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Veröffentlicht am 11.01.2026

Zäher Einstieg in eine eigentlich nette Idee

Kingmakers – Jahr 1
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Worum geht’s?
Anna und Leo sind gemeinsam aufgewachsen und beste Freunde, seit sie denken können. Nach ihrem Highschoolabschluss verändert sich ihr Leben jedoch schlagartig – denn als Erben zweier Mafiafamilien ...

Worum geht’s?
Anna und Leo sind gemeinsam aufgewachsen und beste Freunde, seit sie denken können. Nach ihrem Highschoolabschluss verändert sich ihr Leben jedoch schlagartig – denn als Erben zweier Mafiafamilien kommt für sie keine normale Universität in Frage, sondern nur das Kingmakers College. Dort sollen sie nicht nur alles lernen, was man für eine kriminelle Karriere braucht, sondern müssen auch gegeneinander bestehen – denn Kingmakers ist der gefährlichste Ort für Menschen, deren Hass aufeinander Generationen überdauert hat.


Meine Meinung
Die Idee der Geschichte klang eigentlich ganz spannend für mich, insbesondere weil Mafiageschichten für mich der Innbegriff des Dark Romance Genres sind und ich daher durchaus gespannt auf die Umsetzung war.

Gleich zu Beginn des Buches wurde ich dann jedoch etwas enttäuscht, da es fast die Hälfte der Handlung gebraucht hat, bis überhaupt wirklich etwas spannendes passiert ist. Der Einstieg war für meinen Geschmack viel zu schwerfällig, da man sowohl Anna, als auch Leo und Dean nur oberflächlich kennenlernt, dabei aber kaum weltbewegende Informationen erhält.

Erst ab der zweiten Hälfte kommt wirklich Bewegung in die Handlung, und ich war deutlich interessierter an den Geschehnissen und dem Leben in Kingmakers. Das Campusleben hat leider insgesamt deutlich weniger Platz in der Geschichte eingenommen, als ich eigentlich erwartet hätte, mein Interesse war jedoch trotzdem höher als zu Beginn des Buches.

Mit den Figuren hatte ich leider insgesamt auch eher meine Probleme, insbesondere weil ich kaum einen der Charaktere wirklich ernst nehmen konnte. Jeder wollte hier tough und edgy wirken, realistisch betrachtet ist aber niemand – abgesehen von Dean – wirklich je mit Gewalt in Berührung gekommen, was das Konzept der gefährlichen achtzehnjährigen Mafiaerben meistens eher lächerlich auf mich hat wirken lassen.

Anna und Leo mochte ich als Paar irgendwie trotzdem, auch wenn man bei beiden gemerkt hat, dass sie sich ihrer Privilegien teils überhaupt nicht bewusst waren. Im Laufe der Geschichte hatte ich aber insbesondere bei Leo wirklich das Gefühl, dass er sich als Charakter weiterentwickelt hat, was mich durchaus versöhnlicher gestimmt hat.

Seltsam fand ich bei den beiden jedoch trotzdem, wie plötzlich und in welchem Maße sich dann auf die sexuelle Komponente ihrer Beziehung fokussiert wurde. Immerhin sind beide volljährig, was immerhin beruhigend war, der Wechsel von absolut null Erfahrung hin zu vergleichsweise „professionellem“ Vorgehen hat mich dann aber doch überrascht und ehrlicherweise gerade im Epilog eher irritiert.

Auch in Hinblick auf Rechtschreib-, Logik- und Übersetzungsfehler hätte ich mir einen genaueren Blick auf die Geschichte gewünscht, da mir doch einige Stellen aufgefallen sind, die ein Lektorat eigentlich hätte ausbessern müssen. Mein generelles Lesevergnügen wurde zwar nicht maßgeblich gemindert, in Kombination mit allen anderen Kritikpunkten hatte ich so aber schlussendlich doch den Eindruck, dass dieses Buch sein volles Potenzial leider nicht ausgeschöpft hat.


