Adaptiertes Gleichnis liebevoll und detailliert gestaltet
Tante Emmas MünzeBereits das farbenfrohe, detaillierte Coverbild hatte mein Interesse für dieses Buch geweckt. Die liebevoll gestalteten Illustrationen ziehen sich schön und bunt durch die ganze Geschichte und laden immer ...
Bereits das farbenfrohe, detaillierte Coverbild hatte mein Interesse für dieses Buch geweckt. Die liebevoll gestalteten Illustrationen ziehen sich schön und bunt durch die ganze Geschichte und laden immer wieder ein genauer hinzuschauen und Kleinigkeiten zu entdecken. Besonders die Blumenwiese hat es mir angetan und ich hätte mich am liebsten neben Tante Emma auf die Wiese gelegt.
Das biblische Gleichnis von der verlorenen Münze (Lukas 15, 8-10) wird in die heutige Zeit übertragen und wunderbar lebendig erzählt. Andrea Mader beschreibt sprachlich sehr schön und ausführlich. Dabei verwendet sie wunderschöne Formulierungen. Beim Baden mag Tante Emma es, „mit viel Schaum, der knistert, blubbert und auf der Haut so schön kitzelt.“
Die Geschichte liest sich herrlich, irgendwie erfrischend und macht zusammen mit den Bildern gute Laune. Im Anhang wendet sich die Autorin noch direkt an die Kinder und erklärt, was ein Gleichnis ist und animiert die Erwachsenen Gottes Nähe zu suchen.
Einzig ein Punkt störte mich etwas. (Achtung Spoiler!) Denn für mich macht es durchaus einen Unterschied, ob ich etwas verloren habe (wie in dem Gleichnis) oder mir etwas weggenommen wurde (im Buch).
Dennoch zähle ich dieses Buch sprachlich und gestalterisch zu den schönsten Kinderbüchern, die ich seit längerem gesehen habe. Ich liebe die Bilder und die Formulierungen und das Buch lädt ein es mehrfach zur Hand zu nehmen. Denn auf den Bildern gibt es unglaublich viel zu entdecken und Tante Emma ist einfach liebenswert.