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Veröffentlicht am 25.10.2020

Zwei starke Frauen müssen sich ihren Weg erkämpfen

Das Findelkind
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Findelkind ****
Von Farina Eden

Inhalt:
Mitte des 18. Jahrhunderts in Celle:
Magdalena, die Tochter eines angesehenen Apothekers muss mit ansehen, wie durch Intrigen ihr Hab und Gut zerstört ...

Findelkind ****
Von Farina Eden

Inhalt:
Mitte des 18. Jahrhunderts in Celle:
Magdalena, die Tochter eines angesehenen Apothekers muss mit ansehen, wie durch Intrigen ihr Hab und Gut zerstört wird und Ihr Vater ums Leben kommt. Nun steht sie vor dem nichts. Doch das reicht dem Übeltäter nicht mehr, er sorgt dafür, das sie auch noch als Hure verurteilt wird. Magdalena bleibt nichts anderes über, als die Stadt zu verlassen. Der Traum, das Sie an der Seite von Michael ein glückliches Leben führt löst sich in Rauch auf.
Catharina wächst als Tochter einer Magd auf und verliebt sich unsterblich in Benni, den Sohn des Vogts. Der Vogt ist über deren Liebe aber alles andere als begeistert. So kommt es, das die Schwester von Benni ihr das Geheimnis an den Kopf wirft, das Catharina ein Findelkind ist und sie eine Vollwaise wäre. Der Vogt wirft sie kurzerhand aus ihrem Zuhause und Catharina steht plötzlich vor dem nichts und gehört nirgends wirklich hin. Doch so leicht lässt sie sich nicht unterkriegen, sei versucht mit allen Mitteln, Apothekerin zu werden, doch dies ist als Frau nicht erlaubt….

Bewertung:
Eine schöne Geschichte mit einem flüssigen Schreibstil, der einen sofort in die Geschichte zieht. Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet. Magdalena und Catharina sind beides sehr starke Frauen, die vom Schicksal gebeutelt werden. Ihnen wird so viel Unrecht getan, das sie später vor dem nichts stehen. Und trotz alle dem lassen sich beide nicht unterkriegen. Sie kämpfen für das was sie wollen.
Die Geschichte und die Erzählungen sind wirklich gut. Leider hatte ich das Gefühl, man wird durch das ganze geschehen nur im Schnelldurchlauf durchgezogen. Alles wird zwar deutlich geschrieben, doch irgendwie fehlen ein wenig die Gefühlen. Vor allem die Lehre von Catharina kommt viel zu kurz. Ich hätte mir mehr Einzelheiten gewünscht. Auch fand ich es merkwürdig, das der Vater von Anton so lang ein Geheimnis hat, das dann zum Schluss doch einfach so Preis gegeben wird. Wenn es dann auf einmal sowieso jeder wissen kann, warum hat er dann seinen Sohn so lange im Unwissenden gehalten?
Trotz allem ist das Buch wirklich gut geschrieben und ich bin froh, das ich es gelesen habe. Danke :o)

Fazit:
Zwei starke Frauen im 18. Jahrhundert müssen sich durch Leid und Intrigen ihren Weg erkämpfen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Endzeithriller, weniger Zomieroman

ZOMBIE RULES
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Inhalt:
Zach Gundeson wird vor der Apokalypse von seiner ersten großen Liebe betrogen und schließlich brutal von ihren neuen Freunden zusammen geseschlagen, als er gerade erfahren hat, das seine letzte ...

Inhalt:
Zach Gundeson wird vor der Apokalypse von seiner ersten großen Liebe betrogen und schließlich brutal von ihren neuen Freunden zusammen geseschlagen, als er gerade erfahren hat, das seine letzte Verwandte an einem Herzinfarkt gestorben ist. Kurz danach bricht eine Seuch aus und die Welt versinkt im Chaos. Zach kann sich mit einem Freund Rick - einem alten Vietnam-Veteranen noch rechtzeitig auf eine kleine Farm zurückziehen. Dort sind sie von der Außenwelt abgeschottet und die Farm kann gut verteidigt werden. Die beiden bauen Nachrung an, züchten Vieh und gehen auf Suche nach Ressourcen und Überlebenden. Dort trifft Zach dann auch auf seine Wiedersacher vor der Apokalypse. Nun ist Zach der Stärkere durch seine Klugheit und durch das gelernte von seinem Freund Rick...

Bewertung:
Die Charaktäre sowie der Erzählerstil sind super. Allerdings rücken die Zombis komplett in den Hintergrund und es ist auch unglaubwürdig, wie wenig Zach mit Zombies in Berührung kommt. Für eine Stadt bzw. Ortschaft müssten eigentlich viel mehr Zombis dort sein.