Fazit
Die Geschichte an sich hat mir leider erst ab der zweiten Hälfte wirklich gefallen, zuvor habe ich mich eher quälen müssen, um überhaupt an den Punkt zu kommen, der mein Interesse halten konnte. Die Figuren und ihre Entwicklungen waren daher nur eine kleine Entschädigung dafür, dass ich mich nicht so für die Geschichte begeistern konnte, wie das eigentlich der Fall hätte sein können.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 09.01.2026

Etwas zu gemütlicher Krimi mit viel Lokalkolorit

Auslese à la Provence
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Worum geht’s?
Eigentlich genießt Pascal Chevrier sein ruhiges Dasein als Dorfgendarm. Als dann jedoch ein Weinberg abbrennt und eine weibliche Leiche aus der Asche geborgen wird, ist es vorbei mit der ...

Worum geht’s?
Eigentlich genießt Pascal Chevrier sein ruhiges Dasein als Dorfgendarm. Als dann jedoch ein Weinberg abbrennt und eine weibliche Leiche aus der Asche geborgen wird, ist es vorbei mit der Ruhe – und Pascal muss nicht nur einen Mörder finden, sondern auch sein eigenes Leben retten.


Meine Meinung
Als großer Frankreich-Fan war dieses Buch definitiv interessant für mich, auch wenn ich bei Lokalkrimis immer ein wenig zwiegespalten bin. Rein auf das Setting bezogen war die Geschichte daher wirklich klasse gemacht, die Handlung konnte mich aber leider eher nicht überzeugen.

Der Schreibstil an sich war recht angenehm zu lesen, mein Lesefluss wurde nicht durch seltsame Formulierungen gestört und auch die zahlreichen Beschreibungen, die eigentlich nicht so mein Fall sind, haben hier tatsächlich gut zur Geschichte gepasst.

Das Setting war definitiv detailliert ausgearbeitet, was für Fans dieses Genres auf jeden Fall ein Pluspunkt sein dürfte. Man merkt beim Lesen, dass einiges an Recherchearbeit in diese Geschichte geflossen ist, was ich sehr gelungen finde, auch wenn mir der Handlungsbogen so ein wenig arg gemächlich vorkam.

Auch der Fall an sich war für meinen Geschmack etwas zu langsam erzählt, auch wenn ich die Ermittlungen grundsätzlich spannend zu verfolgen fand. Ein wenig mehr Tempo hätte der Erzählstil für mich aber trotzdem haben können, weshalb ich mich vermutlich einfach von diesem Genre verabschieden und weiterhin bei „klassischen“ Krimis und Thrillern bleiben sollte.


Fazit
Auch wenn die Geschichte insgesamt etwas zu gemütlich erzählt fand, waren die Beschreibungen durchaus bildhaft und haben die Handlung nett eingerahmt. Wer Lokalkrimis liebt, wird hier auf jeden Fall glücklich werden, für meinen Geschmack war es dann aber doch etwas zu idyllisch, um ein wirklich spannender Krimi zu sein.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Spannendes Konzept für eine etwas ältere Zielgruppe

Schatten – Der Pakt (Schatten 1)
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Worum geht’s?
Um das Leben seiner besten Freundin Sara zu retten, wünscht sich Pete vom Weihnachtsmann, dass sie von ihrer unheilbaren Krankheit geheilt wird. Auf wundersame Weise wacht sie am nächsten ...

Worum geht’s?
Um das Leben seiner besten Freundin Sara zu retten, wünscht sich Pete vom Weihnachtsmann, dass sie von ihrer unheilbaren Krankheit geheilt wird. Auf wundersame Weise wacht sie am nächsten Morgen gesund auf – doch dafür bezahlt Pete mit seinem Schatten, den die beiden nun unbedingt zurückholen müssen.


Meine Meinung
Als Graphic-Novel-Fan war ich definitiv gespannt auf diese Geschichte, auch wenn ich sie jetzt im Nachhinein eher für eine etwas ältere Zielgruppe einordnen würde, als das die Altersempfehlung hier tut.

Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, insbesondere weil erst im Laufe der Handlung klar wird, wie wichtig ein Schatten für einen Menschen eigentlich ist und was das für Charakter, Persönlichkeit und das Menschsein an sich bedeutet. Bei einem Buch, das ab einem Alter von zehn Jahren empfohlen wird, hätte ich tatsächlich nicht mit so viel Tiefgang gerechnet, weshalb ich durchaus positiv überrascht war. Auch die übergeordneten Themen wie Freundschaft, Nächstenliebe und Gemeinschaft fand ich durchaus gut umgesetzt, insbesondere wenn man bedenkt, wie reduziert eine Graphic Novel eigentlich mit Worten umgehen muss und was das für die Botschaften der Geschichte bedeutet.

