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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

Angekommen in der Neuen Welt

Unter fremden Himmeln
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Neuguinea, Ende des 19. Jahrhunderts. Die Familie Berger ist auf der Insel angekommen, um dort als Siedler einer deutschen Kolonie einen Neustart zu wagen. In diesem mittlerweile zweiten Band der Saga ...

Neuguinea, Ende des 19. Jahrhunderts. Die Familie Berger ist auf der Insel angekommen, um dort als Siedler einer deutschen Kolonie einen Neustart zu wagen. In diesem mittlerweile zweiten Band der Saga erfahren wir, wie es weitergeht. Nachdem der Vorband bei mir noch sehr präsent war, habe ich direkt sehr gut wieder in die Geschichte hineingefunden, einer Geschichte voller Hoffnung und persönlichem Glück, aber auch großen Schwierigkeiten in der neuen noch so fremden Heimat, treffen doch unterschiedliche Kulturen aufeinander sowie auch persönliche Befindlichkeiten. Die Autorin hat es wieder meisterhaft verstanden, gut recherchierte Historie zu verbinden mit dem schwierigen Leben vor Ort, dabei sind die Umgebungsbeschreibungen so plastisch gelungen, dass man sich oft direkt an der Seite der Siedler im Dschungel gesehen hat. Spannende Verstrickungen der einzelnen Figuren, die nicht immer gut ausgehen, wechseln sich ab mit einem positiven Blick in die Zukunft. Manchmal überschlagen sich zwischendurch die Ereignisse so dermaßen, dass ich das Buch beim Lesen kaum aus der Hand legen konnte und immer wissen wollte, wie es bei den einzelnen Handlungssträngen weitergeht. Die Folgegeneration steht nun auch bereits in den Startlöchern, so dass man bei einem für den Herbst geplanten Folgeband gespannt sein darf, welche Abenteuer hier noch so warten, die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt! Von mir eine große Leseempfehlung, für alle, die gerne historische Romane lesen und sich dabei in ferne Länder träumen!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Tulpen aus Amsterdam

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Die junge Londonerin Rosie ist unzufrieden mit ihrem Leben. Da sie - inspiriert von ihrer leider zu früh verstorbenen Mutter - schon immer Blumen gerne mochte und wohl auch ein Händchen für Floristik hat, ...

Die junge Londonerin Rosie ist unzufrieden mit ihrem Leben. Da sie - inspiriert von ihrer leider zu früh verstorbenen Mutter - schon immer Blumen gerne mochte und wohl auch ein Händchen für Floristik hat, zieht sie kurz entschlossen nach Amsterdam und mietet sich dort ein Hausboot. Auf dem weltberühmten Amsterdamer Blumenmarkt will sie sich die Lizenz für einen Stand besorgen und neu durchstarten. Doch offenbar ist Rosie etwas blauäugig an ihr Projekt herangegangen, eine Lizenz scheint in weiter Ferne, das Hausboot ist mehr als renovierungsbedürftig und auch ihr - eigentlich gut aussehender - Nachbar scheint etwas eigegenbrötlerisch und unzugänglilch zu sein.
Ich mag diese Art von Büchern sehr, bei denen anfänglich nichts zu klappen scheint, man aber irgendwie bereits weiß, dass am Ende alles gut wird. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Da ich in Grenznähe wohne und auch Amsterdam bereits kenne, konnte ich mir alles besonders gut vorstellen: die Grachten mit den vielen Hausbooten, unzählige Verkaufsstände für Blumen und vor allem die unkomplizierte niederländische Lebenseinstellung. Gerade der große Zusammenhalt der Marktbeschicker und am Ende natürlich auch ein mehr als gutes nachbarschaftliches Verhältnis brachten mir eine entspannende und schöne Unterhaltung für zwischendurch, die ich gerne empfehle!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Atmosphärische Geschichte

Mathilde und Marie
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Von ullap64

Die junge Marie hat das Gefühl, aus ihrem Leben und Umfeld in Paris ausbrechen zu müssen und setzt sich kurzerhand in den Zug. Dort trifft sie auf die ältere Jolina, die sich um Marie kümmert ...

