tiefgang. Absolute Suchtgefahr :o)

Veröffentlicht am 16.11.2018

Endzeitroman - etwas anders....

Die Hungrigen
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Die Zivilisation bricht zusammen und es schaffen nur ein paar wenige, sich in einen Ort (Beacon) zu sammeln und neu anzufangen. Ein parasitärer Pilz hat sich in fast der gesamten Menschheit eingenistet, ...

Die Zivilisation bricht zusammen und es schaffen nur ein paar wenige, sich in einen Ort (Beacon) zu sammeln und neu anzufangen. Ein parasitärer Pilz hat sich in fast der gesamten Menschheit eingenistet, der sie in Hungrige verwandelt. Sie gleichen Zombis, nur auf der Suche nach Frischfleisch. Ein kleiner Trupp wird aus Beacon in einer kleinen Festung auf Rollen - genannt Rosie - auf die Suche geschickt, nach Antworten und einem eventuellen Heilmittel. Unter ihnen ist ein hochbegabter Teenager namens Steven. Er findet Kinder unter den Hungrigen, die sich nicht wie Hungrige verhalten, aber doch welche sind und glaubt in denen eine Antwort auf Heilung zu sehen. Wie weit wird dieser kleine Trupp der Forscher und Militärs kommen?

Bewertung:
Die Geschichte ist gut aufgebaut und hat viele Erklärungen, wie die Zombis erschaffen wurden. In vielen Endzeitromanen wird nur von Zombis geredet, aber ohne Erklärung, wie sie dazu geworden sind. Hier ist das nicht der Fall und das gefällt mir. Auch die Handlungen und Erzählung der Geschichte finde ich sehr interessant. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir die Figuren in dem Roman nicht unter die Haut gehen. Alle sind zwar beschrieben, doch irgendwie verschwimmen sie zu einer Einheit am Anfang. Es dauert lange bis man sie versteht und letzten Endes kann man sich mit keinem identifizieren. Auch die Spannung ist ein wenig im Hintergrund, wenn man aber trotz allem ständig von gefährlichen Situationen liest.

Fazit:
Es ist eine interessante Geschichte aber ohne große Gefühlsregungen auszulösen.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Eine Geschichte wie das wahre Leben...

All In - Tausend Augenblicke
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Inhalt
Kacey ist die Gitarristin in einer erfolgreichen Band und steht kurz vor ihrem Durchbruch. Sie lebt auf der Überholspur und versucht ihre inneren Dämonen zu bekämpfen. Kacey weiß, dass sie durch ...

Inhalt
Kacey ist die Gitarristin in einer erfolgreichen Band und steht kurz vor ihrem Durchbruch. Sie lebt auf der Überholspur und versucht ihre inneren Dämonen zu bekämpfen. Kacey weiß, dass sie durch dieses Leben geradewegs auf den Abgrund zurast. Plötzlich taucht Jonah in ihrem Leben auf. Er ist ihr Fahrer und sollte eigentlich die Band nach dem Konzert zurückfahren. Doch Kacey hat zu viel Alkohol getrunken, um ihre Ängste zurückzudrängen und wird sofort nach dem Konzert nach Hause beordert. Doch leider klappt nicht alles so, wie es sein sollte und Jonah sieht keine andere Möglichkeit, als Sie mit nach Hause zu nehmen, wo Sie ihren Rausch ausschlafen kann. Doch durch diesen Zufall findet Kacey einen Weg in Jonahs Herz und anders herum. Jonah scheint ihre Rettung in letzter Minute zu sein, doch auch dieser trägt ein Geheimnis mit sich herum. Kacey muss alles auf eine Karte setzen, entweder sie entscheidet sich für Jonah und findet Ihr Glück, oder sie entscheidet sich dagegen und rast weiterhin auf ihren Abgrund zu. Alles oder nichts.

Bewertung
Emma Scott hat einen flüssigen Schreibstil und auch das Cover wurde vom Verlag super ausgewählt. Zusammen mit dem Titel passt es perfekt zu der Geschichte. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sind auch vielschichtig. Emma Scott schafft es, jeden sofort in Ihre Welt hineinzuziehen und es entsteht eine solche Wucht an Emotionen, daß man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, denn hier werden auch die schwierigen Seiten des Lebens aufgeführt. Und diese mit einer so realen Intensität, daß man vergisst, das es sich nur um eine fiktive Geschichte handelt. Absolut glaubwürdig, romantisch, spannend und auch schmerzvoll. Kein Leser schafft es durch dieses Buch, ohne Tränen zu vergießen. Wer hier meint, eine leichte Liebesgeschichte lesen zu können, ist völlig falsch. Es gibt Stellen in dem Buch, wo man das gelesene erst einmal sacken lassen muss um darüber nachzudenken. Auch nach dem Buch hängt man lange noch in Gedanken an diese wundervolle Geschichte.

Fazit
Eine Geschichte über die Liebe mit so viel Emotionen geschrieben, in der garantiert kein Auge trocken bleibt.