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Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbare Geschichte, leider gekürzt

Der Junge, der Träume schenkte
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Zuerst muss ich sagen meine Rezension bezieht sich auf die Jubiläumsausgabe des Hörbuchs des Lübbe Audios Verlag. Das ist wichtig, da es sich hierbei um eine sehr gekürzte Version des Buches handelt.
Der ...

Zuerst muss ich sagen meine Rezension bezieht sich auf die Jubiläumsausgabe des Hörbuchs des Lübbe Audios Verlag. Das ist wichtig, da es sich hierbei um eine sehr gekürzte Version des Buches handelt.
Der Roman beginnt in Italien mit der dramatischen Zeugung von Natale. Seine Mutter wird vom reichen Gutsbesitzer vergewaltigt. Auch wenn viele meinen sie sollte das Kind nicht behalten, setzt sie sich durch und sucht ihre Zukunft in Amerika. Sie ist eine starke Frau, die alles tut, um ihren Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Was als alleinerziehende Mutter zu Beginn des 20. Jh. nicht einfach ist. Dennoch kommt Natale, der in den USA Christmas genannt wird mit den Banden seines Stadtviertels in Kontakt. Sein Leben ändert sich als er Ruth trifft. Ihre Begegnung ist dramatisch, denn Ruth liegt schwer verletzt am Straßenrand, Christmas rettet sie und bringt sie ins Krankenhaus und damit beginnt ihre Geschichte.

Der Roman erzählt die Geschichte von Christmas, der in einem von Kriminalität geprägten Stadtviertel aufwächst. Als er Ruth begegnet öffnet sich ein weiterer Handlungsstrang und auch die Geschichte von Ruth wird erzählt. Und schließlich kommt noch ein dritter Handlungsstrang, der die Geschichte von Bill erzählt, Ruths Vergewaltiger. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungssträngen macht den Roman sehr abwechslungsreich, da ich immer in völlig verschiedene Welten abtauchen konnte. Wobei ich gegenüber Bill schon einige Mordgelüste entwickelte. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und sie gingen mir alles sehr nah. Gleichzeitig erschafft der Autor ein realitätsnahes Bild der damaligen Zeit. Mich hat das richtig gefesselt. Auch den Schreibstil fand ich sehr gut. Keine langatmigen Beschreibungen, klare Struktur, sie passt zum Buch, klar authentisch mit wenigen Schnörkeln.

Der Sprecher des Hörbuches tut sein Übriges. Die warme Stimme passt sehr gut, er übertreibt auch die Betonungen nicht, es passt einfach. Dazu gibt es immer eine Einstiegsmusik bei jeder CD, die die Spannung nochmals steigen lässt. Das Hörbuch ist sehr gut produziert.

Ein Kritikpunkt gibt es für diese Ausgabe. Ich hatte oft das Gefühl, dass manche Geschichten des Romans zu kurz kamen, so fehlten für mich die Beschreibungen des Charismas oder Besonderheit des Protagonisten. Oder auch die Entwicklung von Nebenpersonen kam nur am Rande. Ich glaube ein Hörbuch was ca. 1400 Minuten im Original hat, auf ein Viertel runter zu kürzen ist einfach zu viel. Aber dennoch würde ich das Buch sehr empfehlen, vor allem für Menschen, die eher kürzere Hörbücher mögen und dennoch eine komplexe Geschichte erzählt bekommen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Charactere
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Recherche
  • Stimme
Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein sehr spannender Roman, leider mit Logikfehlern

Secret Fire
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Taylor ist eine strebsame Schülerin, die alles dafür tut in Oxford studieren zu dürfen. Dafür nimmt sie auch die Fleißaufgabe ihres Lehrers in Kauf. Sie soll einem französischen Jungen via Internet Nachhilfe ...

Taylor ist eine strebsame Schülerin, die alles dafür tut in Oxford studieren zu dürfen. Dafür nimmt sie auch die Fleißaufgabe ihres Lehrers in Kauf. Sie soll einem französischen Jungen via Internet Nachhilfe in Englisch geben. Sie hat dazu überhaupt keine Lust, erst recht nicht, als sie Sasha kennenlernt. Er ist arrogant und ist nicht am Lernen interessiert. Dennoch werden die beiden neugierig aufeinander, gerade weil sie so verschiedene Leben führen. Taylor ist schon immer eine strebsame Schülerin gewesen. Ihr Ziel Oxford, wo ihr Großvater auch Professor ist, alles andere ist für sie nebensächlich. Sasha geht dagegen nicht mehr zur Schule seit er erfahren hat, dass er bald sterben muss. Er lebt in den Tag hinein und riskiert immer wieder sein Leben in den dunklen Straßen von Paris, denn bis zu seinem festgelegten Todestag ist er unsterblich. Die Leben von Taylor und Sasha sind verknüpft, wie sie noch herausfinden werden.