Von ullap64

Die junge Marie hat das Gefühl, aus ihrem Leben und Umfeld in Paris ausbrechen zu müssen und setzt sich kurzerhand in den Zug. Dort trifft sie auf die ältere Jolina, die sich um Marie kümmert und sie mitnimmt in ihren Heimatort Redu, ein kleines sogenanntes Bücherdorf in den belgischen Ardennen. Dort soll Marie erst einmal zu sich finden, die Dorfbewohner sind zunächst zurückhaltend, vor allem die etwas schrullig wirkende Mathilde, die ebenfalls mit etwas in ihrem Innern zu kämpfen scheint.
Wow, was für ein wunderbares Buch! Wer Ruhe sucht, und sei es nur für eine Buchlänge, ist hier genau richtig aufgehoben. Als Leser kann man sich richtig fühlen wie Marie, die ich so gerne durch ihre Zeit in Redu begleitet habe. So ein wunderbares kleines Dorf, bei dem der Autor uns erläutert, dass es auch in der Wirklichkeit existiert, in dem es diversere kleine Buchläden gibt, die sich zum Teil thematisch spezialisiert haben, möchte man doch tatsächlilch mal kennenlernen. Die Bewohner scheinen alle in sich zu ruhen, diese ganz eigene Atmosphäre springt beim Lesen durch den ruhigen Schreibstil aus jeder Zeile und hat mich als Leser so richtig geerdet. Alle Charaktere habe ihre eigene Berechtigung und machen das Dorf zu dem, was es schließlich ist, Zusammenhalt wird hier groß geschrieben und es wird kein Unterschied zwischen alt und jung, arm oder reich, krank oder gesund gemacht.
Sehr gerne habe ich die Geschichte als meinen eigenen kleinen Rückzugsort während des Lesens gesehen, eine absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Tod in den Fluten

Warum sie sterben musste
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Vor Jahren ist eine junge Frau unter grausamen Umständen bei einer Sturmflut ums Leben gekommen. Jahre später - es ist wieder Sturmflut - wird die Leiche eines Mannes gefunden, der scheinbar ähnlich sterben ...

Vor Jahren ist eine junge Frau unter grausamen Umständen bei einer Sturmflut ums Leben gekommen. Jahre später - es ist wieder Sturmflut - wird die Leiche eines Mannes gefunden, der scheinbar ähnlich sterben musste. Hängen die beiden Todesfälle zusammen und was geht auf einem bekannten Pferde- und Gutshof vor sich? Der ehemalige Rechtsmediziner und jetzige Ermittler des BKA Kiel Ivo Beddenbrook und seine frisch aus Berlin nach Norddeutschland versetzte unkonventionelle Kollegin Cinzia Rix nehmen die Ermittlungen auf.

Dieser Psychokrimi hat mich bis zum Ende hin kaum Luft holen lassen, so überschlagen sich ständig die Ereignisse. Wer ist Freund, wer ist Feind, kann man seinen Bekannten oder auch Kollegen überhaupt noch trauen? Die Geschichte hat hier von Beginn an ein mehr als flottes Tempo aufgenommen, bei der man sich, auch wegen der eingestreuten Zeitenwechsel, doch gut konzentrieren muss. Kleine Ausflüge in das doch sehr interessante Privatleben der Ermittler lassen einen zumindest kurzfristig zu Atem kommen, um dann in einem fulminanten Finale noch mal alles herauszuholen. Vielleicht war hier ein kleines bisschen zu viel gewollt, die Story hat mich aber so mitgerissen und mit dem Ende hatte ich in dieser Heftigkeit nun überhaupt nicht gerechnet, dass ich hier auf jeden Fall die volle Punktzahl für einen mehr als gelungen und atemberaubendenThriller vergebe. Die Vorfreude auf den Folgeband ist groß!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Typisch südländischer Krimi

Die Tote von Nazaré
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Die deutsche Kommissarin Maren Berger wurde daheim bei einem Banküberfall angeschossen und ist nun schwer traumatisiert; an die Vorgänge, vor allem ihre dienstlichen Ermittlungen, die sich umittelbar vor ...

Die deutsche Kommissarin Maren Berger wurde daheim bei einem Banküberfall angeschossen und ist nun schwer traumatisiert; an die Vorgänge, vor allem ihre dienstlichen Ermittlungen, die sich umittelbar vor dem Überfall abgespielt haben, kann sie sich nicht mehr erinnern. Um etwas Abstand zu gewinnen, reist sie ins portugiesische Nazaré, wird dort aber nach ihrer Ankunft direkt mit einer weiblichen Leiche konfrontiert. Kaum hat sie den Leichenfund bei der örtlichen Polizei angezeigt, ist diese auch schon wieder verschwunden. Marens Ermittlerherz ist wieder geweckt, zusammen mit dem einheimischen Inspetor Ferreira begibt sie sich auf Spurensuche.
Diesen spannenden Krimi habe ich sehr gerne gelesen. Gerade das Zusammenspiel zwischen der deutschen Kommissarin und dem südländischen Ermittler hat mir hier sehr gut gefallen, lernt man doch die gegensätzlichen Charaktere mit ihren landestypischen Eigenschaften so gut kennen. Es handelt sich hier wieder um einen typisch südländischen Krimi, bei dem nicht nur der Kriminalfall sondern auch Umgebung, Land und Leute, Essen und Trinken mit im Vordergrund stehen und dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit geben. Dennoch ist hier der Fall auch wirklich spannend, eine Empfehlung für Liebhaber dieses Krimigenres!

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