Von dem Endzeitsczenario stimmt aber alles, was die Ressourcen angeht und die Gruppen, die sich gebildet haben. Man kann keinem mehr trauen, die Gesellschaft geht den Bach runter. Es herrscht die Macht des Stärkeren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2020

Eine meisterhafte Autorin mit viel Fantasy

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Vortex – Der Tag an dem die Welt zerriss (Teil 1) ******
von Anna Benning
Inhalt:
Elaine ist eine Waise und lebt bei ihrer Tante. Seit sie denken kann, will sie eine Vortexläuferin werden. Die ...

Vortex – Der Tag an dem die Welt zerriss (Teil 1) ******
von Anna Benning
Inhalt:
Elaine ist eine Waise und lebt bei ihrer Tante. Seit sie denken kann, will sie eine Vortexläuferin werden. Die Vortexe sind Energiewirbel, die einen von einem Ort zum anderen bringen kann. Doch jeder Sprung ist gefährlich. Der erste Vortex hat damals die Welt verändert. Es gibt seit dem Urvortex jede Menge Vermengte. Ob Lebewesen oder Gebäude, viele wurden mit der Natur vermengt…. Seit dem gelten die Splits – die Vermengten als gefährlich und jeder Vortexläufer macht Jagd auf die, um die letzten der „reinrassigen“ Menschen zu schützen.
Doch bei Elaine ist etwas anders. Sie kann ein Vortex lenken, was bisher nur einem einzigen gelungen ist, und der ist einer, der sich den Vermengten angeschlossen hat. Doch nur er kann ihr helfen, ihr Talent auch zu nutzen. Elaine muss sich entscheiden, kann Sie alles was sie bisher gelernt hat über Bord werfen und jemanden folgen, der ein Deserteur ist? Steht sie vielleicht seit Jahren auf der falschen Seite?..........
Bewertung:
Eine wahnsinnig gefühlvolle und meisterhaft erzählte Geschichte über das Leben. Diese Art von Fantasy habe ich bisher noch nicht gelesen und ich fand es einfach spannend und flüssig erzählt. Hat man erst einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Elaine und Balin sind mir von der ersten Sekunde ans Herz gewachsen, aber auch ihr Stiefbruder. Die Charaktere sind einmalig und gut ausgearbeitet. Durch die vielen Eigenschaften einer Figur kommt man gar nicht in die Verlegenheit, jemanden zu verwechseln. Die Spannung baut sich von Seite zu Seite auf und mit viel Gefühl erleben wir, wie Baine Elaine´s bisherige Welt auf den Kopf stellt. Eine meisterhaft erzählte Geschichte über Korruption und Lügen.

Fazit:
Eine spannungsgeladene Fantasiegeschichte mit viel Bezug zur Natur und einer Liebesgeschichte mittendrin. Einfach perfekt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Eine witzige Detektivarbeit mit etwas Magie :o)

Hex Files - Hexen gibt es doch
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HEX FILES - HEXEN GIBT ES DOCH ****
von Helen Harper
Inhalt:
Ivy Wilde ist eine Hexe, die aus dem Heiligen Orden der Hexen und Hexer rausgeschmissen wurde. Aber das passt ihr ganz gut. So kann Sie ...

HEX FILES - HEXEN GIBT ES DOCH ****
von Helen Harper
Inhalt:
Ivy Wilde ist eine Hexe, die aus dem Heiligen Orden der Hexen und Hexer rausgeschmissen wurde. Aber das passt ihr ganz gut. So kann Sie ihr Leben als Taxifahrerin bestreiten und Abends – ganz pünktlich zum Feierabend – kann sie auf Ihre Couch zurück kehren und dort einfach nur rumgammeln, Junkfood futtern und sich mit Ihrer Katze auseinander setzen. Ihre Katze hat die Angewohnheit, Ivy Befehle zu geben und das führt meist zu Streitgesprächen ….
Aus einem Fehler heraus wird Ivy aber dazu gezwungen, mit einem Hexer – dem Adeptus Exemptus Raphael Winter zusammen zu arbeiten, wobei die zwei sich durch einen Fluch nicht sehr weit voneinander entfernen dürfen. So muss Ivy ihr Leben vorerst an den Haken hängen und kann nicht mehr ihrer Faulheit frönen. Sie muss einen brisanten Fall mit Winter aufklären, bei dem sie selbst in gefährliche Situationen kommt und der Stress ist vorprogrammiert. Und als wenn ein störrischer Kater nicht schon genug wäre, kommt auch noch Winter dazu und bringt noch mehr Streit in Ihr Leben und die ruhige Relaxzeit ist vorüber….