Auch die Gestaltung an sich hat mir gut gefallen, wobei ich den durchaus nordischen Einschlag für Zehnjährige noch nicht ganz altersgerecht finde. Für etwas ältere Leseratten ist dieses Buch aber sicherlich spannend zu lesen, auch wenn man definitiv alle Bände lesen muss, um nicht an einem offenen und unbefriedigenden Ende hängen zu bleiben.


Fazit
Das eher offene Ende ist definitiv ein wenig frustrierend, weckt aber gleichzeitig Neugierde auf Band zwei der Reihe. Für die angegebene Altersgruppe finde ich das Buch noch nicht ganz passend, grundsätzlich haben mir Themen und Umsetzung aber ziemlich gut gefallen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Dark Romance wie sie öfter mal sein sollte

He Sees You When You´re Sleeping
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Worum geht’s?
Seit dem Unfalltod ihrer Eltern ist Weihnachten die schlimmste Zeit im Jahr für Schmuckinfluencerin Chloe. Als sie dann jedoch auf den fürsorglichen Feuerwehrmann Jack trifft, ist sie hin ...

Worum geht’s?
Seit dem Unfalltod ihrer Eltern ist Weihnachten die schlimmste Zeit im Jahr für Schmuckinfluencerin Chloe. Als sie dann jedoch auf den fürsorglichen Feuerwehrmann Jack trifft, ist sie hin und her gerissen – denn so nett wie Jack auch auf sie wirkt, eigentlich will sie viel lieber ihre dunkle Seite erkunden, von der niemand etwas ahnt.


Meine Meinung
Auch wenn ich das Genre Dark Romance durchaus interessant finde, haben mich die Tendenzen der Veröffentlichungen in letzter Zeit eher abgeschreckt und nicht begeistern können. Diesem Buch wollte ich jedoch trotzdem eine Chance geben, was ich nach dem Lesen auch nicht bereut habe.

Vorab schicken muss ich dabei, dass mein Exemplar eine noch unkorrigierte Fassung war, was man meiner Meinung nach beim Lesen auch gemerkt hat. Der Stil und vor allem die Übersetzung haben auf mich noch sehr unrund gewirkt, was aber hoffentlich durch Korrektorat und Lektorat noch behoben wird.

Abgesehen davon fand ich die Geschichte allerdings recht nett zu lesen, insbesondere weil der Spannungsaufbau für den Leser zwar subtil aber trotzdem vorhanden war. Da man gleichzeitig mehr als die Figuren weiß, kommt trotzdem keine Verwirrung auf, worauf die Geschichte eigentlich hinauslaufen wird, was mich hier allerdings nicht gestört hat.

An Jack fand ich tatsächlich am sympathischsten, wie reflektiert er mit der Tatsache umgegangen ist, dass er Chloe gestalkt hat. Seine Gewissensbisse fand ich sehr authentisch beschrieben, und auch wenn sein Verhalten absolut nicht akzeptabel war, fand ich seine Reflektionsfähigkeit sehr gelungen.

Chloe fand ich im Kontrast dazu fast schon etwas zu blass charakterisiert, da ich ihre Gefühle irgendwie kaum greifen konnte und gar nicht so sehr mit ihr mitgefiebert habe. Ein wenig befremdlich fand ich außerdem, dass sie praktisch jeden Mann, dem sie begegnet, als „Vanille“ einordnet, teils auch in Situationen, die diesen Gedankengang gar nicht primär nahegelegt haben. In gewisser Weise hat das zwar ihre innere Zerrissenheit illustriert, auf der anderen Seite fand ich es aber auch ziemlich befremdlich, praktisch völlig fremde Menschen so zu beurteilen. Auch ihre Aufmerksamkeit lässt sehr zu wünschen übrig, so merkt sie beispielsweise überhaupt nicht, dass ihr zerstörter Rauchmelder ersetzt wurde.