Der Roman erzählt die Geschichte von Taylor und Sasha deren normales Teenagerleben plötzlich endet und in eine neue gefährliche mystische Welt umschlägt. In verschiedenen Handlungssträngen wird abwechseln von Taylor und Sasha erzählt. Besonders Sashas Leben ist grausam und aufregend. Es war für mich wahnsinnig spannend zu lesen, wie er Wetten mit Verbrechern eingeht und dabei immer wieder stirbt. Seine Traurigkeit und Angst vor dem endgültigen Tod war greifbar. Aber auch Taylor ging mir nah, ihre Strebsamkeit und ihre Angst vor dem neuen, war gut beschrieben. Beide Charaktere waren mir sympathisch und nicht plakativ.

Der Spannungsbogen war im gesamten Roman hoch oben, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Dazu noch der Schreibstil mit einfachen Sätzen und gut beschriebenen Details, die nicht in die Länge gezogen sind. Es könnte das perfekte Jugendbuch sein, wenn ich nicht über einige Ungenauigkeiten und Logikfehler gestolpert wäre. Es ist leider nicht nur einmal passiert, dass ich stockte und dachte `das ist jetzt aber unlogisch´. Es war so, als ob die Autorin eine ganz bestimmt Vorstellung hatte, wie es weitergehen sollte ohne darauf zu achten, dass sie vorher etwas beschrieben hatte, was das eigentlich nicht wirklich möglich machte. Jetzt schreibe ich undeutlich, aber ich kann es nicht näher schreiben ohne zu viel zu verraten.

Es ist trotzdem ein sehr guter und vor allem spannender Roman, bei dem ich schon sehr auf den nächsten Teil gespannt bin.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine starke Protagonistin

Lügenmauer. Irland-Krimi (Ein Emma-Vaughan-Krimi 1)
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Emma hat als alleinerziehende Mutter und liberale Protestantin, die ihre Kindheit und Jugend in New York verbracht hat, im doch eher konservativ katholischen Irland keinen leichten Stand. In der Mordkommission ...

Emma hat als alleinerziehende Mutter und liberale Protestantin, die ihre Kindheit und Jugend in New York verbracht hat, im doch eher konservativ katholischen Irland keinen leichten Stand. In der Mordkommission ist sie zudem in einer Männerdomäne, in der sie sich besonders behaupten muss. Mit ihrer gescheiterten Ehe, ihrer Tablettensucht und inneren Konflikten entspricht die Protagonistin somit dem Typus des seelisch zerrütteten Ermittlers, der dem Krimi-Vielleser schon recht vertraut sein dürfte. Dennoch bietet die Konstellation einiges Potenzial für spannende Konflikte. Barbara Bierach treibt dies bereits im ersten Fall auf die Spitze, indem sie die kosmopolitische Weltsicht der Protagonistin mit dem irischen Katholizismus in seinen negativsten Ausprägungen paart. Als zusätzliche Würze kommen noch Verdachtsmomente hinzu, die in das radikale Milieu der IRA reichen.
Bei der Aufklärung des Mordes an einem emeritierten Pfarrer hat der Leser dabei von Anfang an einen Wissensvorsprung vor der ermittelnden Kommissarin. Etwa nach einem Drittel des Buches, wenn nicht schon nach der ersten Rückblende in die 60er Jahre, ahnt der Leser bereits, worauf das Ganze hinausläuft. Daher entsteht die Spannung vor allem daraus, welche Irrwege die Kommissarin geht und wie sie der Mörderin doch auf die Schliche kommt. Dabei flechtet Bierach immer wieder Geschichten aus der Vergangenheit der Protagonistin wie auch Irlands ein, die wirklich interessant zu lesen sind und dem Krimi eine gewisse Tiefe und Weite geben.
Die Auflösung des Falls ist dann zwar überraschend, aber hat bei mir eher einen negativen Anklang gefunden. Sie wirft zumindest einige Fragen an der Eignung der Kommissarin als Vertreterin eines Rechtstaats auf. Der Leser könnte sich zudem daran stören, dass die extrem negative Haltung gegenüber der Kirche an keiner Stelle relativiert wird. Auch das Männerbild ist nicht nur, aber überwiegend sehr negativ. Angesichts Emmas´ Biographie und der unzweifelhaft unrühmlichen Rolle, die die Kirche in Irland in der Vergangenheit gespielt hat, ist ihr Weltbild aber durchaus konsistent und nachvollziehbar.
Der Schreibstil hat mir durchweg gefallen. Der teils sehr saloppe Tonfall passt zum Charakter der Protagonistin.
Insgesamt bewerte ich den Einstand Barbara Bierachs als Krimiautorin positiv und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Einfach nur begeistert