Bewertung:
Die Charaktere sind verdammt gut ausgearbeitet und jeder hat so seine Fehler :o) Niemand ist perfekt. Vor allem Ivy fand ich super mit Ihrem Kater Brutus zusammen. Einfach zum schreien :o) Eine Katze die sprechen kann ist doch mal was anderes :o). Ich muss gestehen, ich hatte mehr Romantik und mehr Magie erwartet, wie es der Klappentext auch versprochen hat, allerdings war das beides eher im Hintergrund. Dadurch kam die Detektivarbeit von Winter und Ivy erst richtig zur Geltung und das hat der Geschichte auch die Spannung verliehen. Neben viel guten Sprüchen und Lachmomenten gab es genug Spannung und Rätselraten. Das Buch ist halt nicht nur eine reine Fantasygeschichte, sondern auch ein Krimme der besonderen Art. Ich fand es wirklich gut gelungen.

Fazit:
Ein Krimi mit viel Witz und Magie, bei der kein Auge trocken bleibt :o)

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 24.11.2019

Eine starke Frau nimmt ihr Leben selbst in die Hand

Die Tochter der Bettlerin
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Die Tochter der Bettlerin von Nora Berger ***
Inhalt:
Anna ist die Tochter einer Bettlerin. Ihre Mutter ist total verwahrlost durch den vielen Alkohol und der Hurerei. Aufgrund ihres Aussehens bekommt ...

Die Tochter der Bettlerin von Nora Berger ***
Inhalt:
Anna ist die Tochter einer Bettlerin. Ihre Mutter ist total verwahrlost durch den vielen Alkohol und der Hurerei. Aufgrund ihres Aussehens bekommt sie auf der Straße keine Freier mehr und muss so ihren Lebensunterhalt erbetteln. Dabei nimmt sie Anna immer mit, die das meiste für sie erbettelt und Anna soll auch für ihre Mutter den Alkohol stehlen. Der Freund ihrer Mutter kassiert derweil das ganze Geld ein, was die Mutter nicht versäuft. Beide wollen nun, dass Anna selbst durch Hurerei zu Geld kommt, denn ihr gutes Aussehen würde ihr dabei eine Menge Geld einbringen. Der Freund will nun Anna dazu bringen, in dem er sie erst einmal vergewaltigt und ihr ihre Jungfräulichkeit nimmt. Anna kann fliehen und nimmt ab da ihr Leben selbst in die Hand. Ihr Wunsch ist es nur, weg von der Straße zu kommen und einen ehrenhaften Job zu bekommen. Sie bekommt eine Anstellung als Hausmädchen in dem reichen Haushalt von Trenck. Und der junge gut aussehende Trenck, der auch eine hohe Stellung beim König Friedrich innehat, hat es Anna sehr angetan, sie verliebt sich in ihn und versucht ständig in seiner Nähe zu sein…..

Bewertung:
Das Cover passt gut zur Geschichte und Nora Berger hat einen flüssigen Schreibstil. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Gleich von der ersten Seite fiebert man mit Anna mit. Die Gefahren sie sie ausstehen muss und ihren Mut sind wirklich gut beschrieben. Nur auf Dauer wurde mir Anna etwas zu undurchsichtig. Ich finde es schon etwas verwirrend, das Anna von drei Männern vergewaltigt wird und nur über ihre körperlichen Wunden spricht. Und das auch nur eine kurze Zeit. Die seelischen Qualen kommen da überhaupt nicht durch und auch als Anna bemerkt, das sie aufgrund dieser Vergewaltigung ein Kind erwartet, wird nur nebenbei erwähnt. Ihre Sorgen das sie in der Armee als Frau entdeckt wird, nach dem ihr Bauch immer runder wird, kommt nur selten zum Tragen und man vergisst es zwischendurch auch immer wieder. Irgendwann ist dann das Kind plötzlich da, Anna will es jetzt doch behalten und lässt es aber bei einer kurzen Bekannten, während sie Trenck hinterher rennt… Ich hätte da mehr Trennungsschmerz erwartet und mehr Verantwortung dem Neugeborenen gegenüber….
Aber trotz der ganzen Anmerkungen von mir, fand ich die Geschichte insgesamt doch ganz gut und vor allem spannend. Auch der geschichtliche Hintergrund ist gut beschrieben. Ganz bsonderns noch einmal im Prolog.
Und auch das Ende fand ich dann doch etwas abgebrochen, schließlich weiß man bis jetzt noch immer nicht, wie Anna der Verhaftung entgeht und wie bzw. ob sie ihr Kind je wieder sehen wird, da die Frau, bei der sie das Kind gelassen hat, ja als Hexe im Dorf verschrien ist und es zu einem Angriff kommt. Wie ist der ausgegangen? Lebt das Kind noch? Wenn ja wo?...

Fazit: Eine Geschichte über eine tapfere Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt.