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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2026

Wichtige Thematik mal anders verpackt

Wie die Karnickel
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Also wen das Cover und der dazugehörige Titel nicht anspricht, ist doch gegen alles immun, oder? Ich mags total.

Langezeit war ich mir allerdings nicht sicher, ob ich den Inhalt auch mag. Ich brauchte ...

Also wen das Cover und der dazugehörige Titel nicht anspricht, ist doch gegen alles immun, oder? Ich mags total.

Langezeit war ich mir allerdings nicht sicher, ob ich den Inhalt auch mag. Ich brauchte ewig um mich einzulesen, dabei kann ich noch nicht mal richtig sagen, woran das lag.
Vermutlich war der Hase irgendwo zwischen "wo stehen wir jetzt" und "wohin geht die Reise" begraben.
Auf der anderen Seite fand ich die Idee Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf einer Fantasy-Ebene zu verarbeiten extrem spannend und blieb am Ball.
Alles spielt in einem sehr konservativen Städtchen in England, wo eine vermenschlichte Hasenfamilie in die Nachbarschaft einzog. Nicht nur optisch passen sie nicht ins Bild, auch ihre Lebensführung wird stark bemängelt. Außer Peter, der Nachbar, der von sich denkt ein weltoffner Mann zu sein. Ihm ist nicht wohl bei dem, was offensichtlich den Fremdlingen von Seitens seiner Nachbarschaft blüht. Aber ist er vollkommen von Vorurteilen befreit, steckt da vielleicht mehr dahinter und was hat sein Job mit alldem zu tun??? Das musst du schon selbst herausfinden.

Fazit: Dieser Roman dauert ein bisschen, bis er in die Gänge kommt, aber dann hat er wirklich viel zu bieten. Vom Schmunzeln, übers Rammeln, bis hin zum Schockiert sein, ist alles dabei und lädt das Oberstübchen zum Nachdenken ein. Wer anfangs ein bisschen Gelduld zeigt, wird dieses Buch mit Sicherheit mögen. (Ich rätsel immernoch, ob der Autor ein Fuchs ist, wieso, weshalb, warum erfährt man im Buch, nicht wahr Herr Fforde?)

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Viele leere Versprechungen

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Kommen wir erstmal zu den positiven Eigenschaften des Buches: Das Cover, sowie der Klappentext sind mega ansprechend und auch die Leseprobe war absolut vielversprechend.
Doch was geschah dann?
Deklariert ...

Kommen wir erstmal zu den positiven Eigenschaften des Buches: Das Cover, sowie der Klappentext sind mega ansprechend und auch die Leseprobe war absolut vielversprechend.
Doch was geschah dann?
Deklariert als "Agatha Christie trifft auf Only Murders in the Building" musste das doch ein Highlight der Extraklasse werden.
Aber nein, die anfangs mir so ans Herz gewachsene grumpy Hauptprotagonistin Rosemary wird eine tüdelige Version ihrer selbst und ihre Enkelin Addie jammert die ganze Zeit ihrem Ex hinterher, der sie von Hacke bis Nacke verkackeiert hat. So verdaddeln wir Seite um Seite, während das Feeling für einen Cosy Crime im Whodunnit Format flöten geht und ich beim Lesen über die nächste Einkaufsliste grübelte.
Fazit: Schwache Charaktere wollen sich interessanter machen als sie sind. Die Kriminalgeschichte versumpft in aneinandergereihten Zufällen und sobald ich das Buch zur Seite legte, war alles vergessen, weil mich nichts tangierte. Wo waren die spannenden Ansätze einer Agatha Christie, oder Only Murders in the Building? Ich suchte sie vergeblich. Dies ist aber nur meine Meinung - naja und die meiner Mitleserinnen, wo eine berechtigter Weise die Reißleine zog und die andere mich weiterhin begleitete, auf einer sehr langweiligen Lesereise.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Unterhaltsamer Thriller mit Atmosphäre

Das Internat
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Jap, mit solch einem Cover bekommt man mich leicht rum. Also auf gut deutsch, mir gefällt es.
Der Anfang war düster und zog mich sofort in seinen Bann. Zack, ohne langes hin und her, haben wir unsere Leiche ...

Jap, mit solch einem Cover bekommt man mich leicht rum. Also auf gut deutsch, mir gefällt es.
Der Anfang war düster und zog mich sofort in seinen Bann. Zack, ohne langes hin und her, haben wir unsere Leiche und die Raterei, was passiert ist, kann beginnen. Denn sicher ist, es ist kein Unfall, dazu ist die Tote etwas zu speziell trapiert.
Nicht immer handeln alle Charaktere für mich ganz nachvollziehbar. Gerade Ellie (Schülerin des Internats und eine Hauptprotagonistin) handelt häufig sehr naiv, aber gut, sie ist ein Teenie und war ab und zu auch nicht ganz Herrin ihrer Sinne. Mehr störten mich Kleinigkeiten bei ihrer Mutter, der Schulpsychlogin, wo ich ab und zu haderte, ob sie auch wirklich ihren Abschluss gemacht hat. Und ebenfalls war manches ein bisschen zu gewollt und zu zufällig, aber erstaunlicher Weise störte es mich nicht. Ich war irgendwie im Feeling von "Düstere Legenden". Wem der Film was sagt und wer ihn toll fand, kann das Buch getrost zur Hand nehmen.
Fazit: Das Rad hat sich mit Sicherheit nicht neu erfunden. Wer aber eine gut unterhaltende Story zum Miträtseln sucht, ist hier genau richtig. Ich kann es mit ruhigem Gewissen empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Ein besonderes berührendes Buch

Hinter dem Lächeln
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Das Cover passt sehr gut zu dem Thailand-Roman, der durch wahre Begebenheiten inspiriert wurde. Diese knallige pinke Blüte, die das Dunkel gerne verdecken möchte. Nach dem Lesen macht es noch mehr Sinn. ...

Das Cover passt sehr gut zu dem Thailand-Roman, der durch wahre Begebenheiten inspiriert wurde. Diese knallige pinke Blüte, die das Dunkel gerne verdecken möchte. Nach dem Lesen macht es noch mehr Sinn.
Ich weiß, dass ich nicht die richtigen Worte finden werde, die meinen Leseeindruck so transportieren könnten, wie ich empfunden habe.
Mich hat dieses Buch völlig eingenommen. Jeden Tag freute ich mich auf meinen Abschnitt und hatte dennoch schon Angst vor dem Ende.
Für mich gab es vier Hauptprotagonisten (Anna, May, Bird und Tiger), die ich so gerne begleitete und immer wissen wollte, wie es nun weitergeht. Dabei stach May am Meisten hervor. Ein schwieriger Charakter und dennoch, oder gerade deswegen, mochte bzw verstand ich sie.
Thailand, das Land des Lächelns, wird von der Autorin super interessant kulinarisch, kulturell, politisch und zwischenmenschlich dargestellt, ohne den Lesefluss zu stören, sondern so im Kontext zum Roman, dass es eine wahre Freude ist und die Neugier auf weitere Informationen steigert.
Trotzdem viel gelächelt wird, gibt es natürlich auch die Schattenseiten, welche uns Charlotte Charonne nicht verschweigt. Ich war oft betroffen, schockiert und tief berührt. Ich habe selten sowas traurig Schönes gelesen, etwas was mit so viel Leichtigkeit geschrieben wurde und dennoch keine einfache Kost war. Ich werde lange mit einem tränenden und einem lachenden Auge an May und Co. denken.
Fazit: Für mich ist das hier ein ganz spezielles Highlight, denn es war weit außerhalb meiner literarischen Wohlfühlzone und hat mich auf ganz vielen emotionalen Ebenen abgeholt und zum Nachdenken bewegt. Du willst kein 08/15 Buch? Dann greif hier zu!!!

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Die etwas andere Jagd

Nachtblick
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Ich fühlte mich sofort vom Raubtier auf dem Cover beobachtet und war bereit herauszufinden, ob ich jage, oder gejagt werde.
Für mich begann der Horror schon an der Stelle, wo ich mit Matt und seinem Vater ...

Ich fühlte mich sofort vom Raubtier auf dem Cover beobachtet und war bereit herauszufinden, ob ich jage, oder gejagt werde.
Für mich begann der Horror schon an der Stelle, wo ich mit Matt und seinem Vater starten sollte zur Jagd.
Wie Matt widerstrebt es mir, wenn Tiere zum Vergnügen geschossen werden.
Aber zunächst lernen wir die Jagdkumpanen des Vaters (allesamt unsympathisch) kennen und auch das Ziel der Begierde wird erwähnt. Gleichzeitig werden Legenden und Mythen angesprochen und eine seltsame Tinktur spielt ebenfalls eine Rolle.
Wenn es nur um Menschenblut in dem Buch gehen würde, bedrüfte es in einem dem Horror-Genre zugewiesenen Buch keiner Triggerwarnungen... aber da wir hier auf einer Jagd sind, sei soviel gesagt, es könnten Tiere involviert sein - mir zerreißt es dann immer das Herz.
Doch letzendlich endet es dann ganz anders, also brutal und metzlerisch schon, aber eben doch ganz anders.
Das musste schon selbstlesen.
Fazit: Ich war zwischenzeitlich ein wenig grün im Gesicht. Die Spannung wurde konstant hochgehalten und ich war mit dem Ende sehr zufrieden... eigentlich fast ein Happy End... naja, zumindest aus meinem Blickwinkel.

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