Heliosphere 2265 - Folge 6: Die Bürde des Captains
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Es geht wie alle Vorgängerbände rasant weiter. „Die Bürde des Captains“ ist wirklich eine Bürde, der arme Captain Cross. Ich fieberte mit als er dem Tod näher als dem Leben war. Aber für mich am spannendsten ...

Es geht wie alle Vorgängerbände rasant weiter. „Die Bürde des Captains“ ist wirklich eine Bürde, der arme Captain Cross. Ich fieberte mit als er dem Tod näher als dem Leben war. Aber für mich am spannendsten waren die Szenen auf dem Gefangenplaneten, wohin Dr. Petrova geschafft wurde. Wie schafft es Andreas Suchanek in nur wenigen Sätzen die Welt und Situationen so gut zu beschreiben, dass ich mich direkt vor Ort fühlte.
Mir gefällt die Serie von Folge zu Folge besser. Das liegt zum einen daran das mir die Protagonisten ans Herz gewachsen sind und ich dadurch mit ihnen noch mehr mitleide, denn zu leiden haben die Guten hier viel. Immer wieder gibt es Wendungen, die nicht vorhersehbar sind. Das macht die Serie so spannend.
Dazu kommt, dass das Hörspiel sehr professionell umgesetzt ist. Wie alle Folgen vorher schon, passen Story und Geräuschkulisse, Musik und Stimmen perfekt zusammen. Sei es auf dem Raumschiff oder dem Gefangenenplaneten, es wirkt alles wie ein Film für die Ohren.
Andreas Suchanek ist aber auch ein kleiner Sadist, denn wieso sonst endet alles mit einem gemeinen Cliffhanger. Dennoch tut das meiner Begeisterung keinen Abbruch, ich kann es nur jetzt noch weniger erwarten, den nächsten Teil zu hören!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Prickelnde Erotik

Heiße Kurven | Erotischer Roman
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Emma ist unzufrieden mit sich und ihrem Leben. Deswegen lässt sie sich auch von ihrer Freundin überreden mit ihr in einen Swingerclub zu gehen, schlimmer kann es ja nicht werden. Dort trifft sie Jakob, ...

Emma ist unzufrieden mit sich und ihrem Leben. Deswegen lässt sie sich auch von ihrer Freundin überreden mit ihr in einen Swingerclub zu gehen, schlimmer kann es ja nicht werden. Dort trifft sie Jakob, einen attraktiven und freundlichen Mann, der Gefallen an ihr findet. Nur Emmas eigenen Komplexe wegen ihrer Figur stehen ihr im Weg.
Sofort wird man in die Geschichte hineingeworfen und darf Emma in den Swingerclub begleiten. Während ich Emmas Selbstzweifel am Anfang noch ganz interessant fand, wurde es mir nach und nach zu viel. Es nervte einfach und ich bewundere Jakob, dass er nicht gleich Reiß aus nahm. Nach und nach erklärte sich warum Emma kein Selbstbewusstsein hat, aber dennoch blieb sie mir unsympathisch. Gleichzeitig war sie mir auch zu sprunghaft, einerseits kaum vorhandenes Selbstbewusstsein, dann Swingerclub, bei fremden Mann einziehen etc. Irgendwie passte das nicht so richtig für mich zusammen.
Das mir das Lesen trotzdem Freude bereitete, lag zum einen am guten Schreibstil. Die Beschreibungen sind nicht langatmig, aber dennoch konnte ich mir das Setting und die Charaktere schnell und gut vorstellen. Auch der Spannungsbogen wird gut gehalten, auch wenn relativ früh klar ist, wie es endet. Zum anderen waren die Sexszenen gut und ansprechend beschrieben. Es kam eine prickelnde Stimmung auf.
Insgesamt ein Roman der gut unterhält und prickelnde Erotik bietet. Freund*innen kurzweiliger Erotikliteratur werden mit diesem Buch ihre Freude haben.