Was ich dann ehrlich gesagt nicht gelungen fand, war tatsächlich das Ende der Geschichte. Die ganze Situation mit Tyler ist meiner Meinung nach viel zu schnell viel zu sehr eskaliert, nur um dann innerhalb weniger Sekunden aus der Welt geräumt zu werden. Chloes Umgang mit der Situation und ihre daran anschließende Entscheidung in Bezug auf Jack fand ich so unglaubwürdig, dass ich diesen Part einfach ignorieren wollte, da ich mich schlichtweg über sie geärgert habe.


Fazit
Auch wenn das Ende für mich vergeigt war, hat mir die Geschichte insgesamt Spaß beim Lesen gemacht und meine Hoffnung in das Genre und seine Zukunft auf jeden Fall gestärkt. Auf Band zwei der Reihe bin ich daher durchaus neugierig, auch wenn das hier in Deutschland sicherlich noch einige Zeit dauern wird.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Leider ein Abbruch für mich

We Will Give You Hell
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Worum geht’s?
Schon ihr ganzes Leben lang ist Hellea wütend. Nicht nur ihr Umfeld, sondern auch sie selbst leidet unter den ständigen Anfällen, die sie immer weniger kontrollieren kann. Als sie dann den ...

Worum geht’s?
Schon ihr ganzes Leben lang ist Hellea wütend. Nicht nur ihr Umfeld, sondern auch sie selbst leidet unter den ständigen Anfällen, die sie immer weniger kontrollieren kann. Als sie dann den bestandenen Schulabschluss mit ihren Freunden bei einer gemeinsamen Wanderung durch Schweden feiern will, kommt es zum Eklat – und sie trifft auf eine Gruppe geheimnisvoller Frauen, in deren Gemeinschaft sie mehr über sich selbst lernt, als irgendwo sonst.


Meine Meinung
Auch wenn ich nur ungerne meine Lebenszeit verschwende, kann ich es eigentlich überhaupt nicht leiden, Bücher zu lesen, die mir absolut nicht zusagen und sie dann doch abzubrechen. In diesem Fall habe ich es aber mehrfach versucht, bin dabei jedoch nie bis zum Ende durchgekommen.

Bereits der Beginn hat mir Schwierigkeiten bereitet, da mir der Schreibstil irgendwie sehr sperrig vorkam und ich keine der Figuren besonders sympathisch fand.

Insbesondere Hellea kam mir eher anstrengend vor, da ich ihre zahlreichen Anfälle zwar ohne Frage nervig fand, sie aber ehrlich gesagt gar nicht so sehr als Wut wahrgenommen habe. Die Situationen und die Beschreibung von Helleas Gefühlen dabei kamen mir häufig fast schon absurd vor, was für mich einfach kein guter Start war.

Auch die Nebenfiguren, insbesondere ihre Freunde fand ich sehr seltsam, da ich ihre Handlungen teilweise einfach absolut nicht nachvollziehen konnte. Ich hatte insbesondere während der Wanderung einfach das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben, denn egal wie sehr mich jemand auch nervt, ihn oder sie einfach im Wald zurückzulassen wäre in keiner Situation eine Option für mich. Die Hinführung zu dieser Entwicklung kam mir daher sehr seltsam und nur wenig authentisch vor, was dann auch das anfangs noch recht interessante Zusammenleben im Wald für mich leider nicht mehr herausreißen konnte.

Die Geschichte als Urban Fantasy zu kategorisieren, hat bei mir dann auf jeden Fall irreführende Erwartungen geweckt, da ich so beim Vorblättern auch wirklich enttäuscht vom Ende war. Die Auflösung habe ich zwar lediglich überflogen, so richtig gut gelöst fand ich die aber ehrlich gesagt auch nicht. Obwohl die Themen dieses Buches definitiv wichtig sind und ich grundsätzlich Potenzial in der Handlung gesehen habe, bin ich daher im Nachhinein leider wirklich enttäuscht.


Fazit
Für mich war dieses Buch leider ein absoluter Fehlgriff, auch wenn die Grundidee spannend klang und mir eine solche Geschichte eigentlich hätte gefallen können. Die Charakterisierung der Figuren, ihr Verhalten und auch die Auflösung haben mich eher gelangweilt als mein Interesse zu wecken, weshalb ich dann schlussendlich schweren Herzens aufgegeben habe.

Dafür gibt es einen Bücherstapel von mir.

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